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BZ-Messen als Schlüsselwerkzeug

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  • BZ-Messen als Schlüsselwerkzeug

    Gerade beobachte ich wieder so ein Schicksal, das der Betroffene mit Teststreifen selbst seit einer Woche in die Hand genommen hat. Diagnose vor 1 Woche mit über 300und mg/dl mitten zwischen Frühstück und Mittagessen, inzwichen telefonisch mit HBA1c 10 bestätigt. Übermorgen sollen die Blutwerte und eine erste Therapie besprochen werden. Zu diesem Gespräch wird der Betroffene schon umfassende Tagesprotokolle mitbringen, die ausweisen, dass sein BZ inzwischen zu keiner Tageszeit mehr über 200 mg/dl ansteigt, also auch nicht nach den Mahlzeiten, und auf dem besten Wege ist, die meisten von 24 Stunden unter 150 zu bleiben. Völlig ohne Medis! Doch ja, auch mit viel Bewegung. Aber mit der vielen Bewegung hatte er auch die HBA1c 10 erreicht, denn er hat nicht erst seit 1 Woche, sondern seit 20 Jahren beruflich ein sehr hohes alltägliches Bewegungsprofil.

    Das heißt, die schon jetzt erstaunliche BZ-Normalisierung hat er erreicht, indem er seinen Futterinput nach Art und Menge mit seinen regelmäßigen Messungen vor und nach dem Essen immer mehr so ausgerichtet hat, dass sein BZ mit insgesamt immer niedrigerem Verlauf immer weniger breit schwankt. - Ok, der Mann ist Techniker und hat die Teststreifen selbst gekauft und sich mit seinem BZ-Optimierungs-Programm nach den Empfehlungen eins pro-aktiven Diabetikers im Familienkreis gerichtet. Im normalen Behandlungsablauf würde er bei der Besprechung der Blutwerte am Freitag mit 300und mg/dl sitzen und wahrscheinlich Metformin bekommen und vielleicht 50 Streifen und die Ansage, damit mal morgens und abends zu messen und zu schauen, wie das Metformin und der gleichzeitig empfohlene Verzicht auf Fett denn anschlägt. Und in 2 Jahren würde als gutes Ergebnis der Behandlung gewürdigt, dass der HBA1c bei guter Führung und entsprechend verstärkter Medikation bei 7und ankäme. Und bei einem HBA1c um 7 verläuft der BZ über mehr als 10 von 24 Stunden weit über 200 mg/dl! Noch niedriger einzustellen ginge nicht wegen der zeitweise hohen körperlichen Belastung und des damit verbundenen erhöhten Hyporisikos.

    Im normalen Behandlungsablauf wäre das Ergebnis, das der Mann de facto schon jetzt mit eigener Initiative und mit dem Schlüsselwerkzeug BZ-Messen auf seine eigenen Kosten erzielt, praktisch überhaupt nicht möglich. Nicht zuletzt, weil im normalen Behandlungsablauf nicht zum Gebrauch des BZ-Messens als Werkzeug zur Verhaltenssteuerung angeleitet wird. Mir absolut unverständlich, wie die normale Typ2-Behandlung auf ein so überzeugend einfach und wirksam anwendbares Werkzeug weitgehend verzichten kann!

    Diese Beobachtung hab ich vor 3 Wochen aufgeschrieben, und inzwichen macht der betroffene BZ bei noch immer sehr hoher Messfrequenz (ca. 15-20 Tests/Tag) nur noch selten kurze Ausflüge über 150 mg/dl :-)
    Der betreuende Hausdok hat so einen Erfolg noch nie erlebt. Allerdings hat er auch nich nie zu so einer messgesteuerten Anfangsbehandlung angeleitet.


  • Re: BZ-Messen als Schlüsselwerkzeug


    hallo Jürgen, Dein Beitrag ist interessant, aber ich glaube in der Praxis für alle kaum durchführbar. Das wird wohl eher ein einzelfall und eine Ausnahme sein. Ich nehme an,Du wirst den fall weitetr beobachten ,wie sich das weiter entwickelt . Für einen normal Diabetiketr wäre es zu aufwendig das ständige Messen. Wir halten uns auch an die vorgegebene Ernährung und funktioniert auch nicht immer. Es gibt eben nichts,was es nicht gibt. Der eine reagiert eben so und der andere so .Wie jetzt wieder die Diskussion mit dem SEA. Ich bin vielleicht von der älteren generation ,die es noch anders gelernt und praktiziere und bin auch gut bis damit gefahren.
    Ich bin gespannt, was Du weiter über den Fall berichtest.
    Einen schönen Abend
    Wunneke ( Barbara )

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    • Re: BZ-Messen als Schlüsselwerkzeug


      hallo Jürgen, Dein Beitrag ist interessant, aber ich glaube in der Praxis für alle kaum durchführbar. Das wird wohl eher ein einzelfall und eine Ausnahme sein. Ich nehme an,Du wirst den fall weitetr beobachten ,wie sich das weiter entwickelt . Für einen normal Diabetiketr wäre es zu aufwendig das ständige Messen. Wir halten uns auch an die vorgegebene Ernährung und funktioniert auch nicht immer. Es gibt eben nichts,was es nicht gibt. Der eine reagiert eben so und der andere so .Wie jetzt wieder die Diskussion mit dem SEA. Ich bin vielleicht von der älteren generation ,die es noch anders gelernt und praktiziere und bin auch gut bis damit gefahren.
      Ich bin gespannt, was Du weiter über den Fall berichtest.
      Einen schönen Abend
      Wunneke

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      • Re: BZ-Messen als Schlüsselwerkzeug


        Moin Barbara,

        es wird interessant zu sehen, wie weit der Mann, nennen wir ihn Frank (Mitte 50), auf seinem Weg Richtung gesund kommen und bleiben kann. Einstweilen gehe ich davon aus, dass er in 3 Monaten einen HBA1c unter 6 erreicht haben und im Schnitt pro Tag mit einer Messung auskommen wird. Kann natürlich sein, dass er mehr brauchen wird, einfach um sich regelmäßiger zu bestätigen und in der Spur zu halten.

        In der Art ist er natürlich nicht der einzige und erste, sondern ich weiß von vielen, die mit Erfolg zum Teil seit Jahren so leben, allen voran unser Muster-Typ2 Hans Lauber mit seinem Buch „fit wie ein Diabetiker“. Seine Devise war und ist messen-Essen-Laufen. Er war schon auf ICT, als er angefangen hat auszutesten, wie viel er bei z.B. 80mg/dl essen darf, damit er 1 Stunde nach dem Essen 140mg/dl nicht überschreitet. Und nachdem er erlebt hatte, wie sein BZ nach dem Essen erst gar nicht so hoch ansteigt, wenn er gleich nach dem Essen für ne halbe oder Stunde läuft, hat er immer häufiger diese Bewegung statt Insulin gesetzt. Nun nimmt er schon seit Jahren kein Insulin mehr und auch keine Tabletten, so weit ich weiß, misst einfach vor dem Essen, denn die z.B. 80 oder 120 sagen ihm dann, wieviel BZ-Treibmittel er ohne und wieviel er mit Laufen essen kann, wenn er anschließend unter 140 bleiben will, und dann isst er entsprechend - und läuft, wenn ihm der BZ ne Stunde weiter zu hoch ist. Und ich denke, dass der Frank das ähnlich machen wird :-)

        In der diabetologischen Reklame wird dummerweise der Schlüssel zu dieser Methode, das Messen, eigentlich immer vergessen. Und stattdessen wird massiv auf dem Laufen als dem Heilmittel rumgeritten, obwohl das nicht einfach generell gelten kann, wie ich hier schon mal beobachtet hatte
        Und obwohl der Typ2 nicht einfach vom Bewegungsmangel kommen kann, wie der bewegungsintensive Beruf vom Frank zeigt. Es geht vielmehr darum, dass man mit dem eigenen Testwerkzeug herausfindet, wann die Bewegung den BZ besonders am Ansteigen hindert oder senkt und das dann planmäßig nutzt.

        Bisdann, Jürgen

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        • Re: BZ-Messen als Schlüsselwerkzeug


          hallo jürgen,
          bitte lies mal nach von lauber selbst-mein weg- er hat "nie" insulin weder ct noch ict gespritzt,
          er hat tabletten genommen, welche sagt er nicht.
          zudem mißfällt mir pers. sein verticken von absurden kräuterkapseln, von deren "wirkung" sich sein damals mitschreiber, der sich davon ganz klar distanziert hat.
          mfg. klaus

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          • Re: BZ-Messen als Schlüsselwerkzeug


            Moin Klaus,

            Du hast offenbar Recht: In allen Google-Links, die ich auf die Schnelle lesen konnte, war Lauber Tabletter mehr oder weniger kurz vor der Ernennung zum Insuliner. Woher ich Lauber als Insuliner hab, kann ich nicht finden. Also wird er nur Tabletter gewesen sein.

            Trotzdem ist Messen der Schlüssel zu passendem Essen und Bewegen :-)

            Bisdann, Jürgen

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            • Re: BZ-Messen als Schlüsselwerkzeug


              hjt_Jürgen schrieb:
              -------------------------------------------------------
              > Trotzdem ist Messen der Schlüssel zu passendem
              > Essen und Bewegen :-)

              Nicht nur dazu. Erinner dich mal an die Rosso-Studie (http://www.diabetes.uni-duesseldorf....s/?TextID=3057)

              Allerdings muß man auch sagen: nur Messen um des Messens willens bringt rein gar nichts. Messungen, aus denen keine Therapieanpassungen abgeleitet werden (können) haben keine Bedeutung.

              Es bedarf also schon einer gewissen Auseinandersetzung mit den Ergebnissen á la "Wenn ich dies und jenes esse hat das diese Auswwirkung auf meinen Blutzucker"

              Viele Grüße
              Jörg

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              • Re: BZ-Messen als Schlüsselwerkzeug


                Zitat: Für einen normal Diabetiketr wäre es zu aufwendig das ständige Messen. Wir halten uns auch an die vorgegebene Ernährung und funktioniert auch nicht immer.Zitatende
                --------
                Bitte entschuldige, aber da möchte ich dir ganz energisch widersprechen. Das BZ-Messen dauert wieviel Sekunden? Sagen wir, ein Mensch, der etwas langsamer ist, benötigt 2 min mit Auspacken, messen, einpacken. Wenn ich das Ziel im Auge habe und vor allem mir bewusst bin, dass ich durch die eigene Messkontrolle Werte verhindern kann, die die gefährlichen Spätfolgen auslösen können, muss es doch ein Bedürfniss sein, zu messen.

                Ich behaupte, dass einige Diabetiker ab und zu einfach zu faul zum Messen sind. (Damit spreche ich dich bitte NICHT persönlich an, das ist eine allgmeine Aussage.) Es gibt sicher genügend, die nicht messen oder ihre Medikamente nicht regelmäßig oder gar nicht nehmen.

                Darf ich dich mal fragen: Wie meinst du das, dass das Messen für einen normalen Diabetiker zu aufwändig wäre? Was daran ist aus deiner Sicht daran aufwändig?

                Du schreibst: wir haltenuns an die vorgegebene Ernährung und es funktioniert auch nicht immer. Wer gibt die Ernährung vor? Du hoffst damit -was deine Gesundheit angeht - auf den glücklichen Zufall, dass es gut geht? Das versteh ich wirklich nicht.
                Hast du dann, wenn du ins Labor gehst, keine Hummeln und Angst oder Bedenken?
                Das BZ-Messen vor dem Essen und nach dem Essen sollte für alle Diabetiker doch eigentlich zur Gewohnheit werden wie das Zähneputzen und Anziehen.

                Kommentar


                • Re: BZ-Messen als Schlüsselwerkzeug


                  Moin Jörg,

                  Du hast Recht: Die Rosso-Studie hat erbracht, dass auch unter Nicht-Insulinern häufigeres Messen positiv wirkt - und sogar schon Messen ohne spezifische Anleitung, wenn Du einmal in die Studie schaust.

                  > Es bedarf also schon einer gewissen Auseinandersetzung
                  > mit den Ergebnissen á la "Wenn ich dies und jenes esse
                  > hat das diese Auswwirkung auf meinen Blutzucker"

                  Genau das ist es, und genau dazu fehlt sogar in praktisch allen Nicht-Insuliner Eingangsanleitungen und auch Tabletter-Schulungen jede Anleitung!

                  Bisdann, Jürgen

                  Kommentar


                  • Re: BZ-Messen als Schlüsselwerkzeug


                    Hallo Jürgen,

                    vielen Dank für deinen Bericht. Dass so etwas möglich ist, das kann ich aus eigenem Erleben bestätigen. Ich selbst beherrsche meinen Diabetes seit einem reichlichen Jahr auf diese Weise und muss übrigens heute nur noch sehr selten mal zur Kontrolle messen.

                    Was mich erstaunt ist die Tatsache, dass dein Bekannter es mit BZ-Spitzen von 300 und mehr geschafft hat, seinen BZ ohne Medis auf diese Weise innerhalb so kurzer Zeit nahezu normal zu führen. Ich hätte nicht gedacht, dass das - selbst mit sehr guter Anleitung - so schnell möglich sein kann.

                    Das spricht natürlich sehr für den Fleiß und die Intelligenz deines Bekannten, herzlichen Glückwunsch an ihn. Und es spricht sehr für die Methode - so gut wie er es kann, würde kein Arzt die BZ-Führung für seinen Patienten einstellen können.

                    Kommentar



                    • Re: BZ-Messen als Schlüsselwerkzeug


                      hallo Tom,
                      1. ich kann nicht ganz nachvollziehen,daß Du meine Ansichten oder Meinung nicht anerkennst, mal milde ausgedrückt.
                      2. Ich kenne keinen Diabetiker der unter solchen Voraussetzungen wie es jürgen schilderte das durchführen kann, keine mißt 10-12 mal am tag. hast Du auch nicht gemacht. So weit ich verstanden habe ist das auch ein neuling als Diabetiker. Ob das noch so funktioniert nach 30 jahren ,weiß man auch noch nicht. Es gibt eben nichts ,was es nicht gibt.,darum kann man es nicht verallgemeinern.
                      3.Grundsätzlich messe ich auch nicht nach dem essen, was soll das bewirken ?
                      Ja, die Ernährung wird in Schulungen auf Deine persönlichen belange im Alltag zugeschnitten und danach der Insulinplan festgelegt
                      das ist ja blödsinn was Du schreibst das ich alles dem Zufall überlasse. Ich kenne meine Durchschnittswerte z.Zt. 6,5 und brauche keine Angst vor labor zu haben.
                      Vergiß mal nicht ,daß ich von den älteren Jahrgängen bin und manches vielleicht noch anders gelernt haben und auch nicht unbedingt schlecht sein muß. Ich verdamme euch doch auch nicht und zieh ständig darüber her. Du kannst ja froh,daß Du z.Zt. eine andere
                      behandlungsmethode hast, aber die auch nicht für geeignet ist. Das akzeptiere ich ja auch.
                      Also ,mal wieder auf den Boden kommen und einen etwas gepflegteren Umgang miteinander haben. und mal andere meinungen akzeptieren
                      Gruß Barbara

                      Kommentar


                      • Re: BZ-Messen als Schlüsselwerkzeug


                        hjt_Jürgen schrieb:
                        -------------------------------------------------------
                        > Genau das ist es, und genau dazu fehlt sogar in
                        > praktisch allen Nicht-Insuliner
                        > Eingangsanleitungen und auch Tabletter-Schulungen
                        > jede Anleitung!

                        Finde ich zwar auch nicht okay, aber ich denke das wird eine Vermeidungshaltung (keine schlafenden Hunde wecken) sein. Wenn ich den Leuten erkläre wie sie ihre (Basis)Therapie effizienter durch Selbstmessungen gestalten können wird es mir schwerfallen ihnen darzulegen, daß ich die dafür notwendigen BZ-Streifen nicht verschreiben kann. :-/

                        Viele Grüße
                        Jörg

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                        • Re: BZ-Messen als Schlüsselwerkzeug


                          Da könnte schon etwas dran sein. Nur kann ich ja bis 91 zurückblicken und erinnere mich, dass die erste lockere Restriktionsrunde um 95 rum einsetzte. Aber bis dahin gab es kein wirklich offeneres Anleitungs- und Verordnungs-Verhalten, so weit ich sehen konnte.

                          Kommentar


                          • Re: BZ-Messen als Schlüsselwerkzeug


                            hjt_Jürgen schrieb:
                            -------------------------------------------------------
                            > Da könnte schon etwas dran sein. Nur kann ich ja
                            > bis 91 zurückblicken und erinnere mich, dass die
                            > erste lockere Restriktionsrunde um 95 rum
                            > einsetzte. Aber bis dahin gab es kein wirklich
                            > offeneres Anleitungs- und Verordnungs-Verhalten,
                            > so weit ich sehen konnte.

                            Ja. Und 20 Jahre vorher war man noch der Meinung, daß Diabiker grundsätzlich _nicht_ den BZ messen und ihre Insulindosis selbst anpassen sollten. Und ein paar Ostermontage vorher war man noch der Meinung daß die Welt eine Scheibe ist.

                            Das ist der Lauf der Dinge: es entwickelt sich erst alles.

                            Kommentar


                            • Re: BZ-Messen als Schlüsselwerkzeug


                              Hallo Barbara, ich habe NUR nachgefragt, das ist nicht wieder gleich als unhöflich auszulegen.
                              Zitat:.Grundsätzlich messe ich auch nicht nach dem Essen, was soll das bewirken ? Zitatende.
                              Also die Frage verwundert mich. Das Messen nach dem essen zeitig, ob sich der BZ im grünen Bereich beindet. Ob die Medikation ausreichend war und ob ich die KHs richtig berechnet habe.
                              Und 1. bist du nun SOO alt auch noch nicht und zu sagen, ich mach das so, weil ich das so gelernt habe, ist schon mindestens eine kleine Ausrede.

                              Ich akzeptiere andere Meinungen, aber es muss gestattet sein, nachfragen zu dürfen, oder?
                              Das hier ist eine Kommunikationsebene.

                              Wer spricht denn von 10 bis 12 Messungen am Tag?
                              Und was für ein Insulinplan, der nach dem HBA1C-Wert erstellt wird? Das kenne ich nicht, erklärst du das mal bitte?
                              Wenn ich Insulin spritze, muss ich doch vor einer Mahlzeit messen, sonst weiß ich doch gar nicht, wieviel ich spritzen müsste? Und nach dem Essen, um zu sehen, ob eine Korrektur nötig ist.
                              Außerdem habe ich dich eigentlich NUR gefragt, wieso du BZ-Messen im Alltag für nicht möglich, weil zu aufwändig hälst?

                              Kommentar


                              • Re: BZ-Messen als Schlüsselwerkzeug


                                Lieber(e) Tom, vorweg möchte ich erwähnen,daß Jürgen in dem Artikel von dem Bekannten von 10-12 messungen geredet hat !
                                Natürlich kannst Du nachfragen ,aber es scheint immer etwas in einem gereizten ton
                                Der Insulinplan wird nicht nach dem Hba1c wert erstellt ,das ist Quatsch.
                                Also ich messe morgens ,mittags ,abends ,ich habe einen Faktor 3 und esse in der regel immer 3 BE also 3 mal 3 = 9 ich nehme dann 10 E ist der Zucker über 140 plus 1 E Korrektur, das mache doch nicht 2 Std. z.B. nach dem Essen. Das kenne ich nicht,nach 2 Std eine Korrektur vorzunehmen. Das ist doch keine Ausrede,wenn ich das so praktiziere wie ich das gelernt habe und damit keine Probleme habe. Jetzt wurde auch so viel über den SEA geredet ,ich habe das ausprobiert und habe dadurch eigentlich keine Veränderung festgestellt
                                Das wirst Du auch noch sehen,wenn du mal älter wirst, wenn man so zu recht kommt ,warum soll ich etwas ändern. Genauso habe ich in der Ärztezeitung gelesen mit der berechnung von Fett und Eiweiß das ist minimal daß das zur Anrechnung nicht eine große Rolle spielt. Ja, dann belaste ich mich da doch nicht mit.
                                Aber ich finde das Kompliment sehr nett,daß du mich noch nicht füpr soo alt siehst.
                                Lb. Gruß
                                Barbara

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                                • Das war wohl ein Missverständnis


                                  Also, wenn du meine Rück-Fragen in einem gereizten Ton empfindest, war das wirklich nicht meine Absicht. das tut mir leid.Die 10-12 muss ich wirklich überlesen haben.
                                  10-12 oder mehr Messungen sind sicher im Schlachtplanfall mal sinnvoll, wenn man sehen will, was der Körper eigentlich und überhaupt für ein Spiel spielt morgens, mittags und abends.
                                  Meine Rückfrage an dich war eher allgemein darauf gerichtet, warum du mehrere BZ-Messungen im Alltag für aufwendig ansiehst, wenn man bedenkt, dass das nur immer eine Sekundensache ist. Aber das war zwischen uns wirklich hier dann nur ein Missverständnis. Ich habe auch überhaupt keine Zweifel daran, dass du für dich ein eigenes Prozedere entwickelt hast. Das würde ich zu keinem Zeitpunkt in Frage stellen, du musst dich also nicht rechtfertigen.
                                  Zum SEA: Auch das ist sicher sehr individuell. Und: An der Stelle, wo Ärzte sagen, ein SEA von 20 min maximal, hat schon mancher Patient in Eigenregie bewiesen, dass das für ihn eben nicht ausreicht und er mit einem SEA von bis zu 90 min optimal fährt.

                                  Aber ich finde es auch völlig blööde, dass z.B. die Diabetiker, die Tabletten nehmen, im Normalfall überhaupt keinen Anspruch auf Messstreifen haben. Oder bekommen die 50?
                                  Die Teile sind teuer und es soll auch keiner sinnlos messen, aber wie will man denn den BZ kontrollieren, wenn er mal so richtig aus der Bahn hüpft. Ich finde, so, wie man als Normalbürger mit einem Fieberthermometer die Temperatur messen kann im Verdachtsfall, sollte ein Diabetiker auch BZ messen können dürfen..die Leute, die gar nicht messen und dann nur auf den nächsten Laborwert hoffen, meinte ich mit: Russisch Roulette.

                                  Du hattest glaub ich mir mal vor längerer Zeit dein Alter geschrieben, deshalb denk ich, du bist noch ein ganz flotter Feger, vor allem geistig sehr wach, (Du weißt, dass das nicht immer der Normalfall ist..ich kenne viele Menschen in ähnlichem Alter, die (leider) nichts mehr groß im Leben interessiert und bei dem Wort Computer denken sie vielleicht, dass das ein großes Eisenmännchen ist (wie der aus Autowerbungen.)
                                  Und ich habe einen Riesenrespekt vor allen über 40, (:-)))) die die sich an einen PC herantrauen und das alles auseinanderklamüsern. Ich kenne genug unter 40-jährige, die sich das schon grundsätzlich NICHT MEHR zutrauen.
                                  Und von wegen: Ich bin zu alt, das hab ich so gelernt: Omi-Ausreden gelten nicht;-))
                                  So und nun will ich noch dein Alter den Anderen verraten: die junge Omi ist.. ach, ich hörte letztens, dass man heutzutage sehr frühzeitig schon Omi werden kann... wie die Zeiten sich doch ändern. (Der Begriff Omi ist auch nicht respektlos, sondern liebevoll von mir benutzt.)
                                  ich wünsch dir ne gute Restwoche..

                                  Kommentar


                                  • Re: Das war wohl ein Missverständnis


                                    hallo tom also leute die tabletten nehmen bekommen garkeine messstreifen verschrieben.ich messe z.b. garnicht weil mir das einfach zuviel geld ist .ich verstehe die ganze sache sowieso nicht warum leute die insulin spritzen die streifen bezahlt bekommen und andere nicht ,sind ja auch diabetiker und sollten eigentlich messen.ich habe dies meinem diabetlogen erklärt das ich nicht messe und er meinte mach brauch das auch nicht unbedingt.komisch

                                    Kommentar


                                    • man braucht das nicht unbedingt


                                      Hi Biba,

                                      unglaublich, dass ein Arzt das sagt.

                                      Kommentar


                                      • Re: Das war wohl ein Missverständnis


                                        Hallo Biba,

                                        bei uns bekommen tablettenpflichtige Diabetiker 100 Meßstäbchen pro Quartal verschrieben.

                                        Gruß
                                        Karneval

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                                        • Anzahl der Streifen für Tabletter


                                          Also doch. Mir war so, als hätte ich mal etwas generell von 50 gehört.
                                          Karneval, redest du dabei vom Diadoc oder vom Hausarzt? Regeln das die verschiedenen KK verschieden oder die Ärzte?

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                                          • Re: Das war wohl ein Missverständnis


                                            Hallo Biba,

                                            dein DiaDoc gibt dir die Antwort, weil er dir keine oder nur wenige Teststreifen verschreiben kann. Ob er wirklich dahinter steht oder ob er dabei einen bitteren Geschmack auf der Zunge hat, werden wir wohl nie erfahren. Auf jeden Fall solltest du für ein paar Streifen kämpfen.

                                            Fakt ist aber, dass nur mit OADs die BZ-Einstellung kaum optimal erfolgen kann. Optimal bedeutet, dass der BZ möglichst in den Grenzen geführt wird, in denen er bei gesunden verläuft - die Praxisanleitung dafür sind Jürgens 140-120-100 mg/dl in 1-2-3 h nach dem Essen. Nach meiner Meinung ist das die notwendige Voraussetzung dafür, dass der Diabetes und seine Folgeerkrankungen nicht weiter fortschreiten. Diese Meinung ist nicht unumstritten und bisher nicht mit Studien belegt. Zum einen wird darum gestritten, ob nicht auch höhere Werte akzeptiert werden können. Zum anderen wird vermutet, dass die Folgeerkrankungen außer von hohem BZ auch andere Faktoren (z.B dem intakten Proinsulin) ausgelöst werden. Somit bleibt es allein deine Entscheidung, ob du deinen BZ normnah führen willst oder nicht. Ich habe für mich persönlich entschieden, dass ich mit 140-120-100 eine weitaus größere Chance habe, gesund alt zu werden und dass ich diese Chance konsequent nutzen werde. Dazu brauchst du aber unbedingt das Messen um herauszufinden, wie dein Essen und deine Bewegung sich konkret auf deinen BZ-Verlauf auswirken.

                                            Wenn du dich dazu entscheidest, dann wirst du wohl den größten Teil deiner Teststreifen selber kaufen müssen. Dass du dabei alle Sparmöglichkeiten ausschöpfen solltest (Internetapotheke, ebay, ...) ist klar. Trotzdem bleibt bei der genannten Menge an Messungen noch ein enormer Betrag übrig, der dass Messen für viele als unerreichbaren Luxus erscheinen lässt. Ich will versuchen, dir diese Angst zu nehmen. Das viele und regelmäßige Messen ist nur in der Lernphase notwendig, die etwa 4...6 Monate dauert. Ich behaupte, dass man in dieser Zeit mit etwas Planung mit 100 Teststeifen im Monat auskommen kann. Mehr ist natürlich komfortabler und ich habe auch nicht so sparsam gelebt, aber möglich ist es. Danach kennst du dich aus und weißt, wo dein BZ voraussichtlich nach einer bestimmten Mahlzeit oder körperlichen Aktivität landen wird. Deshalb sind nur noch wenige Messungen zur Kontrolle nötig, ob der BZ tatsächlich in dem erwarteten Bereich ankommt. Ich komme heute mit 50 Teststreifen locker über 3 Monate und könnte ohne weiteres das Messen auch einmal für einen Monat ganz aussetzen.

                                            Damit kannst du den unbedingt erforderlichen finanziellen Aufwand schon mal abschätzen und dich für oder gegen das Messen entscheiden. Auch wenn du die 140-120-100 dabei nicht unbedingt erreichen willst lohnt das Messen. Jede Verbesserung deiner BZ-Führung und jede Verringerung der BZ-Spitzen erhöht deine Chancen für eine gute Gesundheit. Spare lieber an anderen Stellen und nutze diese Chance.

                                            Viel Erfolg, Rainer

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                                            • Re: Das war wohl ein Missverständnis


                                              hallo Reiner, es kommt ja darauf an ,nach welchem System man spritzt. Bei ITC mußt Du ja immer vor dem Essen ev. noch öfters messen, das ist ja Voraussetzung . Wenn ich nachmittags noch Auto fahre, messe ich vorher wenn ich unter 100 Zucker habe steige ich in kein Auto. Also brauchen wir wesentlich mehr Teststreifen. Ich bekomme im Quartal 500 Teststreifen ohne Probleme.

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                                              • Re: Das war wohl ein Missverständnis


                                                hallo rainer also bei uns bekommt man garkeine messstreifen verschrieben hab nochmlas nachgefragt.klar auf gute werte will jeder kommen ich natürlich auch .mein hausarzt verschreibt keine und mein diadoc auch nicht .zum hausarzt geh ich nimmer der wollte mir meinen diadoc ansprechen weil der anderer meinung ist als er

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                                                • Re: Das war wohl ein Missverständnis


                                                  Hallo Barbara,

                                                  das ganze gilt nicht für die Insuliner - die brauchen ihre Teststreifen und bekommen sie ja auch. Das gilt für alle Diabetiker oder Prädiabetiker, die nur mit Tabletten und/oder Ernährungsumstellung und/oder Bewegung den BZ im Griff haben wollen.

                                                  Hallo Biba,

                                                  ich habe auch keine Teststreifen verschrieben bekommen, sehr nachdrücklich habe ich allerdings auch nicht darum gekämpft. Ich wollte hauptsächlich aufzeigen, der der größte finanzielle Aufwand nur für die Lernphase entsteht und die kann auf 4...6 Monate, für Prädiabetiker vielleicht sogar auf 2...3 Monat begrenzt werden. Für einige wird sich die Frage stellen, ob sie sich das überhaupt leisten können. Für die meisten heißt aber die Frage nur, ob sie sich das leisten wollen. Und denen empfehle ich: investiert das Geld und investiert die Mühe. So viel Erfolg mit relativ klar absehbaren Aufwand könnt ihr euch von keinen Vitaminpillen und Nahrungsergänzungen, nicht von Zimt, Zink, Chrom und anderen empfohlenen Mittelchen, die ihr ja auch selber bezahlen müsst, erhoffen.

                                                  Beste Grüße, Rainer

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