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Diabetes im Alter?

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  • Diabetes im Alter?

    Hallo Dr. Keuthage,

    die Mutter meines Vaters u. auch dessen Schwester haben bzw. hatten sog. Alters-Diabetes. Auch in der weiteren entfernten Verwandtschaft meines Vaters besteht Alters-Diabetes. Meine Frage dazu ist nun: Wie wahrscheinlich ist es, dass ich (43 J., weibl.) auch daran im Alter erkranken könnte?

    Denn kürzlich habe ich bei meinem Augenarzt eine Optomap-Untersuchung durchführen lassen, bei dem die Netzhaut der Augen untersucht wird. Dabei wurde eine winzige Veränderung entdeckt, die auf komm. Diabetes hinweisen könnte.

    Bei meinem Hausarzt habe ich wg. meiner Blutwerte nachgefragt u. er meinte nur, meine Blutzuckerwerte liegen weit unter dem Grenzwert.

    Mein Problem dazu ist noch, dass ich seit ca. 20 Jahren an erhöhte Harnsäurewerte bzw. Gicht leide u. deswegen Tabletten einnehmen muss. Wenn nämlich noch Diabetes hinzukommen würde, wäre es mit dem Essen noch schwieriger. Außerdem bin ich noch chronische Schmerzpatientin (Fibromyalgie).

    Gruß
    Roseanne


  • Re: Diabetes im Alter?


    Hallo, als ich hohen Blutdruck hatte, hieß es auch das sei Vorbelastung. Ja, es war Vorbelastung, Vorbelastung deshalb weil man in den meisten Fällen so ißt wie man es von zu Hause gewohnt war. So wie ich es aus Deinem Thread gelesen habe ist auch in Deinem Fall die Ernährung der Hauptgrund an Deinen Krankheitssyntomen und dann darfst Dich auch nicht wundern wenn Dich eines Tages auch Diabetes einholt. Gruß Wasseronkel

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    • Re: Diabetes im Alter?


      Die erbliche Disposition, die offensichtlich bereits vorhandene Netzhautveränderung und erhöhte Harnsäurewerte sollten eine erhöhte Wachsamkeit fördern bei der T2-Diabetes-Prophylaxe.
      Ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und regelmäßige ärztliche Kontrolle
      der Blutglukose und des arteriellen Blutdrucks.

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      • Re: Diabetes im Alter?


        Hallo Roseanne,

        den Begriff Altersdiabetes hat man früher für Diabetes Typ 2 verwendet,
        heute nicht mehr, seitdem man festgestellt hat, dass DM Typ 2 auch jüngere Menschen bekommen können. Wenn DM 2 in deiner Familie auftrat, könntest Du theoretischer Weise jederzeit auch DM Typ 2 bekommen, nicht erst im Alter.
        Also mit dem Hausarzt bereden, dass man vieleicht 4 mal im Jahr den HBA1C-bestimmt, den Langzeitwert des BZ.

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        • Re: Diabetes im Alter?


          Hallo zusammen,

          erstmal Danke an allen für euere Antworten.

          Ich denke, ich werde jetzt erstmal mit meinem Hausarzt nochmal über alles, was ich hier erfahren habe, reden. Ich muß eh diese Woche zur Blutabnahme. Mal sehen, was raus kommt.

          Gruß
          Roseanne

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          • Re: Diabetes im Alter?


            Hallo Roseanne,

            es ist richtig, dass du dir mit der genetischen Prädisposition darüber Gedanken machst, ob und wann auch du Diabetes bekommen wirst. Leider sind die Tests die dein Doc standardmäßig durchführt nicht dazu geeignet, diabetische Störungen frühzeitig erkennen zu lassen. Der Nüchternblutzucker (NBZ) steigt im Verlauf der Krankheit meist erst ziemlich spät an und wenn der HbA1c kritische Werte erreicht hat, dann ist der Diabetes schon voll da. Wenn dein Doc sagt, dass deine BZ-Werte in Ordnung sind, dann bezieht er das wahrscheinlich nur auf den NBZ.

            Lass unbedingt einen oralen Glukosetoleranztest (oGTT) machen, damit erhältst du eine klare Aussage über den Stand. Wenn dein Doc den nicht machen will, dann musst du es eventuell extra bezahlen oder einen oGTT zu hause selbst durchführen. Der 2h-Wert lässt erkennen, ob du Diabetes (ab 200) oder Prädiabetes (140 ... 199) hast. Bei dir halte ich auch den 1h-Wert für sehr wichtig. Wenn der trotz eines guten 2h-Wertes weit über 140 mg/dl hinausgeht, dann hast du schon eine Störung, die bei deinen Genen mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Diabetes führen wird. Die Disposition zum Verlust der Sekretionsfähigkeit der Betazellen bzw. zu deren Absterben hast du ganz bestimmt geerbt.

            Wenn NBZ, 1h-Wert und 2h-Wert in Ordnung sind, dann kannst du dich beruhigt zurücklehnen und den Test aller 2 bis 3 Jahren wiederholen. Die allgemeinen Ratschläge zum Abspecken, Bewegen und gesunden Essen solltest du trotzdem beherzigen, dann werden die Werte sicher auch weiter gut bleiben.

            Gruß, Rainer

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            • Re: Diabetes im Alter?


              ob ein hausarzt dafür der richtige ansprechpartner ist möchte ich ganz vorsichtig bezweifeln.
              außer es ist eine diabetologische sp praxis.
              mit zahnschmerzen gehe ich ja auch zum zahnarzt, und nicht zum hausarzt.
              mfg. klaus

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              • Re: Diabetes im Alter?


                Hallo Rainer,

                vielen Dank für deine ausführlichen Informationen. Wie schon gesagt, muß ich diese Woche zur Blutkontrolle u. da werde ich meinen Hausarzt auch gleich nochmal auf den oGTT ansprechen. Mal schauen, ob er ihn dann macht od. nicht.

                Wenn ich dich richtig verstanden habe, so kann ich den oGTT-Test auch in der Apotheke kaufen, oder? Weißt du vielleicht auch zufällig, wieviel das kostet? Wahrscheinl. wird es billiger sein, ihn zuhause selbst durchzuführen.

                Außerdem bin ich ja noch in einer Internisten-Gemeinschaftspraxis in Behandlung wg. meiner erhöhten Harnsäurewerte u. dgl.. Dort gibt es auch eine spezielle Fachärztin f. Diabetes. Aber erst werde ich dann mal meine behandelnde Ärztin auf Diabetes u. der Optomap-Netzhautuntersuchung bzw. dessen Ergebnis darauf ansprechen. Mal schauen, was die dann dazu meint.

                Das Thema "Diabetes" ist für mich nämlich noch Neuland. Bisher wußte ich nur, daß es Diabetes Typ 1 u. 2 gibt. Ich weiß nicht mal, was der Unterschied zwischen den beiden Diabetes-Typen ist.

                Ich kann nur hoffen, daß diese Erkrankung nicht auch noch dazu kommt. (()

                Gruß
                Roseanne

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                • Re: Diabetes im Alter?


                  Hallo Rainer...perfekte Antwort...ja unbedingt oGTT machen lassen (kostet den Patienten nichts!!!) und beim Augenarzt nachfragen, denn in der Regel sind diabetische Netzhautveränderungen typisch...Ihr Diabetes-Risiko ist hoch...viel Bewegung ist wichtig

                  Kommentar


                  • Re: Diabetes im Alter?


                    Roseanne, bitte NICHT Apotheke, sondern Diabetologe.....
                    Achja, und, wenn du beim Augenarzt bist und deine Sehfähigkeit sollte sich verschlechter haben, nicht gleich neue Brillengläser kaufen, dann lieber eine Billigbrille in der Drogerie und, falls du am PC arbeitest, die Auflösung vergrößern vorübergehend, weil die Sehfähigkeit wird auf jeden Fall wieder normal, wenn sich die BZ-Werte normalisieren.

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                    • Re: Diabetes im Alter?


                      Hallo Roseanne,

                      den oGTT kannst du nicht in der Apotheke kaufen. Dazu muss man ein bischen mehr erläutern, aber am Ende lässt er sich doch recht einfach selbst durchführen. Besser ist natürlich, wenn der Arzt den macht. Ich denke auch, dass du mit den 3 Stichworten: Mutter, Vater und Augen dabei keine Probleme haben wirst. Bitte ihn auch um den 1h-Wert, der gehört standardmäßig zu dem Test nicht unbedingt dazu. Der ist aber entscheidend für die Frage, ob du schon dringend etwas tun musst oder ob noch alles in Ordnung ist und du nur allgemein vorsichtig sein musst.

                      Wenn du keinen Erfolg hast, dann musst du nicht verzweifeln. Frage dann einfach hier oder mit einer PN nach, wie du sonst noch zu den Werten kommen kannst. Es ist einfach, man muss aber einiges dabei beachten, um richtige Werte zu bekommen.

                      Viel Erfolg bei deinem Doc, Rainer

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                      • Re: Diabetes im Alter?


                        Hallo Rainer,

                        gestern habe ich das Ergebnis der Blutkontrolle vom Mittwoch erhalten. Der HbA1c ist bei 5,7.

                        Die Blutabnahme bei meinem Hausarzt machen allerdings nur die Sprechstundenhilfen. Sie habe ich dann auch darauf angesprochen, ob mal eine genauere Kontrolle auf Diabetes durchgeführt werden könnte. Daraufhin meinten sie, daß ich wahrscheinlich den Langzeittest meine. Ihr habt was v. einem 1h u. 3h-Wert geschrieben. War damit dieser Test gemeint? Wie wird eigentl. der oGTT-Test gemacht? Durch einfaches Blut abnehmen od. wird dieser Test anders gemacht? Mir wurden am Mittwoch 2 Röhrchen Blut abgenommen.
                        Das Ergebnis der Blutkontrollen muß ich dann immer tel. bei den Arzthelferinnen meines Hausarztes erfragen. Nur wenn die Blutwerte nicht in Ordnung sind, muß ich dann nochmal in die Sprechstunde meines Hausarztes u. sonst nicht. Sie meinten diesmal, daß alles bei mir in Ordnung wäre; außer daß der Cholesterinwert etwas leicht erhöht ist.
                        Kann ich mich jetzt eigentl. erstmal beruhigt zurücklehnen od. wurde noch irgendwas vergessen?

                        Wie schon gesagt, habe ich Ende Febr. nochmal einen Termin bei meiner Internistin u. da werde ich auf jeden Fall auch nochmal das Thema Diabetes ansprechen u. auf die kl. Netzhautveränderung. Mal schauen, wie sie dann weiter bei mir vorgeht.

                        Gruß
                        Roseanne

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                        • Re: Diabetes im Alter?


                          hallo,
                          nur anmerkungen.
                          die blutabnahme macht immer das hilfspersonal.
                          der hba1c ist der langzeitwert.
                          wie der orale glucose toleranztest geht kann man nachlesen.
                          laborwerte sollte man sich mitgeben lassen und abheften(dann weiß man wie und wo sie sind)
                          hilfspersonal sollte man nicht zu diagnosen und ergebnissen befragen(das kann nur der arzt)
                          ein internist ist immer der kompetentere ansprechpartner in bezug auf diabetes, der beste ein diabetologe.
                          mfg. klaus

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                          • Re: Diabetes im Alter?


                            Hallo Roseanne,

                            der oGTT ist leider noch nicht dabei. Die Sprechstundenhilfe hat auf deine Bitte hin den HbA1c bestimmen lassen, das ist der Langzeitwert. Von diesem Wert kann man Rückschlüsse auf die durchschnittliche Höhe des BZ in den letzten 3 Monaten schließen, dabei bleiben allerdings BZ-Spitzen bis zu 2 Stunden außen vor. Für die Früherkennung des Diabetes ist es wichtig, die Höhe der BZ-Spitzen zu kennen. Die kann man nur mit dem Zuckerbelastungstest bzw. oGTT ermitteln. Lies dir dazu am besten mal etwas durch, z.B. hier http://de.wikipedia.org/wiki/Orale_Glukosetoleranz.

                            Im Labor wird jetzt wahrscheinlich noch der Nüchternblutzucker (NBZ) bestimmt. Der ist aber auch nicht sehr aussagefähig, weil er oft erst als letzter Wert ansteigt. Wenn du sowieso regelmäßig in ärztlicher Behandlung bist, dann bohre einfach weiter nach dem Zuckerbelastungstest. Irgendwann wird es schon klappen und auf ein viertel Jahr mehr oder weniger kommt es jetzt nicht an.

                            Alles Gute, Rainer

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                            • Re: Diabetes im Alter?


                              Hallo Rainer,

                              vielen Dank nochmal für deine ausführlichen Informationen. Deinen Rat werde ich beherzigen u. weiter bei den Ärzten nach dem Zuckerbelastungstest nachbohren. Wie du schon geschrieben hast, ist es damit ja nicht sooo dringlich.

                              Wie von mir schon erwähnt, habe ich ja eh Ende Febr. nochmal einen Termin bei meiner Internistin u. dort werde ich dann nochmal auf den oGTT nachbohren. Wie Klaus hier im Forum meinte, scheint der Hausarzt wahrscheinl. doch nicht gerade der richtige Ansprechpartner für dieses Thema zu sein.

                              Dir auch noch alles Gute!

                              Gruß
                              Roseanne

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                              • Re: Diabetes im Alter?


                                Hallo Rainer,

                                letzte Woche hatte ich nun meinen Termin bei meiner Internistin wg. des oGTT-Testes. Dabei sind folgenden BZ-Werte heraus gekommen:
                                nüchtern (nach 12 Std.) lag der BZ-Wert bei 77, dann mußte ich die saftähnliche Flüssigkeit trinken, die nach Pflaumensaft schmeckte,
                                einer Stunde danach hatte ich einen BZ-Wert von 212,
                                nach der 2. Stunde hatte ich einen BZ-Wert von 136.

                                Nach Ende des Testes hatte ich auch noch gleich ein Gespräch mit einer Diabetes-Ernährungsberaterin, die auch in der Praxis ihre Räume hatte. Sie meinte zu diesem Ergebnis, daß bei mir noch kein Diabetes vorliegt. Den oGTT-Test solle ich aber in 2 Jahren nochmal machen lassen. Auch meinte sie, daß ich ab jetzt keine Weißmehl-Produkte, keinen Zucker u. nur wenig Fett essen solle, um eine womögliche Diabets-Erkrankung so weit wie möglich hinaus zu schieben. Ist das nicht ein bißchen übertrieben?

                                Muß ich mir mit diesem Ergebnis jetzt ernsthafte Sorgen machen od. kann ich mich erstmal zurücklehnen? Das ich gefährdet bin, an Diabetes zu erkranken, weiß ich ja.

                                Die Beraterin meinte noch, daß ich solche Werte immer haben werde, wenn ich z.B. ein Glas Cola trinken würde. Am liebsten würde ich es selber testen. Aber ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist, ein Blutzuckermeßgerät zu kaufen, um zu prüfen, wie meine Werte nach zuckerhaltigen Speisen u. Getränken sind. Wie teuer sind solche Geräte überhaupt? Oder kannst du mir ein bestimmtes empfehlen? Oder mache ich mir erst mal zu viele Sorgen?

                                Danke im voraus für deine Antwort.

                                Gruß
                                Roseanne

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                                • Re: Diabetes im Alter?


                                  Moin Roseannel,

                                  mit gesund funktionierender Blutzucker-Automatik steht der Mensch mit um 60-80 mg/dl auf, hat 1 Stunde nach dem Zuckerwasser 120-140 und ist nach 2 Stunden wieder zurück bei um 80.
                                  Diabetes ist definiert mit 126 (hat ein gesunder Mensch man gerade nach dem Essen!) und höher morgens nüchtern und 201 und höher 2 Stunden nach dem Zuckerwasser.

                                  Du stehst noch gesund auf, aber nach dem Einverleiben von Zucker (dazu zählen auch Brot und alles mit Mehl, Kartoffeln und Reis, weil das alles zu Zucker verdaut wird) steigt Dein Blutzucker ungesund hoch an und sinkt auffällig langsam wieder ab. Das heißt, Deine Blutzucker-Automatik ist schon defekt. Dein Blutzuckeranstieg ist nur noch nicht hoch und lang genug dafür, dass er nach der heutigen Definition Diabetes genannt wird. Aber nicht die Benennung macht folgekrank, sondern jede Blutzuckerschwankung und jedes Stück Verlauf über den gesunden Rahmen hinaus macht X Nummern Tropfen in Dein Folgekrankheitenfass. Niemand kann Dir sagen, wie voll das schon ist oder wieviel das überhaupt fasst, bis es über läuft. Und irgendwann läuft es halt mit den nächsten paar Tropfen über. Erst dann kann gesagt werden und kannst Du auch selbst sehen, ob an den Augen, den Füßen, den Nieren oder wo sonst zuerst :-(

                                  Deswegen würde ich mir an Deiner Stelle ein Testgerät besorgen - kriegst Du noch von den meisten Herstellern kostenlos für Dein Online-Interesse - und in erste 100 Teststreifen investieren und dann systematisch testen, wie hoch Dein BZ nach deinem normalen Essen ansteigt. Bei allem, was nach 1 Stunde über 140 mg/dl macht, würde ich den Stärke=Zuckeranteil bei den folgenden Mahlzeiten immer weiter verringern, bis es darunter passt. Und wenn Du erst einmal raus hast, welche Mengen wovon bei Dir nach 1 Stunde unter 140 mg/dl passen, reicht der Test ab und zu, wenn Du dir bei einer neuen Futtersorte vielleicht noch nicht sicher bist. Auf diese Weise kannst Du Deine defekte Blutzucker-Automatik super gesund unterstützen und brauchst erst sehr viel später und vielleicht sogar überhaupt nicht auf Diagnose Diabetes vorzurücken :-)

                                  Daumendrück, Jürgen

                                  Kommentar


                                  • Re: Diabetes im Alter?


                                    ..schließe mich Rainer an..

                                    Kommentar


                                    • Re: Diabetes im Alter?


                                      Hallo Rosaenne,

                                      zum Diabetes Typ 2 gehören zwei Zutaten:
                                      1. hohe BZ-Werte nach den Mahlzeiten (meist verursacht durch eine defekte Phase 1 der Insulinausschüttung und Insulinresistenz) und
                                      2. Verminderung der Sekretionsfähigkeit der Beta-Zellen der BSD und deshalb zunehmend nicht ausreichende Insulinausschüttung (dieser Teil ist wahrscheinlich vererbbar).
                                      Der oGTT zeigt, dass bei dir beide Zutaten vorhanden sind. Der 1h-Wert ist viel zu hoch, bei stoffwechselgesunden steigt der nie auf 140 an. Der 2h-Wert ist ebenfalls zu hoch, wenn die Beta-Zellen noch voll arbeiten würden, müsste der stabil unter 100, mindestens jedoch unter 120 zurückgehen.

                                      Du hast noch keinen Diabetes (2h-Wert über 200), aber bei einem „weiter so“ ist das nur eine Frage der Zeit. Du hast noch nicht einmal Prädiabetes (2h-Wert über 140), den kann man dir aber bestimmt schon beim nächsten Termin bescheinigen. Soweit die schlechte Nachricht und jetzt die gute: Du kannst selbst beeinflussen, ob bei dir weitere Beta-Zellen sterben und wie schnell das passiert, wann du also entgültig Diabetes bekommst.

                                      Ich schließe mich Jürgens Vorschlag an und empfehle dir, ein BZ-Messgerät zu besorgen und so essen zu lernen, dass deine Werte 140-120-100 mg/dl in 1-2-3 h nach den Mahlzeiten nicht übersteigen. Das ist für dich jetzt noch ganz easy und mit den 2h und 3h-Werte brauchst du dich überhaupt noch nicht zu beschäftigen. Du musst nur so essen, dass dein 1h-Wert meistens unter 140 bleibt. Normalerweise wird zuallererst Abnehmen und Bewegung angepriesen. Das ist in der Tat auch wichtig und kann die BZ-Führung erleichtern. Aber das A und O ist die Ernährung und dabei spielen die KH, insbesondere die schnell ins Blut gehenden KH die Hauptrolle. Weil Brötchen, Kartoffeln, Nudeln, Reis u.s.w. bei jedem etwas anders wirken, kannst du nur mit Messen zuverlässig herausbekommen, von was du wieviel und wann essen darfst. Eine gute Kurzanleitung in englisch kannst du dir hier http://www.phlaunt.com/diabetes/22229807.php herunterladen. Wenn du die in der deutschen Übersetzung haben willst oder an weiteren Hinweisen interessiert bist, dann schicke mir einfach eine PN.

                                      Glückwunsch zu deiner Initiative, du hast dadurch frühzeitig herausbekommen, dass du etwas gegen den Diabetes tun musst. Die gesunde BZ-Führung ist für dich noch so einfach machbar, darum wird dich jeder Diabetiker beneiden, der das sehr viel komplizierter mit Insulin oder OADs hinkriegen muss. Bei dir reichen wahrscheinlich Vollkornprodukte, eine Kartoffel weniger oder einfach nur langsamer essen. Abnehmen und Bewegung ist natürlich auch nicht verkehrt, zumal es auch für die Allgemeingesundheit sehr gut sein soll. Wenn du es schaffst, dass dein oGTT in zwei Jahren noch die gleichen Werte bringt, dann hast du alles richtig gemacht.

                                      Viel Erfolg dabei, Rainer

                                      Kommentar


                                      • Re: Diabetes im Alter?


                                        Hallo an alle,

                                        vielen Dank an allen für die ausführlichen Informationen.
                                        Dann werde ich mir mal ein BZ-Meßgerät besorgen, um herauszufinden, wie mein BZ auf welche Nahrungsmittel reagiert. Dann sieht man weiter. Allerdings muß ich vorher noch die Preise u. die Handhabung der einzelnen Meßgeräte vergleichen mit welchem ich am besten zurecht komme. Oder hast du einen Tip?

                                        Für weitere Informationen bin ich natürlich dankbar. An dir, Rainer, habe ich eine PN geschickt wg. der deutschen Übersetzung der Diabetes-Kurzanleitung.
                                        Bist du in einer SHG, weil du dich so super mit Diabetes auskennst?

                                        Alles Gute!
                                        Roseanne

                                        Kommentar


                                        • Re: Diabetes im Alter?


                                          Hi Roseanne,

                                          du musst das Messgerät NICHT kaufen, ruf einfach bei einem Hersteller an, die senden dir das innerhalb von 14 kostenfrei zu. Meist wünschen die Firmen, dass du ein Feedback-Formular dafür ausfüllst. Die Teststreifen verordnet dir dann der Arzt.
                                          Bzw. bekommst du ein Messgerät auch kostenfrei direkt vom Arzt, am besten zum Diabetologen gehen.

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                                          • Re: Diabetes im Alter?


                                            Hallo Rosaenne,

                                            nimm dir viel Zeit und schau dich in Ruhe um. Du hast noch keinen Diabetes und würdest ihn wahrscheinlich auch erst nach mehreren Jahren bekommen. Also kannst du das mit den 140-120-100 nach 1-2-3h ganz entspannt angehen.

                                            Kauf dir kein Messgerät, lass es dir von den Herstellern schenken, z.B. http://www.diabetes-forum.com/script...=show&ID=47634 hier. Die teuren Messstreifen schenkt dir allerdings niemand mehr, die musst du dir dann kaufen (Internetapotheke, ebay,...). Du brauchst nicht zu befürchten, dass du nun dein ganzes Leben den BZ messen musst. Wahrscheinlich genügen bei dir 2..3 Monate um herauszufinden, was du essen darfst und was nicht. Danach reichen ganz wenige Kontrollmessungen zur Bestätigung, dass du noch alles richtig machst und vielleicht auch mal, wenn du deinen Speiseplan stark umstellen willst.

                                            Deine Frage kann ich mit ja beantworten, ich bin Mitglied einer sehr großen und weisen SHG - der Internetgemeinde. Du bist ja jetzt auch Mitglied und kannst dir hoffentlich noch viele wertvolle Tipps bei uns abholen.

                                            Beste Grüße, Rainer

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                                            • Messgerät und Teststreifen


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                                              Am Ende hat der Hausarzt 2-3 Packungen im Schrank ZUM Messgerät (Unsere Hausärzte und Diabetologen haben das im Schrank.), die er Roseanne gibt.

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