• Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Mein Mann ignoriert einfach alles

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Mein Mann ignoriert einfach alles

    Liebe Forum gemeinde,
    ich habe ein Problem. Mein Mann ist 35 Jahre alt und hat seit 1997 Diabetes Typ 2. Er hat sich auch anfangs um alles gekümmert bis er vor 3 jahren eine Pumpe bekommen hat auf Probe. Diese wurde ihm dann nach 2 Jahren weggenommen mit der info er bracuht keine. Er war vorher andauernd krank und konnte seinem Job nur schlecht nachgehen weil er extrem viel Stress und Ärger hat. Mit der Pumpe ging das alles gut. Sie nahmen ihm die Pumpe ab er verlor seine Arbeit und wurde wieder krank. Jetzt hat er endlich wieder eine arbeit aber er ignoriert seinen Diabetes eit dem total und zu allem Überfluss sagt die Pumpenfirma nun er muss die 2 Jahre Pumpe nachbezahlen weil die Krankenkasse die nie verschrieben hat sondern nur zur Probe für 3 Monate bewilligt hatte. Sein Diabetologe hatte ihm aber immer weiter alles aufgeschrieben Katheder und alles was er bracuhte.
    Nun misst er nicht mehr und macht garnix mehr. Es geht ihm merklich schlecht. Er trinkt 6 bis 7 Liter am Tag und rennt ofters zum Klo am Tag als in der ganzen Woche. Sein Urin riecht auch ganz stark. er ist müde ohne ende und er hat Werte die jenseits der 400 liegen ( habe sein Gerät nachgesehen da hat er letzte Woche mal gemessen).

    Ich weiß nicht was ich machen soll. Wenn ich mit Ihm rede dann haben wir den dicksten Streit. Er musste 7 mal an Tag Spritzen und das ist ihm zuviel weil sein Bauch nach wenigen Wochen wieder total kaputt ist. Er sagt die Krankenkasse will ja eh nicht zahlen und er kam so gut mit der Pumpe klar. Er spielt so glaube ich mit seinem leben denn er ist ein verdammter Sturkopf. Und seine Krankheit hat er nie akzeptiert. Was kann ich machen ?


  • Pack ihm oder dir deine Koffer und flüchte


    Hallo Christine,

    darf ich eine ganz direkte Antwort geben?
    Stell ihm ein Ultimatum und trenne dich notfalls oder zieh vorrübergegend aus.
    Warum?

    So, wie Du es beschreibst, respektiert dein Mann dich nicht , es ist ihm völlig egal, ob du nachts vor Sorge um ihn nicht mehr schläfst. Auch gegenseitige Achtung und Loyalität kann ich hier nicht sehen.

    Wenn sich Menschen lieben, ist es ihr oberstes Anliegen, dass es dem Partner gut gehen möge. Habt Ihr Kinder?
    Er trägt nicht nur Verantwortung für sich sondern auch für seine Partnerin, also für dich.
    Es ist SEIN Diabetes, das heißt, es sollte auch seiner bleiben, da hast du nichts zu messen an ihm. Eins ist klar: Wenn er so weiter macht, wirst du in naher Zukunft die sein, die ihn zur Dialyse fährt, die ihn in der Klinik nach einer Amputation besucht oder ihn pflegt, nachdem er erblindet ist. Denn diese nicht umkehrbaren Spätfolgen nimmt er in Kauf. Er ist dein Mann und NICHT dein Kind, also soll er sich auch Verhalten wie ein Erwachsener. Es ist NICHT dein Job, ihn zu betutteln.

    Wenn mein Partner sich um seinen DM nicht kümmert und ihm Erblindung, Amputation und Nierenversagen egal sind UND er mich dann auch noch beschimpft, wäre ich aber fix weg.
    Pack deine Koffer und zieh zu einer Freundin! Rede nicht mehr auf ihn ein, lass das Thema völlig ruhen.

    Dass er die Pumpe nicht mehr hat, rechtfertigt nicht seine Ignoranz. Wie viele bekommen gar keine Pumpe und spritzen, wobei das Spritzen mit dem Pen nun wirklich Kindermätzchen sind. Es ist gängige Praxis, dass Hilfsmittel vorerst befristet verordnet werden und er ein Folgerezept hätte erbringen müssen, also hat er möglicherweise selbst einen Fehler gemacht. Aber die Details müssen konkret geprüft werden, auch mal ds Kleingedruckte lesen.

    Kommentar


    • Re: Pack ihm oder dir deine Koffer und flüchte


      Hallo Tom,

      wir wollen dadurch und keine Trennung. Wir streiten nur wenns um den Diabetes geht sonst eigentlich nie. Die Sach mit dem Respektieren stimmt so auch nicht. Er versteckt sich immer hinter seiner Arbeit. er ist immer 12 bis 14 Stunden arbeiten und hat dann keine Zeit.
      Er ist auch geschult und kennt sich soweit aus. Ich weiß nur nicht wie ich ihn wieder an sein BZ Gerät und Pens bekomme. Dazu kommt das er keinen Diabetologen mehr hat.

      Wie schnell können denn diese Spätfolgen auftreten ? Er macht das jetzt seit anfang des JAhres ist es schon zu Spät ? Kann ich das irgendwie merken z.b. das mit der Niere ? Oder den Füssen. Er treibt zwar keinen Sport aber ich sehe ja ob seine Beine in Ordnung sind oder nicht. Aber die Niere wie merke ich das ?

      Kommentar


      • Re: Pack ihm oder dir deine Koffer und flüchte


        hallo christine,
        du übersiehst einiges von dem was tom schrieb, und noch anderes.
        1. bei den heutigen insulinen braucht man mximal 5mal/d bei lantus nur 4mal/d spritzen.
        geschult ist dein man nicht sonst würde er sich kümmern.
        2. so wie es aussieht war das mit der pumpe wirklich nur ein versuch, denn t2 die spritzen können bekommen keine pumpe genehmigt.
        3. mit den heutigen kanülen ist das spritzen so wenig merkbar, daß es keinen grund gibt nicht zu spritzen.
        4. "nein" niemand kann sehen "wann" folgen eintreten, schon garnicht aus beschreibungen.
        selbst ein arzt horcht die fußpulse, oder macht eine sonografie.
        daher ist "zum wecken" deines mannes der vorschlag von tom das richtige, denn mit reden geht es nicht.
        mfg. klaus

        Kommentar



        • Re: Pack ihm oder dir deine Koffer und flücht


          Ihr streitet NUR um den Diabetes? Du hast es leider nicht begriffen und somit kann dir auch Keiner helfen.
          Du streitest mit ihm über einen möglichen Pflegefall. WAs glaubst du, wie wird sich dein Mann erst verändern, wenn er von Polyneuropathie betroffen wird, auch eine der Folgen, wenn man seinen Diabetes ignoriert. Hierbei sterben Nerven ab, schön langsam. es kann zu Lähmungen in der Beinmuskulatur kommen. Bis zur Amputation. Ich hab Diabetiker gesehen, das war "nur" die ferse schwarz oder dder kleine Zeh. Es wird in den Fällen großzügig amputiert, das heißt, bis ca 20 cm unter dem Kniegelenk, weil man ja nicht nur das Leichengewebe entfernen muss, sondern ausgiebig auch gesundes Gewebe mit.

          Eine Schmerztherapie bei diesen Schmerzen ist so schwierig, lies mal in dem Forum die Beiträge zu Polyneuropathie oder Spätfolgen. Die Betroffenen leiden wahnsinnige Schmerzen, nur 18% erhalten eine ordenltiche Schmerztherapie.

          Gib meinetwegen bei google ein: Spätfolgen bei Diabetes.
          Dein Mann nimmt jetzt schon in Kauf, dass du ihn pflegen wirst.
          Er hat keinen Diabetologen mehr? Und wo ist das Problem? Kann es sein, dass er dich auch noch verar...t? Aber ganz sicher. Denn er benötigt nur einen Ü-Schein vom Hausarzt und geht zum nächsten Diabetologen.

          DU kannst gar nichts tun, außer ihm ein paar Fotos von schwarzen Zehen oder Füßen vorzulegen und zu sagen: Wenn du dich innerhalb von 2 Tagen nicht um einen Diabetologentermin kümmerst, bin ich weg, oder deine Koffer gepackt. Er ist NICHT dein Kind, er ist dein Mann.
          ich such dir mal welche raus.

          Kommentar


          • Re: Pack ihm oder dir deine Koffer und flücht


            Hier sind Fotos von solchen Füßen bei Diabetikern. Sie sind sicher furchtbar, aber frei zugänglich im Internet und daher erlaubt.

            http://images.google.de/imgres?imgur...e%26safe%3Doff

            Es droht nicht nur der Verlust des Beines, sondern der Verlust des Lebens, denn, wenn nicht amputiert wird, dann besteht die Gefahr einer Sepsis und die verläuft tödlich.
            Und das weiß dein Mann und tut dennoch nichts. Druck ihm die Fotos aus, in Farbe und.

            Kommentar


            • Re: Pack ihm oder dir deine Koffer und flüchte


              ...die Kosten für die Pumpe/Katheter werden Sie/Ihr Mann vermutlich nicht zahlen müssen, sofern Sie nicht vorher schriftlich Ihr Einverständnis dazu erklärt haben...Alternativen zu 7 x Tag Insulin sind u.a. Lantus, Levemir, Metformin, so ließe sich der Blutzucker deutlich bessern...Sie sollten Ihrem Mann klar machen, dass er auch Verantwortung für Sie/Familie hat, dazu kann es auch nötig sein, dass Sie ausziehen...Fotos von Diabetischen Füße helfen nach aller Erfahrung nicht...

              Kommentar



              • Re: Mein Mann ignoriert einfach alles


                Liebe Christine,
                erst heute hatte ich mit der Frage im Intenet mit dem Thema " Mein Mann ignoriert seine Krakheit" auf dieses Forum gestossen. So kam ich auf Dein Forum vom Sept. 2009. Leider muss ich der Meinung, das "Du Deine Koffer packen sollst" zustimmen.
                Durch meine eigenen Erfahrungen mit meinem Mann ( seit über 20 Jahren Diabetiker) kann ich dies nur jedem Partner empfehlen. Wenn sich der Betroffene verhält, als ginge es ihn alles überhaupt nicht an, und der Partner vor Ohnmacht, Hilflosigkeit und Wut selbst krank wird. Heute leide ich selbst an Depressionen und Fresssucht aus Stress und Frustration, da ich jahrelang zu meinem Mann hielt und dieser, wie ein kleiner Junge keinerlei Selbstverantwortung für sich und seine Krankheit übernommen hat. Heute hat er neben Polyneurophatie, eine amputierte Zehe, eine neue Aortenklappe 2009, Depressionen, schlechtes Kurzzeitgedächtnis (beginnende Demenz), eine Niereninsuffizienz III bis IV Grad. Er hat seit längerer Zeit seine Zuckerwerte ignoriert, was er überhaupt alles ignoriert hat.
                Ich habe mich von ihm schon Dez. 2009 getrennt, (hat andere Gründe als seine Diabetes). Aber immer noch das Verantwortungsgefühl gehabt, das der arme Mann nicht ohne mich auskommt. Er war schon länger so passiv. Er war wie ein Bremsklotz für mich, aber trotzdem hielt ich zu ihm. Nur alles was ich ihm sagte, ging bei ihm am A..... vorbei. Seit längerer Zeit hat er auch für sich gelebt. Aber weil ich zur Zusammenführung einer neuen Katze zu meinem Kater eine Aufsicht brauchte, lebte er schon wieder für einen Monat bei mir. Er ist seit 11/2 Jahren Hartz IV.
                Letzten Samstag war ich in Stuttgart, und er war allein bei mir zu Hause. Abends bekam der Mann ganz schlimme Wadenkrämpfe, die stundenlang anhielten. Selbst als ich heimkam lag er auf dem Boden und hat gejammert vor Schmerzen.
                Mir blieb nichts anderes übrig als den Notarzt anzurufen. Dieser nahm ihn auch gleich mit in die Klinik. Er hatte sich dann am nächsten Tag selbst entlassen, und bekam die Diagnose Niereninsuffizienz III- IV Grad.
                Am Montag vormittag, von 9 Uhr bis 12 Uhr, sass ich dann mit ihm bei seinem Internisten, der ihm ans Herz legte, doch wieder auf seine Werte zu achten, und entsprechen Insulin zu spritzen. Mein Mann bekam Überweisung und Rezepte mit.
                Ich dachte nun dieser "Schuss vom Bug" lässt meinen Mann endlich aufwachen. Ausser das er nun regelmässig seinen Zucker misst und spritzt, kümmert er sich weder um einen Termin für den Nephrologen oder er kümmert sich darum, das er Küchenmöbel, Herd oder Kühlschrank von der Arbeitagentur beantragt (er lebt seit März 2010 in einer Wohnung ohne dieser Einrichtung).
                Nun endlich habe ich einen Schlussstrich gemacht, und habe ihm alles von ihm zurück gegeben, meinen Schlüssel verlangt. Ich kann und will einfach nicht mehr. Ér soll einfach weiter seinen Weg abwärts gehen. Weil ich so lange gewartet habe, und immer gehofft habe, das sich dieser Mann endlich einmal bewegt und aufwacht, muss ich nun selbst schauen, wie ich aus diesem Tief heraus komme.
                Mein Rat: Reagiert lieber früher und ändert was. Nur mit Liebe kann man diesen Menschen nicht helfen.
                L.G. Petra

                Kommentar