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Nach Schwangerschaftsdiabetes jetzt weiterhin Diabetes.

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  • Nach Schwangerschaftsdiabetes jetzt weiterhin Diabetes.

    Hallo!

    Vor über einem Jahr habe ich einen Sohn bekommen. Ich hatte schwere Schwangerschaftsdiabetes, insulinpflichtig. Zu jedem Essen, nachts Basalinsulin. Es wurde dann damals ein großes Blutbild gemacht. Festgestellt wurden GAD Antikörper vom 40, also positiv. Der Rest der Blutwerte war ok. Auch das C-Peptid.

    Nach der Schwangerschaft wurde eine Schilddrüsenfunktionsstörung festgestellt, ich bekam Tabletten. Die Zuckerwerte waren auch noch zu hoch, jedoch lag der Hba1c im Normbereich. 3 Monate später stieg der Hba1c auf 5,9. Also extrem grenzwertig.

    Ich habe zwischendurch immer wieder Zucker gemessen. Nüchtern, also vor dem Essen war er immer in Ordnung. Nach dem Essen jedoch teilweise auch mal um die 200.

    Jetzt stand wieder eine große Blutuntersuchung an: Die GAD Antikörper sind nach der Schwangerschaft auf 35 zurück gegangen, mein C-Peptid liegt im unteren Normbereich, der Hba1c bei 6,4.

    Es ist wohl Diabetes :-(

    Ich frage mich nur: wie kann es sein, dass meine Blutzuckerwerte trotz niedriger körpereigener Insulinproduktion z. B. 2 Stunden nach dem Frühstück auf Normalniveau ist? Sollte er da nicht höher sein? Gerade früh ist der InsulinBedarf doch am höchsten?

    Wenn ich nach dem Essen nur eine Stunde spazieren gehe, ist der Zucker sofort auf unter 100, auch nach kh-reichen Mahlzeiten. Esse ich bewusst wenig KH (komplett weggelassen habe ich sie bisher noch nicht), ist der Zucker immer im Normbereich. Heute hatte ich z. B. Fisch mit Kartoffeln und einer Soße mit wenig KH.

    Das sind lauter Fragen, die mich umtreiben. Ich war nach der Diagnose etwas geschockt. Da fielen mir eine Menge Fragen an den Doc nicht ein :-(

    Ich habe auch keine Antikörper gegen die inselzellen (?) Wird mein Körper die Insulinproduktion irgendwann komplett einstellen?

    Und was ich mich noch frage: warum ist meine körpereigene Insulinproduktion in einem Jahr so drastisch zurück gegangen, wenn ich doch in der Schwangerschaft mehr GAD hatte, als danach und damals meine Insulinproduktion noch in Ordnung war? Sonst stimmen die werte ja. Für mich passt das nicht zusammen .

    Sorry wenns bisschen lang war.

    Vielleicht noch was zu mir: Groß, Untergewicht, keine anderweitigen Erkrankungen (die Schilddrüse gilt offiziell als geheilt - lag nur an den Schwangerschaftshormonen).
    LG
    Sternchen


  • Re: Nach Schwangerschaftsdiabetes jetzt weiterhin Diabetes.

    Ich frage mich nur: wie kann es sein, dass meine Blutzuckerwerte trotz niedriger körpereigener Insulinproduktion z. B. 2 Stunden nach dem Frühstück auf Normalniveau ist? Sollte er da nicht höher sein? Gerade früh ist der InsulinBedarf doch am höchsten?
    eine möglichkeit währe eine fehlerhafte steuerung der insulinausschüttung, also nicht passgenau zur aufnahme der kohlenhydrate. gelegentlich niedrigere zuckerwerte etwas später währe ein hinweis. alternativ mehr bewegung. und ja, die insulinempfindlichkeit ist tageszeitabhängig.

    Wenn ich nach dem Essen nur eine Stunde spazieren gehe, ist der Zucker sofort auf unter 100, auch nach kh-reichen Mahlzeiten. Esse ich bewusst wenig KH (komplett weggelassen habe ich sie bisher noch nicht), ist der Zucker immer im Normbereich. Heute hatte ich z. B. Fisch mit Kartoffeln und einer Soße mit wenig KH.
    sport/bewegung erhöht die insulinempfindlichkeit. verminderte kh-aufnahme schont die bsd.

    Ich habe auch keine Antikörper gegen die inselzellen (?) Wird mein Körper die Insulinproduktion irgendwann komplett einstellen?
    mit diabetes musstest du seit deiner Schwangerschaft rechnen.

    Und was ich mich noch frage: warum ist meine körpereigene Insulinproduktion in einem Jahr so drastisch zurück gegangen, wenn ich doch in der Schwangerschaft mehr GAD hatte, als danach und damals meine Insulinproduktion noch in Ordnung war? Sonst stimmen die werte ja. Für mich passt das nicht zusammen.
    mich iritiert etwas die schilddrüsenproblematik. autoimunreaktion? autoimunkrankheiten sind asoziierte krankheiten und machen ein dm typ 1 bzw lada warscheinlicher.

    im forum ist ein ladabetroffener...

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    • Re: Nach Schwangerschaftsdiabetes jetzt weiterhin Diabetes.

      hallo sternchen,
      ich denke daß thomas dir das alles gut erklärt hat.
      daher nur anmerkungen.
      echt bemerkbar wird eine durch ak verursachte reduzierung der insulinproduktion erst wenn nur noch ca 20% der ß-zellen vh sind vorher merkst du nichts.
      gad-ak reichen, man muß nicht, und hat meist auch nicht die gesamte palette.
      meist nimmt die menge der ak zuerst ab wenn man insulin spritzt, das ist leider keine heilung.
      aber je früher du anfängst insulin zu spritzen desto länger erhältst du dir eine restproduktion. diese hilft in der ersten zeit fehler beim spritzen auszugleichen , und ist bei vielen nützlich. bei manchen nicht da es unangenehm ist wenn die ß-zellen stottern , also mal was rausschmeißen mal nicht , und das meist wenn man damit nicht rechnet.
      alle gute mfg. klaus

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      • Re: Nach Schwangerschaftsdiabetes jetzt weiterhin Diabetes.

        Selten sind bei Typ-1-Diabetes (alle 4) Antikörper positiv. Der Verlauf spricht für einen Typ-1-Diabetes. Frühzeitig Insulin spritzen kann die körpereigene Insulin-Rest-Funktion über längere Zeit erhalten.

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