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Typ2-Frischling - Erfahrungen und Fragen

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  • Typ2-Frischling - Erfahrungen und Fragen

    Hallo.

    Bei meiner ersten „Vorsorge-Blutuntersuchung“ wurde bei mir vor knapp 2 Wochen Diabetes Typ2 diagnostiziert.

    Ich bin 35 Jahre alt, und wiege so um die 155 kg. Mein Lebensstil vor der Diagnose beinhaltete ein großzügiges Frühstück und abends eine deftige warme Mahlzeit. Ich habe am Tag ca. 2 Liter Cola und Säfte getrunken und im Prinzip dauerhaft Süßigkeiten in mich hineingestopft. Nach dem Prinzip: „Die Packung ist geöffnet, muss also sofort leer gefuttert werden“.

    Wenn ich mal auf typische Symptome der Krankheit eingehe, muss ich sagen, dass ich weder übermäßig viel trinke (max. 3L am Tag), noch einen extrem trockenen Mund habe, oder nachts oft aufs WC gehen muss (Wenn ich nach 5-6h mal aufwache, kann es vorkommen, dass ich den Harndrang spüre, aber ich wache nicht auf, weil ich pinkeln muss). Ich bin zwar öfter mal müde, aber das liegt soweit ich sagen kann, daran, dass ich im Früh-Spät-Nachtschicht-Dienst arbeite und deshalb sehr unterschiedlich schlafe, und an Schlafapnoe leide. Meinen Füssen geht es sehr gut. Ich trage eine Brille wegen einer Hornhautverkrümmung, also dort auch keine Probleme mit unscharfer Sicht.Einzig die Wundheilung in den Beinen scheint leicht verlangsamt.

    Mein Blutdruck ist normal, meine Leberwerte sind normal, mein Cholesterin ist normal, Drüsenfunktion laut Ärztin ebenfalls normal. Für mein Gewicht, bin ich an und für sich ein gesundes Kerlchen.
    Dummerweise war der Blutzucker-Langzeit-Wert bei 7,8 irgendwas.

    Nach der Diagnose habe ich mein Essverhalten vorerst dahingehend umgestellt, dass ich auf Cola und Säfte komplett verzichtet und auch den Konsum der Süßigkeiten eingestellt habe.
    Dann habe ich angefangen mich im Internet und speziell hier im Forum über meine Krankheit zu informieren.

    Eine Woche später erhielt ich mein BZ-Messgerät und begann mit regelmäßigen Messungen.

    Mein Nüchternwert liegt zumeist bei 84mg/dl.

    Zwei Stunden nach den einzelnen Mahlzeiten lag der Wert bisher zwischen 85mg/dl und 117mg/dl.

    Nachdem ich das Messgerät erhalten hatte, hatte ich z.B. morgens 2 Brötchen mit Wurst und Käse gefuttert und hatte 2h später einen Wert von 105mg/dl. Insgesamt habe ich im Laufe der Tage schon auf die KH geachtet und entsprechend wenige davon zu mir genommen.

    Dann kam der Tag an dem ich ein schönes paniertes Schnitzel mit 8 Kroketten und einem kleinen Klecks Ketchup gegessen habe. Ein wenig ängstlich habe ich 2h nach dem Essen gemessen… 85mg/dl.

    Das überraschte mich ein wenig und ich erwartete die nächste Mahlzeit, die ein wenig mehr KH enthielt mit Spannung. Der Tag kam und die Mahlzeit hieß „Spaghetti Bolognese“.
    Nach ca. 1h machte ich die erste Messung: 107mg/dl.
    Wieder eine Stunde später die nächste Messung: 108mg/dl.

    Den Termin im Diabetologikum in meiner Stadt habe ich in knapp 2 Wochen und soll in spätestens 5 Wochen bei meinem Hausarzt einen weiteren Bluttest machen lassen, um neue Werte zu ermitteln.

    Einen Test meiner BZ-Werte nach Einnahme von Süßigkeiten habe ich bisher nicht gemacht. Hab mich etwas Süßes zu essen. Werde das aber mal austesten, da ich im Moment halt auch durch die „normalen“ Mahlzeiten auslote, wie ich innerhalb der „Jürgen-Skala 140-120-100“ bleiben kann, und trotzdem gut esse.
    Ich glaube, dass ich die Sache ohne Meds gut in den Griff bekommen werde

    Dank Eurer tollen Beiträge hier, weiß ich inzwischen sehr viel über das Thema, und wollte Euch einmal dafür danken. Speziell Jürgen sei da zu erwähnen, da er immer sehr fundiert und interessant schreibt.

    Soweit mein Erfahrungsbericht als Neuling.

    Trotzdem habe ich noch 2 kleine Fragen:

    1. Welche Speisen zählen zu den langsamen Kohlehydraten und nach welcher Zeit würden die so ungefähr hohe BZ-Werte erzeugen?

    2. Ist es möglich, dass mein hoher Langzeit-Wert auch dadurch zustande kam, dass ich so gut wie nie BZ-Nüchtern war, sondern immer fleißig KH in Form von Naschkram nachgeschüttet habe?

    So, dass war soweit erst einmal alles. Ich musste mir das alles mal von der Seele schreiben, und danke Euch im Voraus für das Lesen.

    Lieben Gruß, Mike


  • Re: Typ2-Frischling - Erfahrungen und Fragen


    Moin Mike,

    danke für die Streicheleinheiten :-) Kann ich gleich zurückstreicheln, denn die meisten Neuen beginnen erst in einem Forum zu lesen, nachdem sie ein paar mal mit der Nase drauf gestoßen worden sind, dass ihre Fragen schon tausendmal beantwortet wurden und sich per Suchfunktion eigentlich ganz leicht finden lassen. Und indem Du selbst ausführlich vor legst, gibst Du gute Möglichkeiten zum echten Anknüpfen und passenden Antworten :-)

    Die für Diabetes gelisteten Symptome lassen sich generell erst in der Gegend von HBA1c 10 und mehr beobachten. Weil die darunter nachlassen, werden erschreckend viele vor allem ältere Diabetiker über Jahre bis Jahrzehnte zwischen 8 und 10 gehalten. Denn noch heute steht an erster Stelle der Behandlung, dass krankheitsbezogene AKUTE Symptome vermieden werden sollen. Und nach dieser gewissermaßen Pflicht sehen viele Ärzte etwa einen möglichst gesunden BZ-Verlauf als eher lästige Kür, von der erschreckend viele echt eh keine Ahnung haben :-(

    Deine geliebten Süßigkeiten schaffst Du sicher auch noch auszutesten und ebenso, welche KHs bei Dir länger als welche anderen umgesetzt werden. Denn auch wenn's in den Ernährungsberatungen immer wieder als allgemein gültig beschworen wird, kann ich z.B. kaum einen Unterschied im Wirkverlauf zwischen Weiß- und echtem Vollkornbrot feststellen. Die Theorie ist einfach, dass Nahrungsbestandteile, die einen längeren Darmaufenthalt zum Zerlegen brauchen, ihre Glukose in einer längeren und flacheren Kurve abgeben. Ausgeprägt finde ich das bei mir nur mit selbstgemahlenem Müsli bestätigt.

    Was Du jetzt an BZ-Verlauf produzierst, sieht gesund aus und sagt eindeutig, dass Deine Insulinproduktion und -ausgabe mit Deiner bewussten Eingabe-Steuerung noch super ausreichend funktionieren.
    Dein alter Langzeitwert kann sehr gut dadurch entstanden sein, dass Du Deinem BZ mit dem beständigen Nachlegen früher keine Chance mehr gelassen hast, nach einer Eingabe wieder abzusinken. Eine gesunde BZ-Automatik ohne erste diabetische Defekte hätte die Belastung mit Sicherheit ohne jede Auffälligkeit auch für die nächsten Zentner mit gemacht, aber für Deine war's halt ein bisschen viel. Kann natürlich noch dazu kommen, dass die Messung am oberen Rand der allgemeinen Messtoleranz gelegen hat und in einem anderen Labor stattdessen 6,8 ausgegeben worden wären.

    Anyway, mit Deinem gegenwärtigen Verhalten wird die nächste Ausgabe bei 5und liegen. Und wenn Du dann nicht meinen Fehler von vor 19 Jahren wiederholst und bis 7 für völlig gesund glaubst und wieder regelmäßig auffüllst, kannst Du wahrscheinlich noch lange und mit etwas Glück sogar bis zum St.Nimmerleinstag mit gesundem BZ und ohne Medis auskommen. Nach der gegenwärtigen Entwicklung wirst Du allerdings die Teststreifen selbst bezahlen müssen. Aber wie Du beim Drucker Frank siehst, reichen dem lägst vielleicht 2 Streifen oder so im Monat.

    Bisdann, Jürgen

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    • Kleine Nachfrage an Mike


      Hi Mike, du schreibst:

      Zitat:Einzig die Wundheilung in den Beinen scheint leicht verlangsamt. Ende

      Du hast aber keine offenen Wunden an den Beinen oder doch?

      Kommentar


      • Re: Kleine Nachfrage an Mike


        [quote Tom61]Hi Mike, du schreibst:

        Zitat:Einzig die Wundheilung in den Beinen scheint leicht verlangsamt. Ende

        Du hast aber keine offenen Wunden an den Beinen oder doch?[/quote]

        Huhu. Nein, keine offenen Wunden. Aber wenn ich mir mal eine trockene Stelle am Bein aufkratze, glaube ich, dass diese dann etwas länger braucht, um wieder abgeheilt zu sein.

        PS: Gestern gab es Schmorkartoffeln und nach 2h lag mein BZ bei 103mg/dl und ich habe inzwischen mal den Nasch-Kram-Test gemacht. 1h nach futtern eines Mars-Riegels war der Wert bei 132mg/dl, nochmal eine Stunde später wieder bei 115mg/dl.
        Damit kann ich leben. Ich glaube wirklich, dass ich durch bewusste Ernährung gut klarkommen werde, und vielleicht schaff ich´s ja auch mich mal mehr zu bewegen und tatsächlich einige Kilo zu verlieren.

        @Jürgen: Danke für die schöne Antwort. Das lässt hoffen.
        Was die Teststreifen angeht, sind das max. 50€ im Monat, wenn ich täglich 3 mal messe. Das ist mir meine Gesundheit mehr als wert. Das spar ich locker durch den Wegfall der teuren Cola und der Süssigkeiten ein ^^

        Kommentar



        • Re: Kleine Nachfrage an Mike


          ..Kompliment, Sie gehen das Thema sehr engagiert an, Ihr Körpergewicht wird vermutlich deutlich sinken..

          Kommentar


          • Re: Typ2-Frischling - Erfahrungen und Fragen


            Update:

            Langsam lerne ich, was geht, und was nicht geht.
            Also welche Speisen entsprechende BZ-Verläufe hervorrufen.

            Dabei kamen zwar vereinzelt Werte von 144mg/dl zustande, aber bisher nichts Höheres, was mich recht zufrieden stellt.

            Der Durchschnittswert aller bisherigen Messungen liegt bei 104mg/dl. Hoffe das spiegelt sich auch bei der nächsten Blutuntersuchung wieder.

            Positiver Nebeneffekt der Ernährungsumstellung: Ich habe bereits 11kg abgenommen, und auch meine Freundin dazu gebracht sich und mich gesünder zu ernähren.

            Mal schauen, wie das so weitergeht.

            Ich frage mich allerdings inzwischen, ob sich eine Schulung zum Thema Diabetes und Ernährung wirklich für mich lohnt. Wenn ich in anderen Threads lese, dass dort oftmals wenige wirklich sinnige Dinge erklärt werden, um den BZ-Verlauf möglichst im gesunden Bereich zu halten, kan ich ehrlich gesagt drauf verzichten.

            Kommentar


            • Re: Typ2-Frischling - Erfahrungen und Fragen


              Moin Mike,

              liest sich gut :-)

              Schulungen gelten als das Fundament jeder Diabetesbehandlung und stehen uns zu. Ein Diabetiker, der daran nicht teilnimmt, dokumentiert damit sein Desinteresse. Einen Typ2, der schon alles weiß, was in einer Schulung dargeboten wird, gibt es nicht. Denn dann wäre er kein Typ2. So in etwa die Auskunft meiner kranken Kasse, als ich die Tage mal nach dem Restsinn des Typ2-Programms (DMP) gefragt hab.

              Ich hab aus Schulungen zuerst gelernt, warum Ärzte mir sachlich für mich nicht so recht nachvollziehbare Infos gegeben haben. Wenn man mit einem Arzt spricht, ist das ja in aller Regel so eine kurze Momentangelegenheit. In som Kurs hatte ich dann mal das eine oder andere Stück längeren Kontext, längeren Zusammenhang. In einem inzwischen ausgestöpselten Forum war statt von Schulungen immer von Fußwaschkursen die Rede, weil vor allem eben bei Typ2 die Beobachtung der Füße oft einen weiten Raum einnimmt.

              Ein weiterer großer Teil ist das BE-Raten nach Papptellern mit aufgemaltem Futter. Aber alle meine Versuche, das mal auf den damit produzierten BZ zu erweitern wurden in mehreren Schulungen abgewiesen. Das sei die Einstellung, und die sei Sache des behandelnden Arztes.

              Sieh zu ;-) Jürgen

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              • Re: Typ2-Frischling - Erfahrungen und Fragen


                Aber wo liegt da der Sinn?

                Es klingt doch nur allzu einleuchtend, wenn man sich schon mit BE´s auseinandersetzen muss, auch den zu erwartenden BZ-Wert in die Schulungen mit einzubeziehen.

                Grade damit man einen gesünderen Verlauf selbstständig erzeugen kann.

                Wenn ich weiss, dass die Einnahme von z.B. max. 5 BE bei mir einen Wert von unter 120mg/dl produzieren, und entsprechend zu essen, ist mir doch weit mehr geholfen, als wenn man mir sagt, dass ich "gesund" essen soll und am Tag so 10-12 BE zu mir nehmen soll.

                Was interessieren mich die BE überhaupt? Bei den meisten Lebensmitteln sind die KH-Werte vermerkt. Anhand dieser Werte kann ich durch eine, vermutlich 5-8 Wochen andauernde Testphase mit entsprechden Kontrollmessungen doch genau ermitteln wie viele KH pro Mahlzeit funktionieren.

                Und wenn ich bei einer Schulung gezeigt bekomme, wie ich mir die Füße wasche, brech ich in lautes Gelächter aus.

                Sich mit seiner Krankheit selbstständig auseinander zu setzen und eine sinnfreie Schulung abzulehnen, kann doch nicht mit Desinteresse gleichbedeutend sein.

                Desinteresse an einer möglichst langen gesunden DiabetesPhase bescheinigen mir doch die Krankenkassen, die die Teststreifen nicht bezahlen wollen, die ja anfangs absolut aufschlussreich bezüglich des "Was geht, was geht nicht" sind.

                Naja, abwarten... Ich werd mich in ein paar Wochen mal mit meiner Hausärztin, die auch Diabetolgin ist, auseinandersetzen, ob der Termin im Diabetes-Center in Kiel überhaupt für mich von Bedeutung ist.

                Wenn sie sieht, dass mein Langzeitwert dann von 7,8 auf (ich projeziere einfach mal einen Wert, der dem Durchschnitt meiner jetzigen Messergebnisse entspricht) von 5,8 gesunken ist, wird sie sicher entsprechende Empfehlungen aussprechen.

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                • Re: Typ2-Frischling - Erfahrungen und Fragen


                  Moin Mike,
                  ...Grade damit man einen gesünderen Verlauf selbstständig erzeugen kann.
                  Das ist unser General-Missverständnis: Nach dem offiziellen Medizinverständnis ist unser Arzt für unseren BZ-Verlauf zuständig. Er bestimmt, wie der gesund für uns aussieht, und er bestimmt, wie wir den erreichen.
                  Wir Betroffene haben uns nur an diese Vorgaben zu halten. Dann erreichen wir auch die erwarteten Ergebnisse. Wenn wir die Ergebnisse nicht erreichen, haben wir uns eben nicht an die Vorgaben gehalten.

                  Traditionell haben Schulungen in genau dem Zusammenhang ergänzende Funktion. Wenn der Dok morgens-mittags-abends 4-6-4 BEs vorgibt, muss der Patient wissen, was alles 1BE ist, damit er sich an die Vorgabe halten kann.
                  Und weil immer schon Fußverletzungen eine umso bessere Perspektive hatten, je frühzeitiger sie behandelt wurden, und weil Füße noch heute zu den häufigsten Folgeverlusten mit Diabetes zählen, kommt der Fußbeobachtung in Schulungen besondere Bedeutung zu.

                  Du siehst, es hat alles seinen Sinn. Du musst nur bereit sein, ihn zu entdecken und anzunehmen.

                  Bisdann, Jürgen

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                  • Re: Typ2-Frischling - Erfahrungen und Fragen


                    Heute gab´s den ersten wirklichen Griff in´s Klo.

                    Nachdem ich inzwischen fast geglaubt hatte, dass ich egal was ich esse nie über 140mg/dl kommen würde, da die gemessenen Werte bisher immer sicher drunter lagen, habe ich heute abend mal Bratnudeln mit Ei gegessen. Messung nach 1h bei 124mg/dl. Normalerweise hätte ich da schon gesagt.. okay, ist erhöht, aber jetzt geht´s ja wieder runter. Doch weit gefehlt... 2h nach dem Essen waren es dann schon 165mg/dl (Mein höchster gemessener Wert bisher überhaupt). Wieder eine Stunde später waren´s dann 138mg/dl.

                    Irgendwie hat mich das sehr deprimiert, weil´s der erste wirkliche Fehlschlag bei der Nahrungswahl war. Waren auch eindeutig zu viele Nudeln heut.
                    Ich zähl das Ganze mal immer noch zu meiner Testphase bezüglich der max. KH-Menge, aber geärgert hat´s mich dann doch.

                    Manchmal habe ich einfach noch nicht durchschaut, zu welcher Zeit mein BZ stärker oder eben weniger stark anspricht.

                    Naja, in 2 Wochen wird mir dann wieder Blut abgezapft um zu sehen, wie sich mein Langzeit-Wert verändert hat, und da ich an und für sich sehr brav war, hoffe ich, dass der trotzdem unter 5,8 liegt.

                    Ich halt Euch auf dem Laufenden

                    Lieben Gruss, Mike

                    Kommentar



                    • Re: Typ2-Frischling - Erfahrungen und Fragen


                      Hallo Mike,

                      keine Panik, gelegentliche Werte über 140 sind kein Problem. Ansonsten scheinst du ja deinen BZ super im Griff zu haben.

                      Das was du bei den Nudeln feststellst habe ich in amerikanischen Foren schon öfter gelesen, dass die Nudeln den BZ später hochtreiben als alle anderen Sachen. Bei mir selbst habe ich das nicht feststellen können, aber wenn du das schreibst, dann glaube ich das.

                      Übrigens habe ich auch schon Ernährungsempfehlungen gelesen, nach denen die Nudeln al dente empfohlen werden, weil die einen niedrigen GI hätten. Vielleicht hat es ja wirklich etwas mit der Zubereitungsweise zu tun.

                      Ich drück dir die Daumen für einen guten A1c, Rainer

                      Kommentar


                      • Re: Typ2-Frischling - Erfahrungen und Fragen


                        Moin Mike,

                        für Deinen Griff ins Klo würden Dich wenigstens 99% aller Betroffenen und 90% (oder vielleicht doch mehr?) aller Ärzte und Fachärzte allenfalls milde belächeln. Denn was Du da als viel zu hoch beschreibst, ist außerhalb von Schwangerschaften nach allen Regeln der medizinischen Definitions-Kunst voll gesund. Und ich hab grad im Bekanntenkreis wieder einen Fall, in dem jemand, der nur Metformin)* nimmt, den ganzen Tag echt frisst, weil der Dok dringend vor dem Zuckerschock gewarnt hat, der drohe, wenn der BZ unter 100mg/dl absinke.

                        Das ist ungefähr so, als wenn man Leuten, die das Rauchen aufgeben wollen, bei Null Zigis mit dem Rauchschock droht und für gesundes Nichtrauchen dringend wenigstens 20 Zigis am Tag empfiehlt.

                        Dir Weiterso :-) Jürgen

                        )* Metformin senkt den BZ nicht, sondern hindert mit seiner Hauptwirkung die Leber daran, Zucker auszugeben. Typ2-gestört spendiert die nämlich beständig bis zu gut 3mal so viel davon, wie bei Gesunden. Diese fehlgesteuerte Zuckerausgabe macht übrigens einen guten Teil dessen aus, was als Insulinresistenz bezeichnet wird. Und sie nimmt wahrscheinlich mit ansteigendem BZ in dem definiert noch gesunden Rahmen, den Du beschreibst, besonders zu.

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                        • Re: Typ2-Frischling - Erfahrungen und Fragen


                          Sowas nennt man glaube ich Jammern auf höchstem Niveau.
                          Wenn ich lese, dass so manche auch mit Meds teilweise Nüchternwerte von 230mg/dl haben und sich im Laufe des Tages mit 350mg/dl und mehr rumärgern müssen, kann ich immer nur dankbar die Hände gen Himmel recken, und froh sein, dass ich noch so gut funktioniere.

                          Schönes Wochenende noch an Alle, und lasst Euch nie unterkriegen

                          Kommentar


                          • Re: Typ2-Frischling - Erfahrungen und Fragen


                            [quote silentmike]Sowas nennt man glaube ich Jammern auf höchstem Niveau.
                            Wenn ich lese, dass so manche auch mit Meds teilweise Nüchternwerte von 230mg/dl haben und sich im Laufe des Tages mit 350mg/dl und mehr rumärgern müssen, kann ich immer nur dankbar die Hände gen Himmel recken, und froh sein, dass ich noch so gut funktioniere.

                            Schönes Wochenende noch an Alle, und lasst Euch nie unterkriegen [/quote]

                            ..und auch dran denken, der BZ-Wert ist NICHT nur an die Nahrung gebunden...dann wär es einfacher. Und er existiert auch icht losgelöst von allen anderen Vorgängen im Körper sondern funktioniert im System...

                            Kommentar


                            • Re: Typ2-Frischling - Erfahrungen und Fragen


                              Hi Leute.

                              Heute habe ich beim Arzt meinen aktuellen HBA1c- Wert mitgeteilt bekommen.

                              Der liegt derzeit bei 6,1 mmol/l... Ein Wert mit dem ich durchaus leben kann. Nachwievor ohne irgendwelche meds. Nur durch Ernährungsumstellung und gezielter Kohlehydrat-Aufnahme.

                              Projeziert hatte ich zwar einen Wert unter 5,8 mmol/l, aber ich werd mich kaum beschweren, denn im Endeffekt habe ich derzeit ein Leben ohne wirkliche Entbehrungen oder besondere Einschränkungen.

                              Lieben Gruss an Alle, Mike

                              Kommentar


                              • Re: Typ2-Frischling - Erfahrungen und Fragen


                                hast Du super hingekriegt :-)

                                Kommentar


                                • Re: Typ2-Frischling - Erfahrungen und Fragen


                                  gratuliere,
                                  nur bitte die einheiten nicht verwechseln, dein hba1c-wert
                                  von 6,1 ist in % angegeben. als anteit der verzuckerten zu den gesamten rbk.
                                  demnächst soll das ja wieder umgestellt werden da wird dieser wert mit einer unübersichtlichen formel in mmol/mol, umgerechnet,
                                  (wobei ja bei chemisch/physikalisch interessierten bekannt ist, daß sich der mol wert auf ein molekül/molekulargewicht bezieht , während das rbk gar kein molekül sondern eine zelle ist, und kein molekül)-
                                  der witz an der ganzen sache, die bisherige untersuchungsmethode hplc wird beibehalten, wie bisher.
                                  mfg. klaus

                                  Kommentar


                                  • Re: Typ2-Frischling - Erfahrungen und Fragen


                                    Ui. Stimmt. Bei den Einheiten habe ich mich vertan. Natürlich in % und nicht in mmol/l.
                                    Danke für den Hinweis.

                                    Kommentar


                                    • Re: Typ2-Frischling - Erfahrungen und Fragen


                                      hallo mike,
                                      du bist nicht der erste und wirst garantiert nicht der letzte sein,
                                      es ist eher schon normal die ähnlichkeit der zahlen suggeriert fast das verwechseln. manche meinen sogar irrtümlich daß es das gleiche wäre.
                                      das ist mit einer der gründe weshalb ich mit aller konsequenz an den mg/dl festhalte. - denn die begründung mol wäre eine si einheit ist irrelevant, kg und l sind es auch.-
                                      schönes beispiel (wer wird millionär - weshalb heißt es kg und nicht KG, aber kJ , ---> einheiten die nach "menschen" benannt sind werden groß geschrieben,
                                      J=JOULE, Ci=CURIE, OHM, ........
                                      Mol war keiner passt daher nicht.
                                      mfg. klaus

                                      Kommentar


                                      • Re: Typ2-Frischling - Erfahrungen und Fragen


                                        Update:

                                        Vor knapp 3 Wochen habe ich mir einlich einmal eine Waage gekauft, und stellte erschrocken fest, dass mein Startgewicht nicht wie angenommen bei 155kg gelegen haben kann, sondern wesentlich höher gewesen sein muss.

                                        Da ich beim Betreten meiner Arbeitsstelle gewogen werde, weiss ich, dass ich vor ein paar Wochen definitiv 11 Kilo weniger hatte (kam nicht rein, weil zu leicht geworden nach 4 Wochen Urlaub ^^).

                                        Naja. Erstes Wiegen auf der neuen Waage: 167,1kg... Meine Güte. Schwerer Brocken. Seitdem geht´s aber stetig nach unten. Liege aktuell bei 161,4kg und fallend.

                                        BZ-Messungen mache ich inzwischen nur noch zur Kontrolle, und bisher alle Nüchtern-Werte sauber unter 90. Alle 1h oder 2h-Werte unter 120.

                                        Es geht voran, und ich glaube ich habe den Zucker soweit unter Kontrolle. Keine Meds, keine Spritzen.

                                        Und mir geht´s auch besser. Allein das gute Gefühl, dass mein Gewicht stetig sinkt, macht Spass.

                                        Euch allen eine schöne Woche. bis bald

                                        Mike

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