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Diabetes und Psyche

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  • Diabetes und Psyche

    Bei meinem 22 jährigen Sohn wurde im November 2014 Diabetes Typ 1 diagnostiziert. Gemeinsam mit dem Diabetes trat ein nicht diagnostizierter Anfall auf. Es wurden 2 Herde im Gehirn festgestellt. Allerdings war unklar, ob diese die Anfallsursache waren. Mein Sohn wurde Medikamentös eingestellt - 2 x 500 mg Levetiracetam Hormon. Die Blutzuckermessung sowie der Fokus auf eine ordentliche Ernährung schien kein Problem zu sein. Mein Sohn war immer schlank und kannte so etwas wie Heisshunger gar nicht. Eine Tafel Schokolade konnte ewig rumliegen. Was sich allerdings massiv seit Ca. 5 bis 6 Monaten zeigt sind heftigste Stimmungsschwankungen, er ist gerade dabei seine Beziehung zu zerstören, attackiert auch mich verbal aufs heftigste. Vor Ca. Einer Woche hat er das Neuroleptikum radikal abgesetzt und bekam prompt einen Anfall. Er weigert sich das Medikament weiter zu nehmen und hat seine Ernährung nach seinen Vorstellungen umgestellt d. h. Kein Frühstück, keine Kohlenhydrate sowie Verzicht auf die BZ Messung. Von Psychotherapie will er überhaupt nichts wissen. Wie soll das nur weitergehen ?


  • Re: Diabetes und Psyche

    Moin Sams,

    voll verständlich, dass Du Deinen Sohn auf die rechte Bahn lotsen willst. Aber Dein Sohn ist erwachsen. Du kannst ihm die Verantwortung für seine Entscheidungen und für sein Leben weder absprechen noch abnehmen, auch wenn er aus Deiner Sicht einen Fehler nach dem anderen macht.

    Mit Diabetes Typ1 kann man völlig gesund leben und alt werden. Das ist längst ganz normal und in keiner Weise mehr einzigartig und besonders.
    Keine Ahnung, wie das konkret mit der anderen Sache ist, aber allgemein gilt auch da, dass alltäglich am besten damit zurecht kommt, wer sich selbstverständlich alltäglich danach richtet.

    Aus der Sicht dessen, der da neu betroffen ist und sich plötzlich gesundheitlich begrenzt fühlt, wo bis gerade noch gesundheitliche Unendlichkeit die Selbstwahrnehmung bestimmt hat, ist das zuerst einmal ein Schlag mit dem dicken Hammer. Und die Wucht dieses Schlages wird umso erschütternder wahrgenommen, je aufgeregter und aufgewühlter die Umgebung reagiert.

    Statt beständig die Beine über dem Kopf zusammen zu schlagen wäre aus meiner Sicht die unbeeindruckt ruhige zu ihm stehende Tagesordnung angesagt. Damit würdest Du Deinem Sohn ohne viele Worte beständig vermitteln, dass ganz normal ist, dass man als Erwachsener mit solchen und ggf. zukünftigen weiteren Defekten ganz normal zurecht kommt.

    Daumendrück, Jürgen

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    • Re: Diabetes und Psyche

      Bei meinem 22 jährigen Sohn wurde im November 2014 Diabetes Typ 1 diagnostiziert. Gemeinsam mit dem Diabetes trat ein nicht diagnostizierter Anfall auf. Es wurden 2 Herde im Gehirn festgestellt. Allerdings war unklar, ob diese die Anfallsursache waren. Mein Sohn wurde Medikamentös eingestellt - 2 x 500 mg Levetiracetam Hormon. Die Blutzuckermessung sowie der Fokus auf eine ordentliche Ernährung schien kein Problem zu sein. Mein Sohn war immer schlank und kannte so etwas wie Heisshunger gar nicht. Eine Tafel Schokolade konnte ewig rumliegen. Was sich allerdings massiv seit Ca. 5 bis 6 Monaten zeigt sind heftigste Stimmungsschwankungen, er ist gerade dabei seine Beziehung zu zerstören, attackiert auch mich verbal aufs heftigste. Vor Ca. Einer Woche hat er das Neuroleptikum radikal abgesetzt und bekam prompt einen Anfall. Er weigert sich das Medikament weiter zu nehmen und hat seine Ernährung nach seinen Vorstellungen umgestellt d. h. Kein Frühstück, keine Kohlenhydrate sowie Verzicht auf die BZ Messung. Von Psychotherapie will er überhaupt nichts wissen. Wie soll das nur weitergehen ?

      Es ist schwer für Ihren Sohn, zwei Diagnosen in so kurzer Zeit. Wichtig dass Sie mit ihm in Kontakt belieben/oft sprechen. Vorwürfe/Drohungen/ect. helfen in einer solchen Situation meist nicht weiter. es ist zu hoffen, dass er bald (wieder) Vertrauen zu Ärzten findet.

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      • Re: Diabetes und Psyche

        Bei meinem 22 jährigen Sohn wurde im November 2014 Diabetes Typ 1 diagnostiziert. Gemeinsam mit dem Diabetes trat ein nicht diagnostizierter Anfall auf. Es wurden 2 Herde im Gehirn festgestellt. Allerdings war unklar, ob diese die Anfallsursache waren. Mein Sohn wurde Medikamentös eingestellt - 2 x 500 mg Levetiracetam Hormon. Die Blutzuckermessung sowie der Fokus auf eine ordentliche Ernährung schien kein Problem zu sein. Mein Sohn war immer schlank und kannte so etwas wie Heisshunger gar nicht. Eine Tafel Schokolade konnte ewig rumliegen. Was sich allerdings massiv seit Ca. 5 bis 6 Monaten zeigt sind heftigste Stimmungsschwankungen, er ist gerade dabei seine Beziehung zu zerstören, attackiert auch mich verbal aufs heftigste. Vor Ca. Einer Woche hat er das Neuroleptikum radikal abgesetzt und bekam prompt einen Anfall. Er weigert sich das Medikament weiter zu nehmen und hat seine Ernährung nach seinen Vorstellungen umgestellt d. h. Kein Frühstück, keine Kohlenhydrate sowie Verzicht auf die BZ Messung. Von Psychotherapie will er überhaupt nichts wissen. Wie soll das nur weitergehen ?
        Es ist schwer für Ihren Sohn, zwei Diagnosen in so kurzer Zeit. Wichtig dass Sie mit ihm in Kontakt belieben/oft sprechen. Vorwürfe/Drohungen/ect. helfen in einer solchen Situation meist nicht weiter. es ist zu hoffen, dass er bald (wieder) Vertrauen zu Ärzten findet.

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