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Endpunktstudie Empagliflozin EMPA-REG

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  • Endpunktstudie Empagliflozin EMPA-REG

    Letzte Woche wurden die Ergebnisse der Endpunktstudie Empagliflozin EMPA-REG veröffentlicht. Unter anderen konnte die Herz-Kreisluaf-Sterblichkeit durch Empagliflozin deutlich gesenkt werden. Hier der Link zu den Originalergebnissen (leider nur auf Englisch). Ich bin sehr gespannt auf Ihre Kommentare.

    http://www.easdvirtualmeeting.org/contentsessions/2030




  • Re: Endpunktstudie Empagliflozin EMPA-REG

    Danke für den Hinweis auf die Studie. Bin erstaunt über Umfang und Laufzeit.

    Würde natürlich praktisch gleiche Ergebnisse mit allen -gliflozinen erwarten.

    Spekulieren würde ich, dass die besseren Ergebnisse mit -gliflozin mit dem dadurch erhöhten Glukose-"Verbrauch" erreicht werden: z.B. mehr ausgeschiedene Glukose = weniger ektopes Fett.

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    • Re: Endpunktstudie Empagliflozin EMPA-REG

      Lese gerade auf Medscape D
      Dies bestätigte auch Prof. Dr. Hertzel Gerstein, Hamilton, Kanada, in seinem Kommentar: „Bei 7.020 Menschen reduzierte Empagliflozin die kardiovaskuläre Mortalität und die Herzinsuffizienz-Hospitalisierung, und dies begann innerhalb von drei Monaten”, betonte er und führte weiter aus:„Ich denke, es ist sehr unwahrscheinlich, dass das ein Effekt der Glukosesenkung – oder überhaupt ein Effekt hinsichtlich der Atherosklerose – ist; die Zeit bis zum Einsetzen ist zu schnell für eine metabolische Intervention, und der HbA1c-Unterschied ist mit 0,4 Prozent zu klein dafür.”


      und ein Stückchen weiter oben im selben Artikel:
      „Es könnte sein, dass wir die letzten 50 Jahre bei der Diabetestherapie etwas falsch gemacht haben“, so die Selbstkritik des Diabetologen. Die bisherige Behandlung fokussierte auf den Glukosespiegel, ohne den Kalorienüberschuss zu kontrollieren. „Weil Empaglifozin für eine Glukoseexkretion sorgt, macht es genau das“, bietet Inzucchi als mögliche Erklärung an.

      Ich neige zum letzteren Erklärungsansatz und verlängere zur Kritik, dass die Typ2-Beurteilung und -Behandlung bislang die im Vergleich zu Gesunden und Typ1 sehr viel größeren und z.T. irre großen täglichen Umsatzmengen an Glukose und Insulin usw. eigentlich erschreckend großzügig übersehen hat.

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      • Re: Endpunktstudie Empagliflozin EMPA-REG

        Ohne Zweifel ist Empagliflozin eine gute Substanz. Da erst kurze Zeit verfügbar, hat die Diabetologie in den 50 Jahren davor ja nicht unbedingt etwas falsch gemacht.

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        • Re: Endpunktstudie Empagliflozin EMPA-REG

          Wie ich's verstanden habe, wird mit Forxiga nicht die entsprechend der ausgeschiedenen Glukosemenge erwartete BZ-Senkung erreicht. Deswegen die diabetologisch zurückhaltende Bewertung.
          Nun ist mit dem neuen -gliflozin (wirkt wahrscheinlich genauso Glukose ausscheidend wie Dapa-) studienmäßig ein kardiologischer Nutzen nachgewiesen, der sich aus der marginalen BZ-Senkung eher nicht erklären lässt.

          Dass die ausgeschiedene Glukosemenge trotzdem für den Nutzen gesorgt haben könnte, halte ich für einen interessanten und in der Diabetologie eher neuen Erklärungs-Ansatz. Würde allerdings auf ne Reihe von Typ2 Auffälligkeiten auffallend gut passen

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          • Re: Endpunktstudie Empagliflozin EMPA-REG

            Wie ich's verstanden habe, wird mit Forxiga nicht die entsprechend der ausgeschiedenen Glukosemenge erwartete BZ-Senkung erreicht. Deswegen die diabetologisch zurückhaltende Bewertung.
            Nun ist mit dem neuen -gliflozin (wirkt wahrscheinlich genauso Glukose ausscheidend wie Dapa-) studienmäßig ein kardiologischer Nutzen nachgewiesen, der sich aus der marginalen BZ-Senkung eher nicht erklären lässt.

            Dass die ausgeschiedene Glukosemenge trotzdem für den Nutzen gesorgt haben könnte, halte ich für einen interessanten und in der Diabetologie eher neuen Erklärungs-Ansatz. Würde allerdings auf ne Reihe von Typ2 Auffälligkeiten auffallend gut passen

            Mit Dapagliflozin läuft aktuell ebenfalls eine Kardiovaskuläre Studie, die Ergebnisse lassen aber noch auf sich warten.

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