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  • Erwartungen?

    Wir erwarten dass die Ärzte wissen, was das beste bei allen Krankheiten ist, und vor allem das beste für uns mit Diabetes.
    Wieso eigentlich? Obwohl doch niemand bis heute weiß, wie und warum Diabetes entsteht. Es gibt nur Vermutungen.
    Und obwohl doch niemand bis heute weiß, wie man Diabetes am besten behandelt, so dass mit dem geringsten Aufwand die meisten gesunden Lebensjahre genossen werden können.

    Der einfachste Weg zu solchem Behandlungs-Wissen wäre die detaillierte medizinische Beobachtung aller Behandlungen. Denn daran ließe sich dann im Laufe der Jahre immer deutlicher ablesen, was weniger gut und was besser funzt. Das gab es im guten Ansatz bis 1989 in der DDR, und viele heutige Standard-Aussagen zu Behandlungen bauen auf Erfahrungen aus dieser Zeit.
    Und obwohl die meisten von uns die Behandlung auf dieser Grundlage genießen und gern noch bessere genießen würden, halten wir weit überwiegend mehrheitlich so eine umfassende Behandlungsdatensammlung für so falsch, dass wir unsere Daten jedenfalls nicht dafür zur Verfügung stellen wollten.

    Also ist die Medizin auf die Daten angewiesen, die sich eher zufällig ergeben und die sich zum Lebensende hin knubbeln, auf Daten von stationären Behandlungen. Darin spielt der Diabetes aber immer nur eine Nebenrolle und wird in aller Regel auch so nebensächlich behandelt und dokumentiert, so dass nicht wirklich alltagstaugliche Daten erhoben werden. Und in diesem Rahmen sind auch zunehmend die neueren Studien angesiedelt, die gezielt Klinikaufenthalte in anderen Zusammenhängen für Diabetes-Daten nutzen und auswerten und solche Daten - s. ACCORD - auch selbst behandlungsmäßig produzieren.

    Da Hersteller-finanzierte Studien zunehmend als von vornherein verfälscht gelten und neutrale Studienmittel kaum noch verfügbar sind, ist die Erkenntnislage vor allem in allen Bereichen bescheiden, in denen es wie beim Diabetes mellitus auf Langzeit-Beobachtungen im alltäglichen Leben ankommt. Und von daher können unsere Betroffenen-Erwartungen an die Medizin tatsächlich nur maßlos überzogen sein :-(