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Diabetes und "Nebenwirkungen"

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  • Diabetes und "Nebenwirkungen"

    Hallo,

    ich bin Typ I Diabetikerin. Kann der Diabetes, wenn er schlecht eingestellt ist, einfluss auf Osteoporose haben. Oder sonst irgendwie die Knochen schädigen. Es wäre auch interessant zu erfahren ob z.B. Gelenkentzündungen dadurch begünstigt werden. Vielen Dank schon mal im voraus für eure Antworten.

    Tschüß

    hilde291066


  • Re: Diabetes und "Nebenwirkungen"


    Moin Hilde,

    inwiefern interessant? Wenn Du dem automatischen Link in Deinem Frage-Beitrag folgst, liest Du da auf Seite 2, dass zu den Folgen von Diabetes auch Osteoporose zählen kann. Nur, was nützt die Info? Denn wenn eine Abnahme der Knochenmasse festgestellt wird, ist das Kind schon im Brunnen. Und wenn das mit vielen Jahren zu viel Leine beim BZ tatsächlich rein gestoßen worden ist, dann werden ein paar Wochen gesund kurze es da nicht wieder draus retten. Zumal der gesunde BZ-Verlauf sich ja nicht eben mal mit einer etwas schärferen Einstellung erreichen lässt. Was willst Du also wirklich wissen bzw. erreichen?

    Auf einen guten Rest von 2011, Jürgen

    Kommentar


    • Re: Diabetes und "Nebenwirkungen"


      [quote hilde291066]Hallo,

      ich bin Typ I Diabetikerin. Kann der Diabetes, wenn er schlecht eingestellt ist, einfluss auf Osteoporose haben. Oder sonst irgendwie die Knochen schädigen. Es wäre auch interessant zu erfahren ob z.B. Gelenkentzündungen dadurch begünstigt werden. Vielen Dank schon mal im voraus für eure Antworten.

      Tschüß

      hilde291066[/quote]

      Ein gute Frage! Aktuell erscheinen eine Reihe neuer Studien/Ergebnisse zu diesem Thema. Auch beim Europäischen Diabetes-Kngress in Stockholm 2010 war dies ein großes Thema. Hier eine kurze Zusammenfassung von mir:

      Diabetes und Knochenfrakturen
      In der Session Diabetes and the bone wurde der Zusammenhang zwischen Diabetes und dem Knochenstoffwechsel diskutiert. P. Vestergaard, Aarhus, Dänemark, wies in seinem Vortrag auf die Auswirkungen hoher Glukosespiegel auf den Knochen hin. Typ-1-Diabetiker wiesen oft eine erniedrigte Knochendichte auf. Dies sei unter anderem auf einen erhöhten Kalziumverlust über die Niere und eine gestörte Knochenneubildung zurückzuführen. Demgegenüber zeigten Typ-2-Diabetiker - vermutlich aufgrund des durchschnittlich höheren Körpergewichtes - sogar eine etwas erhöhte Knochendichte. Trotzdem sei auch bei ihnen das Frakturrisiko erhöht, da die biomechanische Belastbarkeit ihrer Knochen herabgesetzt sei.

      Vorsicht bei Knochendichtemessung
      Die üblichen Methoden zur Knochendichtemessung könnten dies nicht erfassen und neuen Methoden zur Bestimmung des Frakturrisikos bei Typ-2-Diabetikern müssten erst noch etabliert werden. Zugleich warnt P. Vestergaard vor dem Einsatz traditioneller antiresorptiver Osteoporose-Medikamente bei Typ-2-Diabetikern, da häufig ein „low-turnover“- Zustand vorliege, der durch diese Medikamente zusätzlich verstärkt werden könne.

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