• *** Aus aktuellem Anlass ***

    Haben Sie Fragen zum Coronavirus, die Sie gerne von einem Experten beantworten lassen würden? In unserem neuen Corona-Forum beantwortet unsere Expertin Frau Dr. med. Athanassiou kostenlos all Ihre Fragen zum Thema!

  • Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Ultra­langzeit-Insulin Degludec

Einklappen

X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Ultra­langzeit-Insulin Degludec

    Ein neues Langzeitinsulin das nur 3x wöchentlich gespritzt werden muss hat die Phase-II erfolgreich beendet. Das Insulin kommt aus dem Hause NovoNordisk und soll wenn man den Hersteller glauben darf, ein flaches und gleichmäßiges Profil besitzen. Zuzeit befindet es sich in Phase-III der Zulassungsordnung. Jedoch findet sich wie bei allen neuen Medikamenten ein fader Beigeschmack. So weiss man momentan noch nicht, inwieweit bei diesem sehr langwirkenden Insulin eine erhöhte Gefahr von Krebs besteht.
    Aber lest doch bitte selbst einmal. Der Artikel ist recht ausführlich aber nicht zu lang: Ultra-Langzeit-Insulin Degludec:
    http://www.aerzteblatt.de/nachrichte...ert_werden.htm


  • Re: Ultra­langzeit-Insulin Degludec


    hallo an alle,
    ja ich habe den artikel gelesen,
    möchte aber erstmal nicht auf die frage sinn oder nicht täglich oder alle zwei tage basis spritzen eingehen(mein tag/nacht - basalbedarf ist unterschiedlich daher spritze ich unterschiedliche mengen levemir.
    aufgefallen sind mir zwei sachen im artikel:
    1. das gefasel von hypos, natürlich ist die hypogefahr größer wenn man die basis so hoch wählt damit noch essen mit abgedeckt werden soll. diese gefahr die dort erwähnt wird ist nicht insulinbegründet sondern liegt an falscher therapie.
    wenn die basalmenge auf den basalbedarf abgestimmt ist und die pp bz-erhöhung mit bolus abgedeckt wird , gibt es diese hypogefahr nicht.
    2.a. es wird "diskutiert" ob erhöhte sog insulinspiegel neoplasien hervorrufen können, "aber" das ist nicht auf irgendein bestimmtes insulin gerichtet sondern gilt für alle ( auch für alt und tierische insuline)
    b. "was" heißt denn dauerhaft erhöhter insulinspiegel ?
    - dazu gibt es nur drei antworten -
    zu viel insulin im blut --> bz geht richtung hypo = zu viel gespritzt
    richtige menge insulin im blut--> normaler bz = völlig egal wie hoch der insulinspiegel ist, -- er "ist" richtig-
    zu wenig insulin im blut--> der bz steigt über normal = völlig egal ob man meint der "insulinspiegel" wäre besser, er ist definitiv zu niedrig damit ist es sinnlos überhaupt zu spritzen.
    da die halbwertzeit von insulin im blut gerade mal 4,3 minuten beträgt, ist die diskussion um zu hohe insulinspiegel die dann krebs eventuell auslösen "könnten" nur halb durchdacht, denn die alternative wäre hyperglykämie.
    daß nur zur hälfte gedach wird , was macht glibenclamid, glimepirid, novonorm , starlx, ? es erhöht die insulinausschüttung,
    hat schon mal jemand über die daraus resultierende krebsgefahr sinniert ?
    mfg. klaus

    Kommentar


    • Re: Ultra­langzeit-Insulin Degludec


      Moinmoin,
      Das Ultralangzeit-Insulin degludec, das die Firma NovoNordisk entwickelt hat, bildet nach der Injektionen “Multihexamere” im subkutanen Depot, aus denen die einzelnen Insulinmoleküle allmählich freigesetzt werden.
      Das ist ein gleicher Verzögerungs-"Mechanismus" wie bei Lantus - mit dem gleichen Risiko-Potenzial: Wenn sich die Verzögerung aus welchem Grunde auch immer mit dem oder unmittelbar nach dem Spritzen nicht hexamer aufbaut und die Menge teilweise oder ganz direkt monomer wirksam wird, ist die massive Hypo programmiert.
      Auf diese Weise hab ich mir mit meiner Tagesration Lantus direkt vor dem Schlafengehen 2 mal den Notarzt her gespritzt und im Rückblick noch einige weitere Hypos, für die ich halt, weil wach essen konnte und manchmal Wahnsinnsmengen essen musste. Seitdem teile ich meine Tagesration Lantus auf 2 Spritzen, und weil die Fewhlwirkung, die ich bewusst beobachtet habe, wenigstens gefühlt schneller als Apidra gefunzt hat und immer innerhalb der ersten Stunde nach dem Spritzen eingetreten ist, verschieb ich die Injektion, wenn ich danach weniger als 1 Stunde bis zum Schlafengehen oder Autofahren habe.

      Und jetzt stelle ich mir vor, dass da in meinem Beispiel nicht nur die 1-Tages-Ration von 36 IEs fehlfunktionieren könnte, sondern die 72 IEs für 2 Tage.

      Bisdann, Jürgen

      Kommentar


      • Re: Ultra­langzeit-Insulin Degludec


        Ich wollte dies nicht um aller Welt als "das Basisinsulin" beweihräuchern, sondern nur schreiben was sich so tut in der Pharmawelt. auch sollte man daran denken das es noch in der Erprobung ist und man noch nicht sagen kann für wen es sich eigen wird. Wenn es für Klaus oder Jürgen nicht das Balsal ist, bedeutet dies nicht, dass es nicht andere Patienten gibt die dafür in Frage kommen. Doch wie gesagt, es ist noch in der berühmten Pipeline und was am ende wird steht in den Sternen. Vieleicht wird dieses Mittel auch so ein Flop wie das inhalierbare Insulin. Ich jedenfalls kann es nicht vorhersagen.

        LG und ein schönes WE!
        Heiko

        Kommentar



        • Re: Ultra­langzeit-Insulin Degludec


          Moin Heiko,

          wenn ich was interessantes finde, setz ich's ja hier auch rein. Manches davon mag ich, manches nicht. Und manches wird ein bisschen zerrissen und anderes wieder gelobt. Hier hast Du z.B. ein Inhalier-Revival http://www.mannkindcorp.com/product-...es-afrezza.htm Die FDA hat zwar noch mal gebremst, aber die Vorteile wiegen auf die Dauer zu schwer. Und bis erste negative Erfahrungen auftauchen, wenn sie überhaupt nennenswert auftauchen (s. Lantus lows), sind dann schon ein paar Jahre rum.

          Vor allem usanische Studien sagen, dass Medis, deren Wirkung nicht direkt fühlbar wird, umso zuverlässiger genommen werden, je seltener sie genommen werden müssen. NPH wird weniger zuverlässig genommen, als Lantus und Levemir. Und die konkurrieren in der Verordnung neuerdings mit den Inkretin-Mimetika. Und davon kommt bei Gelegenheit wenigstens 1 Präparat aus der Pipeline, das nur noch 1mal die Woche gespritzt wird. Warum also nicht wenigstens in der Richtung analog auch Insulin?

          Bisdann, Jürgen

          Kommentar


          • Re: Ultra­langzeit-Insulin Degludec


            [quote hjt_Jürgen]Moin Heiko,

            wenn ich was interessantes finde, setz ich's ja hier auch rein. Manches davon mag ich, manches nicht. Und manches wird ein bisschen zerrissen und anderes wieder gelobt. Hier hast Du z.B. ein Inhalier-Revival http://www.mannkindcorp.com/product-...es-afrezza.htm Die FDA hat zwar noch mal gebremst, aber die Vorteile wiegen auf die Dauer zu schwer. Und bis erste negative Erfahrungen auftauchen, wenn sie überhaupt nennenswert auftauchen (s. Lantus lows), sind dann schon ein paar Jahre rum.

            Vor allem usanische Studien sagen, dass Medis, deren Wirkung nicht direkt fühlbar wird, umso zuverlässiger genommen werden, je seltener sie genommen werden müssen. NPH wird weniger zuverlässig genommen, als Lantus und Levemir. Und die konkurrieren in der Verordnung neuerdings mit den Inkretin-Mimetika. Und davon kommt bei Gelegenheit wenigstens 1 Präparat aus der Pipeline, das nur noch 1mal die Woche gespritzt wird. Warum also nicht wenigstens in der Richtung analog auch Insulin?

            Bisdann, Jürgen[/quote]

            Hallo Jürgen.
            Ich stimme zu.
            Inkretin-Mimetika (Bydureon) gibt es bereits 1x/Woche und die Compliance ist hervorragend.

            Kommentar