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Wieviel Beginn-Einheiten Levemir + Viktoza

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  • Re: Wieviel Beginn-Einheiten Levemir + Viktoza

    Danke Klaus,
    Ich Spritze bereits seit 2009 Victoza 1,2 ml+ 2xMetformin 1000mg, mit leichten anfänglichen Nebenwirkungen-positiv war die anfängliche Gewichtsabnahme von ca. 20 Kg. Super Hba1c Werte und Blutdruck normalisiert über Jahre stabil.
    Mein Hba1c verschlechterte sich in diesem Jahr auf Hba1c von 8,7 mmol/l.
    Spritze seit 5 Tagen anfänglich 2x 12 E Levemir jetzt auf 2 x 15 E erhöht und hatte heute sogar leichte UZ Erscheinungen bei bereits 5 mmol/l. Früher erst bei 4,2 mmol/l.
    Mein Doktor erklärte mir das meine Bauchspeicheldrüse auch mittels Victoza nicht mehr genügend Insulin produziert. Deshalb spritze ich jetzt zusätzlich Levemir, welches auch zu keiner Gewichtszunahme führen soll, wie bei anderen Insulinen.
    Bisher nach 1 Woche bin ich mit der Wirksamkeit des Levemir sehr zu frieden. Der Doc meinte wir versuchen so lange als möglich diese Kombination weiter zu führen. Es wird aber irgendwann notwendig werden auch wieder zu den Mahlzeiten Insulin zu spritzen, dann wenn das Victoza gar nicht mehr in der Lage ist, die Bauchspeicheldrüse zu aktivieren. Er meinte dass das irgendwann passieren kann, damit muss ich rechnen.
    Ich würde trotz dieser kurzen Erfahrungen mit Levemir jedem zu einem Versuch raten, ehe er voll wieder zu anderen Kombinationen, besonders nur Insulin wechselt. Wenn notwendig sollte man das dann jedoch schnellstens tun, wenn der Bauchspeicheldrüse, mit Victoza, Bydureon oder Bayetta nicht mehr genügend Insulin abgerungen werden kann.
    Viel Erfolg beim weiteren Kampf gegen den Diabetes,
    Gewichtsreduktion bleibt ein wichtiges unterstützendes Mittel dabei-meine Erfahrung in positiver wie leider auch negativer Hinsicht, seit bei mir 2002 festgestelltem Diabetes.
    Gruß Wilfried

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    • Re: Wieviel Beginn-Einheiten Levemir + Viktoza

      Moin Wilfried,

      wenn du mit Insulin zunimmst, liegt das nicht am Insulin, sondern daran, dass du den Wilfried mit so vielen Kalorien fütterst, dass er zunimmt.
      Bin selbst seit über 10 Jahren Insuliner und habe mit Insulin in den letzten 12 Wochen über 10kg abgeschmolzen. Lies einfach mal hier http://forum.logi-methode.de/index.p...threadID=20365 . Und wenn ich die halten will, muss ich jetzt rausfinden, was für den über 10kg leichteren Jürgen reicht. Denn wenn ich dann wieder wie vorher essen würde, bekäme ich eben auch bald wieder den gut 10kg gewichtigeren Jürgen zurück

      Übrigens bei einem HBA1c-Wert von 4,9. Der ein halbes Jahr davor war 5,2 und der höchste in den letzten 10 Jahren 5,5. Bei Gesunden reicht der HBA1c von um 4 bis 5,5%, und bei uns mit Diabetes ist der genauso gesund und nur dann zu niedrig, wenn wir unseren Blutzucker mit fixen Medi-/Insulin-Mengen einstellen und damit vergleichsweise riesige Blutzucker-Schwankungen zulassen, statt ihn nach Bedarf zu steuern.
      Bei gesunden Menschen bewegt sich der Blutzucker die meisten von 24 Stunden von um 60 bis maximal 85-90 mg/dl und nur in der Spitze etwa 1 Stunde nach dem Essen für ein paar Minuten bis maximal 120-140 mg/dl. Und bei uns mit Diabetes ist der genauso gesund und nur dann zu niedrig, wenn wir unseren Blutzucker mit fixen Medi-/Insulin-Mengen einstellen und damit vergleichsweise riesige Blutzucker-Schwankungen zulassen, statt ihn so nach Bedarf zu steuern.

      Den Horror vor Unterzucker kann ich nicht nachvollziehen. Das Licht geht erst bei um 20mg/dl für ein paar Minuten aus, wenn man das Insulin nicht um ne ganze Mahlzeit überdosiert hat. Und auch dann passiert nicht wirklich was, wenn man die Anzeichen vorher nicht alle weggedrückt hat und in dem Moment oben an ner Treppe steht.
      Vorher wird man ab da, wo sich's komisch anfühlt, langsamer in seinen Reaktionen. Das ist mit Bier, Schnapps, Wein etc völlig normal, und niemand käme auf die Idee, wenn damit die Knie wackelig werden, gleich in ein schwarzes Loch fallen zu müssen.

      Der Schlüssel zu deiner gesunden BZ-Steuerung ist das, was du bei dir systematisch beobachtest und was du damit machst.

      So hatte ich z.B. bis zu meinem Abschmelzen und auch da noch die ersten paar Tage morgens einen SEA von 40-50 Minuten. D.h. erst 40-50 Minuten nach dem Spritzen meines schnellen Analog-Insulins begann mein BZ laaangsam zu sinken. Mit dem Abschmelzen hat sich diese Zeit auf die 20-30 Minuten verkürzt, die ich auch zu allen übrigen Tageszeiten beobachte. Und wenn ich drauf gewartet hätte, dass mir der Dok das sagt und dass er mich auf die kürzere Zeit einstellt, hätte ich manche Stunde mieses Unterzucker-Gefühl ertragen müssen.
      Und schon gleich zu Anfang hat sich mein Bedarf an Langzeit-Insulin gewaltig verringert. Wenn ich darauf gewartet hätte, dass der Dok das für mich anpasst, hätte ich selbst bei nem schnellen Termin einige Nächte gewaltig unterzuckert und wär morgens schweißgebadet und mit fürchterlichen Kopfschmerzen aus dem Bett gekommen. Oder hätte messerschaft geschlossen, dass Abnehmen für Diabetiker gefährlich und damit unmöglich ist, und es gelassen.
      Mit der Zeit ist dieser Bedarf an Langzeit-Insulin wieder ein Stück weit angestiegen, und wenn ich drauf warten würde, dass der Dok mich passender einstellt, würde ich jetzt schon seit Wochen statt mit meinen üblichen etwa 70-90mg/dl morgens mit 150-200 aufwachen. Oder hätte messerschaft geschlossen, dass Abnehmen für Diabetiker gefährlich und damit unmöglich ist, und es gelassen.
      Und... so könnte ich noch ne Seite lang weiter schreiben.

      Bisdann, Jürgen

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      • Re: Wieviel Beginn-Einheiten Levemir + Viktoza

        Zu meinen Ergebnissen des zusätzlichen Einsatzes von Levemir.
        Begonnen habe ich mit 2 x 12 E Levemir. Habe mich an den Infos im Forum orientiert und in 2 Gaben am Tag gespritzt. Ich musste seit September nach anfänglicher Erhöhung, ständig reduzieren und spritze seit ca. 14 Tagen gar keine Levemir mehr zu und meine Werte sind OK. Kann mir das Alles nicht erklären, bin natürlich froh über diese Entwicklung. Bei Verschlechterung der jetzigen Werte werde ich wieder mit 5 E Levemir am Abend dann einsetzen. Insbesondere um von den KK die Prüfstäbchen weiter bezahlt zu bekommen, werde ich das wahrscheinlich auch dann lieber das Metformin 2x 1000mg etwas reduzieren und wieder Levemir spritzen. Belastet so dann auch den Magen weniger denke ich und spritzen stört einen langjährigen Diabetiker nicht mehr. Werde das aber mit meinem Arzt erst einmal beraten, kann ja sein er verschreibt mir die Prüfstäbchen erst einmal weiter, bis alle Werte sich stabilisiert haben.
        Da ich langjähriger Diabetiker bin strebe ich nach letzten Orientierungen und Forschungsergebnissen einen Hba1c von 7-8 mmol/l an, den ich derzeitig auch erreiche. Forschungen zeigten, das Werte darunter und darüber das Komplikations und sogar das Sterberisiko für ältere und anderweitig vorgeschädigte Diabetiker sogar erhöhen. Der Zielwert 6,5 % ist für ältere Menschen, lt. diesen Forschungen, nicht mehr als Optimum an zu sehen aber für jünger immer noch sehr gut, wenn der Wert ohne immer höherer Medikationen gehalten bzw. erreicht werden kann. Infos dazu findet Ihr hier:http://www.test.de/medikamente/vom_a...eittest_hba1c/
        Es gibt noch viele Infos in dieser Richtung - man sollte für sich selber entscheiden was man anstrebt und mit seinen Arzt beraten. Mein Zielwert ist um die 7,5 mmol/l = 135 mg/dl d.h. wenn durchschnittlich erreicht dann erwarteter Hba1c 6,6% oder = 48,4 mmol/mol (ein neuer Meßwert statt des Hba1c). Mögliche Umrechnungen sind hier schnell möglich: http://www.diabetesinfo.de/bz-rechner.html
        01.11.2013

        Der Langzeitwert: HbA1c

        Die Streifentests für Blut oder Urin sind eine Momentaufnahme des Zuckerstoffwechsels. Der HbA1c-Wert hingegen, der vom Arzt bestimmt werden kann und den auch manche Apotheken anbieten, sagt, wie die Zuckereinstellung in den vergangenen acht bis zwölf Wochen war. Der HbA1c-Wert ist ein wichtiger Marker, um zu prüfen, ob das Therapieziel erreicht worden ist.
        Der rote Blutfarbstoff Hämoglobin (Hb), ein Eiweiß, verbindet sich fest und dauerhaft mit Zucker, der länger als zwölf Stunden im Blut im Überschuss vorhanden ist. Dieses "verzuckerte Hämoglobin" kreist als Bestandteil der roten Blutkörperchen etwa drei Monate durch den Körper, bis die Blutzellen absterben. Menschen ohne Diabetes haben normalerweise einen HbA1c-Wert zwischen 4 und 6 Prozent. Menschen mit Diabetes sollten mit ihrer Behandlung für Werte zwischen 6,5 und 7,5 Prozent sorgen. Dann ist der Blutzuckerspiegel in den vergangenen drei Monaten nicht für längere Zeit deutlich erhöht gewesen.
        Zurzeit wird diskutiert, ob tatsächlich alle Menschen mit Diabetes niedrige HbA1c-Werte anstreben sollen. In einer Studie wurde nachverfolgt, wie es sich auswirkt, wenn Menschen, die schon lange mit Typ-2-Diabetes leben und ein hohes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall haben, ihren HbA1c-Wert mit allen Mitteln unter 6,5 Prozent senken – selbst wenn sie dafür mehrere Medikamente anwenden müssen. Bei der Auswertung nach dreieinhalb Jahren zeigte sich, dass mehr Menschen verstorben waren, bei denen der HbA1c-Wert stark gesenkt wurde, im Vergleich zu solchen, bei denen dies nicht angestrebt wurde. Möglicherweise ist es also vernünftig, bei Typ-2-Diabetikern mit langer Krankengeschichte und hohem Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall den HbA1c-Wert nicht unbedingt unter 7,5 bis 8 Prozent drücken zu wollen. Um Herzinfarkt und Schlaganfall zu verhindern, ist es vor allem wichtig, dass der Blutdruck und die Blutfettwerte bestmöglich behandelt werden. Was das bedeutet, lesen Sie unter "Begleitende Maßnahmen".
        Lange Zeit wurde in Deutschland der HbA1c-Wert in Prozent angegeben. lm Zuge einer Vereinheitlichung wird diese Prozentangabe auf den international geltenden Standard mmol/mol umgestellt. Der bisherigen Angabe von 6 Prozent entsprechen dann 42 mmol/mol. 7 Prozent entsprechen 53 mmol/mol und 8 Prozent entsprechen 64 mmol/mol. Gesunde Menschen haben einen HbA1c-Wert von 20 bis 42 mmol/mol. Ein in Prozent angegebener Wert lässt sich nach folgender Formel umrechnen: (HbA1c in Prozent – 2,15) x 10,929 = HbA1c in mmol/mol.

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