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Novonorm

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  • Novonorm

    Ist eine Therapie mit Novonorm sinnvoll oder wäre es besser gleich Insulin zu spritzen? da cih gehört habe das das Novonorm die Bauchspeicheldrüse quasi auspresst bis die bauchspeicheldrüse dann nicht mehr in der Lage ist Insulin zu produzieren und man dann einen Insulinpflichtigen Diabetes entwickelt und bei Insulin würde man die Bauchspeicheldrüsse unterstützen und entlasten. Ist dies wirklich so das bei längerer einnahme von Novonorm die Bauchspeicheldrüse dann nicht mehr in der Lage ist selebr Insulin zu produzieren?


  • Re: Novonorm


    hallo,
    das mit dem ausquetschen ist mal irgendwo entstanden. wie so vieles und wird immer wieder aus der mottenkiste geholt. auch wenn es definitiv unsinn ist. bestes beispiel durch einen druckfehler wurde vo 80 jahren mal viel eisen im spinat festgestellt, dieses wurde 14 tage später korrigiert. trotzdem stand in der neuesten tv zeitung man esse gegen eisenmangel spinat.
    der vorteil von novonorm und starlix ist, daß es gezielt vor dem essen genommen wird.
    und dann aufhört zu wirken. m gegensatz dazu wirken glibenclamid und glibepirid länger also muß dann gegessen werden. was man ja nicht immer möchte.
    stell dir mal einen spitzenkoch vor dem 100mal am tag das wasser im mund zusammenläuft,
    der müßte ja nach ein paar tagen auch keinen speichel mehr haben. ;-)) - wegen ausgequetschter speicheldrüsen.
    daß man mit know how mit insulin "gezielter" das essen abdecken kann ist unbestritten, daß insulin die bsd schont auch, daß es aber mit insulin eine gehörige portion wissen, und "disziplin" braucht um wirklich gut den bz zu fahren, und sich nicht kilos anzuspritzen ist auch tatsache.
    daß meist nach einigen jahren auch t 2 auf insulin kommen ist tatsache, wird durch schlechter werdende werte nötig.
    der große vorteil der ict mit basis bolus ist die völlige unabhängigkeit von essenzeiten, und wenn man nichts essen will auch kein problem, oder wenn man nur mal obst essen will mit einem kleinen bolus, usw ...
    mit pillen ist man auf feste mengen fixiert. das ist der nachteil.
    mfg. klaus

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    • Re: Novonorm


      Die Insulinsekretagoga - dazu gehört das Repaglinide Novonorm auch - "quetschen" die Bauchspeicheldrüse nicht aus, verkürzen auch nicht die Lebensdauer der Betazellen, sondern stimulieren lediglich die eigene Insulinabgabe.

      Externe Insulingaben unterstützen die Betazellen und können die vorteilhafte Eigensekretion verlängern. Bei vielen T2-Diabetikern tritt nach nach langer Diabetesdauer
      oft ein Sekundärversagen der Betazellen ein, sie werden also insulinpflichtig.

      Ob orale Antidiabetika oder externes Insulin, wenn eine diätetische Kompensation nicht mehr genügt, sollte der Arzt mit dem Patienten individuell entscheiden.

      Kommentar


      • Re: Novonorm


        Die Typ2-Therapie geht noch heute standardmäßig davon aus, dass die Masse der Beta-Zellen eh abnimmt, bis wie beim Typ1 schließlich keine nennenswerten Mengen an eigenem mehr produziert werden und das notwendige Insulin halt früher oder später gespritzt werden muss. Aus Mangel an Info, Angst vorm Spritzen und dem Vorurteil der drogenmäßigen Abhängigkeit vom Insulin unterstützen die meisten Betroffenen diesen standardmäßigen Ansatz und verlangen so lange irgend möglich nach Tabletten nach dem Motto: Wenn ich eh irgendwann in den sauren Apfel beißen muss, will ich mir aber wenigstens so lange wie irgend möglich die Illusion der weitestgehenden Normalität erhalten!
        Pro-aktive Diabetiker halten dagegen, dass wahrscheinlich schon über mehrere Stunden pro Tag anhaltende Blutzucker-Ausflüge über 140 mg/dl die verbliebenen Beta-Zellen weiter dezimieren (Glukotoxizität) und dass man die nur nennenswert erhalten kann, wenn man seinen Blutzucker weit überwiegend gesund steuert. So ein Steuern ist aber nur mit alltäglich passend mehrmaligem Gebrauch von Teststreifen möglich, und die gibt es in ausreichender Menge bei uns in D nur zusammen mit der vollständigen Insulin-Therpie auf Kassenrezept. Zudem gibt es bisher kein BZ-senkendes Medikament, dass so gezielt einsetzbar wäre und dabei so wenige Nebenwirkungen zeigt, die zudem vom User nahezu gänzlich ausgeschlossen werden können.

        Nebenwirkung 1: Gewichtszunahme
        Wer sich wesentlich auf die tägliche Spritzmenge beschränkt, die ein gesunder Pankreas täglich produzieren würde, und dabei den Blutzucker-Verlauf weitgehend im stoffwechselgesunden Bereich steuert, erlebt eher ein Gewichthalten bis zur leichten Abnahme.
        Nebenwirkung 2: Unterzuckerung - Hypo(glykämie)
        Entstehen ausschließlich immer dann, wenn man sich mehr Insulin gespritzt hat, als man für den jeweils gesunden BZ-Verlauf braucht. Das kann die normale ärztliche Einstellung nicht leisten. Die kann nur den Rahmen für die Erkundung des genauen eigenen Bedarfs in der jeweiligen Situation bieten, die man dafür selbst leisten muss. In dieser Erkundungsphase, in der man Bewegen, Essen und Spritzen so miteinander optimieren lernt, dass der Blutzucker nur noch in möglichst gesunden Grenzen schwankt, erfordert über den Tag verteilt maximal eine halbe Stunde systematisch Kümmern. Anschließend entspricht der Aufwand dem mit der normalen ärztlichen Einstellung. Als Lohn kommt man mit deutlich weniger Insulin als bei der ärztlichen Einstellung aus, und eine zufällige Blutuntersuchung irgendwann am Tag wird selten auch nur einen Diabetesverdacht begründen :-)


        Klaus hat Recht: Die Beta-Zellen werden durch diese Mittel, die die Insulinproduktion stimulieren, nicht ausgequetscht. Aber das alte Bild trifft im Ergebnis trotzdem. Denn der Typ2 verfügt bei Diagnosereife nur noch über etwa 50% oder noch weniger der Betazellmasse eines vergleichbaren stoffwechselgesunden Menschen. Das kommt daher, dass infolge einer bisher noch nicht identifizierten Störung in dem fortlaufenden Erneuerungsprozess unseres Organismus beim Typ2 turnusmäßig nicht so viele Beta-Zellen neu gebildet werden wie absterben. Und konventionelle Mittel zur Stimulation der Insulinausgabe scheinen dieses Missverhältnis noch zu vergrößern. Einzig den neuen Mitteln Byetta und Januvia wird sogar eine mehr oder weniger leichte positive Umkehrung dieses Verhältnisses zugeschrieben - allerdings wohl für Jahre erst noch auf Grund der vielen Tierversuche in der Entwicklung der Mittel. Denn Menschen lassen sich gemeinhin erst nach ihrem Ableben sezieren, und das wird zur Überprüfung dieser langfristigen Medikamenten-Wirkung unerlässlich sein.

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        • Re: Novonorm


          Hm..das ist ja sehr interessant weil es dem wiederspricht was mir ein Diabetologe erzählt hat: "mit novonorm oder sog. sulfonylharnstoffen wird die bauchspeicheldrüse beta zellen dazu gebracht unabhängig vom aktuellen bz insulin auszuschütten, an sich nicht optimal. wahrscheinlich werden die sog. glp-1 analoga oder dpp4 hemmer hier besser wirken "

          Darauf war meine zweite Frage:"Dann liege ich mit meiner Vermutung richtig, dass die Bauchspeicheldrüse dadurch streiken kann weil sie zu "erschöpft" ist? Dann wäre es sinnvoler das Medikamnt zu wechseln anstatt beim Novonorm zu bleiben? ! Seine Antwort:"richtig, wahrscheinlich ist insulin die lösung !"

          Nun da ich jetzt hier auf die selbe frage eine total andere Antwort bekommen habe verwirrt es mich doch nur noch umso mehr, was stimmt den nun?

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          • Re: Novonorm


            sorry,
            wo wiederspricht sich da etwas ?
            daß die sekretoga insulin auschütten lassen ohne auf den aktuellen bedarf rücksicht zu nehmen steht dort.
            nur vom ausquetschen steht da nichts, und das hat der doc auch garantiert nicht gesagt.
            daß byetta&co für viele t2 von vorteil sind ist ja nun reichlich bekannt, aber eben auch nicht für alle.
            daß insulin das mit abstand nebenwirkungsärmste medikament ist steht auch oben.
            nur daß es eben auch einen bewußten einsatz verlangt,- steht auch oben.
            also außer der quetscherei , sehe ich nirgendwo einen wiederspruch.
            die entscheidende frage ist doch
            1. was traut der doc dir zu ?
            2. was traust du dir zu ?
            3. was entscheidet der doc für dich, denn er hat die therapiehoheit !
            mfg. klaus

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            • Re: Novonorm


              Hab geschrieben, dass das Ausquetschen nicht zutrifft, weil da organisch nix gequetscht wird. Sondern das Verhältnis von Neubilden zu Absterben kippt schlicht noch weiter zur Absterbeseite. Hab geschrieben, dass deswegen das Ausquetsch-Bild im Ergebnis stimmt: Es kann nur immer weniger Insulin produziert werden.

              Dein Diabetologe gehört eindeutig zur besseren Sorte, wenn er Dir erklärt hat, "mit novonorm oder sog. sulfonylharnstoffen wird die bauchspeicheldrüse beta zellen dazu gebracht unabhängig vom aktuellen BZ insulin auszuschütten, an sich nicht optimal. wahrscheinlich werden die sog. glp-1 analoga oder dpp4 hemmer hier besser wirken "
              Hab geschrieben, dass bislang noch niemand weiß, wie weit diese neuen Medis wirklich tragen.

              Deswegen hab ich doch geschrieben, dass ich an Deiner Stelle Insulin nehmen würde.
              "So ein Steuern ist aber nur mit alltäglich passend mehrmaligem Gebrauch von Teststreifen möglich, und die gibt es in ausreichender Menge bei uns in D nur zusammen mit der vollständigen Insulin-Therpie auf Kassenrezept. Zudem gibt es bisher kein bz-senkendes Medikament, dass so gezielt einsetzbar wäre und dabei so wenige Nebenwirkungen zeigt, die zudem vom User nahezu gänzlich ausgeschlossen werden können."
              Tut mir leid, wenn Du draus liest, dass ich das irgendwie anders gemeint hätte.

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              • Re: Novonorm


                Doch weil meine Frage an den Diabetologen war ja, ob die BD dann "quasi! ausgequetscht wird, darauf gab er mir ja dnan die Antwort. Er erwähnt dann noch etwas von sog. sulfonyharnstoff versager die mit Danoil behandelt wurden gäbe etwa 6% von denen die über 1 Jahr danoil einnehmen dann Insulin bräuchten.
                Die BD sei denn wie erschöpf da dass Novonorm, wie Du es eben auch erwähnt hast Insulin auschütet, ohne auf den aktuellen Bedarf rücksicht zu nehmen.

                Gruss
                Littlejune

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                • Re: Novonorm


                  Okay, danke, ja das Wort "ausquetschen" ist von mir etwas ungünstig gewählt.

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                  • Re: Novonorm


                    Hallo kleiner Juni,

                    vertrau dem Diabetologen und seiner Therapie. Es wird immer Nebenwirkungen bei Medikamenten geben, die auftreten KÖNNEN, aber nicht müssen. Deshalb begleitet dein Diabetologe auch Deine Therapie labortechnisch und Blut und Urin sind ganz schöne "Plaudertaschen".
                    Alles Gute von Herzen.

                    Kommentar



                    • Re: Novonorm


                      danoil kenne ich nicht und onmeda kennts auch nicht,
                      und wenn sh versagt dann merkt man das ja.
                      wenn du novonorm nimmst und nichts ißt fällt der bz in den keller
                      wenn du insulin spritzt und nichts ißt passiert das gleiche.
                      natürlich ist man wie mehrfach geschriebn mit insulin flexibler.
                      man muß es nur verschriebn bekommen.
                      und tom fährt ohne insulin , mit byetta, metformin, und glimepirid, hervorragend und wesentlich besser als mit insulin, und hat sich über das ausquetschen garantiert keine gedanken gemacht.
                      da byetta teuer , und insulin mit teststreifen noch teurer ist werden nicht alle die es wollen das bekommen was sie wollen.
                      ich wünsche dir daß du das richtige bekommst mfg. klaus

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                      • Re: Novonorm


                        Ich nehme Glimeprid, auch ein Sulfonharnstoff vor dem essen, hatte auch sowas gehört zum Thema "Ausquetschen der BSD", hatte auch bedenken, habe mich aber wieder eingeholt mit dem Glauben an meine Diabetologin. Warum sollte sie mir etwas verordnen, was die BSD garantiert platt macht. Ich habe jetzt 2 Quartalslaborauswertungen hintermir, alles im grünen Bereich. man kann sich im Internet gut informieren, darf sich aber nicht verrückt machen lassen...habe ich zumindest gelernt...
                        Die Frage, ob Insulin oder Tabletten....?
                        Ich habe vor Byetta+Glimepirid+Metformin Insulin gespritzt. Wunderbar, man ist flexibel, kann Essen, wann man will.. Großer Irrtum....
                        Also für MICH ganz persönlich hat sich herausgestellt, dass ich durch die Byetta-Therapie mir "ordendliche und manierliche Essgewohnheiten" angeeignet habe, zwischen den Byetta-Injektionen müssen z.B. mindestens 6h liegen, ich habe ein ordentliches Zeitmanagement für meine Mahlzeiten. Mir geht es wesentlich besser als mit Insulin.
                        Aber das muss wahrscheinlich wirklich, wie Klaus sagt, Jeder für sich herausfinden, welche Therapie für ihn am Besten ist.

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