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Zuckermessstäbchen

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  • Zuckermessstäbchen

    Hallo,
    seit kurzem werden laut meiner Diabatologin Zuckermessstäbchen von der Kasse nicht mehr bezahlt? Ausnahme wer sprizen muss. Bisher habe ich pro Quartal 50 Stück zur Kontrolle bekommen. Ist das generell so oder gibt es noch Kassen die weiter hin bezahlen.
    Gruß Martin


  • Re: Zuckermessstäbchen


    Hi

    Ich habe mich heute mit meiner Ärztin (genauer gesagt mit ihrer Stellvertreterin) überworfen, weil auch sie mir keine Teststreifen mehr verschreiben will.
    Das werde ich mir als Bezieher von H4 der sich die Dinger nicht leisten kann nicht gefallen lassen.
    Zur Zeit mache ich eine Ernährungsberatung bei der AOK, weil ich eine Magenband-OP haben will. Die Ernährungsberaterin für "Diabetes ohne Insulin" redet ständig davon wie wichtig es sei das man den Zucker im Auge behält schon wg. der Folgeschäden, gleichzeitig verweigert diese Kasse Teststreifen, irgendwie schizophren.
    Ein guter Freund gab mir den Tip, wenn Teststreifen von der Kasse verweigert würden, soll man bei jedem "Über-oder Unterzuckerungsverdacht" in die Rettungsstelle seines Krankenhauses gehen, die müßten helfen. ;-)

    Wenn sie das nicht anders wollen, werd ich das wohl so machen, denn mich kotzt diese "Funktionäritis" immer mehr an.

    Was für bescheuerte Begründungen man da hört weswegen man keine Teststreifen brauche, zeigt wie stark der Einfluß der Kassen und des G-BA:

    http://www.g-ba.de/

    ist. Meine Ärztin meinte auf meinen Hinweis das ich mit Glimepirid unterzuckern könnte: "Sie kennen ja die Symptome dafür und können gegensteuern." Meine Antwort: "Die kennt der Insulindiabetiker der zumeist einen sehr starren Ernährungsplan hat erst recht".

    Wenn man mal die Medien in den letzten Wochen und Monaten "abklapperte" läßt sich immer deutlicher erkennen, das das Kassenkonzept" Helfen erst wenn´s notwendigwird" der völlig falsche weil extrem teure Weg ist. Das Motto "Vorbeugen statt heilen" wäre die bessere Alternative, soweit denken diese blöden Kassenfunktionäre aber nicht, weil sie das Problem nicht selbst betrifft.

    Ciao
    Wolfgang

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    • Re: Zuckermessstäbchen


      hallo wolfgang,
      du vertauschst ständig die verantwortlichen, und das ist nicht gut , und führt zu irritationen.
      die kk sind vom gba abhängig, der erläßt die richtlinien, das sawicki institut ist nur auf momentaes sparen bedacht(daran mißt es sich), daß die kk das sawicki institut finanzieren müssen ist ein beschluß der schlimmen ulla, - sorry aber sie ist gewählt worden.(leider)
      also wenn der gba beschließt daß die kassen keine streifen bezahlen dürfen, dann ist das von den kk nicht zu umgehen, denn die haben ja gar kein eigenes geld mehr, alles geld ist im "großen topf"
      und pro patient werden dort geringe summen rausgerückt.
      daher kannst du mit klagen absolut nichts erreichen. -nach der devise wo nichts ist hat der kaiser sein recht veloren. (sozialismus pur)
      auch der tip it dem ins kh rennen ist recht zweifelhaft, als ich mit einem "echten" problem vor einigen jahren mal dort war, habe ich "sechs" ! stunden in der na gewartet bis ich dran war.
      - und streifen hatten die auch nicht - die erste frage war haben sie welche mitgebracht.?
      daher solltet ihr wirklich zb jürgens vorschlag mit den visuellen streifen die man teilen kann mal probieren, wer ein gerät benutzen will bekommt 50 streifen ab 20 € . einige behaupten sogar 100 für 20€, es gibt da einige neue anbieter die etwas vom kuchen haben wollen.
      mfg. klaus

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      • Re: Zuckermessstäbchen


        Hier http://www.blutzuckersensor.de/ gibt es die Teststreifen zu 50 Stück für 9,99 € und damit zum halben bis drittel Preis der normalen Streifen - ein echter Preisbrecher.

        Am Anfang gab es das Messgerät kostenlos dazu, aber das scheint vorbei zu sein und es muss nun für 3,90 € gekauft werden. Ich habe das Gerät ausprobiert und kann weder über die Handhabung noch über die Messgenauigkeit etwas negative sagen. Wer seine Teststreifen selber kaufen muss oder kaufen will, für den stellt das Gerät eine echte Alternative dar.

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        • Re: Zuckermessstäbchen


          Könntest du den Arzt wechseln?

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          • Viktoza und Glimeprid


            Hi Wolfgang,

            also ich MUSS, wenn ich am Tag messe jetzt, vor allem wegen Glimepirid messen. Dabei ist die Argumentation der Ärztin, man könne gegensteuern mit Essen ja Blödsinn, das ist ja so nicht gedacht, denn du misst ja, um zu entscheiden, OB du/ich z.B. abends ÜBERHAUPT Glimeprid nimmst, wenn du z.B. völlig KH-frei isst. Und das geht nur über Messen.

            Und es steht sogar im Beipackzettel von Viktoza drin, wenn ich mich recht erinnere, dass man grade auf die Glimepiriddosierung achten soll und auch vielleicht neu überdenken.

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            • Re: Zuckermessstäbchen


              Ich kenne es so, wer Tabletten nimmt bekommt 50 St. pro Quartal. Und so ist es auch nach der Wahl so geblieben. Frag mal bei deiner Kase nach!
              Heiko

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              • Endgültige Entscheidung und klare Kampfansage


                Hi

                Ich hatte gestern ein klärendes Gespräch mit meiner Ärztin und diese ließ mich wissen, das es dauerhaft keine Teststreifen für Nichtinsuliner mehr gäbe. Sie müsse diese selbst bezahlen, wenn sie mir weiterhin welche verschreiben würde. Der Grund den sie mir nannte war, das die Kassen versuchen werden die Kosten für Volkskrankheiten auf das Volk abzuwälzen. Offiziell wird völlig absurd argumentiert, das man durch das Testen seine Werte nichts verändern könne und man wissen müsse wie der Organismus bei Nahrungsaufnahme bestimmter Produkte reagiere und durch die quartalsmäßige Blutwertemessung ausreichend abgesichert sei. De facto bedeutet dies das der nichtspritzende Diabetiker gezwungen wird, streng nach einem Ernährungsplan zu leben, nix mehr individuelle Freiheit.
                Im Gegenzug argumentierte die AOK-Ernährungsberatung das es wichtig sei seine Zuckerwerte im Auge zu behalten.

                Ich werde mir die Ablehnungsbegründung schriftlich geben lassen und gegen diese Funktionärsentscheidung die ausschließlich aus Kostengründen besteht (pers. Meinunng meiner Ärztin) juristisch vorgehen.

                Unser Land wird immer mehr zu einer zweiten DDR.

                Ciao
                Wolfgang

                P.S. Nicht zum Thema Diabetes aber zur Krankenkassenkostenlogik. Ein Bekannter von mir hat chronische Wirbelsäulenprobleme welche sich durch Massage schmerzfrei therapieren lassen. Trotzdem zahlen die Kassen nur 8 Behandlungen pro Quartal und überbrücken die "Restzeit" mit Schmerzmitteln (Ibuprofen 800). Für eine Behandlung zahlt die Kasse 2,50 Euro. Der Behandlungsstuhl kostet ca. 14.000 Euro und war wg. dieser lächerlichen Armortisierungskosten lange Zeit defekt. Die Praxis (gehört zur Top 100 der Focus-Ärzteliste) wollte das Gerät sogar verschenken weil sich die Reparatur nicht lohnen würde.
                Dauerhafte Einnahme von Ibuprofen verursacht erhebliche Nebenwirkungen beim Blutbild. Trotzdem wird die Tablette der nebenwirkungsfreien Massagebehandlung vorgezogen.

                Auch die Nebenwirkungen der von den jeweiligen Kassen unterschiedlich verordneten Medikamente werden billigend in Kauf genommen. Es ist keineswegs so, das Alternativmedikamente identisch mit dem Markenprodukt sind, dies trifft lediglich auf den Hauptwirkungsstoff zu.
                So verkommt Gesundheitsfürsorge immer mehr zur Produktpanscherei und Lobbyistenschieberei ähnlich wie bei der Lebensmittelindustrie!
                Dem "einfachen Arbeiter" nur noch das Allernötigste den Reichen und Funktionären ihr "Paradies auf Erden".

                Kommentar


                • Re: Endgültige Entscheidung und klare Kampfansage


                  Ich kann dich und auch alle andere allzugut verstehen. Ich kann und möchte nur jedem raten sich nicht zur Wehr zu setzen! Das Gegenwehr erfolg hat, durfte ich in meiner Familie erleben! Hierbei ging es nicht um Arzneimittel oder dergleichen, sondern um eine spezielle Privatklinik, welche sich gezielt auf einen seltenen Kopfschmerz "eingeschossen" hat. Die Kasse wollte alle Unterlagen prüfen(holte sich aber keine von den Ärzten ein!?), und entschied dann so nebenher mit "Antrag auf Kostenübernahme abgelehnt!" . Ich habe darauf hin mit der Kasse telefoniert, und nach den Ursachen für eine Ablehnung gefragt. Eine klare Aussage wr hierbei nicht zu finden, immer nur das selbe Gefasel von irgendwelchen Veträgen, medizinischer Dienst usw. . Ich habe am Telefon nur nochmals darauf hingewiesen das es hier nicht um Geld geht, sondern um die Gesundheit eines Menschen und dessen Lebensqualität. Am Ende habe ich denen nur noch klar gemacht das es so nicht geht, und ich/wir uns das nicht gefallen lassen!
                  "Nicht gefallen" bedeutete in diesem Fall: Ein Schreiben an alle Gesundheitsinstitutionen der BRD, sowie eine Abschrift an den Kassenvorstand(der soll ja auch mitbekommen das nicht alle Mitglieder Schafe sind!). Und was kann ich sagen - innerhalb von 2 Tagen meldete sich die Kasse mit einer erneuten Prüfung und einen Tag später kam die Kostenzusage durch die Kasse!

                  Ob ein juristischer Gang mehr Erfolg bietet weiß ich nicht, doch günstiger ist er sicher nicht.
                  Das Kassen nicht unbedingt mit einer Logik arbeiten, kann ich als Informatiker klar erkennen. Für Kassen steht immer nur der Faktor Kosten im Vordergrund. Sicher ist dies notwendig, doch man sollte immer auch auf das Gleichgewicht von Patient und Kosten schauen! Eine echte Fürsorge habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Wenn ich da an meine Kur denke wird mir noch schlecht .... , nur das man sagen konnte "er war auf Kur". Nun ich denke das dieses Thema den ganzen Rahmen hier sprengen würde. An vielen Punkten stimme ich dir schon zu, gerade an jenen die mit der Produktpanscherei zu tun haben.

                  Heiko

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                  • Herr Dr. Keuthage können Sie Aufklären?


                    Da meine Kasse, die Siemens BK, die Zuckermessstreifen seit Anfang des Jahres nicht mehr übernehmen, habe ich mal an die TK geschrieben und einen Kassenwechsel in Aussicht gestellt für den Fall dass sie die Teststreifen bezahlen und habe folgende Antwort bekommen:

                    "vielen Dank für Ihre Anfrage. Gern hätte ich Sie telefonisch erreicht, um Sie persönlich zu beraten."

                    "Blutzuckerteststreifen gehören zu den Arzneimitteln. Hält der Arzt die Blutzuckerselbstmessung im häuslichen Bereich für medizinisch notwendig, stellt er den individuellen Bedarf fest und nimmt eine Verordnung von Teststreifen auf einem Kassenrezept vor. Eine vorherige Genehmigung durch die TK ist dabei nicht erforderlich."

                    "Sie reichen das Rezept dann einfach in der Apotheke ein, die Kosten übernehmen wir."

                    "Falls Sie Fragen haben, rufen Sie mich einfach an."

                    Mit freundlichem Gruß
                    Techniker Krankenkasse

                    Das ist doch alles irgendwie nicht normal was da läuft. Ist es jetzt grundsätzlich so dass die Kassen nicht mehr bezahlen dürfen oder nicht!? Ist es wie gesagt die Kassenärztliche Vereinigung die da einen Riegel vor gemacht hat oder nicht? Ist ist bei allen das Gleiche, nur wer spritzt bekommt die Messstäbchen.

                    Vielleicht können Sie Herr Dr. Keuthage dazu mal grundsätzlich aufklären? Ist es tatsächlich dem Arzt überlassen? Die Ärzte sind sich da ja offensichtlich einig. Irgendwer muss das doch los getreten haben!

                    Gruß Martin

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                    • Re: Herr Dr. Keuthage können Sie Aufklären?


                      hallo,
                      1.deine frage ist eine rechtsfrage, dr. keuthage ist aber mediziner.
                      2. bitte erkundige dich doch an der entscheidenden stelle,
                      und die ist leider der sogenannte "gesundheitsfond", ob die kasse für nicht sppritzende t2 diabetiker, für teststäbchen, geld dort bekommt. wenn nicht, bekommst du von der kasse auf kosten aller welche bezahlt, die dann durch zusätzliche zahlungen aller, wieder reingeholt werden.
                      die situation zz ist so idiotisch,-extra anderes beispiel-
                      wenn ich gestern beim augenarzt war(überweisung etc)
                      nur zur kontrolle, und innerhalb dieses vierteljahres mit einem splitter im auge nochmal hingehe, behandelt mich der arzt, und bekommt für seine arbeit nicht einen cent.
                      ärzte bekommen pro patienten pauschalsätze,
                      haben ein enges budget, und müssen wenn sie es überschreiten, oder wie hier gegen irgendwelche vorgaben handeln, schriftliche berichte abgeben, auch dafür werden sie nicht bezahlt, und das alles incl. des ohnehin überbordenden papierkriegs, geht von der wertvollen zeit die für patienten nötig ist unbezahlt verloren.
                      oder hat noch niemand bemerkt daß die artztdichte rigoros abnimmt ?
                      -----
                      eins das entscheidend ist hast du nicht gemacht, oder hast du deiner jetzigen siemensbk die gleiche frage wie der tk gestellt ? - ich wette du bekommst dort die gleiche antwort.
                      mfg. klaus

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                      • Re: Herr Dr. Keuthage können Sie Aufklären?


                        ..das Verhalten der TK (aber sicher auch anderer KK) in dieser Sache ist sehr ärgerlich...Prof. Sawicki vom IQWIG hat einen Nutzen von BZSK bei Nicht-Insulinpflicht verneint, danach müssen wir uns Ärzte richten...Beschwerden also an deren Adresse..und die KK sollten man fragen, warum sie nicht die Teststreifen selbst abgeben (wir Ärzte werden auch so ständig in unseren Entscheidungen von den KK hinterfragt, dann sollen die auch darüber entscheiden, wer wieviele Testreifen bekommt)

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                        • Sawicki und sein IQWIG


                          [quote Dr. Keuthage]..das Verhalten der TK (aber sicher auch anderer KK) in dieser Sache ist sehr ärgerlich...Prof. Sawicki vom IQWIG hat einen Nutzen von BZSK bei Nicht-Insulinpflicht verneint, danach müssen wir uns Ärzte richten...Beschwerden also an deren Adresse..und die KK sollten man fragen, warum sie nicht die Teststreifen selbst abgeben (wir Ärzte werden auch so ständig in unseren Entscheidungen von den KK hinterfragt, dann sollen die auch darüber entscheiden, wer wieviele Testreifen bekommt)[/quote]

                          .. also ich hoffe, dass Herr Sawicki -wie geplant - im August 2010 -woanders hingeht und dann dort die Leute ärgern kann... nach Timbuktu *g* sorry. Ich las den Artikel, während ich im Arztwartezimmer saß. Wenn DAS wirklich durchgesetzt wird, ist das ein Schritt ins Mittelalter zurück, denn dann messen Patienten garnicht mehr und haben als Orientierung nur noch den Laborwert 1 x im Quartal und die ganzen Bemühungen, Diabetiker so zu orientieren, dass sie selbsständig und eigenverantwortlich mit ihren BZ-Managment umgehen.

                          Kommentar


                          • Re: Zuckermessstäbchen(Arbeit der Kassenlobby


                            Es gibt bei den Kassen dank IQWiK die ich für unabhängig hielt eine scheinheilige Doppelmoral.
                            So habe ich vor kurzem an einer AOK-Ernährungsberatung für Typ2 Diabetiker teilgenommen und dort wurde immer wieder gesagt wie wichtig eine vernünftige Zuckerkontrolle ist. Angesprochen auf die neue Verordnung Teststreifen zur Privatsache der Diabetiker zu machen wurde dies zwar als bedenklich geäußert aber es sei nun mal Gesetzeslage geworden, wie noch einiges anderes mehr.
                            IQWiK hat sich inzw.,was ich durch deren ständigen Newsletterbezug bemerke auf Diabetes eingeschossen und der Ruf von IQWiK beginnt erst jetzt zu wanken:

                            http://www.wdr.de/phorum/live/active...p?83,141585005

                            Wer aber den Monitorbericht am 7.1.10 gesehen hat, erkennt woran das liegt, Kassenfunktionäre und "Mietmäuler" nicht mehr die Ärzteschaft bestimmen die Geschicke von Patienten. Diabetes ist denen einfach zu teuer geworden. Deswegen wird Statistik zurechtgebogen, abgekupfert von der Pharmalobby.

                            Richtig krass ein Marktcheckbericht beim SWR am 3.12.09 wo der Arzt und Lehrstuhlinhaber der Uni Witten/Herdecke Stefan Wilm:

                            http://idw-online.de/pages/de/news229756

                            behauptete das nur bei 3,00 Promille der Diabetespatienten Folgeschäden wie Amputation auftreten würden-merkwürdig das man in England gerade einen Anstieg um 25% festgestellt hat.

                            http://www.swr.de/marktcheck/-/id=10...3sm/index.html


                            Ciao
                            Wolfgang

                            Kommentar


                            • Re: Herr Dr. Keuthage können Sie Aufklären?


                              [quote Dr. Keuthage]..das Verhalten der TK (aber sicher auch anderer KK) in dieser Sache ist sehr ärgerlich...Prof. Sawicki vom IQWIG hat einen Nutzen von BZSK bei Nicht-Insulinpflicht verneint, ...[/quote]
                              Vorsicht mit den Formulierungen! Dr. Sawicki ist es auch. Er sagt nicht, dass SMBG ohne Insulin nichts nützt. Er sagt lediglich, dass ein Nutzen nicht ausreichend mit Studien, die er anerkennen kann, nachgewiesen und belegt ist.

                              Wobei ich ihn schon gerne fragen würde, wie Beispiele wie die eines Druckers Frank oder auch der Hunde-Oma in eine doppelt blinde Studie verpackt werden könnten.

                              Wahrscheinlich würde er mir dann aber wieder erzählen, dass für Typ2 HBA1c 7-8 völlig ausreichend sei und dass sich die beiden Beispiele (und beliebig viele ähnliche) vor dem Hintergrund praktisch von selbst erledigten :-(

                              Kommentar


                              • Re: Herr Dr. Keuthage können Sie Aufklären?


                                ..das ist richtig..

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                                • Re: Herr Dr. Keuthage können Sie Aufklären?


                                  Hi

                                  Ich heiße zwar nicht Dr.Keuthage aber "schuld" an dieser Regelung ist mit ziemlicher Sicherheit auch IQWiK die sich auf Diabetes eingeschossen haben. Stawicki will es der Pharmalobby jetzt mal richtig zeigen, er hatte sich auch gegenüber Byetta sehr skeptisch geäußert. Inzw. nutzt IQWiK die gleichen Marketinginstrumente wie die Pharmalobby. Das geht auf Kosten von uns Patienten, die da zwischen die Mühlen geraten. Ärzte werden "zusammengeschissen" wenn sie sich nicht an die Regelungen halten, soll heißen sie müssen die Verordnungen dann aus eigener Tasche bezahlen. Das leisten sich verständlicherweise nur sehr wenige und nur sehr begrenzt. Meine Ärztin war dieser Typ aber inzw. geht es über ihre finanz. Verhältnisse.
                                  Das glaube ich ihr, sie hat mir und einem ehemals drogenabhängigen Kumpel von mir aus eigener Tasche geholfen.

                                  Ciao
                                  Wolfgang

                                  Kommentar


                                  • Re: Herr Dr. Keuthage können Sie Aufklären?


                                    Moin Wolfgang,

                                    nicht Schuld, sondern Aufgabe. Hintergrund: die finanziellen Mittel pro Behandlung schrumpfen, s. Geld im Gesundheitswesen. Es kann praktisch nur noch immer weniger Behandlung & Versorgung bezahlt werden. Das würde von der breiten Öffentlichkeit normal sehr negativ bewertet und der jeweils gerade amtierenden Regierung fürchterlich mies angelastet.

                                    Das IQWiG hat nun keine geringere Aufgabe, als medienwirksam wissenschaftlich fundiert zu belegen, dass medizinisch überhaupt nicht notwendig und reine Verschwendung war, was nun gestrichen wird. Also Streichen als eigentlich längst überfälliger administrativer Fortschritt! Und wie Du in den Diskussionen z.B. auf Spiegel-Artikel zu IQWiG-Entscheidungen und TV-Sendungen wie Fakt ablesen kannst, macht das Institut seine Sache super gut. So weiß heute jeder, der Analog-Insulin sagen kann, dass die Typ2er das nur weiter haben wollten, weil sie sich weiter unkontrolliert ihre dicken Wampen voll schlagen wollten. Dass auch Typ1 gut drauf verzichten können, ist da nur die logische und für die allgemeine Öffentlichkeit nicht mehr wirklich diskussionsbedürftige Konsequenz.

                                    Dass das Institut besonders uns mit Diabetes im Visier hätte, kann wenigsten zum Teil auf unserer besonderen Empfindlichkeit als Betroffene beruhen, aber sicher auch auf dem Umstand, dass die Kosten wahrscheinlich in keinem anderen Bereich so irrsinnig zu explodieren drohen, wie bei uns Diabetikern. Nicht nur, weil die Neuerkrankungen weiter rasant zunehmen, sondern weil sich die Durchschnittskosten pro Jahr von etwa 4 Mio längst diagnostizierten Betroffenen in diesen Jahren verfünffachen werden. Denn während ein Diabetiker ohne Folgekrankheiten im Durchschnitt 1.000 Euronen pro Jahr mehr kostet, als der Versicherungsdurchschnitt, stehen da im Durchschnitt 5.000 Euronen pro Jahr mit Folgekrankheiten zu Buche. Und die Masse der in den 90ger Jahren Diagnostizierten steht nun mit dem Fortschreiten der Krankheit und ihrer Auswirkungen zum Fortschreiten von ohne zu mit Folgekrankheiten gewissermaßen turnusmäßig an.

                                    Und wie öffentlichkeitswirksam (die faulen & verfressenen Diabetiker sind selbst schuld!) das Institut bis dahin vorgearbeitet hat, wird sich bald an den veröffentlichten Reaktionen auf die zunehmende Anzahl von Amputationen und Erblindungen ablesen lassen. Denn weniger Geld für diabetische Füße bedeutet halt, dass die weniger lange erhalten werden können und eher abgeschnitten werden müssen. Und weniger Geld für diabetische Retinopathie bedeutet, dass da weniger Überwucherungen gelasert und Netzhaut und Makula in kürzerer Zeit ungestört überwuchert werden können. Und weniger ... . - Je selbstverständlicher die Medienöffentlichkeit diese Entwicklung nehmen und kommentieren wird, desto besser war die Arbeit des IQWiG.

                                    Bisdann, Jürgen

                                    Kommentar


                                    • Die rosarote Brille benutzen


                                      Man sollte das Ganze "vor der großen Dunkelheit" einfach noch mal mal durch die rosarote Brille betrachten. Wer erst mal blind ist, braucht sich das ganze Elend in der Welt (Globalisierung, Sozialabbau,Ressourcenvernichtung, Klimakollaps,Afghanistan und Irak,etc.) nicht mehr ansehen, die Ohren klingen einem sowieso schon lange ob des falschen Spiels;-)

                                      ...und zum Weglaufen war es eh schon zu spät.

                                      Ciao
                                      Wolfgang

                                      Kommentar


                                      • Re: Zuckermessstäbchen


                                        man darf nicht vergessen, daß die krankenkassen das Institut
                                        mitfinanzieren in sofer auch Interesse haben wenn weiter gkürzt wird.

                                        Kommentar


                                        • Re: Zuckermessstäbchen


                                          Moin Barbara,

                                          das ist keine wirtschachftlich gewollte, sondern eine staatlich verordnete Beteiligung. Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen gar keinen Gewinn erwirtschaften, sondern haben lediglich die Gelder der Versicherten nach den gesetzlichen Vorgaben zu verwalten.
                                          Sie müssen das nur immer kostendeckender tun, weil sie immer weniger zusätzliche Steuermittel hinzu bekommen.

                                          Bisdann, Jürgen

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                                          • Re: Zuckermessstäbchen


                                            hallo barbara, bitte die ganzen tatsachen dazu schreiben,
                                            die kk sind gezwungen worden dieses ominöse institut zu finanzieren, das heißt wir alle bezahlen den absurden sawicki , der ja vorher schon in arzeneitelegramm gerne falschmeldungen verbreitet und panik geschürt hat.
                                            "der" das geleiche wie jetzt mit den diabetologen/diabetikern vorher schon mal mt den onkologen - versucht - hat, nur daß ihm die onkologen klipp und klar erklärt haben . "daß er völlig inkompetent ist absolut keine ahnung hat , und sich daher da raushalten soll ---> ergebnis der feine herr hat den schwanz eingezogen, und sein zeug begraben.
                                            ---- "und" --- auf die gleiche reaktion der diabetologen/ und diabetiker warte ich vergebens bisher.
                                            da wird mit "vorsichtig" formulierten worten zb vom herrn danne nur für die kinder gesprochen, was soll das, sind erwachsene nichts wert?
                                            was der "ddb" dazu sagt ist praktisch inhaltloses und ahnungsloses gefasel.
                                            ----
                                            wehalb sagt denn von den "kompetenten" leuten niemand mal, daß man auf studien die aus anderen ländern mit völlig anderer versorgung, und die zudem noch total veraltet sind absolut nicht auf die heutige zeit und deutsche verhältnisse schließen kann.
                                            beispiel, die völlig veraltete ukpds studie.
                                            anders beisp, gerade vor zwei tagen - über autofehrende t1 , die angeblich oft hypos am steuer haben bla bla bla.
                                            ganz untern steht - eine studie aus england !! -
                                            wir wissen doch garnicht wie die engländer mit bz.streifen versorgt werden, wie dort die ict gehandhabt wird,
                                            "was" bitte ist dann für uns daran interessant?
                                            mfg. klaus
                                            ps. auf diabetes deutschland nachzulesen

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                                            • Re: Zuckermessstäbchen


                                              hallo Klaus, entschuldige, das war mir nicht bekannt, daß die kassen dazu gezwungen wurden. Ich war der Ansicht ,daß die kassen selber daran interessiert waren oder sind einzusparen , wo es nur geht. Herr Sawicki ist kein Onkologe aber so viel ich weiß
                                              Diabetologe , so daß er da " etwas kenntnisse " haben sollte !
                                              Ich habe unter aktuelle Nachrichten gelesen , daß 60% der Ärzte
                                              und ein Teil der Politiker u.a. lauterbach daran interessiert sind
                                              daß Sawicki im August wiedergewählt wird oder dran bleibt.
                                              Ja, vom DDB weiß ich auch nicht , was man davon halten soll.
                                              Der neue Chef hat sich da auch reingedrängelt und kommt sich sehr wichtig vor.
                                              Das weiß ich ,daß in anderen Ländern viel mehr gemacht wird
                                              zumindest für die Diabetiker. Ich habe Freunde in GB sie sind keine Diabetiker, aber vielleicht kann mal etwas erfahren.
                                              Gruß Barbara

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                                              • Re: Zuckermessstäbchen


                                                ja das ist ja das problem, der lauterbach war doch das ziehkind der schlmmen ulla, und hat durch sein dummes gelaber gut mit in der sch... gerührt.
                                                das war und ist der spinner der die ärzte "zentralisieren" will,
                                                das heißt dann daß man alle 3 monate ins zentrum "reist", und von "irgendeinem" dort arbeitendem arzt behandelt wird.
                                                ich habe aber lieber einen arzt in der nähe, muß ja nicht direkt nebenan sein, aber bitte "erreichbar" innerhalb vernünftiger zeit.
                                                was wirklich mal interessant wäre ---> bezahlt die kk in gb ausreichende mengen von bz-streifen.
                                                denn ich weiß aus usa da gibt es für arme die keine kv haben, extra kurse zum schätzen des bz, statt streifen.
                                                daher scheint es mir zz bei uns "noch" recht gut zu sein.
                                                mfg. klaus

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                                                • Re: Zuckermessstäbchen


                                                  Moin Barbara,

                                                  D ist wohl noch ein Schlaraffenland für Diabetiker. Bekannte von mir, Typ1 in GB, bekommen seit Jahren 2 Teststeifen pro Tag zugestanden. Das scheint da wohl Standard zu sein. Was wir ICT nennen, heißt da basal-bolus und wird nach Schema gespritzt und nach Plan gegessen. Was wir unter ICT verstehen, das Anpassen der Spritzmenge an die Futtermenge und ggf. eine Korrektur, ist dort selten (weil es Anleitung und Teststreifen kostet) und heißt DAFNE=dose adjustment for normal eating.

                                                  Ohne Insulin gibt es keine Teststreifen und auch nur grobe HBA1c-Vorgaben im US-amerikanischen Rahmen. D.h. Tabletter bis HBA1c um 10 und dann vielleicht zusätzlich Basal-Insulin zur Nacht.

                                                  Noch einmal zum IQWiG:
                                                  Das Institut ist mit der vollen Absicht ins Leben gerufen worden, die Kosten pro Behandlung gewaltig zu senken. Dabei ging es noch nie um die 1.Sache im Namen, sondern immer nur darum, unter diesem Namensdeckmantel Kassenleistungen zu verringern.

                                                  Das ist zugegeben Verarsche. Aber wenn sich zur Zeit der Gründung dieses Institutes der damalige Gesundheitsminister vorn hingestellt und vorgerechnet hätte, wie viel weniger schon heute für eine Diabetes-Behandlung ausgegeben werden kann, hätte es einen gewaltigen Aufschrei und vielleicht so etwas wie Revolution gegeben. Ebenso, wenn er stattdessen die Beitragserhöhung angesagt hätte, die zum Erhalt der Leistungen im alten Umfang notwendig gewesen wäre.

                                                  Also hat man das Institut gemacht, das seitdem in schöner Regelmäßigkeit medienwirksam nachweist, dass Leistungen nicht einfach gestrichen werden, sondern dass einfach nicht notwendig und von daher völlig überflüssig ist, was gestrichen werden soll. Und die Mehrheit, auch die der Betroffenen, applaudiert wenigstens immer dann, wenn sie von einer Maßnahme nicht direkt persönlich betroffen ist. - Das Volk, wer immer das ist, will offenbar verarscht werden.

                                                  Bisdann, Jürgen

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