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Anflutung der Betazellen

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  • Anflutung der Betazellen

    Bei der Gelegenheit.
    Frau Howorka schreibt, dass die BZ-Korrektur auf keinen Fall innerhab der 2h nach dem Essen erfolgt. Nach 2h hätte sich die Wirkung des Bolus erledigt und ausgewirkt. Ok, ist plausibel, weil man dann im Bolus rumfuhrwerkt mit der Korrektur. Sie schreibt, eine Korrektur ist erst nach EINIGEN Stunden möglich bzw. die Einschätzung, ob der Bolus gepasst hat.
    Eigentlich ist eine Korrektur doch erst dann möglich, wenn der BZ-sich nach dem Essen nicht mehr verändert, oder?

    Sie schreibt sogar, dass man das erst nach 4-5h sagen kann.

    Meine Frage an Euch: Wann korrigiert ihr?

    2. Frage zur "Anflutung" der Betazellen:
    Wenn ich das richtig verstanden habe, ausprobiert hab ich es auch schon, scheint so zu sein, ist die Anflutung der Betazellen mit Insulin effektiver, wenn ich eine IE-Dosis von sagen wir mal 20 IE auf MINDESTENS 5, wenn nicht sogar mehr Spritzstellen verteile, als wenn ich 2x 10 IE injeziere.

    Im welchen Dosen spritzt Ihr? Ich habe gestern Abend- wie immer 20 IE für 4 Be gespritzt, aber diesmal auf Injektionsorte verteilt.. die 20 IE haben bisher genau gepasst. (Man imitiert die Insulinpumpe?) huuuii, DAS war nicht angenehm, denn es ging flott in den Keller. Die Erkenntnis daraus: je kleiner die Dosen, umso weniger Insulin muss ich spritzen für die gleiche Anzahl von Be? Ich glaube, die Hälfte hätte so gereicht.

    Was meint Ihr?


  • Re: Anflutung der Betazellen


    Moin Tom,

    die Vorstellung der Einstellung lebt davon, dass mit der passenden Insulin-Menge zum Essen der BZ zur nächsten Mahlzeit im angestrebten Zielbereich ausläuft. Ob er das wirklich tut, kann man natürlich erst DANN sehen, also in aller Regel erst nach 4-5 Stunden. Erst wenn der BZ da mit einiger Regelmäßigkeit deutlich höher als beabsichtigt gemessen wird, wird empfohlen, den BE-Faktor für die voraufgehende Mahlzeit an den folgenden Tagen nach und nach so weit zu erhöhen, dass der Zielbereich zuverlässiger erreicht wird.

    Natürlich hättest Du die zusätzliche Menge, die Du auf diese Weise ermittelst, bedenkenlos auch vorher schon nach- oder zuspritzen können. Nur wie hättest Du sie dafür ermitteln können?

    Fürs Anfluten der Betas muss ich das Buch doch selbst noch mal lesen, versteh ich irgendwie nicht so recht. Aber völlig zutreffend ist: auf mehrere kleinere Injektionen aufgeteilt funzt ein Bolus schneller und intensiver, als in nur einem einzigen Loch. Denn die Übergangsgeschwindigkeit vom Insulin in den Blutkreislauf richtet sich nach der Größe der Oberfläche der gespritzten Insulinblase(n). Die Oberfläche ist mit einer Injektion am kleinsten und wächst mit der Anzahl der Portionen, in die Du die Menge aufteilst.

    UND je schneller der Übergang, desto weniger Wirkverlust auf dem Weg. Also mit der schnelleren auch eine intensivere Wirkung. Klar, um wieviel muss man halt bei sich selbst und für den eigenen Gebrauch austesten.

    Bisdann, Jürgen

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    • Re: Anflutung der Betazellen


      hallo tom,
      zu 1. die 2 h nach dem essen kommen schon ungefähr hin da sie ja vom passenden sea ausgeht.
      dabei immer unterscheiden zwischen korrektur, und nachspritzen,
      wenn nach dem essen plötzlich jemand mit einem stück kuchen auftaucht, muß das vorher unabhängig vom ersten bolus abgedeckt werden (den das ist bolus und keine korrektur)
      zu 2 ja je kleiner die einzelmengen sind desto schneller der wirkeintritt, (nicht zu geringe mengen nehmen , also 20mal1ie)
      der grund je kleiner die insulinkugel im uh fettgewebe desto größer ist im verhältnis zum volumen die oberfläche, (schule - kugel (v und f) denn nur von der oberfläche kann das insulin abgegeben werden, da genau dann ausreichend insulin im blut ist wenns gebraucht wird gehts . problematisch ist das nicht denn die wirkung ist auch desto schneller weg, (halbwertzeit für insulin im blut 4,3 minuten) selbst wenn da mal was überdosiert ist und der bz kurzfristig zügig runtergeht, bevor du umfällst ist kein insulin mehr da. ist so ähnlich wie beim port, , wirkeintritt praktisch sofort, wirkdauer sehr kurz, auch bei ni.
      mfg. klaus

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      • Re: Anflutung der Betazellen


        Das meine ich, sie schreibt, dass man wirklich erst nach 4-5h WIRKLICH sehen kann, ob die Dosis richtig war... Sicher kann man nach 2h eine Tendenz erkennen.

        Also ist die Frage für mich: Korrigiere ich, FALLS ich mich tüchtig vertan haben sollte, schon nach 2h mit je 1 IE für jede Stelle VOR dem Komma oder warte ich 4h? Hätte ich nach 2h heute shcon korrigiert, wäre ich vermutlich unter 4,0 um 13 Uhr rausgekommen?

        Beispiel heute:

        9 Uhr 2 Be, 10 IE Humalog gespritzt auf 5 Injektionsorte, mal KEINEN SEA eingehalten, da ich gestern Abend merkte, dass durch die Minimierung der Dosis auf die Injektionsstellen es nach 15 min richtig abgeht in puncto BZ-Senkung.

        Ausgangswert vor dem Essen: 9,5 mmol/l.
        13 Uhr 5,7 mmol/l.

        Normalerweise hätte ich sonst solange gewartet, bis der Bz beginnt zu sinken UND niedriger ist vor dem Essen.

        Und hätte nicht nur 10 sondern 13 IE gespritzt, also die Korrektur für den zu hohen Wert vor dem Essen mit.

        Da habe ich gemerkt, 1 IE senkt den Bz um 1 Stelle vor dem Komma ab..

        Mein Fazit. Wenn ich Insulinpumpe simuliere, brauch ich weniger Insulin als, wenn ich je 5 IE auf einen Ort injeziere. Und es wirkt fixer.... cool...

        Am 9.5 habe ich eine Termin beim neuen Diabetologen..darüber bin ich richtig froh und glücklich..
        Jetzt ist noch die Frage, ob ich Humalog gegen Apidra austauschen soll...?

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        • Re: Anflutung der Betazellen


          Hab ja schon öfter geschrieben, dass ich mit dem Wechsel keinen Unterschied bemerken konnte - weswegen ich dann einfach bei Apidra geblieben bin

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          • Re: Anflutung der Betazellen


            hallo tom,
            bitte langsam, mach doch erstmal , insulin wechseln kannst du immer noch. soll heißen bitte nicht an allen baustellen was ändern, sonst verliert man(du) den überblick wenns mal nicht geht wie du willst.
            mfg. klaus

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            • Re: Anflutung der Betazellen


              Hi Tom!

              Mit einem solchen Bolus-Splitting solltest du vorsichtig sein, damit hat man sich sehr schnell in eine heftige Hypo katapultiert. Unter ICT habe ich das manchmal gemacht, wenn ich Nahrungsmittel mit einem sehr hohen glykämischen Index gegessen habe. Allerdings nur auf zwei Stellen gesplittet und das war bereits ein großer Unterschied. 4 oder 5 Stellen wie bei dir, wäre mir zu heikel gewesen.

              Im Übrigen imitierst du damit keine Insulinpumpe. Eine Insulinpumpe gibt zwar alle paar Minuten ein Basalinsulin ab, allerdings immer in die gleiche Stelle. Der Bolus wird auch nur in eine Stelle abgegeben, wenn auch etwas langsamer als mit Pen. Daher tritt unter Pumpe die Bolus-Insulinwirkung genauso schnell ein, wie mit Pen ohne Bolus-Splitting. Splitting ist mit Pumpe nur möglich, wenn man zusätzlich einen Pen verwendet.

              Viele Grüße,
              Mona

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              • Re: Anflutung der Betazellen


                hallo mona,
                hast du bestimmt schon gemerkt, die pumpe gibt die basalrate nicht mit basalinsulin sondern in kleinsten schüben mit analoginsulin ab.
                daß splitten das tom da betriben hat ist nur die möglichkeit extrem lange sea zu verkürzen, genau wie korrekturen in überschaubaren zeiträumen zu erledigen, auch um pp spitzen für schnelle kh zu kappen, denn bei vielen ist die wirkung auch von analog zu schleppend.
                mfg. klaus
                für so einen fall wäre die 1mm kanüle geeignet, = schnelle anflutung und zusätzlich subcutan den erforderlichen rest, würde geschätzt nicht ausprobiert mind 1/3tel der bisherigen bolusmenge sparen.

                Kommentar


                • Re: Anflutung der Betazellen


                  [quote klausdn]
                  hast du bestimmt schon gemerkt, die pumpe gibt die basalrate nicht mit basalinsulin sondern in kleinsten schüben mit analoginsulin ab.
                  daß splitten das tom da betriben hat ist nur die möglichkeit extrem lange sea zu verkürzen, genau wie korrekturen in überschaubaren zeiträumen zu erledigen, auch um pp spitzen für schnelle kh zu kappen, denn bei vielen ist die wirkung auch von analog zu schleppend.[/quote]

                  Hi Klaus,

                  ja, das habe ich bereits gemerkt! :-) Aber Tom hat das Bolus-Splitten die ganze Zeit mit "Insulinpumpe nachahmen" verglichen und das ist es nunmal absolut nicht.

                  Habe ja bereits geschrieben, dass das Bolus-Splitten eine Möglichkeit ist, die Wirkung des Insulins zu beschleunigen, denn ich habe das des öfteren bei Nahrungsmitteln mit einem hohen glykämischen Index verwendet.

                  Man darf aber dabei nicht vergessen, dass "normale" Lebensmittel einen nicht so hohen GI und vermutlich auch FPEs haben. Daher ist es mögich, dass man durch das Splitten zwar erstmal die Insulinmenge senken kann (oder muss, wenn man sich nicht in ne Hypo schießen will), aber durch die damit verbundene kürzere Wirkdauer des Insulins evtl. 2-3h später einen BZ-Anstieg zu verzeichnen hat. Dieser kommt dadurch zustande, dass das Insulin nicht mehr wirkt, die FPE aber schon noch. Das Splitten eignet sich daher hauptsächlich für Nahrungsmittel mit niedrigem GI, bei allen anderen Lebensmitteln sollte man da sehr vorsichtig rangehen. Vor allem, wenn man auf 4-5 Stellen splitten will, wie der Threadersteller!

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                  • Re: Anflutung der Betazellen


                    Sorry, meinte natürlich "mit hohem GI".

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                    • Re: Anflutung der Betazellen


                      Moinmoin,

                      ich musste bisher jede Be mit 5 IE Humalog abdecken, also Spritzfaktor 1:5. Dann habe ich ausprobiert: 20 IE auf 4 Spritzorte. Und dabei halt festgestellt, dass ich unter 4 mmol/l rutschte.

                      Wenn ich also nicht 2x 7,5, sondern 3x5 IE spritze, kann ich für die gleich Menge an Be 5 IE weniger spritzen, und kommen 3h nach dem Futter doch in den grünen Bereich.

                      Und ich kann, falls ich vormittags doch mal KH zu mir nehme, den SEA erheblich verkürzen, sogar weglassen, sollte ich einen zu hohen Wert vor dem Essen haben. Und, falls ich korrigiere, ist der Zielwert auch schneller erreicht.

                      Gibts denn 1mm Nadeln? Da war doch grade im Diabetes-Newsletter ein Artikel, dass 1 oder 1,5er NAdeln DIE neue Erkenntnis seien?

                      Ach, eh ich es vergess. Ich war doch am Donnerstag beim Hausarzt wg. der Überweisungsscheine..ich hatte richtig Angst, dahin zu gehen...die "brummlige Petra" war zwar nicht da, dafür wurde ich von der anderen Thekenschwester wie eine Prinzessin behandelt...wow.

                      Und sebstverständlich kann ich ins Labor des Diabetologen gehen und in Ausnahmenfällen wird das natürlich so gemacht, dass der Hausarzt den DMP-Bericht mit den zugearbeiteten Laborwerten des Diabetologen verfasst.

                      Meine Diabetologin MUSS mit der Hausärztin telefoniert haben...

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