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öffidenzbasierte Medizin

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  • öffidenzbasierte Medizin

    Moinmoin,

    die Meldung von der Einstellung des "gesunden" Arms der ACCORD-Studie wegen auffällig vieler Todesfälle brauchte in 2008 keine 2 Tage um die Welt und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Woche zum routinemäßigen Anheben der BZ-Ziele für Typ2. Und seitdem lautet das Fachmantra, dass Typ2 an gesundem BZ stirbt und mit ungesundem länger lebt.

    Nun sind die Daten ausgewertet und zeigen, dass nicht diejenigen ACCORD-TeilnehmerInnen mit den ungesund schnell gesund abgesenkten BZs betroffen waren, sondern die armen Schweine, bei denen noch so viele Medis keine Absenkung bringen wollten: http://www.diabetesincontrol.com/ind...tid=1&Itemid=8
    Und wo bleiben jetzt die großen Veröffentlichungen? Und wo die Meldungen, dass die Typ2 BZ-Verläufe tatsächlich wieder gesund gesenkt werden können?

    Bisdann, Jürgen


  • Re: öffidenzbasierte Medizin


    an sich hatte ich nie etwas anderes erwartet, und die jammerei der "experten" die wären an hypos gestorben, war typisch.
    wenn sich die fehlinterpretation so lange hält wie das märchen vom gesunden spinat mit dem noch heute(trotz x-facher erklärung daß es ein tippfehler war) kinder gequält werden, dann sind wir schon lange tot, dann wird immer noch behauptet daß gesunder bz ungesund ist.
    - einen der "schönsten" sprüche dazu kennst du ja -->weshalb soll ich denn einen bz anstreben wie ein gesunder, (mit dem geistigen kurzschluß) dann wäre ich ja nicht krank.(you know)
    zum glück gibt es internet,
    mfg. klaus

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    • Re: öffidenzbasierte Medizin


      Moin Klaus,

      allein medikamentös und ohne Mitwissen und Mitmachen des Betroffenen eine HBA1c-Wert-Absenkung von langjährig über 8 auf kurzfristig unter 6 herstellen halte ich in jedem Fall für eine absolut menschenverachtende Therapie mit dem Bulldozer! Und zwar auch dann, wenn dieser absolut abscheuliche Menschenversuch erstmals doppelt verblindet eindeutig erbracht hat, dass vor allem ausgedehnte gefühlte und auch eine Reihe längere echte Unterzuckerungen offenbar keine gefährlichen Auswirkungen haben. Denn die sind bei all den TeilnehmerInnen absolut sicher und reichlich vorgekommen, deren BZs erfolgreich abgesenkt wurden.

      Wenn er's denn gerafft hat, wird Dr. John Buse eifrig rückwärts gegessen haben, denn mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hatte er bei ACCORD die Feder mit dem Ziel geführt, endlich zweifelsfrei zu belegen, dass eben die Hypos mit ihren nach seiner Meinung immensen Gefahren den gesunden BZ verbieten. Schließlich vertritt er diese Auffassung schon seit Jahrzehnten ganz vorn bei ADA (American Diabetes Association) & Co. Stattdessen haben nun just die Patienten ihre Löffel abgeben müssen, bei denen der BZ gerade nicht so häufig so lange so tief abgesunken ist.

      In meinen Laienaugen haben sie damit fatal unter Beweis stellen dürfen, wie unzulänglich und gefährlich die Praxis der Einstellung ist, die die Medidosierung allein an Ecken wie morgens nüchtern und HBA1c orientiert und die jeweilige Wirkung auf den Verlauf nicht beachtet. Denn wenn sie das bei ACCORD getan hätte, wäre bei den Gestorbenen die ganze Pillensammlung als BZ-irrelevant rausgelassen worden und ausschließlich noch Insulin als wirksam übrig geblieben und die Verringerung des KH-Input.

      Bisdann, Jürgen

      Vielleicht auch gut. Denn wenn sie trotzdem gestorben wären, wären Insulin und KH-Begrenzung heute tödlich für Typ2 ;-(

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      • Re: öffidenzbasierte Medizin


        Ja, Sie haben völlig recht! Ich komme gerade von der Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft in Stuttgart und dieses Thema wurde ausführlich diskutiert! Leider erscheinen aber differenzierte Diskussionen nicht in der Laienpresse.

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