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Geld im Gesundheitswesen?

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  • Geld im Gesundheitswesen?

    Moinmoin,

    ob Teststreifen oder Analog-Insuline oder Pumpen und vieles mehr, überall laufen wir als Betroffene gegen immer höhere Hürden, wenn wir's neu oder auch nur weiter haben wollen. Und diese Hürden werden noch gewaltig zunehmen. Allerdings wird nach unserem angestammten Sprachgebrauch niemand einem Betroffenen sagen, dass er das nicht mehr bekommt, weil dafür kein Geld vorhanden ist. Sondern es wird immer heißen, dass medizinisch nicht notwendig ist, was nicht verordnet wird. Denn was medizinisch notwendig ist, wird immer verordnet werden. - Für die Feststellung, was jeweils medizinisch notwendig ist, und für seine Verordnung ist der Dok zuständig und sein Budget - UND der Durchschnitt der ähnlichen Fälle. Denn daran wird von Seiten der KVen gemessen, was normal und was zusätzlich begründungsbedürftig ist.

    Natürlich gibt es da immer Spielräume, aber wir dürfen heute getrost davon ausgehen, dass alle engagierten Ärzte ihre Spielräume längst alle deutlich überzogen haben und mehr oder weniger regelmäßig von den KVen zur persönlichen Begründung der jeweils auffälligeren Fälle einbestellt werden. So ein Rapport-Tag ist je nach km-Entfernung und mit Vorbereitung ein halber bis ein ganzer Arbeitstag für den Dok, an dem er nicht nur kein Geld verdient und an dem seine Praxis aber doch welches kostet. An so einem Nicht-Arbeitstag kann der Dok auch den 50-100 Patienten nicht helfen, die ihn sonst in der Sprechstunde in seiner Praxis erreicht hätten. - Welchem Dok wollen wir verdenken, wenn er sich gegen die langwierige Rechtfertigung von Teststreifen als medizinisch notwendig und für die Behandlung der 50-100 Patienten in seiner Sprechstunde entscheidet?

    Klar war das alles früher besser, vor dem Gesundheits-Fonds, und noch früher vor ... . Wer wirklich mal in die guten alten Zeiten zurückblättert, wird finden, dass damals in den Zeiten guten wirtschaftlichen Wachstums der regelmäßige Zuschuss aus Steuermitteln vergleichsweise enorm gewesen ist, mit dem die kranken Kassen zusätzlich zu den Beiträgen ihrer Mitglieder und denen ihrer Arbeitgeber wirtschaften konnten. Und er wird finden, dass z.B. ein diabetischer Fuß nur einen Bruchteil seiner heutigen Kosten verursacht hat - weil er nicht lange Jahre für viel Geld erhalten, sondern einfach sehr bald abgeschnitten wurde. Blind konnte man auch sehr viel schneller und billiger werden, wo heute u.a. erst einmal viele Jahre teures Lasern dazu kommen.
    Also: War es früher wirklich besser?
    Also: pro 1.000 Versicherte gibt es heute einfach mehr und längere und teurere Behandlungszeiten, als noch vor 30 oder 40 Jahren. Aber pro 1.000 Versicherte gibt es weniger zahlende Mitglieder, als noch vor 30 oder 40 Jahren. Und dieser Trend wird sich für die nächsten 20 Jahre mit immer mehr Alten (zähl ich mich dazu) und immer weniger arbeitenden und einzahlenden Jüngeren noch erheblich verstärken.

    Wir müssen also in Zukunft zwangsläufig mit weniger Kassenleistungen im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung rechnen, und zwar nicht nur als Diabetiker. Immer weniger wird medizinisch wirklich nützlich und notwendig definiert werden. Das wird alle Behandlungen treffen. Und wir werden gut daran tun, unseren Behandlungsbedarf mit einer möglichst gesunden BZ-Steuerung so klein wie möglich zu halten. Damit werden wir in jedem Fall besser fahren, als mit dem jährlichen Springen zwischen den Kassen für deren wechselnde Bonüsse (mal spendiert die eine für Raucherentwöhnung und die andere für Abnehmen und dann die andere für Raucherentwöhnung und die eine für Abnehmen).

    Bisdann, Jürgen


  • Re: Geld im Gesundheitswesen?


    in einem anderen Thread hat unser Forendok gefragt, wie denn eingespart werden sollte, wenn etwa weiter BZ-Teststreifen an Betroffene verordnet würden, die nicht spritzen müssen. Ich möchte darauf gerne zurück fragen:

    Wann will die Medizin anfangen, den Betroffenen und uns Versichertengemeinschaft das immense Einspar- und Gesundheits-Potenzial in den hunderttausenden von Fällen zu erschließen, für die hier Hunde-Oma als gute Beispiele dienen können?

    Denn tatsächlich können alle Typ2 bei ausreichend früher Diagnose und passender Anleitung ihren BZ allein mit dem gezielten Einsetzen von Futter und Bewegung und ohne alle Medis im völlig gesunden Rahmen steuern. Am einfachsten freilich aus dem Stadium des Prädiabetes, und damit jede Krankheits-Progression und jede Therapie-Progression für Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte unterbrechen. Wann will die Medizin anfangen, dieses unvorstellbar wirksame und unvorstellbar kostengünstige Potenzial zu erschließen?

    Kommentar


    • Re: Geld im Gesundheitswesen?


      Moin Jüregen, es ist ja alles schön und gut , aber Deine beispiele sind einzeln Fälle , das kannst Du nicht zur regel machen.
      Wie lange hat die oma denn Diabetes ?
      Ich weiß es von mir ,wie ich den Diabetes bekamst hatte keinen
      blauen Dunst und wußte die Zusammenhänge nicht vom Arzt wurde ich ÜBERHAUPT nicht aufgeklärt , leider vergingen viele Jahre . Heute haben die Ärzte überhaupt keine Zeit dem Patienten
      etqwas zu erklären., dann werden gleich medikamente oder Insulin verschrieben. Wie soll das ein berufstätiger voreinander bekommen. Ich weiß noch mein erster Diätplan , den ich bekam
      fragte ich den Arzt, ob ich den vor oder nach dem Essen einnehmen soll. Dann grinste er nur und ging seiner Wege.Ja
      so sah das seinerzeit aus. Ich hatte kleine Kinder und hatte andere probleme.

      Ich will nur damit sagen, so einfach ist das alles nicht.
      Gruß Barb
      .

      Kommentar


      • Die Frage an den Dok: Warum gewinnen...


        Moin Barbara,

        wir wollen hier keine Uhr in Deine oder meine oder sonst eine Vergangenheit zurück drehen, sondern wir gehen vom HEUTE aus, wie es sich werdenden Typ2 HEUTE darstellt.

        Lass uns vorstellen, dass HEUTE ein Mensch vielleicht Anfang 30 seine routinemäßigen Blutergebnisse beim Doktor abholt. Der guckt noch mal drauf und erklärt dann.
        "Eigentlich alles in Ordnung, nur der Blutzucker ist ein bisschen hoch. Das müssen wir weiter beobachten."
        Die Mensch fragt erschrocken nach, weil er in der Verwandtschaft einige Diabetiker hat. Aber der Dok beruhigt ihn: "Deswegen müssen wir ihren Blutzucker ja weiter im Auge behalten. Aber ich kann Sie beruhigen, das ist noch lange kein Diabetes."
        So weit die traurige Wirklichkeit unserer realen Gegenwart, wie sie jeden Tag viele hundert oder gar tausend mal in deutschen Sprechzimmern stattfindet.

        Stattdessen könnte er in meiner Wunschvorstellung auch sagen:
        "Eigentlich alles in Ordnung, nur der Blutzucker ist ein bisschen hoch. Wenn Sie im Rahmen der nächsten 10 Jahre nicht auf Diagnose Diabetes vorrücken wollen, ist HEUTE Zeit, dass Sie diese Herausforderung annehmen und sich drum kümmern. Worum es dabei geht, finden Sie in dieser Info-Box hier besser erläutert, als ich das hier jetzt auf die Schnelle könnte. Ich schlage vor, dass Sie das erst einmal in Ruhe lesen und die ersten Vorschläge darin mit dem beiligenden Messgerät ausprobieren und dass wir vielleicht in einer Woche oder auch in 14 Tagen Ihre ersten Ergebnisse und alle die konkreten Fragen besprechen können, die Sie bis dahin bestimmt haben. Was meinen Sie, wann sollten wir ausführlicher reden, in einer Woche am..., oder in 14 Tagen am....?"

        ALLE werdenden Typ2 können in den 5-10 Jahren, bevor ihr Blutzucker so hoch ansteigt, dass er endlich die Diagnose-Schwellen überschreitet, allein mit passender Futter-Auswahl und ab und zu gezielt unterstützender Bewegung diesen Blutzucker auf den völlig gesunden Rahmen begrenzen. Der Aufwand dafür ist in diesem Stadium noch so gering, dass er sich in JEDEM Alltag so einfach unterbringen lässt, dass Außenstehenden überhaupt nichts auffällt. Natürlich würden nicht alle Betroffenen so ein Angebot an- und wahrnehmen. Aber schon wenn nur 1 von 10 so angesprochenen Prädiabetikern drauf hören und sich danach richten würde, wäre das für ihn und die Versichertengemeinschaft ein Riesengewinn.

        Die Frage an den Dok: Warum gewinnen wir nicht?

        Kommentar



        • Re: Die Frage an den Dok: Warum gewinnen...


          Das ist ein Wunschdenken , das wird man nie erreichen. Vielleicht in Einzelfällen. Den meisten wie bei mir auch , war der
          Diabetes da. Aber ich gebe Dir recht bei uns in der SHG kommen welche bei uns an die um 200 Zucker hat und der Arzt sagt zu denen , das ist weiter schlimm usw.usw. , aber das liegt dann an den Ärzten , denn die patienten sind ungescholten und haben
          meistens keine Ahnung und davon viel.!!
          barbara

          Kommentar


          • Re: Geld im Gesundheitswesen?


            Moin Babsi und Jürgen:-)

            also ich denk mal, dass bei den meisten der Diabetes leider NICHT in einem frühen Stadium diagnostiziert wird, sondern, sie gehen zum Arzt, weil/wenn Beschwerden da sind und dann ist die "Kacke schon mächtig am Dampfen".

            Die Frage, die sich MIR also stellt, wäre diese:
            WIE kann erreicht werden, dass Diabetes möglichst sehr früh erkannt wird? ICH weiß es nicht. Was habt Ihr dazu für Ideen?

            Vielleicht durch eine angebotene Vorsorgeuntersuchung?
            (Gibt es eigentlich noch Schuluntersuchungen?)

            [quote hjt_Jürgen]
            Denn tatsächlich können alle Typ2 bei ausreichend früher Diagnose und passender Anleitung ihren BZ allein mit dem gezielten Einsetzen von Futter und Bewegung und ohne alle Medis im völlig gesunden Rahmen steuern. [/quote]

            DA hab ich persönlich meine Zweifel. 1. wird leider immer noch ab und zu publiziert, dass Diabetes Typ 2 ein Altersdiabetes ist. -Grad wieder aktuell vorige Woche im TV. Ich dacht, ich fall vom Glauben ab.

            WAS genau hieße "passende Anleitung"? Wenn überhaupt Schulungen stattfinden, dann unmittelbar nach der Diagnosstellung, zu einem Zeitpunkt, an dem man noch gar keine Fragen hat, denn die kommen erst.

            Für uns ist das Internet ein Segen. Was machen aber die vielen Menschen, die keinen PC haben?
            Die 10 min im Quartal im Arztzimmer sind zuwenig.
            Also die Frage: Wie betreut man Diabetiker engmaschig nach der Diagnosstellung weiter?

            Kommentar


            • Re: Geld im Gesundheitswesen?


              Es ist auch in anderer HInsicht ein Wunschdenken. Wie du weißt, Barbara, ist es mir wie dir ergangen, allerdings hatte ich den "Vorteil" durch unmittelbares Erleben bei meiner Mutter und Schwester zu sehen, was Diabetes anrichten kann. Ich habe also meinen Lebensstil entsprechend eingerichtet, weil ich damit gerechnet habe, ebenfalls Diabetes zu bekommen - so war es dann ja auch. Messen war damals ja nur beim Arzt möglich.

              Mein Diabetes wurde trotzdem immer schlimmer und schwerer zu handhaben. Es ist sicherlich unabdingbar, daß man seinen Lebens- und Ernährungsstik nach der Krankheit ausrichtet und vielleicht kann man sie etwas verzögern, aber sie wird trotzdem weitergehen und sich verschlechtern.

              Ich bin deswegen der Meinung, man sollte nicht mit allen möglichen Mittelchen und Tablettchen rumdoktorn, sondern auch Typ2 das geben, was ihm fehlt - nämlich Insulin. Ich bin sicher, mir hätte eine frühzeitige Insulingabe sehr geholfen.

              Wirklich etwas unternehmen gegen Typ2 wird man erst können, wenn die Ursachen bekannt sind und das sind sie bis heute leider nicht.

              Kommentar



              • Re: Geld im Gesundheitswesen?


                Moin Tom,

                die sogenannten Diabetes-Präventionsprogramme greifen auch in D zunehmend um sich und werden im April in Dresden einen ersten medialen Höhepunkt (natürlich meilenweit höher, als die tatsächlichen Zahlen) erreichen. Dabei geht es um BMI-zentrische Gruppen-Programme mit mehrmals wöchentlich leichtem Ausdauer-Sport und Ernährungsschulungen auf KH-lastiger DGE-Basis. Studienbelegte mögliche Ergebnisse: Absenkung des HBA1c um knapp 0,5% und Hinauszögern des Vorrückens auf Diagnose Diabetes um 5-7 Jahre, Abnehmen in der Größenordnung von 5-10%.
                Zielgruppe: Dicke PräDiabetiker. Und die werden tatsächlich zunehmend schon deutlich vor Erreichen der Diabetes-Diagnose-Schwellen diagnostiziert!

                Wenigstens der schon beleibtere Teil der gesamten Zielgruppe wird also auch schon bei uns in D zunehmend erreicht und in solche Kurse gesteckt. Allerdings mit immensem Aufwand. So kostet ein Ernährungskurs im einfachen Duchgang pro Teilnehmer wenigstens 150 Euronen. Das reicht für 1mal wöchentlich max 2 Monate, und die Erfahrung zeigt, dass das Befolgen nachlässt, wenn nicht spätestens alle halbe Jahre eine neue(!) Wiederholung erfolgt. Und die Bewegungskurse liegen monatlich auch bei wenigstens 150 Euronen. Und die zusätzliche Bewegung wird von den meisten Teilnehmern nur so lange gebracht, wie diese Kurse konkret laufen. Das sind immense laufende Kosten von über 1.000 Euronen pro Jahr für einen noch nicht diagnosereifen Diabetiker. Das sind mehr als die 1.000 Euronen mehr, die ein diagnostizierter Diabetiker im Durchschnitt mit Standardbehandlung bis zur Entwicklung von Folgekrankheiten pro Jahr mehr als der Versichertendurchschnitt kostet. Das Geld ist tatsächlich nicht da und wird der Versichertengemeinschaft als Hypothek auf einen Nutzen aufgebürdet, den es definitiv nicht bringen kann.

                Weitere Nachteile solcher Präventions-Programme:
                - Vorprogrammierte Enttäuschung, denn da wird nichts vorgebeugt, sondern die Diagnose Diabetes nur um 5-7 Jahre hinausgeschoben. Die waren viel bei Altersdiabetes mit 60 und mehr Jahren, aber sie sind ein Klacks für den durchschnittlichen Prädiabetes-Einstieg heute zwischen 30 und 40.
                - Keine wirksame Unterbrechung der Krankheits-Progression und -Wirkung. Der BZ bleibt weiter prädiabetisch über gesund und bringt weiter die mehr als 10 diabetischen Retinopathien und Neuropathien und... auch unter 100 erfolgreichen Teilnehmern.
                - Keine zeitnahe Möglichkeit der Erfolgskontrolle durch die Teilnehmer selbst. Das Schlüssel-Manko, denn wer nicht schauen kann, was bringt, was er tut, hat kein wirkliches Motiv für sein Tun :-(

                Dagegen meine Behauptung/These mit allerdings schon einiger praktischer Erfahrung:
                Wer schon mit Prädiabetes dazu angeleitet wird, seinen BZ im völlig gesunden Rahmen von max 140-120-100mg/dl 1-2-3 Stunden nach jedem Input zu halten,
                + schafft das mit so geringen Veränderungen in seinem Alltagsmuster, dass die in jeden Alltag passen.
                + unterbricht die Krankheits-Progression mit so völlig gesundem BZ, dass der nicht mehr in mehr als 10 von 100, sondern vielleicht noch in 1 von 1000 Fällen eine Folgekrankheit sponsert.
                + braucht keinen Monat Anleitung und Betreuung.
                + kostet nur so viel, wie er wirklich nutzt (selbst Drucker Frank hat bis heute keine 500 Euronen für Teststreifen ausgegeben, und der hat seinen HBA1c um 4 ganze Prozentpunkte von über 10 auf 6,1 gesenkt!).
                + hat seine Erfolgskontrolle für was er schon geschafft hat und seinen Kompass für seine verlässliche Orientierung für jeden nächsten Schritt mit dem BZ-Messer jederzeit direkt in seiner eigenen Hand.

                Also warum nicht? Jürgen

                Kommentar


                • Re: Geld im Gesundheitswesen?


                  Ich halte diese Programme auch für sinnlos, weil sie eben an der Zielgruppe vorbeigehen. Nicht jeder, der dick ist, ist ein potentieller Diabetiker und viele Diabetiker werden erst aufgrund ihre Diabetes dick.
                  Klar wäre es sinnvoll und eigentlich unerläßlich schon bei Prädiabetes Maßnahmen zu ergreifen, aber nicht wenige Ärzte reden auch heute noch von "ein bißchen Zucker".

                  Kommentar


                  • Re: Geld im Gesundheitswesen?


                    Eine Vorsorgeuntersuchungen wäre praktikabel bei mir ist es seinerzeit durch eine Routineuntersuchung festgestellt worden.
                    bekam dann leider weiter nur sehr spärliche Informationen. Ich weiß nur wenn im Kindergarten eine Diabetiker ist werden die
                    Erzieherinnen geschult und eingewiesen. In den Schulen passiert nichts. Ich hatte mal in einer Oberstufe eine Informationsstunde
                    gegeben , die Schüler waren richtig wißbegierig, so etwas könnte
                    regelmäßig in Schulen stattfinden. Die Frauenärzte könnten auch einiges dazu beitragen um einen Diabetes frühzeitig zu erkennen.
                    Bei meiner Schwiegertochter wurde mal nur eine urinprobe gemacht , das sagt nicht viel aus.

                    Die beispiele von Jürgen mit der Oma sind mir zu einfach und nicht auf jeden übertragbar Das kann muß aber nicht funktionieren.
                    Wie ich schon nmal sagte , jeder Diabetes ist anders keiner ist gleich und jeder mensch ist anders .

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                    • Re: Geld im Gesundheitswesen?


                      Moin Barbara,

                      Hunde-Oma und Drucker Frank zeigen, dass sich auch aus einem schon diagnostizierten Diabetes mit etwas Glück und gezieltem Ausprobieren ohne Medis ein Alltags-Verhaltensmuster für einen gesunden (Oma) bis weitgehend gesunden (Frank) BZ-Verlauf erreichen lässt. Als ich das das letzte mal vor 3 oder so Jahren gemacht hab, bin ich mit 2 Stunden Sport am Tag und ohne alle KHs in 4 Wochen immer zwischen 160 und 200mg/dl hängen geblieben. Zur Not besser als nichts, aber nix für meine max 140-120-100 ;-(

                      Zusammengefasst: Ich kenne einige diagnostizierte Diabetiker, die ihren völlig gesunden BZ ohne Medis schaffen, und viele, die mit dem selben systematischen Ausprobieren ihren gesunden BZ mit sehr viel weniger Medis schaffen, als ihre Ärzte ihnen für eine viel schlechtere Einstellung verschrieben hatten.
                      Ich würde also nie behaupten, dass jeder diagnostizierte Diabetiker seinen gesunden BZ ohne Medis schaffen kann.

                      Aber ich habe noch keinen einzigen PRÄ-Diabetiker erlebt, der nicht mit etwas systematischem Ausprobieren erstaunlich einfach und völlig ohne Medis seinen zuverlässig völlig gesunden BZ hingekriegt hätte - unter einer Voraussetzung:
                      Die betreffende Person muss es wollen und nicht etwa das Vorrücken auf Diagnose Diabetes für ganz normal und praktisch medizinisches Gesetz halten. Und sie muss eine einfach nachvollziehbare Anleitung dazu erhalten und nicht die simple und völlig unzutreffende Ansage, dass sie nur ausreichend abnehmen und sich bewegen muss.

                      Bisdann, Jürgen

                      Kommentar


                      • Re: Geld im Gesundheitswesen?


                        Sorry Jürgen,
                        ein Diabetes schreitet fort, das ist leider so und man muß damit leben. Man sollte sich nicht falschen Hoffnungen hingeben, sondern der Realität ins Auge sehen. Ich rede natürlich von Typ2, bei dem ist ja nicht nur die BSD betroffen.

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                        • wie ist der Weg?


                          Vorsorgeuntersuchungen, liebe Babsi, ab welchem Alter tätest du sagen?
                          ----
                          Jürgen, die Menschen müssen wollen. Soweit so gut. Beleuchten wir mal etwas die Realität....
                          Kaum ein Patient wird bei Beschwerden direkt einen Diabetologen ansteuern, erschwert wird dies auch, falls er sich seiner DM-Diagnose sicher sein sollte, dadurch, dass man da meist nur mit Ü-Schein hinkommt.Man könnt auch direkt, müsst sich dann aber den rest der Ü-Scheine dort abholen.
                          Also: der erste Weg geht zum Hausarzt des Vertrauens.
                          Ich mutmaße jetzt mal, dass der Hausarzt den Patienten NICHT weiterbehandelt, sondern zum Diabetologen überweist, sobald er der Meinung ist, dass Insulinspritzen sinnvoll ist. Oder er vergreift sich garnicht dran und überweist nach Laboruntersuchung.
                          Jetzt kommt erst mal die Angstfrage des Patienten: MUSS ich da Insulin SPRITZEN?
                          Und die Reaktion des Hausarztes wird vermutlich sein: NEIN, wir versuchen es erst Mal mit Tabletten.
                          Tabletten bedeutet: Ich nehme 1-2 mal am Tag eine Tablette und futter weiter wie bisher, die Tablette wirds schon richten, die Blutdrucktablette richtet es auch, da muss ich auch nix tun. Nur regelmäßig die Tabletten nehmen. Dieses procedere haben wir in Berichten ja durchaus oft gelesen.
                          Obwohl Insulin vielleicht besser und flexibler wäre, hantiert der Hausarzt mit Tabletten gegen die -unbegründete Spritzenangst.
                          Vielleicht sagt er noch: essen Sie etwas weniger Zucker und der Patient haut sich Süßstoff in den Tee, im Glauben, auch das reicht. Keine Schulung, kein nix, kein Hintergrund. KH aus Stärkespaltung ist aus dem Kopp entschwunden, lang ist es her.
                          Wie wir gehört haben, könnten vielleicht noch ein Messgerät und vielleicht noch 50 Messtreifen mitgegeben werden, das wird aber in den meisten Fällen NICHT passieren.
                          Damit ist deine schöne Ducker-Frank und Hunde-Omi (bitte nicht als respektlos gegen alle geliebten Omis verstehen) im Ar....
                          Die Theorie bzw. die Einzelbeispiele treffen nicht auf die Realität.

                          Keine Selbstkontrolle möglich und nicht erwünscht. So, nun du?

                          Kommentar


                          • Re: wie ist der Weg?


                            Bei Typ 1 wären Vorsorgeuntersuchungen bestimmt bei den üblichen U- Untersuchungen bis 14 Jahren möglich.
                            Bei Typ 2 würde ich sagen ab 30 Jahren denn da macht sich ein Typ 2 oft schon bemerkbar. Der typische Altersdiabetes gibt es doch in dem Sinne nicht mehr.

                            Kommentar


                            • Re: Geld im Gesundheitswesen?


                              Man müßte zuerst die Mär vom "angefressenen Diabetes" bei Typ2 aus den Köpfen kriegen, sonst wird man niemals solche Vorsorgeuntersuchungen machen. Die Kassen haben kein Geld und Vorsorgeuntersuchungen sind teuer.

                              Ich weiß nicht, ob Vorsorgeuntersuchungen bei Typ1 sinnvoll wären. Ich denke, die Krankheit tritt sehr plötzlich auf und ich hab keine Ahnung ob es schon vorher irgendwelche Hinweise gibt.

                              Kommentar


                              • Re: Geld im Gesundheitswesen?


                                Hallo E.,

                                Zitat:Man müßte zuerst die Mär vom "angefressenen Diabetes" bei Typ2 aus den Köpfen kriegen,Ende.

                                Frage an dich: aus wessen Köpfen? Wenn du an die Köpfe der Konsumenten denkst, die ihre Bildung aus den Inhalten der täglichen Talkshows zusammenstellt, wird das erfolglos sein.
                                --------------
                                Wenn man in den Schulen bei Kindern beizeiten die Nahrungsmittel ordentlich analysiert, sind sie für Monte und Leckermäulchen-Nahrungsmittel garnicht erst empfänglich. Schade, dass die Eltern beim Einkauf nicht auf den enormen Zuckergehalt vieler angeblicher Kinderfitmacher schauen.-((
                                Naja, So gründlich wie jetzt hab ich das vor meiner Diagnosestellung leider auch nicht getan...

                                Im TV war in den letzten Tagen ein schöner Test, der die Realität wiederspiegelt, davon bin ich überzeugt. Eine Familie argumentierte, man könne sich mit wenig Geld nicht gesund und ausgewogen ernähren. Man hatte für 4 Personen nur 90 Euro je Woche nur für Lebensmittel. Dem gegenüber standen 4 Leute aus einer Hotelküche, die 1 Woche mit diesen 90 Euro beweisen sollten, dass es dennoch möglich ist. Und der 90-Euro-Familie mit 2 Kindern gab man 180 Euro je Woche.
                                Das Ergebnis: Die "arme" Familie kaufte für die nun 180 Euro den selben "Dreck" an Fertigprodukten wie mit vorher 90 Euro.
                                Die hatten NUll Ideen und keine Ahnung, etwas zu kochen oder zu improvisieren.
                                Und ich wäre dafür, dass man Hauswirtschaftslehre in den Schulen einführt, falls es das nicht schon gibt. Ich denk, bei den Kindern könnt man beginnen, um etwas nachhaltig zu erreichen.

                                Kommentar


                                • Re: Geld im Gesundheitswesen?


                                  Was nützt es ,wenn Kochkurse ,wird zum teil auch schon angeboten , wenn die Elter oder Mutter zu Hause nicht machen
                                  aus zeitmangel , bequemlichkeit ,dann bringt es nichts .
                                  meine Schwiegertochter kocht richtig und abwechslungsreich.
                                  Die haben 3 Kinder leben zu zum Teil von Hartz 4 und haben in der Woche auch nur Euro 100.- zur verfügung. Sie guckt natürlich viel nach Angeboten Und macht einen Plan für die kommende Woche. Sonst geht es nicht. Dann kauft man zu viel oder falsches.

                                  Kommentar


                                  • Planung und Liste


                                    Da hast du völlig Recht, Babsi, Planung und Liste sind auf jeden Fall wichtig...

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                                    • Re: Geld im Gesundheitswesen?


                                      Ihr schreibt:
                                      Die Betroffenen werden vor dem Diabetes nicht erreicht, weil es keine Vorsorgeuntersuchungen gibt.
                                      ABER längst werden immer mehr Hochrisiko-Patienten (Prädiabetiker) mit HBA1c 5,7-6,4 in Präventions-Kurse gesteckt, in denen sie zu gesundem Essen und regelmäßigem zusätzlichem Sport angeleitet werden und abnehmen sollen.

                                      Ihr schreibt:
                                      Die Kassen werden die Vorsorge nicht bezahlen.
                                      ABER die Kassen bezahlen diese Präventions-Kurse längst, die sich pro Person und Jahr auf mehr als 1.000 Euronen summieren.

                                      Ihr schreibt:
                                      Man kann Diabetes nicht aufhalten.
                                      ABER mit der Teilnahme an den o.g. Präventions-Kursen schieben die TeilnehmerInnen ihre Diabetes Diagnosereife im Durchachnitt um 5-7 Jahre in die Zukunft, und das schon ohne gesunde BZ-Verläufe!

                                      Ihr schreibt:
                                      Die Betroffenen werden nicht mitmachen wollen:
                                      Das trifft auf die Präventions-Kurse zu, die nur so lange funktionieren, wie einer vorn steht und ansagt.
                                      ABER ich weiß von immer mehr PräDiabetikern (und noch relativ frisch diagnostizierten Diabetikern), die ihren BZ schon an die 10 Jahre ohne Medis allein mit planvollem Essen&Bewegen, wie ich das auch vorschlage, im völlig gesunden Rahmen steuern. Diese Leute machen das völlig ohne ärztliche Anleitung und oft genug sogar wie Drucker Frank praktisch gegen den Rat ihrer Ärzte.

                                      UND mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit würden noch sehr viel mehr mitmachen, wenn die Ärzte dazu wenigstens genauso einladen würden, wie zu den Präventions-Kursen.
                                      Vorteile:
                                      + erheblich weniger Kosten als Präventions-Kurse!
                                      + nach der Anleitung wenig bis kein Betreuungs-Aufwand!
                                      + Hinausschieben der Diabetes Diagnosereife um 10 und mehr Jahre!
                                      + weitestgehend im gesunden BZ-Bereich ohne die bei Prädiabetes und in den Präventionskursen übliche weitere Förderung von Folgekrankheiten!
                                      + wenn schließlich doch auf Diagnose Diabetes vorgerückt wird, kein Einstellungs-Aufwand mit Medis, weil die Betroffenen mit der selben Strategie, die sie bis dahin für ihr Auskommen ohne Medis geübt haben, bestens mit den Medis klar kommen.

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                                      • Präventionskurse


                                        Moin Jürgen,

                                        ICH habe ehrlich gesagt noch nie von Präventionskursen gehört. Wo kann man steigende Teinehmerzahlen verbindlich nachlesen?

                                        Und ich sehe den Hausarzt immer noch als erste Anlaufstelle, der dann einen HBA1C von bis 6,5 als "bissel Zucker" plus 2 Tabletten abtut und keinen weiteren Handlungsbedarf sieht.

                                        UND, ich möchte außerdem zu bedenken geben, dass in der heutigen Situation auf dem Arbeitsmarkt unter dem Druck, den die Menschen erfahren, sich Keiner traut, zu einem Kurs zu gehen, der -wie meist- um 14 Uhr oder früher stattfindet.....

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                                        • Re: Geld im Gesundheitswesen?


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                                          Eine gesunde Ernährung ist sicherlich wichtig, aber nur weil Kinder Süßes essen, bekommen sie keinen Diabetes. Das gilt auch für Erwachsene und Zucker ist per se nicht schädlich.
                                          Man sollte sich hüten, solche Behauptungen aufzustellen, sonst passiert es, daß Kinder mit Typ1 zu hören kriegen "Hättest du nicht so viel Süßes gegessen, dann hättest du jetzt keinen Diabetes".

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                                          • Re: Präventionskurse


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                                            ein Stück deutsche Theorie
                                            http://www.diabetesstiftung.de/filea...raevention.pdf
                                            ein Stück deutsche Praxis
                                            http://www.diabetes-praevention.de/
                                            das nächste große Event in der Sache in Deiner Nachbarschft
                                            http://wcpd2010.com/
                                            von D statt von Finnland oder USA soll der nächst große Präventionsstern ausgehen
                                            http://nebel.tumainiserver.de/dp/pdf...letter_2.1.pdf

                                            Bisdann, Jürgen

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                                            • Re: Geld im Gesundheitswesen?


                                              Moin Tom

                                              Du argumentierst hier aus der Falle, gegen die Du eigentlich argumentieren willst. Wenn Du mit E... und mir der Meinung bist, dass Ernährung nicht zum Diabetes führt, dann is egal, nach welchem Maßstab sich jemand gesund ernährt. Das gilt auch für Zucker. Was von Haushaltszucker im Blut an Glukose ankommt, kann auch der beste Biologe oder Chemiker nicht mehr von der Glukose aus den Getreideanteilen eines Bio-Vollkornbrotes unterscheiden.

                                              Kochen ist noch ein Teilbereich von Hauswirtschaft, und die gibt es zumindest noch in Hauptschulen in NRW. Meine Frau gibt in dieser Woche da die letzten Kochstunden ihres Lehrerlebens, und aus ihren Erfahrungen kann ich Dir versichern, dass Kochen als Zubereiten einer warmen Mahlzeit aus den einzelnen Zutaten von 100% Anfang der 70ger Jahre bis heute auf vielleicht noch 30% zurück gegangen ist und eine weiter schrumpfende Zukunft hat. Gekocht wird in der Mehrzahl der Familien, die wir über die Kinder kennengelernt haben, nur noch mehr oder weniger Vorfabriziertes. Dass die Schule einen Einfluss zurück an die Wurzeln ;-) haben könnte, wäre auch dann nicht mehr, als ein frommer Wunsch, wenn das Fach nicht dem zunehmenden Lehrermangel zum Opfer fallen würde.

                                              Bisdann, Jürgen

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                                              • Volkskrankheiten und ihre Ursachen


                                                Ich habe meine Geschichte ja schon ein paarmal bei Onmeda veröffentlicht. Sie ist sicherlich nicht klassisch für den Diabetesverlauf, aber möglicherweise "klassisch" für den Umgang mit Diabetes seit Einführung von Hartz4 und Umbau der Bundesrepublik zu einem "Schnüffel- und Bevormundungsstaat".

                                                Noch ein halbes Jahr vor dem Ausbruch der Krankheit bat ich zuletzt um Hilfe in Form einer Abmagerungskur. Das wurde insges. 3mal abgelehnt. 6 Monate später wurde Diabetes diagnostiziert und ich meldete mich zur Diabetesschulung im KH an.
                                                Aus Personalgründen war die halbe Ärzteschaft nicht anwesend, stattdessen Aushilfsärzte aus Polen. Dieser Doc verschrieb mir umgehend die Maximaldosis Insulin, ich lag bei mind.60 Einheiten pro Mahlzeit. Ich nahm ungewollt nochmals 12 Kg in 10 Wochen zu und ein Ende war nicht absehbar.
                                                Meine Zuckerwerte wurden immer katastrophaler je unzufriedener ich mit der Behandlung war, bis ich Bayetta fand und das Medikament mit meiner Ärztin trotz Widerstands der AOK verordnet wurde, inbes. weil meine Insulinbehandlungskosten wesentlich höher waren als die mit Bayetta zzgl. Teststreifen.
                                                Ich wurde zufriedener und die Werte wurden besser, allerdings kam im Jahr 2009 das "Aus" für die Teststreifen und damit stieg mein Zuckerspiegel wieder an. Es ist also mitnichten Blödsinn, wie immer wieder behauptet, das Diabetetes nichts mit dem "Seelenleben" der Patienten zu tun habe.
                                                Ich habe alle "Testverfahren" durchlaufen, mit Sport, ohne Sport, variables Essen, genormtes Essen, das einzig absolut zuverlässige Kriterium für einen stabilen Zuckerspiegel war eine "gewisse innere Zufriedenheit".
                                                Eins ist mal sicher, KEIN H4-oder Niedriglohnbezieher kann mit der gesetzlichen Regelung zufrieden sein, deswegen finde ich den Anstieg von Diabetes unter Sozialschwachen nicht ungewöhnlich. Mag sein das Übergewicht eine große Rolle spielt, mind. genauso wichtig erachte ich die künstlichen Zusatzstoffe in Lebensmitteln und am Wichtigsten "seelische Stabilität".
                                                Wenn der Staat es also nicht hinbekommt, das die Leute wieder etwas zufriedener werden, was nicht funktioniert, wenn er seine Bürger bespitzelt und bevormundet, dann werden die Diabeteszahlen weiterhin steigen, genauso wie die der seelischen Erkrankungen und das kann einen ganze Gesellschaft ruinieren.

                                                Als anerkannter Phobiker hat mir gerade die Feststellung das ich als "Grundgesicherter" nicht einen Cent zur Grundsicherung dazu verdienen darf, richtig die Beine weggezogen. Ich hatte tagelang die schwersten Panikattacken der letzten 2-3 Jahre, weil ich mein Leben als bedroht ansehe- budgetiertes niedriges "Einkommen", das am persönlichen Bedarf vorbeiberechnet ist, Preisexplosionen im Energie- und Nebenkostensektor nicht mitberechnet sowie knallhartes Inkassomanagement selbst bei Bagatellforderungen. Da gleiten jedem Regelsatzbezieher die Kosten umgehend aus dem Ruder, für Niedriglöhne sehe ich das gleiche Problem- man kann mit 750 Euro Zeitarbeiterlohn sich keine teure Krankenkassenzusatzversicherung leisten oder teure Reklamations- oder Verrbraucherhotlines anrufen , ein statistischer Punkt übrigens im Berliner Verbrauchermonitor 2009

                                                http://www.berlin.de/sen/verbraucher...x.html#monitor

                                                zur Frage warum viele Verbraucherschutzeinrichtungen zwar bekannt seien, aber nicht genutzt werden.
                                                Wenn der Staat sich immer stärker "aus der Verantwortung stehlen will", was in mir den Eindruck erweckt, dann muß er aber auch seine "Kettenhunde aus den Verwaltungen" abziehen und Eigeninitiative fördern statt diese zu bestrafen und zu sanktionieren, wie mich jetzt wo ich trotz bezahltem Praktikumsangebots diesen Job nicht antreten kann, weil ich mir wirtschaftlich anderenfalls schade.

                                                Ciao
                                                Wolfgang

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                                                • Kinder und Süßkram


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                                                  es geht nicht darum, dass Kinder nix Süßes essen dürfen, es ist nur so sehr erschreckend, dass gerade in den z.B. Milchprodukten, die speziell für Kinder beworben werden, so massiv Zucker enthalten ist. Und das ist auf die Dauer glaub ich nicht gut.

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