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@ Dr. Keuthage: SS-Diabetes?

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  • @ Dr. Keuthage: SS-Diabetes?

    Sehr geehrter Herr Dr. Keuthage,

    Mitte Januar, zu Anfang meiner 24.SSW, habe ich den oralen Glucosetoleranz-Test gemacht. Ich bin keine Risikopatientin (bin 32 J. alt, 1.SS, immer Normalgewicht, meine Mutter hatte auch keine).

    Das Ergebnis:
    Mein Nüchternwert lag mit 114 über der Norm.
    Die folgenden Werte waren 1h nach "Accu-Check" 156 und 2h danach bei 65.

    Bis eine Woche vor dem Test habe ich mit Seitenstrangangina im Bett gelegen und zum Zeitpunkt des Tests hatte ich noch Erkältungsnachwirkungen in Form von Schnupfen und leichtem Husten. Ich habe gelesen, dass eine Erkältung auch bei Gesunden den Nüchternwert erhöhen kann.

    Nun meine Fragen:
    Kann die Resterkältung den Nüchternwert erklären?
    Meine Frauenärztin möchte, dass ich den Test komplett wiederhole, aber ist es nicht ausreichend, nur den Nüchternwert zu kontrollieren, da der Zuckerabbau ja offensichtlich funktioniert?
    (Ich dachte, bei einer SS-Diabetes wäre der Zuckerabbau auf jeden Fall beeinträchtigt.)
    Vielen Dank für Ihre Einschätzung!!!

    MfG
    Merle


  • Re: @ Dr. Keuthage: SS-Diabetes?


    Moin Merle,

    zuallererst Glückwunsch zu Deinem Familienprojekt :-)

    Und jetzt zu dem Aussatz, den Du nicht hast: Schwangerschaftsdiabetes ist keine schreckliche Krankheit, sondern eine einfach ausgleichbare und häufig mit der Schwangerschaft vorübergehende Funktionsstörung - unter 2 Voraussetzungen:
    1. Frau muss mitkriegen, dass ihre Blutzzucker-Automatik gestört ist!
    2. Frau muss die Störung gewissermaßen manuell so ausgleichen, dass ihr Blutzucker meistens so flach & niedrig verläuft, als wenn ihre Automatik gar nicht gestört wäre!

    Mit gesund funktionierender Blutzucker-Automatik wacht frau morgens mit bis um 80 mg/dl auf, hat 30-60 Minuten nach einem ausgiebigen Frühstück für ein paar Minuten an die 120 oder kurz darüber, und ist nach 2 Stunden wieder zurück um 80 oder drunter: Generell 20 von 24 Stunden unter 100 und 3 oder 4 Ausflüge darüber bis um 120 und seltener bis an 140 mg/dl.

    Du kannst jetzt warten, bis Dein BZ 1 Stunde nach dem Essen von 2 größeren Scheiben Brot über 180 ansteigt und nach 2 Stunden noch über 150 oder 160 bleibt (Diagnose-Schwellen für Schwangerschaftsdiabetes). Du kannst jetzt glauben, dass z.B. Werte über 140 zu irgendeiner Zeit Deinem Kind erst nach der Diagnose schädlich werden können, weil Dir ja erst nach der Diagnose medizinoffiziell empfohlen wird, unter diesen 140 zu bleiben, wie Du z.B. hier nachlesen kannst http://www.zuckerberatung.de/diabete...gerschaft.html

    Fazit einer Schwangeren in unserem Familienkreis (Kind kommt Ende Mai, Anfang Juni): "Das ist doch völlig unlogisch. Da muss ich doch nicht abwarten, bis ich die Diagnosegrößen erreiche, nur damit ich dann meinen BZ wieder gesund runterregeln kann. Da sehe ich doch besser gleich zu, dass mein Blutzucker meistens im gesunden Rahmen bleibt."

    Daumendrück, Jürgen

    Übrigens: auf Schwangerschaftsdiabetes wird erst seit etwa 1990 vermehrt untersucht. Bis dahin wurde halt nach der Geburt mit auffällig großem oder/und behindertem Kind praktisch rückwirkend diagnostiziert.

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    • Re: @ Dr. Keuthage: SS-Diabetes?


      ..es gibt (viele) Fälle, wo nur der BZ-Wert erhöht ist...Infekte können den BZ erhöhen, aber nüchtern-Werte von 114 mg/dl sind dennoch ungewöhnlich hoch...daher: sofort zum Diabetologen!!!!..wahrscheinlich brauchen Sie Insulin

      Kommentar