• *** Aus aktuellem Anlass ***

    Haben Sie Fragen zum Coronavirus, die Sie gerne von einem Experten beantworten lassen würden? In unserem neuen Corona-Forum beantwortet unsere Expertin Frau Dr. med. Athanassiou kostenlos all Ihre Fragen zum Thema!

  • Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

offener Fuß

Einklappen

X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • offener Fuß

    Hallo Leute,

    brauche mal eure Hilfe.....
    Es geht um meinen Vater, der seit 1998 an Diabetes Typ 2 leidet.
    Er hat seit Ende 2007 immer mal wieder einen offenen Fuß. Im Moment ist es ganz extrem.
    Bisher war es immer nur am rechten Fuß und heute dann der Schock...der linke Fuß....

    Wir haben schon so vieles versucht oder nachgelesen und irgendwie hilft nichts.
    Er hat schon die Nerven gemessen bekommen, ein Angio MRT gemacht aber nichts ist dabei rausgekommen. Er muss bis jetzt kein Insulin spritzen. Sein Langzeit Zucker ist 6,5 soll anscheinend okay sein.
    Spezialschuhe hat er auch schon.

    Hat irgend jemand eine Idee wovon sowas kommen kann...oder was wir noch machen können. Ich weiß keinen Rat mehr und hoffe auf euch.

    mfg mone


  • Re: offener Fuß


    hallo mone,
    für solche speziellen fälle gibt es -diabetische fußambulanzen- die darauf spezialisiert sind.
    und alles abklären.
    wie ist zb die arterielle blutversorgung, ? etc...
    zur wundversorgung hat sich lavasept gel 0,2% sehr gut bewährt.
    bei schlechter blutversorgung infusionen mit prostavasin.
    aber das werden die echten spezis besser wissen.
    wobei eine wirklich "excellente bz führung " das a+o ist, insulin hilft dabei als mittel nr 1.
    bitte nachfragen.
    mfg. klaus

    Kommentar


    • Re: offener Fuß


      Danke Klaus für deine Antwort...

      werde mich so schnell wie möglich darüber informieren...

      vlg mone

      Kommentar


      • Re: offener Fuß


        Bei "Diabetischem Fußsyndrom" unbedingt eine diabetologische Fußambulanz
        aufsuchen, wenn noch nicht geschehen.
        Hier eine Auswahl:

        www.ag-fuss-ddg.de/pdf_dateien/Ambulante Fussbehandlungseinrichtungen.pdf

        Die Basistherapie sollte immer eine gute (normnahe) Stoffwechselführung sein.

        Kommentar



        • Re: offener Fuß


          hallo Mone,

          alles Wichtige wurde schon von Klaus und Gast66 gesagt.

          Ein kleiner persönlicher Tip aus Erfahrung:
          Viele Diabetiker haben periphere neuropathische Beschwerden, weshalb bei offenen Beinen oder Füßen ein Wundverband sehr schmerzhaft ist.
          In der Häuslichkeit ruhig so vielwie möglich die Wunde offen lassen, dass Luft ran kommt.
          Den Fuß dabei regelmäßig bewegen, damit die Durchblutung angeregt wird, und damit auch die Wundheilung.
          Zur Nacht leicht abdecken und ohne Druck verbinden.

          Aber wie gesagt, eine diab. Fußambulanz, oder Podologe mit Zusatzausbildung (diab.Fuß), helfen Deinem Vater weiter.

          Wird schon.

          LG Rolle

          Kommentar


          • Re: offener Fuß


            Sehr gute Ergänzung bzgl. pPNP.

            Kommentar


            • Re: offener Fuß


              Hallo Mone,

              zur Behandlung der Füße wurde ja schon einiges gesagt, was euch hoffentlich auch weiterhilft.

              Aus deinem Posting lese ich aber noch die bange Frage, ob das mit der Entwicklung der diabetischen Schäden jetzt so rasant weitergehen wird und ob man überhaupt nichts dagegen tun kann. Es gibt dafür eine Möglichkeit, die anderen haben das schon mit dem Begriff normnahe bzw. exzellente BZ-Führung angedeutet. Das ist aber nichts, was der Arzt deinem Vater verschreiben kann, das muss er selbst wollen und können. Vielleicht kann er es mit deiner Unterstützung schaffen.

              Es gibt starke Hinweise darauf, dass die Entwicklung der diabetischen Folgeerkrankungen gestoppt und manchmal sogar ein kleines Stück zurückgedreht werden kann, wenn der BZ in den Grenzen gehalten wird, in denen er sich bei gesunden bewegt. Konkret heißt das, dass der BZ die 140-120-100 mg/dl in 1-2-3 h nach den Mahlzeiten nicht oder nur selten übersteigen sollte. Wenn ihr das versuchen wollt, dann müsst ihr erst einmal ein BZ-Messgerät und Messstreifen besorgen und die Werte nach den Mahlzeiten messen. Das Messgerät gibt es umsonst, die teuren Streifen leider nicht.

              Wenn ihr festgestellt habt, wie hoch die Werte sind, dann stellt sich die Frage, wie man die beeinflussen kann. Am besten geht das mit Insulin, obwohl man dazu auch eine gute Schulung und sehr viel know-how benötigt. Ich bezweifle aber, dass dein Vater mit dem eigentlich ganz guten HbA1c von 6,5 von seinem Arzt Insulin verschrieben bekommt. Also kann er es nur noch über den Futter-Input regeln. Alle KH-reichen Nahrungsmittel wie Kartoffeln, Nudeln, Reis, Brötchen, Brot müssen soweit reduziert werden, dass der BZ die oben angegebenen Werte nicht überschreitet. Vielleicht genügt schon eine halbe Portion Kartoffeln und die doppelte Portion Gemüse. Da die Nahrungsmittel bei jedem etwas anders wirken, hilft nur probieren und messen, messen, messen. Erfahrungsgemäß dauert es ein halbes bis ein dreiviertel Jahr, bis man herausbekommen hat, was man essen kann und was nicht. Danach kann man aufhören regelmäßig zu messen und muss den BZ nur noch gelegentlich überprüfen.

              Das ist eine Menge Arbeit und recht unangenehm, wenn man seine Essgewohnheiten so stark umstellen muss. Ich weiß nicht, ob dein Vater mit deiner Hilfe dazu in der Lage sein wird. Es lohnt sich auf jeden Fall, denn es ist nicht der Diabetes, der die diabetischen Schäden verursacht, es ist einzig und allein der hohe BZ.

              Alles Gute für deinen Vater, Rainer

              Kommentar



              • Re: offener Fuß


                Hallo liebe Mone,

                Für solche schwierigen Wundheilungsverläufe wird erfolgreich die Hyperbarmedizin eingesetzt. Ich habe nach einem Unfall selbst schon mal in so einem U-Boot gesessen. Wo es diese Kliniken überall gibt, weiß ich nicht, aber in Leipzig steht z.B. auf jeden Fall eine. Die anderen findet man sicher im Internet.

                Dort bin ich auch DMlern mit bereits nekrotischem Gewebe und Brandverletzten begegnet. Der Hintergrund dieser Behandlung, die sehr erfolgreich ist, dass durch den Überdruck, wie er in einem U-Boot herrscht, der Sauerstoff besser auch an schlechter durchblutete Stellen gelangt und so die Wundheilung sehr beschleunigt wurde.

                Hier der link dazu:
                http://www.google.de/search?hl=de&sa...edizin&spell=1

                Dass der BZ im grünen Bereich laufen soll, ist natürlich vorausgesetzt.
                Alles Liebe und Gute.

                Kommentar


                • Kostenübernahme für Hyperbarmedizin


                  Liebe Mone,
                  hier noch ein wichtiger Artikel zur Kostenübernahme der Behandlung durch die KK. Das wird also jetzt auch bezahlt.
                  http://www.diabsite.de/aktuelles/nac...8/081125e.html

                  Kommentar


                  • Re: offener Fuß


                    Hallo Mone,

                    ich habe einige Bekannte, die diese diabetisch-erkrankten nekrotischen Füße mit Honig und Honigsalbe sowohl im Krankenhaus als auch vom Pflegedienst behandelt bekommen und zwar mit großem Erfolg.

                    Gruss Karneval

                    Kommentar



                    • Re: offener Fuß


                      Nachtrag: Hallo Mone,

                      ich wurde darüber belehrt, dass ein guter Diabetologe das auch hinbekommen müsste.

                      Also schlage ich eine Doppelstrategie vor: 1. einen guten Diabetologen suchen und
                      2. trotzdem selber nach den Mahlzeiten messen und versuchen, die BZ-Spitzen zu verringern.

                      Wenn ihr den guten Diabetologen gefunden habt, dann kann der euch bestimmt gut dabei unterstützen.

                      Alles Gute, Rainer

                      Kommentar


                      • Re: offener Fuß


                        hallo rainer,
                        ein diabetologe wird bei kumulierenden folgeschäden rechtzeitig insulin verschreiben.
                        -aber- das wissen wir alle, das management des bz mit insulin will "gelernt" sein.
                        daher wäre es für eine gewisse zeit auch nicht verkehrt ct zu nutzen.
                        aber an erster stelle steht die offenen wunden wieder zu verheilen, und die ursachen dafür so gut wie möglich, zu bessern. und dazu gibt es verschiedene möglichkeiten, die eine fußambulanz besser als wir von ferne beurteilen kann.
                        mal sehn was so als rückmeldung kommt.
                        mfg. klaus

                        Kommentar


                        • Re: offener Fuß


                          Danke für eure Hilfe....

                          Der Arzt meines Vaters meinte das es nicht typisch diabetische Füße sind, und hat ihn deshalb mal
                          zum Hautarzt geschickt. Der Hat jetzt Haut vom Fuß entfernt. Bin mal gespannt was da noch alles kommt.
                          Keiner weiß genau bescheid, das ist echt nervig.

                          Nochmals Danke an alle.

                          vlg mone

                          Kommentar


                          • Re: offener Fuß


                            ..ein Spezialambulanz für Diabetischen Fuß sollte eingeschaltet werden...ggf. auch eine Angiologie zur Beurteilung der Durchblutung...

                            Kommentar