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Hochschulprojekt - Prävention/Rehabilitation von Diabetes Typ 2

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  • Hochschulprojekt - Prävention/Rehabilitation von Diabetes Typ 2

    Hallo liebe Onmeda-Forum-Community,

    kurz zu uns, wir sind Lucy und Malte und studieren in Schwäbisch Gmünd an der Hochschule für Gestaltung Design.

    Für ein Projekt im Bereich der Designmethoden setzten wir uns intensiv mit der Prävention/Rehabilitation von Diabetes Typ 2 auseinander. Wir fokussieren uns dabei sehr auf das System, also wie denn bisher im Bereich der Prävention/Rehabilitation gearbeitet wird. Dabei suchen wir vor allem nach sogenannten Pain Points, also Momente oder Methoden, welche eher Probleme verursachen als sie zu lösen.

    Bei unserem Projekt geht es also nicht explizit um neue Innovationen, wie z.B. ein neues Medikament, sondern um eine systemische Innovation.

    Für ein besseres und tieferes Verständnis der aktuellen Präventions/Behandlungs-Methoden, sind wir auf die Erfahrung von Nutzern angewiesen.
    Deswegen würden wir uns sehr freuen, wenn sie vielleicht ein paar Punkte mit uns teilen könnten, wo sie sagen, das bereitet mir Schwierigkeiten oder das funktioniert für mich nicht. Das kann sich auf alle Bereiche beziehen, also z.B. Hausarzt-Patienten-Interaktion, Ernährung/Ernährungsumstellung, Aufklärung zum Thema „Was kann ich tun?“ etc.

    Wir freuen uns über jede Rückmeldung.

    Viele Grüße und nur das Beste für sie alle,

    Lucy und Malte, Studenten von der HfG Schwäbisch Gmünd


  • Re: Hochschulprojekt - Prävention/Rehabilitation von Diabetes Typ 2

    Noch ein Nachtrag zur Kontaktaufnahme:

    Gerne können sie entweder direkt hier im Forum oder per Mail über Hochschulprojekt-Diabetes-Typ2@web.de ihre Erfahrungen mit uns teilen.

    Kommentar


    • Re: Hochschulprojekt - Prävention/Rehabilitation von Diabetes Typ 2

      Also wenn, dann teilen wir hier, denn Erfahrungen Teilen ist der Sinn von som Forum, und wir schreiben hier alle per Du Onmeda.de/forum/core/images/smilies/smile.png" border="0" alt="" title="Smile" smilieid="1" class="inlineimg" />

      Können wir schon mal voraussetzen, dass Ihr euch selbst schon mal ein etwas umfassenderes Bild von Typ 2 und Behandlungsmöglichkeiten gemacht habt? Also z.B. hier auf Onmeda und auch in den Praxisleitlinien der DDG?

      Ein paar von meinen Erfahrungen findet Ihr schonmal hier im Thread "Diabetes in der Ver-Öffentlichkeit"

      Kommentar


      • Re: Hochschulprojekt - Prävention/Rehabilitation von Diabetes Typ 2

        aus meiner erfahrung zur behandlung, (über prävention müssen andere schreiben da ich von jetzt auf gleich zum insulinpflichtigen diabetiker wurde)
        1. viele (nicht alle) docs müssen endlich mal von -standardmeinungen- wegkommen,
        a. alle t2 sind dick, alle t1 sind dünn (ist falsch und hat schon sehr vielen geschadet.
        b. wer keine typischen symptome zeigt hat nix, viel trinken/oft aufs klo, immer müde.....(ich hatte ü800mg/dl und bin 2/d zur toilette) ist also alles kein muß.
        c. die dauernde angstmacherei vor dem spritzen, und wenn dann wirklich gespritzt werden muß wird gewundert wenn die leute angst davor haben. mm-> spritzen ist wesentlich angenehmer als pillen schlucken.
        d. viele ärzte haben angst davor mit dem patienten auf augenhöhe zu sprechen, aber patienten die sich engagieren sind schnell auf den gleichen kentnisstand. (habe zum glück jetzt einen dem ich mal was von up-regulation erzählen konnte)
        die meisten wissen gar nicht daß es sowas gibt.

        E. ärzte und krankenschwestern und auch "medien" (bilder) müssen endlich begreifen daß man um den bluttropfen zu gewinnen nicht in die fingekuppe sticht sondern an den seiten der letzten drei finger.
        my2c, mfg-klaus

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        • Re: Hochschulprojekt - Prävention/Rehabilitation von Diabetes Typ 2

          Und? Ob unsere Hochschüler wohl morgen hier mitschreiben?

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          • Re: Hochschulprojekt - Prävention/Rehabilitation von Diabetes Typ 2

            Hallo zusammen,

            Erstmal vielen lieben Dank für die ersten Beiträge!

            Ich denke was das Bild betrifft, haben wir uns schon einen guten Überblick verschaffen können. Wir sind auch im Austausch mit Hausärzten, um uns auch von dieser Seite ein Bild zu machen.

            Ein Punkt, welchen wir besonders spannend finden ist die Up-Regulation, also den Wiederaufbau der Insulin-Rezeptoren.

            So wie wir das verstanden haben, steckt hinter der Up-Regulation ja eine Veränderung des Lebensstils, in Form von Ernährungsumstellung und mehr Bewegung, ist das korrekt?

            Unser Fokus liegt sehr auf dieser Veränderung des Lebensstils, also wie man diese (noch) besser gestalten kann und wie man Betroffene noch besser bei dieser Veränderung fördern und unterstützen könnte.

            Habt ihr damit auch schon Erfahrung gemacht?

            Beste Grüße

            Lucy & Malte

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            • Re: Hochschulprojekt - Prävention/Rehabilitation von Diabetes Typ 2

              Hut ab! Hatte nicht wirklich erwartet, dass Ihr mit uns diskutieren wollt!

              Also dann mal zur Butter bei die Fische :
              Up und Down-Regulation hat Doc Teupe damals in Bad Mergentheim für die gezieltere Steuerung/Insulin-Dosierung für Typ 1 "erfunden".
              Jede Zelle hat X hundert bs X tausend Insulinrezeptoren. Wenn die meisten von denen up sind, ist die Chance besonders groß, dass ein Insulinmolekül aus der Lieferkette Blutkreislauf daran andockt und den Zugang für ein Glukosemolekül öffnet. Also praktisch immer dann, wenn die Zelle gerade Glukose braucht. Entsprechend down der meisten Rezeptoren, wenn die Zelle gerade keine Glukose braucht.
              Generell lässt sich davon ausgehen, dass spätestens ab 12 von 24 Stunden mit BZ um 140 mg/dl und mehr die weit überwiegende Mehrheit der Verbraucherzellen nur noch ein Minimum ihrer Insulinrezeptoren aktiv halten.
              Mein persönliches Beispiel: Mit langjährig HBA1c 7-7,5 hatte ich als Typ 2 Insuliner einen täglichen Insulinbedarf von 140-160 Einheiten. Mit der Absenkung auf HBA1c 5,5 und besser und 99% TIR hatte ich dann für Jahre meinen Insulinbedarf auf 80-90 Einheiten reduziert, und zwar bei völlig unverändertem Ess- und Bewegungsverhalten!
              Sagt: mit über gesund ansteigendem BZ verringern die Verbraucherzellen ihre Aufnahmebereitschaft, ihre Insulinrezeptoren.

              Denn für ihren situativen Mehrbedarf werden unsere peripheren Zellen primär nicht mit ansteigendem BZ bedient, sondern mit zunehmender Umlaufgeschwindigkeit des Kreislaufs (bis zum 5-fachen des Ruhezustands) mit 2 wichtigen Folgen:
              1. Wenn sich jemand mehr bewegt und seine Muskeln dafür mehr Glukose gebrauchen, liefert da nicht Hausnummer 1 Liter in 3 Minuten Hausnummer 1 Gramm, sondern da liefern in der selben Zeit 2-3 Liter je 1 Gramm, also zusammen 2-3 Gramm, ohne dass dafür der BZ auch nur einen Tick ansteigen müsste.
              2. Mit dem beschleunigten Kreislauf kommt das Insulin in seiner Hauptwirkzeit (Halbwertzeit frei im Blut knapp 5 Minuten) mit 2-3-mal so vielen Zellen wie in Ruhe in Kontakt und kann damit also sehr viel mehr Zellen für Glukose aufschließen als in Ruhe.

              Dafür muss niemand joggen wie Hans Lauber https://www.amazon.de/Fit-wie-ein-Di...C5%BD%C3%95%C3 %91&crid=1MEXWICO9HPIO&dchild=1&keywords=fit+wie+e in+diabetiker&qid=1620748495&s=books&sprefix=fit+w ie%2Caps%2C165&sr=1-1 sondern einfaches Gehen kann völlig reichen, wie mein Hunde-Oma Beispiel in allen Foren zeigt, in denen ich schon mal mitgeschrieben habe. Ich war für die Betreuung zuständig. Als der Blutzucker der alten Dame HBA1c 8 überschreiten wollte, wusste sich der Arzt keinen Rat, weil Erklären nicht mehr ging und er befürchtete, dass mit BZ-senkenden Medis auf einem der üblichen 3 Hundegänge ne Hypo eintreten und echte Schwierigkeiten bereiten könnte. Also hab ich beobachtet:
              3mal am Tag kam der Pflegedienst für Medis und Mahlzeiten. Nach den Mahlzeiten setzte sie sich für ne Stunde in ihren Schaukelstuhl und ging daran anschließend bei jedem Wetter 20-30 Minuten mit dem Hund. Nach der Stunde im Schaukelstuhl konnte ich 250-300 mg/dl testen, nach dem Hundegang noch 150-180 und mit Glück vor der nächsten Mahlzeit 140-120.
              Mit der veränderten Reihenfolge, dem Hundegang direkt nach dem Essen und dann erst die Ruhe im Schaukelstuhl, hatte sie nach dem Hundegang 80-100 mg/dl. Weil ich sie überzeugen konnte, dass der Hund immer sofort nach dem Essen raus musste, hat sie die Reihenfolge all die Jahre mit Hund und später auch noch im Seniorenheim mit gleichbleibend gutem BZ-Ergebnis beibehalten.
              Also für HBA1c statt 8 besser als 6 nicht anders gegessen, kein Gramm abgenommen, keinen Meter mehr bewegt!

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              • Re: Hochschulprojekt - Prävention/Rehabilitation von Diabetes Typ 2

                hier meine erfahrung.
                als ich aufwachte im kh mit nur noch einem bein, kam von der inneren die diabetesberaterin und sagte kurz und knapp du hast diabetes , du bist insulinpflichtig, hier hast du ein bz-gerät, einen pen mit mischinsulin(actraphane50) davon spritzt du mo mi ab 20ie , zielbereich ist 100-120, zusätzlich bekam ich noch eine "eieruhr" mit actrapid zu nachspritzen/korrigieren. mein tagesbedarf war also 60+x.
                über kh usw weiß ich bescheid da lebensmitteltechnologe und chemiker.
                nachdem ich wieder mobil war kam die ict schulung die hart und recht gründlich war.
                8tage jeweils von 8-15h+ , mit ständiger kontrolle, spritztechnik, und dokumentation und.....
                es wurde erklärt wann wieviel, gespritzt wird, korrekturen, sea ! sehr wichtig...
                jetzt wurde mein bedarf ausgetestet, 3*6ie protaphane, +bolus 32-40ie/d.und das ist mein richtwert den ich halte seit ü16j.
                dh. wenn mein tagesbedarf ü 40ie steigt (meist nach kh aufenthalt, oder zu weihnachten)
                kommt up regulation, dh mittags gemüse, abends wenig meist nix, und den bz auf 80-100mg/dl stellen. das zeigt sich nach ca 4 tagen daß die erforderlichen insulinengen ständig weniger werden.
                nach ca 14 tagen bin ich wieder auf meinem ziel. grundsätzlich aber bei kh reduzierter ernährung.
                natürlich spritze ich inzwischen nicht actrapid/protaphane, habe nach versuchen jetzt novorapid/levemir. (das muß jeder für sich selbst ausprobieren (oft muß man den doc da etwas trietzen).
                als er noch aktiv war hatte ich mehrmals mit doc teupe telefoniert war immer absolut top.
                diabetespässe habe ich inzwischen 3, einen mit t2, einen mit t1(lada), seit 1,5j einen mit t3 (bsd)
                mfg. klaus

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                • Re: Hochschulprojekt - Prävention/Rehabilitation von Diabetes Typ 2

                  Hallo Lucy & Malte,

                  kann das sein, dass Ihr bei Eurem Projekt eher in dieser Art gedacht habt https://www.excemed.org/sites/defaul...lmeida_eng.pdf und dass die Erfahrungen von Klaus und mir nicht so ganz dazu passen wollen?

                  Bin neugierig, Jürgen

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