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Gedanken zum Behindertenausweis

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  • Gedanken zum Behindertenausweis

    hallo an alle,
    auf etlichen diabetesforen wird zz berichtet, der gesetzgeber hat das erreichen der 50% gdb, auf grund von dm(nur dm weiter nichts) erleichtert.
    "hat" schon mal jemand daran gedacht , daß damit einer einschränkung der "fahrgenehmigung" tür und tor geöffnet wird ?
    da ja eine erheblich einschränkung vorhanden ist brauchen wir uns nicht zu wundern wenn jetzt ein atest(kostet ) verlangt wird . denn wir sind ja soooo leidend und behindert.
    "habt" ihr schon mal überlegt "wo" überhaupt vorteile sind ?
    5 tage mehr urlaub - reichen die 6 wochen nicht ?
    der rest ? warme luft.
    mfg. klaus


  • Re: Gedanken zum Behindertenausweis


    Moin Klaus,

    an der Stelle hatte und habe ich auch meine Schwierigkeiten mit unserem DDB. Ich hab früher öfter mal anzuregen versucht, dass aus dem Verein mehr Anleitung zum gesunden aktiven Leben kommen möge, zuletzt am Beispiel von Erich flashbang05. Wie Du dich wahrscheinlich erinnerst, hatte der Mitte 30 als Bundespolizist im aktiven Dienst seinen Diabetes gekriegt. Als Beamter auf Lebenszeit konnte er damit zwar nicht rausgeschmissen werden, auch nicht bagatellgekündigt. Aber damit war praktisch zwangsläufig seine Versetzung auf einen Schreibtischposten verbunden.

    Er wollte aber unbedingt im aktiven Dienst bleiben, mit allen Führer- und Waffen- und sonstigen Scheinen, die er sich bis dahin schon erarbeitet hatte. Dienstherrliche Bedingung dafür, wenn ich's recht erinnere: HBA1c unter 6,5 und absolute Hypofreiheit beim Einsatz rund um die Uhr und dabei völlig ohne irgendwelche eigenen Mess- und Spritz- und Esszeiten. Er hat sich das gegen jede diabetologische Vernunft zusammen mit einer Ärztin so toll angekobelt, dass er das anschließende halbe Jahr unter strenger Beobachtung zur Probe voll überzeugend absolviert hat und wieder voll wie ohne Diabetes arbeitet.

    Ich hatte gedacht, dass vielen vor allem jungen Leuten mit Diabetes solche Beispiele Lebensmut machen könnten und dass es daher Sinn machen müsste, davon zu sammeln und zu veröffentlichen. Stattdessen wurde ich dahingehend beschieden, dass normal sei, sich als Behinderter an den Schreibtisch zu setzen und die Bonüsse zu genießen, die mit dem Behindertenstatus verbunden seien. Und dass erstes Anliegen des Vereins sei, diese Bonüsse zu bewahren und zu mehren - und (mit Mikro aus) dass so eine aktive Erfolgsgeschichte da doch eher kontraproduktiv wäre.

    Bisdann, Jürgen

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    • Re: Gedanken zum Behindertenausweis


      halo jürgen und alle,
      ja es gibt -zum glück- erich , und genauso gibt es den steiner, und fußballspieler, und hockey und schwimmer, sogar triatleten, und extrembergsteiger, genau wie den mann der solo um die welt flog, viele sportflieger in usa und den verkehrspiloten in canada.
      und dann natürlich die menge derer die statt das wollen zum können zu machen, lieber in der ecke sitzen und jammern.
      mfg. klaus

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      • Re: Gedanken zum Behindertenausweis


        Hallo klaus,
        aus meiner Erfahrung als Vorstandsmitglied beim VdK möchte ich einmal widersprechen! Derzeit wird mit allen MItteln versucht den GdB 50% zu verhindern. Bei Diabetes mit Insulin unter ICT darfst du dir gerade 40% mit UZs vorstellen! Vorher waren 50% kein Problem wenn man mi Insulin behandelt wird. Auch aus eigener Erfahrung kann ich davon berichten. Ich leide an sehr verschiedenen Krankheiten, und letztendlich wird seit Neuestem die Gesamtbeeiträchtigung gesehen. Also wie beeinträchtigen sich die Krankheiten gegenseitig. Es ist schön wenn du bereits so viel Urlaub hast, es gibt auch welche die keinen haben ....
        Ich finde es richtig mit dem Mehr an Urlaub und nicht zu vergessen dem steuerlichen Freibetrag.
        Einfacher wird es jedenfalls nicht um an Prozente zu kommen, doch Außnahmen bestätigen die Regel da jedes Amt hier einen gewissen Spielraum hat. Wenn der Arzt eine häufige und schwere Hypo bescheinigt dann gehts halt schon. Man muss nur lametieren können, und es zwingt letztendlich niemanden einen Ausweis oder einen GdB zu beabtragen.
        Heiko

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        • Re: Gedanken zum Behindertenausweis


          hallo heiko,
          ev seid ihr noch hinterher,
          http://www.diabetes-forum.com/script...on=show&ID=599
          und bitte nicht durcheinander würfeln, ich hatte geschrieben -nur mit dm- niemand der mehrere -behinderungen- hat ist damit gemeint. ud wer gar keinen urlaub hat, oder rentner ist dem sind die tage auch egal
          zumindest für leute die nichts als dm haben ist der ausweis in keiner weise nützlich bei der suche nach arbeit.
          na und wie jürgen und ich über hypos denken weißt du,
          mfg. klaus

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          • Re: Gedanken zum Behindertenausweis


            Sind nicht hinterher, da steht KÖNNEN eine Ausweis erhalten. Dennoch ist es so wie bereits geschrieben, dass ein DM keine 50% so einfach bringt! Das was dort in diesem Artikel steht, sollte als allgemeines Politikgeschwätz abgetan werden. Ich kann nur sagen das man sich von dem schnellen erreichen von den 50%, die als erste Hürde einer Besserstellung gilt, und nicht nur im DM-Bereich, NICHT(!) so einfach zu bekommen sind! Leider ...
            Glaube mir Klaus, ich kämpfe fast täglich um das bisschen Recht von Benachteiligten!
            Bei der Arbeitssuche ist der Ausweis z.T. hinderlich, darum habe ich auch geschrieben das diese Antragstellung jeder für sich selbst entscheien soll. Bereits mit 30% kann man sich beim AA gleichstellen lassen.
            Eure Einstellung zum Thema DM achte ich und habe sie mir auch zum Vorbild gemacht, da genau ihr beide mir sehr durch eure offene und ehrliche Art ans Herz gewachsen seit. Mag sein das andere eine unterschiedliche Meinung haben. Dies sei nunmal auch erlaubt, da jeder Mensch sich ein anderes Bild erschafft. Und gerade daraus erleben wir den Fortschritt.
            Für mich ist dieser Fortschritt jener, wenn ich jemanden helfen kann mit seiner Situation besser klar zu komme. Manch einem hilft ein Ausweis und einen anderen kann es hinderlich sein.
            Heiko

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            • Re: Gedanken zum Behindertenausweis


              Moin Heiko,

              bei VdK und SoVD wird viel engagierte Arbeit geleistet, bei der es naturgemäß um das möglichst intensive Ausnutzen aller erreichbaren Möglichkeiten des sozialen Netzes geht. Denn die Betroffenen, für die Ihr euch einsetzt, haben dazu meistens keine wirklichen Alternativen. Und dafür ist sicher notwendig, die Beeinträchtigungen durch Krankheiten möglichst gravierend darzustellen.

              Auf der anderen Seite bekommen immer mehr immer jüngere Menschen ihre Ernennung zum Diabetiker, und je eher und umfassender die verstehen und umsetzen, dass sie mit ihrem Diabetes praktisch voll gesund leben (lernen) können, desto aktiver können sie ihr Leben planen und angehen und desto weniger werden sie die Versichertengemeinschaft und ihre persönlichen Umfelder mit Behinderungen und Folgekrankheiten belasten müssen. Und desto mehr Lebensfreude werden sie erfahren und weitergeben :-)

              Bisdann, Jürgen

              Kommentar



              • Nachtrag


                http://www.diabetesmine.com/2010/07/...-crannies.html
                eine Frau mit Typ1 und Zöliakie, die es selbst geschafft hat und jeden Tag schafft und berufsmäßig davon weiter gibt

                Kommentar


                • der Spielraum der Ämter


                  Hallo Heiko,

                  Zitat:und letztendlich wird seit Neuestem die Gesamtbeeiträchtigung gesehen. Also wie beeinträchtigen sich die Krankheiten gegenseitig. Es ist schön wenn du bereits so viel Urlaub hast, es gibt auch welche die keinen haben .... Ende.
                  -----------------------------

                  Die Gesamtbeeinträchtigung und Wechselwirkungen der Diagnosen wird schon IMMER bzw. lange beurteilt.

                  Zu deiner Bemerkung über den Spielraum der Ämter, die über die Anträge entscheiden, musste ich herzhaft lachen.
                  Die interessiert KEINE Spielräume, die richten sich stur und starr nach ihrenn Behindertengrad-Tabellen.

                  Ich vermute, dass die Leute, die UNBEDINGT einen Schwerbehindertenausweis mit 50% auf Grund des DM wollen, in dem Irrglauben sind, dass sie damit einen besonderen Kündigungssschutz haben.

                  Wenn ich als Arbeitgeber Jemanden loswerden will, werde ich den über Nichtkompetenz los, egal, ob schwerbehindert oder nicht.

                  Stelle ich als Arbeitnehmer einen sxchwerbehinderten Bewerber ein, darf ich ihn noch nicht mal nach dem Grund der Schwerbehinderung fragen.

                  Ein Arbeitgeber, der keinen Urlaub gewährt, gewährt auch keinen Zusatzurlaub.

                  Ich als Arbeitnehmer mit einem Schwerbehindertenausweis muss meine Belastbarkeit mehr beweisen als ein "Nichtbehinderter. Der Status bremst mich also aus.

                  Kommen wir zu den finanziellen "Vorteilen". Es gibt einige, aber ehrlich gesagt -ICH würde gern mit einem Gesunden tauschen und auf die Knete pfeifen.

                  Und last but noct least, es gibt Leute, die mit ihrem Schwerbehindertenstatus hausieren gehen, den Arbeitgebern die Gesetzesbücher gleich bei Einstellung um die Löffel hauen und eine Sonderbehandlung erpressen. Auch das gibt es.

                  NICHTS; aber auch GARNICHTS kann mir die Gesundheit ersetzen.

                  Kommentar


                  • Re: Gedanken zum Behindertenausweis


                    Hallo Ihr lieben,
                    na jetzt muss ich auch mal meinen Senf abgeben =)
                    also ich arbeite an den Ausweisen, sozusagen direkt an der Quelle! Kein Mensch ist dazu gezwungen einen Ausweis zu beantragen und es somit evtl. schwerer bei der Arbeitssuche zu haben. Sollte man evtl. schon fest im Berufsleben stehen, ist der Ausweis, meiner Meinung nach, NUR von Vorteil!!!

                    Ich habe damals (als ich mein dm bekam) einen GdB von 60% bekommen. Als ich 18 wurde, bekam ich ein Schreiben dass mein GdB nun auf 30% verringert wurde.
                    Mit der Begründung dass ich von nun an selbständiger damit umgehen kann, da ich ja nun älter bin.... (so ein Schwachsinn!!!)

                    Ich muss dazu sagen, dass mir meine "Schwerbehinderung" also der Ausweis bei der Arbeitssuche geholfen hat. Ich war damals mit der Schule fertig und habe mich um einen Ausbildungsplatz bei der Stadt beworben, da stand schon "Schwerbehinderte Menschen werden bevorzugt". Ich wurde genommen!!! Warum? Weil der Arbeitgeber vom Staat irgendwelche Zuschüsse monatl. für den Schwerbehinderten bekommt und somit weniger eigene Ausgaben!

                    Und wg. dieser Einschränkung der Fahrerlaubnis. Ich weiß zwar nicht ob ich es richtig verstanden habe, aber ich hatte keinerlei Probleme mt dem Führerschein - und da hatte ich noch einen GdB von 60%. Oder hab ich was falsch verstanden?! =S

                    Ps.: Die Steuerermäßigung finde ich genauso toll wie der Anspruch auf mehr Urlaub! Denn ohne diesen hätte ich nur 5 Wochen im Jahr!!! Und ich bekomme im Jahr gute 400 Euro Steuerrückzahlung. Wenigstens eine kleine Entschädigung für die ganzen Arzt- und Medikamentenkosten die die KK ja nur noch Bruchteilig (nicht mal der Rede wert) übernimmt.

                    LG Sandra

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                    • Re: Gedanken zum Behindertenausweis


                      hallo sandra,
                      leider können nicht alle im öd arbeiten, zudem ist auch dort das klima rauher geworden.
                      in der freien wirtschaft gelten völlig andere bedingungen.
                      dort ist das hauptproblem, du bist extrem knapp mit leuten um das pensum zu schaffen, überstunden sind nicht mehr auszahlbar sondern werden mit aufschlag "abgefeiert" also wird das loch noch größer, und dann verzichtet man wenn man die wahl hat auf jemand der noch mehr urlaub beansprucht.
                      ich gönne jedem die vorteile , nur bitte die nachteile nicht übersehen.
                      mfg. klaus

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                      • Re: Gedanken zum Behindertenausweis


                        Hallo Klaus,
                        natürlich das kann ich schon nachvollziehen! Es ist in der freien Marktwirtschaft alles andere als leicht. Das bekomme ich hier auch immer wieder zu Ohren!

                        Ich sage auch immer wieder, ob es nicht genug ist die Krankheit zu haben, NEIN! Man ist immer der leidende, egal in was.

                        Ich habe glücklicherweise nur Vorteile im Berufsleben dadurch ziehen können.
                        Vorerst musste ich allerdings auch Nachteile einstecken. Meine Traumberuf (Polizeidienst) konnte bzw. durfte ich NIE ausüben... Warum? Wg. dem Diabetes...

                        Aber bzgl. deiner schlechten Erfahrung kann ich nicht all zu viel mit reden, da ich wohl (Gott sei Dank) recht viel Glück hatte!

                        Ich wünsche aber trotzdem allen alles Gute und hoffe dass sich das Blatt mal zum Guten für uns Diabetiker (bzw. alle Menschen die mit einer Krankheit leben die durchaus ein normales Leben ermöglicht, sie deswegen aber immer wieder eingeschränkt werden) wendet!!!

                        LG Sandra

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                        • Re: Gedanken zum Behindertenausweis


                          hallo sandra,
                          zum teil ist das problem hausgemacht, der ddb rudert seit jahren im kreis, ohne konzept. also die wichtigste stimme redet mal so mal so.
                          in england können diabetiker ohne probleme polizisten werden, und werden es auch.
                          in kanada gibt es einen verkehrspiloten mit typ 1,
                          ein typ 1 ist auf die höchsten gipfel der erde geklettert.
                          ein t 1 ist "solo" um die erde geflogen ---> über deutschland mußte er sich fliegen lassen, und durfte nur hinten sitzen.?????
                          "aber" einer der hohen polizisten im aktiven dienst hat trotz
                          dm 1 allen gezeigt daß man es regeln kann, er ist heute noch im dienst mit allen führerscheinen, incl personenbef.usw.
                          es geht also. war aber ein harter kampf.
                          auch einer der gründe weshalb ich den thread eröffnet habe,
                          um zu zeigen wenn man will dann kann man.
                          --unbestritten ! es gibt brittle-dmler die völlig unerklärliche abstürze wie auch bz-anstiege haben. --
                          ich habe vor jahren mit doc teupe gesprochen, der sagte damals sinngemäß, von 100 "schwer" einstellbaren die ang. brittle haben, bleibt zum schluß "einer" übrig, der rest kann es nur nicht,
                          sogar welche die nicht wollen sind immer da.
                          "das" meinte ich,--- denn wenn wir nichts tun um das image der dmler zu erhöhen, und die vorurteile durch blöde tv produktionen geschürt werden, glauben immer mehr menschen daß diabetiker peaktisch nur auf die kiste warten, und zu nichts nutze sind.
                          und den schuh werde ich mir nicht anziehen.
                          mfg. klaus

                          Kommentar


                          • Re: Gedanken zum Behindertenausweis


                            Hallo Klaus,
                            ja da hast du vollkommen Recht!!! Ich war auch immer "schwer einstellbar" Aber ich habe zur Zeit nur super Werte, habe alles im Griff und kann genauso viel wie ein "normaler" bzw. gesunder Mensch handeln/arbeiten/leben.

                            Oft saß ich zu Hause und weinte! Ich hatte das Gefühl nur weil ich Diabetes habe bin ich anderst. Ich konnte nie den Beruf ausüben den ich gerne machen wollte. Einen Beruf der mich erfüllt hätte.
                            Mittlerweile habe ich mich damit abgefunden, weil der Deutsche Staat nun einmal so ist auch wenn KEINER ihn verstehen kann. Die Politiker sitzen auf ihrer Meinung fest...da sie selbst nicht betroffen sind!!!

                            Es ist schade wie es ist, aber es müsste viel passieren damit sich endlich etwas ändert!

                            Wenn mich jemand kennen lernt, würde dieser Mensch niemals! denken dass ich Diabetiker bin. Ich kann essen und trinken wie jeder andere auch. Ich kann auf Partys gehen und mir auch mal einen über den Durst trinken, wie jeder andere auch. Die meisten wissen nur von meiner Krankheit weil ich es ihnen gesagt habe. Diabetiker sind auch ganz normale Menschen!!! Wir sind nicht krank, wie haben lediglich eine Aufgabe in unserem Leben!!!

                            LG Sandra

                            Kommentar


                            • Re: der Spielraum der Ämter


                              NICHTS; aber auch GARNICHTS kann mir die Gesundheit ersetzen.
                              Wie recht du damit hast ... gerne würde ich meine Prozente gegen ein gesundes Leben tauschen. Erst neulich fragte mich die Frau vom MDK als sie kopfschüttelnd über meiner Akte saß: "Wie alt sind Sie? 68 Jahre oder ist 68 ihr Geburtsjahr?"(::I)

                              Die interessiert KEINE Spielräume, die richten sich stur und starr nach ihrenn Behindertengrad-Tabellen.
                              Nun ganz so ist es auch nicht. Ich habe an einem Softwareprojekt mitgearbeitet, da bestand die Möglichkeit zusätzliche Faktoren einzutragen und den Prozentwert manuell anzupassen. Das dies nicht unbedingt auf Diabetes zutrifft mag sicherlich sein, doch es gibt genügend andere Krankheiten die im einzelnen Fall konkret betrachtet werden müssen. Ich habe selbst auch schon Bescheide gesehen, wo das Amt nicht einfach an den Auswahlmöglichkeiten der Software gespielt hat. Wäre das immer so könnte man auch so in der Art Multiple Choice Fragebögen austeilen und diese digital auswerten lassen.B) Eines muss ich dennoch sagen, dass es auch viel am Mitarbeiter liegt. Im konkreten Fall ging es um einen schwer herzkranken Menschen, der mit beschwingter Beamtlichkeit ans Tagwerk ging. Hier musste ich in einer kurzen, pregnanten und selbsbewussten Ansprache das Recht einfordern.()

                              Stelle ich als Arbeitnehmer einen sxchwerbehinderten Bewerber ein, darf ich ihn noch nicht mal nach dem Grund der Schwerbehinderung fragen.
                              Du kannst schon fragen, doch der potentielle Arbeitnehmer wird sicherlich von sich aus auch sagen weshalb SB. Denn letztendlich geht es hier auch um Arbeitsschutz im größeren Sinne. Alles im SGB IX geregelt und auch ein aktuelles AZ 2 AZR 380/99 dazu.

                              Ich vermute, dass die Leute, die UNBEDINGT einen Schwerbehindertenausweis mit 50% auf Grund des DM wollen, in dem Irrglauben sind, dass sie damit einen besonderen Kündigungssschutz haben.
                              Der Anteil ist schwindend gering. Den meisten Menschen geht es mehr darum, erst einmal diese 50% Schwelle zu erreichen. Alles was darunter liegt wird in der Öffentlichkeit nicht so stark als SB bemerkt und gefördert. Wegen dem von dir angeführten Kündigungsschutz kannst auch mit 30% den Antrag auf eine Gleichstellung stellen.()

                              So nun is Mittag - Mahlzeit!
                              LG
                              Heiko

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                              • Re: Gedanken zum Behindertenausweis


                                ..ein "schönes" Beispiel, und es gibt viele andere: Typ-1-Diabetiker als Ruder-Olympiasieger, Extrem-Bergsteiger, Berufspilot (Kanada). Von Pauschalen (wie z.B. >= 50% Schwerbehinderung) halte ich nichts.

                                Kommentar


                                • Re: Gedanken zum Behindertenausweis


                                  Die Sorge teile ich nicht: Grad der Behinderung und Führerschein sind nicht abhängig voneinander.

                                  Kommentar


                                  • Re: Gedanken zum Behindertenausweis


                                    Ich möchte nochmal diesen Thread weiterführen. Vorige Woche habe ich einen guten alten Bekannten getroffen, der bis vor Kurzem Byetta gespritzt hat. Nachdem dieses versagt hatte kam er in die Klinik ud wurde auf Insulin eingestellt(ICT). Er beantragte einen GdB beim Amt und wurde auf 30% festgesetzt. Hinzu kommt das seine Frau selbst auf diesem Amt tätig ist. Dies beweist doch eigentlich wieder, dass es nicht so einfach ist ein paar Prozente zu erhaschen. Selbst wenn man an der Basis sitzt ... Ob er in Wideruf geht kann ich noch nicht sagen.

                                    LG
                                    Heiko

                                    Kommentar


                                    • Re: Gedanken zum Behindertenausweis


                                      so ist es , wie tom oben schrieb - es kommt auf das amt, auf die tagesform und laune des bearbeiters an.(und auf die anweisungen)
                                      manche bekommen mit 5 mal insulin/d 30%, manche 40%, manche 50%, und die die klagen bekommen ab und zu 50%, aber nicht immer.
                                      mfg. klaus

                                      Kommentar