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Diabetes Typ 2

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  • Diabetes Typ 2

    Guten Tag,

    ich bin seit etwa 10 Jahren Diabetiker Typ 2. Wahrscheinlich durch diese Krankheit, habe ich eine Polyneuropathie ab Schienenbein Mitte abwärts. Wahrscheinlich deswegen da ich zum Zeitpunkt der Diagnose nasser Alkoholiker war. Ich bin seit 7 Jahren trocken. Am Anfang wurde ich mit Amaryl behandelt das aber nach meiner Therapie abgesetzt werden konnte. (Ich habe damals etwa 25 KG abgenommen) Nun nehme ich seit etwa einem Jahr wieder Glimepirid (ich habe auch wieder an Gewicht zugenommen). Durch einen Umzug habe ich auch den Arzt gewechselt und dieser spricht nun von Insulin. Nun würde mich interessieren mit welchen Nebenwirkungen oder sonstigem ich da rechnen muss. Kann man Insulin auch wieder absetzten?

    Danke

    Sailer


  • Re: Diabetes Typ 2


    Moin Sailer,

    gut, dass Du her gefunden hast :-) Und Glückwunsch zu den Herausforderungen, die Du schon bestanden hast!

    Und dann muss ich Dich gleich ein bisschen schocken: Nicht der Diabetes hat Dir die PNP gemacht, sondern Dein ungesund hoher Blutzucker.

    Ok, der Diabetes macht den ungesund hohen Blutzucker, aber nur in dem Maße und so lange, wie wir ihn lassen. Denn wir können uns mit der Auswahl und Größe unserer Essensportionen, mit gezieltem Bewegungseinsatz und mit dem passenden Gebrauch unserer Medis auch als Diabetiker jeden Tag einen voll gesunden Blutzucker machen.

    Wenn Du den z.B. nach dieser kleinen Anleitung http://phlaunt.com/diabetes/DeutschMgDlFlyer.pdf noch ohne Insulin hin kriegst, brauchst Du keins. Ansonsten ist Insulin das Mittel mit der verlässlichsten Wirkung und praktisch ohne Nebenwirkung, wenn Du es nicht zum mehr Essen und damit zum Zunehmen missbrauchst oder gerne zu viel davon spritzt.
    Und noch einen Vorteil hat Insulin: Du hast damit das Anrecht auf ausreichend viele Teststreifen, und die sind nun mal zum Steuern eines einigermaßen gesunden Blutzuckers absolut notwendig, wie Du ja schon in der kleinen Anleitung gesehen hast.

    Daumendrück, Jürgen

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    • Re: Diabetes Typ 2


      auf jeden fall, bei insulin zugreifen, hat gegenüber glibepirid/glibenclamid, den unschätzbaren vorteil nur zu wirken wenn du es spritzt da es notwendig ist.
      die pillen pushen insulin egal ob du es in dem moment brauchst oder nicht.
      mit guten bz-werten kann das fortschreiten einer pnp zumindest angehalten, in einigen fällen etwas zurückgedreht werden.
      mfg.klaus

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      • Re: Diabetes Typ 2


        Vielen Dank Euch beiden,

        die Antworten sind doch schon beruhigend. Gerne werde ich Vorschläge annehmen und versuchen diese umzusetzen.

        Gruß

        Jürgen

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        • Re: Diabetes Typ 2


          Hallo Freunde ,
          Hab mich lange nicht gemeld aber ich will euch erzählen was bei mir gerade los ist.Also ich hab meinem Arzt lange Zeit gegeben meinen Zucker in den Griff zu bekommen war aber nicht zufrieden .bin jetzt bei einem Diabetologen hab gesagt ich will nicht so viele Tabletten schlucken ,ich muss euch sagen hab zum Schluss sechs Stück geschluckt .Spritze jetzt einmal am Abend .Vom spritzen hatte ich zuerst Angst ,aber ich kann nur jedem sagen die Spritze ist tausendmal angenehmer als jeden Tag zu kämpfen das die Tabletten runter rutschen !, Und bei jedem mal wo ich die Dinger runtergeschluckt hab ,dachte ich mir was ich meinem Körper wohl da antue .Ich hoff ,dass ich jetzt den richtigen Weg geh !
          Auf alle Fälle fühle ich mich jetzt schon besser .L.G.Nate

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          • Re: Diabetes Typ 2


            und wenn du als nächsten schritt "selbst" deinen bz "in den griff"
            bekommst.
            soll heißen wenn das basisinsulin nicht mehr ausreicht, einen guten bz zu produzieren, --> sagen jetzt muß bolusinsulin dazu,
            dafür brauche ich eine gute schulung, und dann manage ich meinen bz eigenständig, "dann" bist du nach kurzer zeit völlig,
            "frei" und glaub mir es ist ein gutes gefühl nicht immer abhängig zu sein . -- wenn du das verantwortungsvoll beweist wird dich dein arzt auch genauso akzeptieren.
            meiner hat mal gesagt : jeder der das selbständig macht gibt ihm die zeit sich um die problemfälle zu kümmern.
            mfg. klaus

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            • Re: Diabetes Typ 2


              Guten Morgen,

              Dank auch für Eure Beiträge. Macht alles Mut zu mehr wirft aber bei mir die Frage auf: "Warum Tabletten und nicht gleich Insulin?"
              und: "Wird da experimentiert oder geht es da ums Geld, vielleicht um das Budget des Arztes?"

              Freue mich über weitere Infos.

              Gruß

              Jürgen

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              • Re: Diabetes Typ 2


                das hat "drei" hauptgründe.
                1. viele patienten wollen nicht spritzen.
                2. orale zb metformin sollen beim abnehmen helfen.
                3. ohne plan(know how) und gute schulung hat auch insulin nur die wirkung
                daß die insulinempfindlichkleit nachläßt, und das gewicht zunimmt.(und alle t2 können garnicht gut geschult werden rein aus kapazitätsgründen.)
                "außerdem" kommen viele 2er,bei entsprechender ernährung und etwas bewegung sehr lange mit minidosen von oad , manche sogar ohne medis über die runden.(s. rainer), bei denen wäre insulin garnicht nötig und sinnvoll.
                und ja man kann bei guten bz-werten,und entsprechender erholung der betas und entsprechender ernährung, wieder ohne insúlin leben.
                mfg.klaus

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                • Re: Diabetes Typ 2


                  Hallo es freut mich sehr ,dass ihr euch so Zahlreich gemeldet habt.ich habe auf der Diabetikerschulung gelernt ,dass ich nicht zu den Fettresistenten gehöre.Bei mir liegt das Problem an der Bauchspeicheldrüse ,die produziert einfach zuwenig Insulin.Hab das von meinen Eltern vererbt bekommen und jetzt mit vierzig hat's mich erwischt.Frage kann man mit dem Basisinsulin auch in dem Unterzucker fallen ? Ich soll laut Arzt die Dosis Am Abend so lange erhöhen ,bis ich 100 in der Früh hab .Sprize jetzt 16 aber ich glaub das reicht immernoch nicht.

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                  • Re: Diabetes Typ 2


                    hallo,gegenfrage "was" spritzt du denn für ein basalinsulin ?
                    nph, levemir,lantus ?
                    ja man kann auch mit basalinsulin unterzuckern .
                    "nur" ! ausdrücklich basalinsulin wird "nicht" verwendet um den bz zu senken, - die "ideale" basalmenge ist gegeben wenn der morgenwert gleich dem abendstartwert ist,
                    sollte der abendstartwert zu hoch sein wird der mit normal/analog korrigiert.
                    da nph den wirkbuckel nach ca 3 h hat solltest du ca 2h mal bz testen (zu der zeit braucht man das wenigste insulin) und da sollte der bz-wert nicht unter 80 sein. die uz nachts wirst du verschlafen und nur am durchgeschwitzten bett am morgen merken.
                    mfg.klaus

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                    • Re: Diabetes Typ 2


                      Hallo Klaus, ich nehme Levemir aber ich denk ich komm da immernoch nicht zu einem guten Wert .Hab heut Nachmittag gemessen also zwei Stunden nach Essen wert bei 190 eine Stunde später wieder auf 130 ist das schon o.k ? Ich glaub nicht .Ich denke das ich da auch noch etwas brauchen ,dass schneller wirkt oder ? Am 5.Sep hab ich wieder Termin soll ich da Druck machen beim Dock ? L.G. Nate

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                      • Re: Diabetes Typ 2


                        hallo nate,
                        levemir ist absolut kein insulin um essen abzudecken,
                        wenn du abends bei130 spritzt ist es ok soviel zu spritzen daß du morgens auch 130 hast, für mehr- also zum beisenken ist basalinsulin weder gedacht noch geeignet außer ev nph das sich für feiern mit üppigem essen eignet(aber das sind kleie spezialitäten, die man nur bei voller ict ausprobieren kann)
                        bei levemir kann man den spritzzeitpunkt gut optimieren,- ich spritze um 21h und um 8h, allerdings bei rund100 im sommer7 bzw7,5 ie abends , 3,5 - 5ie morgens.(je nach aktivitätslust)
                        als bolusinsulin novorapid.
                        mfg.klaus

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                        • Re: Diabetes Typ 2


                          Moin Nate,

                          KHs essen ist wie Gas geben, Insulin spritzen wie bremsen. Und wie Du's schreibst, liest sich das wie die Erwartung, dass 1 mal Bremsen für die ganze Tagesfahrt ausreicht.

                          Bisdann, Jürgen

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                          • Re: Diabetes Typ 2


                            Hallo Kollegen :-) ,also so wie ich da rauslese denke ich ,dass ich noch zusätzlich etwas anderes Spritzen muss.Ich hab nehmlich so kein Lebensgefühl bei mir stimmt der Zucker nur ,wenn ich ::den ganzen Tag nichts esse und den halben Tag springe ! So kommst mir vor. Bin 163 groß wiege 54kg. Ich will endlich wieder mich wohl fühlen .Hab nicht gedacht ,dass so etwas so lange dauert bis es passt aber man vertraut ja zuerst dem Hausarzt bis der einen zu einem Spezialisten schickt .Na ja die paar Tage verwarte ich jetzt auch noch ,wird schon irgendwann werden .Frage können sich Betazellen wieder erholen? Liebe Grüße Nate

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                            • Re: Diabetes Typ 2


                              Moin Nate,

                              gibt Dir für den Preis von etwas Hirnschmalz einen Überblick über die wichtigsten 4 Defekte, die zusammen im Verlauf einiger Jahre den Blutzucker immer höher und schließlich die Grenzwerte übersteigen lassen, mit denen das Ganze dann als Typ2 definiert ist.

                              Wahrscheinlich können sich auch Deine Beta-Zellen wieder ein Stück weit erholen - bei langfristig gesundem BZ-Verlauf in Rahmen dieser blauen Kurve http://www.phlaunt.com/diabetes/16422495.php UND auch nur noch die, die Du noch hast, also wahrscheinlich etwa um 20% oder weniger von der Menge, die bei nichtdiabetischen Menschen Deines Geschlechts und Alters und Gewichts zuverlässig für den blauen BZ-Verlauf sorgt.

                              Aber wenn wir Betroffenen uns selbst systematisch an die Arbeit machen, können wir unseren Blutzucker mit den passenden Mengen Kurz- und Langzeit-Insulin praktisch gesund steuern lernen. Das macht zwar etwas mehr Arbeit, als sich einfach nur vom Spezialisten diabetisch gesund einstellen lassen, wobei dann die Beta-Zellen weiter abnehmen, aber nach der Lernphase kostet die meistens weitgehend blaue eigene Kurve kaum mehr Aufwand, und die erhaltenen und erholten Betas helfen ein gutes Stück dabei mit, ungesunde Blutzucker-Spitzen auszugleichen :-)

                              Bisdann, Jürgen

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