• Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Ich denke mal, ich bin größtenteils über'n Berg

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Re: Ich denke mal, ich bin größtenteils über'n Berg

    Hi Alex

    Wenn du deinen vorigen Text mal genau durchgehst, dann steht alles da. Verschlüsselt...überspitzt, aber so ist es.

    Dich zipft an, dass du Asphalt hast ( statt Baum, Wiese, Erde um dich herum) du magst nicht, dass keine Abwechslung gegeben ist, öde, langweilig, nicht dein Ding, immer die gleichen Runden zu drehen, zehn Jahre immer im Kreis... die Forderungen, die man an dich stellt, die magst du nicht (mehr) erfüllen, denn sie erfüllen deine nicht...keine Spannung, keine Ablöse, keine Möglichkeit zur Flucht, gefangen in einer Welt, wie sie dir SO nicht gefällt.... blablabla..

    Das wird auch beim Sohn so sein und bei deiner Frau auch.

    Ich hab heute ein Buch angefangen, es handelt über Maria Montessori, eine Ärztin und Pionierin, was Kindererziehung betrifft. Sie sagte, bei der Art, wie Kinder ( wir alle sind irgendwie immer noch Kind, selbst wenn wir alt aussehen) genötigt werden, ihre naturgegebenen Impulse zu unterdrücken, da kann nur ein bedrückter Mensch draus werden.

    Jetzt wünsch ich dir, dass du mit dem, was noch übrig ist an Leben, dass du mit dem besonders lässig umgehst, als wenns wurscht wär, ob man dich für bekloppt hält, du nimmst zu dir, wonach dir ist.. ab jetzt..

    Ich glaub nicht, dass du eine Rückführung brauchst, oder noch ein Rezept, wie du dich überwinden lernst, ich glaub, es würde schon viel weniger schlimm sein, wenn du bemerkst, bei den meisten läufts so, schau dich um.. und weh einer motzt, falls du motzst. Du bist nur ehrlich, du lügst nicht, du machst niemanden vor: boah, schön, wenn es nicht schön ist.

    Ich hab heute beim Spazieren gehen ganz viel Kamille entdeckt, sie wächst dort, wo weder gedüngt wird, noch wo der Boden locker und aufbereitet ist, sie wächst auf kärgstem Grund und nur da gedeiht sie. Vielleicht bin ich so, wie diese Kamille, ich brauch weder dauernd bewässert werden ( also unterhalten, betutelt, umarmt etc.) noch gehts mir schlecht, wenn ich nur ganz karg lebe. Es könnte sein, dass die Lieblosigkeit im Elternhaus bei mir gar nicht möglich gemacht hat, mir mehr zu wünschen, als eben karg leben. So habe ich es gehabt, so bin ich es gewohnt.. du offenbar nicht.
    Bestimmt hat dich deine Mama sehr viel "gedüngt" und bestens versorgt und betreut und dir viel Gutes getan und dir viel geholfen und ganz viel Liebe und Umsicht walten lassen, denn das, was du erzählt hast ( ihr Tod schmerzt so) deutet drauf hin. Die Art, wie sie zu dir war, das bräuchtest du, das geht dir so ab. Ich bin von Mini an eins von Sieben gewesen und daher gabs keine Zeit für Betreuung, im Sinne von: ich helfe dir. Mich kann man hinwerfen, wohin man will, ich überlebe überall, alles, fühl mich nie hilflos, weil ich nicht rechne mit Hilfe, weil ich mir selbst helfen gewohnt bin. Vielleicht geht dir das ab. Man sagt dir, was du arbeiten musst, man sagt dir, was du essen musst, man sagt dir, was zu anziehen musst und wie du dich benehmen musst... obwohl du klug, begabt, durchaus fit bist, es geht nicht, das wirklich auszuleben. Du bist eingeengt und man bestimmt über dich. Deiner Frau gehts ja auch so...

    Lasst euch einmal los, macht mal auf: es geht dich nichts an, wie ich bin und mich gehts nichts an, wie du machst... würde dir das nicht schon taugen, mal so zu machen? Vielleicht merkst du dann, ihr geht es dann bestimmt leichter, dir auch.

    Kommentar



    • Re: Ich denke mal, ich bin größtenteils über'n Berg


      - Negatives Denken abstellen
      - Ängste überwinden
      - Selbstmotivation
      - Innere Unruhe loswerden

      (...)
      - Berufliche Situation
      - Meine Unzulänglichkeiten in der Ehe / Partnerschaft; aber natürlich auch die meiner Frau, soweit sie sich auf mich auswirken
      - Tod meiner Mutter und
      - generell die Situation aus meinem Elternhaus
      - allgemeine Zukunftsängste durch Klima, Umwelt
      - möglicherweise Ernährung
      - möglicherweise organisch-psychische Veranlagungen
      ...

      (...) Ist das dann alles, was ich tun lassen? Immer wieder das unkontrollierte Zusammenbrechen "kontrolliert timen" und provozieren, damit der Druck rauskann?

      (...) wie "arbeite" ich daran jetzt am geschicktesten...?
      Ich finde du hast deine Punkte super aufgedröselt und dir dadurch selbst einen guten Überblick verschafft. Wirklich bemerkenswert. Du machst es richtig.

      Für alles gibt es eine Zeit: mal meditieren, mal Laufen/Radfahren, mal streiten, Dinge ändern oder verbessern ... mal einknicken. So ist offenbar das Leben selbst!

      Mehr weiß ich selbst nicht, kann dir deshalb keine großartigen Ratschläge geben. Sich an den Dingen des Lebens freuen, und manchmal eben nicht ... mir geht es da ganz genauso.

      Kommentar