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Wer kennt sich damit aus??????

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  • Wer kennt sich damit aus??????

    Hallo! Ich habe nochmal eine Frage zur Diabetes meiner Oma.
    Sie nimmt die Medikamente Metformin 1000mg Früh Mittag Abends je 1/2 ASS 100mg Mittag 1 Glib 3,5mg Früh und Abends 1 und Marcumar nach Plan (hab ich leider keine genauen Wert) Ich wollte jetzt einmal wissen ob die Medikamente nicht etwas viel sind bzw. warum sie Ass einnehmen muss (ASS ist doch soweit ich weiß ein Schmerzmittel). Ich mache mir nur Sorgen das wenn sie wirklich dann mal Schmerzen hat ja dann kein Schmerzmittel mehr hilft.Über eine Ernährungsberatung wurde sie nie informiert. In einem viertel Jahr soll ein Blutbild von ihr gemacht werden. Der Arzt stellt desweiteren fest, das die Zuckerwerte auf das Metformin gestiegen sind und hat daraufhin die oben angebene Dosis festgelegt.
    Da ich zwar während meiner Ausbildung mal kurz über Diabetes informiert wurde nehme ich das ganze doch nicht so locker hin. (Bin Kinderpflegerin) Da ich berufstätig bin ist es für mich auch schwierig meine Oma einmal zum Arzt zu begleiten.Da er ja Schweigepflicht gebunden ist, erhalte ich wahrscheinlich eh keine information über sein Behandlungsvorgehen.
    Ich habe den Alten Bericht vom letzten mal unten angehängt, damit ich nicht nocheinmal die ganze Lebensgeschichte schreiben muss.
    Sie vertraut ihrem Arzt total und argumente von uns nimmt sie denke ich nicht so ernst.
    Sie nimmt in den letzten Wochen auch sichtlich ab. Teilweise erscheint sie mir sehr abwesend und sehr ruhig(ist normalerweise ein sehr gewissenhafter und munterer Mensch)- was ich jedoch nicht weiß ob es von den Medikamenten kommt
    Vielen Dank Yvonne


    Alter Beitrag: Anhang
    Ich hab jetzt mal eine Frage die zwar nicht mich sondern meine Oma betrifft.
    Sie ist seit Jahren in Behandlung zwecks Diabetes. Ihre Werte liegen mal zwischen 384 und dann wieder Werte von 260 bzw. niedriger! Sie nimmt verschiedene Tabletten um die Zuckerwerte zu senken. Vor ein paar Tagen hatte sie auch Blut im Urin und der Arzt meinte das sie das bekommen hat, weil ihre Werte zu hoch sind. Nun reduzierte er die Tabletten um eine Tablette am Mittag und gab ihr Tabletten zu einer Therapie ( was auch immer das sein soll). Sie isst täglich fast immer das gleiche - Brot und Diabetiker Produkte. Der Arzt erklärte ihr dass sie keine Diabetiker Produkte essen soll bzw. muss da sie ja kein Insulin spritzt. Es kommt jedoch manchmal vor das sie an einem Geburtstag auch mal ein kleines Stück Kuchen oder auch zwischendurch mal einen Keks isst. Ansonsten hält sie sich soweit es ihr möglich ist an die Diabetiker -Produkte.
    Obst wurde ihr auch schon abgeraten somit isst sie auch fast kein Obst mehr.
    Was ist denn jetzt richtig. Diabetiker und Diabetiker-Kost oder Diabetiker und weiter essen wie alle anderen auch nur in reduzierter Menge.
    Auf BE wurde sie nie eingestellt. Bzw. eine Ernährungsberatung mit ihr durchgeführt.
    Wie kann ich ihr jetzt helfen da ich aus diesem Arzt nicht schlau werde.
    Über eine schnelle Antwort wäre ich ihnen sehr dankbar.


  • RE: Wer kennt sich damit aus??????


    Zum ASS 100: Diese Dosierung wäre zur Schmerztherapie völlig unzureichend. Sie dient einer Behandlung von Gefäßerkrankungen, da es - bereits in dieser geringen Dosis - die Thrombozytenaggragtion (also die Verbindung von Blutplättchen) herabsetzt. Dies ist z.B. nach einem Herzinfark oder Schlaganfall sinnvoll (hatte Ihre Oma eine dieser Erkrankungen?), kann aber auch schon zur Prophylaxe dieser aufgrund des DM sinnvoll sein, v.a. dann, wenn auch andere Risikofaktoren bestehen (Hypertonie etc.). Ich bin allerdings sehr überrascht, dass Sie als Kinderpflegerin nichts von dieser Wirkung des ASS gehört haben. Oder liegt das vielleicht daran, dass ASS bei Kindern aufgrund der Gefahr eines Reye-Syndroms kontraindiziert ist? Sind Sie auch wirlich nur kurz während Ihrer Ausbildung über den DM informiert worden? Aufgrund der Wichtigkeit des Themas erscheint mir das wirklich sehr ungewöhnlich!!!

    ASS 100 macht keine Abhängigkeit, wirkt in dieser Dosis ohnehin nicht gegen Schmerzen und selbst in der Schmerztherapie ist dies eines der schächsten Medikamente überhaupt. Ihre Befürchtungen wegen der Schmwerzwirkung sind somit unbegründet.

    Zur Schweigepflicht: Am besten wäre es sicherlich, Sie gingen mit Ihrer Oma zum Arzt. Aber Ihre Oma kann ihren Arzt Ihnen gegenüber jederzeit der Schweigepflicht entbinden, wenn Sie wünscht, dass Sie sich mit dem Arzt über ihre Erkrankung unterhalten. Das sollte zur Sicherheit schriftlich erfolgen.

    Die Gewichtsabnahme und Abnahme der Vitalität kann sicherlich nicht online abgeklärt werden. Klarheit schafft hier nur eine Arztbesuch mit entsprechenden Untersuchungen.

    Das keine Ernährungbeartung gemacht wurde, wundert mich sehr. Auch die Aussage, kein Obst zu essen, wundert mich sehr. Wer hat diesen Ratschalg gegeben? Auch das Essen von Diabetiker-Kost ist sicherlich nicht erforderlich bei einem richtig eingestellten DM.

    Welche Argumente nimmt Ihre Oma denn von Ihnen nicht an?

    Alles Gute!

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    • RE: Wer kennt sich damit aus??????


      ASS wird zur Blutverdünnung geeben, wie schon in der anderen Antwort zu lesen. Mich wundert allerdings, daß dann auch noch Marcumar gegeben wird, das dient noch viel stärker der Blutverdünnung. Dieserhalb muß auch regelmäßig der Blutgerinnungsfaktor überprüft werden, entweder vom Arzt oder vom Patienten selbst.

      Beide Med. können Blutungen im Körper verursachen,z.B. im Magen-Darm-Trakt oder auch auf der Netzhaut sowie Nasenbluten.

      Metformin darf bei schon vorhandenen Organschäden nicht genommen werden.

      Die Patientin sollte unbedingt von einem Diabetologen behandelt werden. dort gibt es auch Schulungsmöglichkeiten, z.B. über die Ernärhung. Adressen stehen im Branchen-Telefonbuch (Gelbe Seiten).

      Übrigens ist das Internet voll von sehr guten Diabetes-Infos, z.B.

      http://www.diabeticus.de

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      • RE: Wer kennt sich damit aus??????


        hallo an frager und antworter,
        natürlich sind die bz werte katastrophal, natürlich sollte bei nieren probs(blut im urin) kein metformin genommen werden, natürlich sind diabetikerprodukte geldschneiderei,......................
        nütürlich ist der diabetologe "der" einzige der wirklich helfen und zwar dringend helfen kann.
        aber ??? wenn die oma nicht will ?
        mfg klaus

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        • RE: Wer kennt sich damit aus??????


          Für eine Kombination aus Marcumar und ASS gibt es keinen Griund. ASS verdünnt das Blut, Marcumar zur Verdünnung ist aber völlig ausreichend.
          Bitte gehen Sie zu einem Diabetologen und klären Sie ab, ob Insulin erforderlich ist.

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          • RE: Wer kennt sich damit aus??????


            Die bisherigen Beiträge zu Ihrer Frage sind sehr fachkundig.

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            • RE: Wer kennt sich damit aus??????


              Hallo Mr.x

              Sie schrieben in ihrer Antwort vor knapp 1 Woche das sie überrascht sind das ich als Kinderpflegerin nichts über die Gabe von ASS weiß- leider muss ich ihnen mitteilen das es uns in unserem Beruf auser Ärztliche Anordnung untersagt ist jegliche Medikamente an die Kinder auszugeben.
              Während meiner Ausbildung wurde das Thema Diabetes nur in wenigen Tagen abgearbeitet damit wir von dieser Krankheit auch einmal etwas gehört haben.- Gott sei Dank habe ich seit über 10 Jahren kein Kind mehr in der Einrichtung das mit dieser Krankheit belastet ist ( Mir tun diese Kinder immer so leid.)
              Sie fragten mich auch wer meiner Oma den Ratschlag gab kein Obst mehr zu essen ---
              diesen Ratschlag bekam sie von ihrem Hausarzt der sie behandelt.
              Meine Oma nimmt den Ratschlag nicht an sich von einem anderen Arzt bzw. einem Diabetologen untersuchen zu lassen nicht an.


              Lg Yvonne

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              • Re: Wer kennt sich Metformin 1000 oder Glib 3


                Ich selber spritze seid 1 Jahr Liprolog Mix 50
                morgens 18 , abends 16 Einheiten.
                zusätzlich nehme ich morgens und abends je 1 Metformin 1000 ein. Seid 3 Monate spielt mein Magen verrückt.
                Meine Frage ist : wäre Glib 3,5 eine alternative für mich.

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                • Re: Wer kennt sich Metformin 1000 oder Glib 3


                  hallo,
                  glibenclamid/glibepirid ist etwas völlig anderes von der wirkung als metformin.
                  bei solchen neu auftauchenden fragen bitte nicht an andere uralt threads anhängen, einfach als neues thema einstellen.
                  mkfg. klaus

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                  • Re: Wer kennt sich Metformin 1000 oder Glib 3


                    Moinmoin,

                    Glib tritt die eigenen Insulin produzierenden Beta-Zellen zur Ausgabe von mehr Insulin. Du nimmst Insulin, weil es bei Deinen restlichen Beta-Zellen nichts mehr zu treten gibt.

                    Metformin bremst die Leber beim Ausgeben von zu viel Zucker. Ob es das bei Dir wirklich tut, könntest Du z.B. an Deinem Nüchternwert morgens ablesen, wenn Du den regelmäßig mit Metformin gemessen hättest und nun mal 14 Tage ohne messen würdest.

                    Wo Du nicht schreibst, was Du so über den Tag an Blutzucker-Verlauf hast, und auch nichts von der etwas gröberen Messlatte HBA1c, kann ich Dir nur ganz allgemein schreiben, dass ich an Deiner Stelle eine vernünftige Insulin-Behandlung vorziehen würde, also Langzeit-Insulin als Grundlage und Kurzzeit-Insulin immer passend zu dem, was Du gerade isst.

                    Auf ein gutes 2012, Jürgen

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