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Diabetes Typ I und ständige Gewichtszunahme

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  • Diabetes Typ I und ständige Gewichtszunahme

    Ich habe seit meinem 15 LJ Diabetes - bin jetzt 29. Damals war ich kräftig aber keineswegs dick.

    Mittlerweile bin ich 160cm groß und wiege 120 kg... Ich nehme dauernt zu- egal wie ich mich ernähre... Ich habe radikal Diäten gemacht mit Suppe den ganzen Tag- ich hab nur 1000kcal zu mir genommen- Trennkost- nur Obst... ich hab so ziemlich alles probiert !!!!!!! Und es wird immer mehr an Gewicht -
    Meine Diabetologin hat mich jetzt zu einer Ernährungsberaterin überwiesen und die hat mir einen Ernährungsplan aufgestellt- mit dem Ergebnis dass ich in 4 Wochen 5kg zugenommen hab... ICH BIN AM VERZWEIFELN !!!
    Meine BZ Werte sind stabil und mein HBA1C liegt bei unter 10...
    auch die restlichen Blutwerte wie TSH etc. sind unauffällig...

    Haben SIE einen Rat für mich????

    VIELEN DANK


  • Re: Diabetes Typ I und ständige Gewichtszunah


    ganz schön extrem :-( Mit wie viel Insulin spielst Du denn so in 24 Stunden? BE-Faktoren usw, Basalmenge?

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    • Re: Diabetes Typ I und ständige Gewichtszunah


      Kommt drauf an- momentan 4BE Frühstück- 1BE Zwischenmahlzeit- 5-7 BE Mittagessen - 5 BE Abendessen... das ist so momentan und der Blutzucker ist stabil- ohne große Ausreiser...
      Abends spritz ich 12 Einheiten und komm damit früh gut raus...

      Kommentar


      • Re: Diabetes Typ I und ständige Gewichtszunah


        hab nach Faktor gefragt, also wie viele IEs spritzt Du für 1 BE?

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        • Re: Diabetes Typ I und ständige Gewichtszunahme


          Die ständige Gewichtszunahme bei einem BMI von > 40 kg/m²i st schon heftig.

          Wie schaut denn der Ernährungsplan der Ernährungsberatung aus?
          Kilocalorien pro Tag ? Bewegung?
          Welches Langzeit- und Bolusinsulin?
          Wie hoch ist der BE-Faktor und die Tagesgesamtmenge an Insulin?

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          • Re: Diabetes Typ I und ständige Gewichtszunah


            hallo funni,
            der ansatz von jürgen ist schon richtig.
            1. was verstehst du denn unter guten werten? ein guter wert ist zielwert 100mg/dl,
            hba1c <6.5%.
            2. weshalb zwischenmahlzeiten ? mit analoga nicht nötig.
            3. ißt du sehr kh lastig = alles was nicht sofort verbraucht wird landet als fett.
            4. was spritzt du als basal ? und was als basal am tage, ?
            5. eine gute insulinschulung mit entsprechenden insulinen. würde schon weiter helfen.
            6. du bist mit den diäten in die gleiche falle getappt wie millionen anderer frauen,
            die nach diäten nicht weniger sondern mehr wiegen, mit jeder diät mehr.
            wenn nur eine einzige diät funktionieren würde , gäbe es "diese" als empfehlung, da aber jedes jahr 10 "neue" erfunden werden ist es , das zeichen, daß sämtliche davor versagt haben.
            und die neuen natürlich auch. darauf kommt man im folgenden jahr.
            mein tip, kh mengen runter 10-12 be/d, insulinmengen runter, und zielwert 100. zwischenmahlzeit ten weglassen. falls noch nicht tagsüber basal, denn dann verringert sich die bolusmenge..
            du wärst ein guter kandidat metformin zusätzlich zu testen.
            sport ist nie verkehrt, sofern man kann,
            mfg. klaus

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            • Re: Diabetes Typ I und ständige Gewichtszunah


              Tja, ich würde sagen..nun habt ihr se verscheucht, denn es wird sicher keine Antworten auf die Fragen geben. Und am Ende ist es kein 1 sondern 2.???....*g*..Böses Volk, Böses....

              Kommentar



              • Re: Diabetes Typ I und ständige Gewichtszunahme


                ..wenden Sie sich an einen Spezialisten (Ernaehrungsmediziner), der auch die Moeglichkeit einer Operation mit Ihnen diskutieren kann

                Kommentar


                • Re: Diabetes Typ I und ständige Gewichtszunahme


                  Hallo funni79, Dein Beitrag ist zwar schon einige Zeit her und ich wäre erstaunt, wenn Du abgenommen hast.
                  Ich habe seit 50 Jahren Diabetes I, mit 11 Jahren habe ich angefangen, sofort mit 4 Spritzen täglich. Inzwischen hat sich das Insulin geändert, meine Eßgewohnheiten sind stabil und ich esse wenig.
                  Mein Gewicht aber wächst, besonders in den letzten Jahren, stetig an. Innerhalb von 4 Jahren habe ich 25 Kilo zugenommen. An was liegt das?? Frage ich mich jeden Tag. Ich spritze täglich immer noch 4 x, insgesamt ca. 40 E Novorapid und ca. 14 E Levemir.
                  Ich spritze nach Bedarf, also nach der Messung des Blutzuckers.
                  Mein Zuckerwerte springen rauf und runter, hypoglykämische SChocks sind in letzter Zeit an der Tagesordnung. Letzte Woche war ich ca. 4 Stunden ohne Bewußtsein. Komme immer von alleine zurück aus dem Nimmerland. Die früheren Anzeichen dafür sind verschwunden, der Schock kommt unverhofft. Kann nur testen, testen und noch mal testen. Passiert trotzdem.
                  Hat jemand von Euch ähnliche Probleme oder kann mir Tips geben, was ich verändern könnte Punkto Gewicht und bezüglich der Schocks?
                  Danke

                  Kommentar


                  • Re: Diabetes Typ I und ständige Gewichtszunahme


                    hallo speedo,
                    nein sunny hat sich nicht mehr gemeldet, leider.
                    aber wer mit hba1c wert 10% rumläuft und dazu insulin spritzt und ißt "muß" zunehmen, es ist der teufelskreis hoher bz wert hoher insulinwert, die rezeptoren in den zellen sinken in die zelle zurück, nur die fettzellen machen die arme auf, der rest ist bekannt.
                    du brauchst eine moderne insulin schulung ict, denn wer nur nach den werten und nicht prospektiv nach dem erwarteten essen spritzt ,
                    läuft seinen bz werten hinterher , so wie sunny auch.
                    ein getesteter sea, modernes insulin keine zwischenmahlzeiten,
                    erstmal zielwert 120.
                    weshalb hast du denn hypos ? hast du das mal überlegt ?
                    hypos kommen wenn mehr insulin vorhanden ist als zz gebraucht wird.
                    dazu eine solide basisversorgung.(essensauslaßtest)
                    und wer die kh reduziert reduziert die insulinmenge, damit auch die gefahr zu viel zu spritzen.
                    mfg. klaus

                    Kommentar



                    • Re: Diabetes Typ I und ständige Gewichtszunah


                      Moin Speedo,

                      ich muss Dich enttäuschen: Du spritzt nicht nach Bedarf. Nach Bedarf würde bedeuten, dass Du z.B. 100mg/dl misst, für Deine BEs spritzt und isst und nach 2-3 Stunden wieder bei 100mg/dl rauskommst und dass sich dann der BZ in den folgenden 2 Stunden ohne weiteres Spritzen und Essen nicht viel weiter weg von den 100 bewegt.

                      Also: die Spritzmenge passt, wenn der Blutzucker nach dem Auslauf der Insulinwirkung wieder etwa genau so hoch ist, wie beim Spritzen. In dieser einfachen Weisheit stecken wenigstens 3 Herausforderungen in einem einzigen Vorurteil: Wir halten das Ganze für eine Rechenaufgabe. Die Realität sieht das anders, denn
                      1. denn 40g KHs von der einen Sorte können wirken wie 30 von einer anderen oder 50 von einer nächsten.
                      2. denn mit der Menge verändert Insulin sein Wirkverhalten. Generell gilt, dass sich mit größeren Mengen die Wirkung nicht einfach in der Spitze erhöht, sondern über einen längeren Zeitraum verbreitert.
                      3. denn schließlich wirkt Insulin nicht sofort mit dem Spritzen, sondern mit mehr oder weniger großer Verzögerung. Hier kann ein mehr oder weniger großer SEA (Spritz-Ess-Abstand) sehr hilfreich sein.

                      Zu 1. Da ist zunächst die Essenmenge. Die kriegen wir in BEs zu schätzen gesagt. Manche Leute wiegen's sogar ab. Und trotzdem liegen allein darin, selbst wenn man richtig geschätzt und gewogen und gerechnet hat, zwischen BEs und BEs oft große Unterschiede, ganz einfach weil nicht alle BEs immer gleich schnell und intensiv verstoffwechselt werden. Da können 4 BEs von der einen Sorte schon wirken wie 3 BEs von einer anderen oder 5 BEs von einer weiteren - und das ohne jeden Schätz- oder Wiege- oder Rechenfehler! Von daher macht es Sinn, für die persönlichen Standardmengen der bevorzugten Brot- und Brötchen- und sonstigen KH-Sorten die Insulinmengen direkt auszutesten. Also nicht fragen, wie viele BEs haben die 2 Brötchen, die ich da meistens zum Frühstück esse, und das dann rechnen, sondern direkt austesten, welche Insulinmenge passt für diese Brötchen?
                      Und dafür einfach messen und spritzen und essen und messen und messen und... z.B. in Halbstunden-Schritten, wie der Blutzucker zunächst ansteigt, dann anhält und umkehrt und zu sinken beginnt, bis er halt nicht mehr sinkt. Und wenn da dann die selbe Höhe wie vor dem Spritzen erreicht ist, hat die Spritzmenge zur Essmenge gepasst.

                      zu 2. Da ist zum zweiten die Insulinmenge. Mehr Khs=mehr Insulin scheint logisch, und bei KHs funzt das auch meistens so einfach: nahezu unabhängig von der Menge wird die bei den meisten Essern in der Stunde nach dem Essen zum weitaus größten Teil zu Zucker verstoffwechselt und aus dem Darm ins Blut übergeben. Mit Insulin funzt das in ähnlicher Weise nur mit kleineren Mengen. Mit kleineren Mengen können wir den Anstieg der Wirkung zu einem deutlichen Gipfel und dann das Absinken der Wirkung innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums messen.
                      Mit mehr Einheiten steigt dagegen eben nicht einfach der Wirkgipfel, sondern die mehr Einheiten verteilen sich auf einen immer weniger höheren Wirkgipfel über eine immer längere Zeit. Das kann z.B. bedeuten, dass Hausnummer 4 IE vor dem Essen von 1 Brötchen den Blutzucker nach dem Essen im Bereich von max 140-120-100mg/dl nach dem Essen halten, dass das mit 8 IE für 2 Brötchen schon 180-150-130-100 nach 1-2-3-4 Stunden werden und mit 16 IE und 4 Brötchen 280-230-180-130-80 und noch länger. Das bedeutet, obwohl man für 4 Brötchen auf einmal gespritzt hat, macht Sinn, sie für einen gesund flacheren BZ-Verlauf über die Wirkzeit des Insulins nacheinander verteilt zu essen.

                      zu 3. Da ist zum dritten der SEA. Denn so wie die Wirkung von immer mehr Insulin sich immer mehr in die Länge ziehen kann, kann der Eintritt der Wirkung nach dem Spritzen auch mehr oder weniger verzögert verlaufen. Direkt in ein Gefäß gespritzt würde die Wirkung zum größten Teil praktisch direkt verpuffen, denn alles im Moment zuviele Insulin würde von der Leber innerhalb von weniger als 5 Minuten neutralisiert. Zudem hat Insulin, das einmal in den Blutkreislauf gelangt ist, nur noch eine Halbwertzeit von 4,5 Minuten. Das heißt, dass 2 IE nach 4,5 Minuten nur noch die Wirkung von 1 IE haben, ohne dass die Leber etwas davon abbaut oder ein Verbraucher sich etwas davon nimmt.
                      Damit wir etwas mehr vom Insulin aus dem Pen haben, spritzen wir es ins Fettgewebe. Und von dort gelangt es nach und nach in den Kreislauf und wird dort so nach und nach wirksam. Aber wie lange es nun vom Spritzen bis zum Wirksamwerden braucht, kann von Mensch zu Mensch sehr verschieden sein und bei jedem dann auch noch von Tageszeit zu Tageszeit. So braucht z.B. schnell wirkendes Analog-Insulin bei mir morgens vom Spritzen bis zum Wirksamwerden fast 1 Stunde. Wenn ich also direkt nach dem Spritzen morgens mein Frühstücksbrot esse, steigt mein Blutzucker in der Stunde nach dem Essen bis auf 180 an, bevor das Insulin dafür zu wirken anfängt. Weil ich aber nur max 140 haben will, warte ich nach dem Spritzen mit dem Frühstück etwa eine dreiviertel Stunde, halte also diesen SEA ein.

                      Wenn die Spritzmenge stimmt, kann man schauen, wie weit man die BZ-Spitze etwa 1 Stunde nach dem Essen gesenkt kriegt, indem man immer zur etwa selben Tageszeit bei etwa immer gleichen Portionen den Spritzzeitpunkt in 5-Minuten-Schritten vor zieht, bis die Spitze nicht mehr weiter absinkt oder/und der Blutzucker schon vor dem Essen zu viel sinkt. Direkt davor liegt dann der für diese Tageszeit optimale SEA.

                      Um den Verlauf ein bisschen übersichtlicher lesen und schon auf einen Blick abschätzen zu können, mach ich mir immer dann, wenn ich was rausfinden will, für die Zeit für jeden Tag einen A5-Zettel in folgender Form:
                      ........1........
                      ..................
                      ........2........
                      ..................
                      ..................
                      ..................
                      ........23......
                      ..................
                      ........24......
                      ..................
                      Links vor der Zeitzahlenreihe trag ich dann immer die Messwerte in ihre Zeit ein. Dann sind die auf einen Blick zu sehen, und gleich auch mit ihren Abständen zueinander und mit ihren Abständen zum Essen (nicht BEs, sondern einfach voll ausgeschrieben alles) und zum Spritzen und zu Bewegung (was und wie lange). Das steht dann ausführlich alles rechts, auch immer in seiner Zeit.

                      WICHTIG:
                      Wenn Du (wieder) passend zu Deinem Essen spritzt und Dein BZ damit ausgeglichen und ohne große Spitzen und Zacken verläuft, außer direkt nach dem Essen meistens so zwischen 100 und 140, dann merkst Du vielleicht auch wieder, wenn er unter 80 oder unter 70 absinken will. Denn die Anzeichen dafür nehmen ab, wenn Typ1 sich viele Hypos in wenigen Wochen leistet.
                      Und Du Deinen BZ wieder in Ordnung hast, wirst Du auch eine Lösung für Dein Gewichtsproblem finden :-)

                      Daumendrück, Jürgen

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                      • Re: Diabetes Typ I und ständige Gewichtszunahme


                        Hallo klausdn,
                        danke für die Antwort. Da der Arzt festgestellt hatte, daß mein Blutzuckerwert im allgemeinen zu hoch ist, bin ich jetzt bedacht, ihn kontinuierlich zu senken. Gelingt mir auch, aber eben nicht immer. Meine Werte schwanken zu sehr. Bin noch bei 120, freu mich, teste das nächste Mal, stehe bei 400, obwohl ich ganz normal meine BE gegessen habe, spritze natürlich gleich 12 E Novorapid hinterher, um nach einer Stunde festzustellen, daß ich immer noch auf 350 stehe, spritze noch mal 10 E und ade.
                        Bin nach 3,5 Stunden wieder aufgewacht. Ohne Anzeichen verfalle ich in einen Schock und erwache auch von alleine wieder.
                        Ich denke, im Moment sind die Schocks vorrangig, nicht die Gewichtszunahme. Muss da noch mal mit meinem Arzt sprechen, so geht es nicht weiter. Was kann man erwarten nach 50 jahrelangem Insulinkonsum, der Körper ist total kaputt.
                        Aber danke für Dein Interesse.
                        Gruss speedo

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                        • Re: Diabetes Typ I und ständige Gewichtszunah


                          Mach Dein Beispiel doch bitte mal etwas greifbarer: Dein Blutzucker-Wert startet vor dem Essen z.B. mit 140. Dann spritzt Du z.B. wie viele Einheiten und isst wie viele BEs - und wie viele Minuten/Stunden danach testest Du dann z.B. und misst die 400 und spritzt 12 IE? Und wie viele Minuten/Stunden danach die 350 und noch einmal 10IE Novorapid?

                          Kommentar


                          • Re: Diabetes Typ I und ständige Gewichtszunah


                            Moin Jürgen,
                            nachdem ich 50 Jahre lang einen insulinpflichtigen Diabetes habe, muss ich gestehen, daß ich davon 45 Jahre lang so gelebt habe, wie ich wollte. Nicht abgewogen, nicht viel gemessen, gespritzt nach Bedarf. Ich habe alles gegessen, was ich wollte und bin dabei gut bei weggekommen. Meine Augen sind zwar gelasert, aber sonst topp, ich nehme Tabletten gegen den Bluthochdruck und gegen Rhytmusstörungen, aber auch erst seit 5 Jahren, die eine Niere spinnt, hat die andere gut übernommen. Also das soll mir erst mal einer nachmachen.
                            Du schreibst sehr wissenschaftlich, vieles ist mir sogar unbekannt. Ich habe ein Meßgerät, gehe alle viertel Jahre zur großen Blutuntersuchung und alle halbe Jahre zum Nephrologen zu einer noch größeren Blutuntersuchung. Bisher waren alle Ärzte mit mir zufrieden, es wurde auch die Länge des Diabetes berücksichtigt.
                            Aber was neuerdings in meinem Körper abgeht, begreife ich nicht. Zuckerschocks waren die letzten 4 Jahre bei mir ein Fremdwort, jetzt hatte ich innerhalb von 14 Tagen 4 Stück, aber heftige. Da fällt mein Blutzucker unter 20 / 30, finde ich nicht normal.
                            Allerdings bin ich in Höhe und Tiefe des Blutzuckerwertes auch extrem belastungsfähig. Wache auch bei einem 30er Wert wieder auf und bin als Kind mit einem knapp 600er Wert eingeliefert worden, bei vollem Bewußtsein und Klarheit.
                            Für mich wären Erfahrungswerte wichtig, die auch ein Langzeitdiabetiker hat. Ich bin normalerweise sehr zufrieden mit meiner Entwicklung, kenne da andere Sachen.
                            Aber dieses Wegtreten und vor allem das Zurückkommen aus einer anderen Welt, sind Erkenntnisse, die ich niemanden wünsche.
                            Danke trotzdem für Deine Infos.
                            Gruss speedo

                            Kommentar


                            • Re: Diabetes Typ I und ständige Gewichtszunah


                              Ich hab immer noch nicht verstanden, was Du mit Bedarf meinst. Für mich richtet sich mein IE-Bedarf nach der Menge der BEs, die ich auf dem Teller habe. Wenn ich 1 Brötchen auf dem Teller habe, ist mein Bedarf z.B. 10 IE. Wenn ich 2 solche Brötchen auf dem Teller habe, ist mein Bedarf 20 IE. Ist das bei Dir auch so, vielleicht mit anderen Zahlen? Oder wonach richtet sich Dein Bedarf?

                              Kommentar


                              • Re: Diabetes Typ I und ständige Gewichtszunah


                                Mit Bedarf meine ich, was sich für ein Blutzuckerwert nach dem messen zeigt. Danach richten sich meine IE.
                                Zum Beispiel würde ich mit 20 IE bei zwei Brötchen, wie Du es machst, in den Keller rutschen. Da wären die IE zu hoch angesetzt. Also erst messen, dann essen, 1/2 Stunde warten, dann messen, dann spritzen! Damit komme ich besser klar. Alles ausgetestet.
                                Mir passieren die Schocks mehr als Flüchtigkeitsfehler, z. B. wenn ich messe, dann spritze und dann esse. Dann kann es passieren, daß ich eben zu viel spritze oder zu wenig esse, ich denke, so habe ich es am besten erklärt.
                                Gruss speedo

                                Kommentar


                                • Re: Diabetes Typ I und ständige Gewichtszunahme


                                  hallo speedo,
                                  daß deine werte achterbahn fahren ist eigentlich völlig normal, denn was du da machst ist voressen und mit x ie insulin korrigieren, wenns nicht runtergeht nachspritzen und in eine hypo rutschen.
                                  sorry aber diese therapie ist "keine" therapie die es überhaupt gibt und die auch überhaupt nicht funktioniert.
                                  denn nur als beispiel haust du in einen laufenden bolus eine korrektur ohne zu wissen an welcher stelle der wirkkurve du dich befindest. zusätzlich arbeitest du mit insulinmengen die eine hypo förmlich herausfordern.
                                  weißt du daß insulin bei unterschiedlich hohen bz werten unterschiedlich wirkt ?
                                  daher mein abschließender rat "mache eine gute schulung mit"
                                  so wie jetzt ist das absolut nichts sinnvolles. und wird dich weiterhin in hypos bringen, wovon ja auch bekannt ist daß nach hypos die hypowahrnehmung abnimmt.
                                  mfg. klaus

                                  Kommentar


                                  • Re: Diabetes Typ I und ständige Gewichtszunah


                                    Einen BZ-Wert 1/2 Stunde nach dem Essen zu bestimmen und danach die Insulindosis zu bestimmen, ist nicht zu empfehlen! Besser ist die Reihenfolge messen, spritzen und essen!

                                    Kommentar


                                    • Re: Diabetes Typ I und ständige Gewichtszunah


                                      Lass uns das mal ein bisschen genauer anschauen:
                                      Die Glukose aus dem Essen wird meistens in dem Zeitraum von 30-90 Minuten nach dem Essen aus dem Darm in den Blutkreislauf übergeben. Dabei wird der höchste BZ etwa 1 Stunde nach dem Essen erreicht.

                                      Wenn Du also z.B. um 8 Uhr isst und etwa eine halbe Stunde nach dem Essen um halb 9 misst, misst Du meistens in den Anfang vom BZ-Anstieg.
                                      Nun spritzt Du um halb 9 entsprechend Deiner Bedarfs-Analyse. Dann braucht das Novorapid etwa eine halbe Stunde, bis es zu wirken anfängt, also bis um 9, und dann wirkt es wenigstens 2 Stunden, also bis um 11.

                                      Wenn Du in dem Beispiel also um halb 9 gemessen und 120 abgelesen und gespritzt hast und dann um 9 noch mal misst und 400 ablesen kannst, ist das völlig normal. Denn in diesen 30 Minuten dazwischen ist die meiste der neu gegessenen Glukose in Dein Blut übergeben worden, und bis dahin hatte das Insulin noch keine Zeit zu wirken. Das fängt damit dann grade erst an. Und wenn Du noch ne halbe Stunde weiter 350 abliest, dann sagt das, dass Dein Novorapid dann ordentlich bei der Arbeit ist. Und wenn Du es wirklich passend bemessen hast, dann senkt es Deinen BZ bis zum Ablauf seiner Wirkung etwa 3 Stunden nach dem Spritzen, also bis um etwa 12 Uhr, wieder auf etwa 120.

                                      Alles Insulin, was Du dann zwischendurch noch zusätzlich spritzt, MUSS Dir ne Hypo machen!

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                                      • Re: Diabetes Typ I und ständige Gewichtszunahme


                                        Hallo Klaus,
                                        danke für den Rat, ich nehme ihn gerne an. Gruss speedo

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                                        • Re: Diabetes Typ I und ständige Gewichtszunah


                                          Vielen Dank, dann mache ich das jetzt mal so. Bin für jeden Rat aufgeschlossen. Gruss speedo

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                                          • Re: Diabetes Typ I und ständige Gewichtszunah


                                            Das ist einmal eine super Antwort. Ich war einfach zu vorschnell mit der zweiten Spritze, dann ist der Schock vorprogrammiert.
                                            Halte mich jetzt mal an diese Regel und beobachte alles. Werde nach 1 Stunde, nach 2 Stunden und nach 3 Stunden mal messen, um den Verlauf zu sehen, wie das Insulin wirkt.
                                            Eine prima Antwort, die mir hilft. Ich danke Dir dafür!
                                            Informiere Dich weiter, wenn ich meine Testphase hinter mir habe.
                                            Noch einen schönen Sonntag.

                                            Gruss Speedo

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                                            • Spritztabelle?


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                                              so, wie du es beschreibst, klingt es für mich nach einer dieser sogenannten Spritztabellen...kann das sein? Das heißt, es stehen BZ-Werte da, z.B. 5-7 mmol/l und darunter die IE Insulin. Sowas hab ich auch mal bekommen. Das heißt, es wurden die Insulineinheiten NUR nach dem BZ-Wert gespritzt, den man direkt vor dem Essen gemessen hat. Was und wieviel man isst, war völlig unberücksichtigt. Und genau DAS ist Blödsinn und Nonsens. Und kann nicht funktionieren

                                              Ich kann das nicht so wissenschaftlich ausdrücken. Du musst im Prinzip gucken, wieviel Be du isst, und die IE nach dem essen ausrichten. Das heißt, so, wie Jürgen schon sagte, wenn Du vor dem Essen schon hoch bist, einen Spritz-Ess-Abstand einschieben, ich kenne Leute, die essen erst 90 min nach dem Spritzen. Dann NACH dem Essen messen, so wie Jürgen es schildert. Und dann siehst du, ob das Insulin zuviel der zu wenig war...wenn du das Insulin hinterherballerst, ist das Futter vielleicht schon durch den "Ausgang" durch und es schießt dich direkt in den Keller, das heißt, das Insulin muss auch auf das Futter treffen.

                                              Die Diabetologen sagen immer, man soll 20 min nach dem Spritzen essen oder sofort. Aber die "Praktiker" kommen eben zu anderen Ergebnissen durch Ausprobiererei...

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                                              • Keine Spritztabelle


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                                                danke für Dein Interesse.
                                                Von irgend welchen Spritztabellen habe ich noch nichts gehört.
                                                Habe schon mal die Infos von Jürgen aufgegriffen.
                                                Wenn Du wüßtest, was ich in 50 Jahren Diabetes alles ausprobiert habe. Der Körper verändert sich und reagiert alle 10 Jahre etwa total anders. Du wirst das noch merken, wenn Du erst mal so lange Diabetes hast, wie ich. Man muss alles austesten und jeder kann für sich entscheiden, was das Beste für ihn ist. Diese häufigen und sehr heftigen Schockzustände hatte ich früher auch nicht. Ich merkte auch noch, wenn sich einer anbahnte, alles Schnee von gestern. Ich wache jetzt irgendwann wieder auf, weiß nicht wo ich bin, befinde mich zwischen zwei Welten und lande dann wieder auf der Erde. Bloß gesund ist das ja nun auch nicht gerade, der Körper ist total ausgelaugt und man muss erst wieder Kräfte sammeln. Der Tag ist immer gelaufen. Um seine Sinne beisammen zu halten, sollte man diese Zustände nicht übertreiben.
                                                Ich halte mich jetzt mit der Gabe von Insulin zurück, bin da oft übers Ziel hinaus geschossen. Aber um zu wirken, braucht es ja nun mal seine Zeit.
                                                Mit meinem Übergewicht habe ich mich arrangiert, gehe wieder schwimmen, fahre Rad, zu mehr reicht es nicht.
                                                Aber danke, daß Du an der Diskussion teilnimmst, kommt ja immer wieder was neues bei rum.
                                                Gruss speedo

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                                                • Re: Keine Spritztabelle


                                                  Hi speedo,

                                                  noch 50 Jahre DM?..Dann wäre ich 99! Das wird schwierig, bin ja nicht Herr Heesters;.

                                                  Du bekommst das schon hin.
                                                  Alles Gute.

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