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Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

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  • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

    Na, wenn das keine guten Nachrichten sind, was dann, Freak! Gratuliere zum Geldregen und zum Eheglück, das offenbar wieder frisch glänzt!

    Was du als krank und unpässlich betitelst, das hab ich doch auch oft, das hat doch jeder immer wieder, vom Baby bis zum Greis gehts uns mal gut, dann nicht gut, das ist doch normal!

    Die Kunst ist, beim Gutfühlen voll aufmerksam sein und wirklich, wirklich auskosten und beim nicht Gutfühlen keinen Wind drüber machen, sich der Stimme enthalten, es nicht aufbauschen, nicht mal erwähnen.

    Mich ziehts runter- wenn ich über Depressives rede, dann spür ich mich depressiv, müde, schlapp und erschöpft, vorausgesetzt, ich glaub, was ich da erzähl.

    alex, du hast das gut beschrieben, wie es geht mit den Solls. Man ist eingedeckt bis obenhin damit. Ich habe auch schon oft nachgedacht, was das wohl sein kann, dass man nicht loslassen kann, wenn man da mal drin steckt, in diesem Pflichtprogramm?

    Was mir auffällt, ist, dass ich nicht ungern meine Solls erfülle. Ich habe mitgekriegt, so viel leichter gehts mir, wenn ein Posten nach dem anderen abgehakt werden kann und erledigt ist. Nachher freuts mich diebisch, weil es ja gut aussieht, wenn dies und das endlich geschafft wurde.
    Heute hab ich vier ganze Stunden Kleinteile sortiert. Schrauben nach Größe, Form und Farbe sorgfältigst auseinandergeklaubt, sämtliches Zubehör in passende Dosen, Schächtelchen und Laden geschlichtet und mal wieder gesichtet, was da ist und wo es eigentlich wär, wenn ich danach greifen möcht. Das ist spielen, das ist keine Arbeit, das ist eine Beschäftigung, die bereits Kleinstkinder lieben. Sortieren entspannt mich total. Da geh ich voll auf dabei.
    Der Sinn meines Lebens ist, immer wieder Chaos machen, dann wieder alles in Ordnung bringen. So mache ich das immer schon und werde es immer so haben. Lebenslang, schauts aus.

    Was fällt dir bei dir auf, wo gehst du völlig auf, bei welcher Betätigung spürst du dich daheim?
    Ich kann bemerken, dass ich oft da zu mir komme, wenn ich ganz primitive Tätigkeiten verrichte, die komplett anspruchslos sind. Etwas, das für Kleinstkinder auch machbar ist, das holt mich aus der anderen Welt in eine andere Welt, wo es richtig ruhig ist- einfach, niemals überfordernd.
    Gatschen, mit Erde rumpatzen, malen, musizieren, doof gucken auf der Veranda, schaukeln im Arm von jemanden, essen, schmatzen, patzen, Schrauben zusammen legen, Wäscheklammern aufklammern, irgendwie gehts mir da jedesmal saugut, wenn ich das alles machen darf und natürlich auch anderes mehr. Aber je kleiner die Aufgabe, umso lieber. Das gilt für einen Wesensteil von mir. Ich glaub, in uns streikt gerade oft dieser, weil der langsam ist, nicht so schnell kann, weil dieser eben einfach gestrickt ist und nicht mithalten kann, wenn es steiler wird mit den Anforderungen.
    Man sagt ja nicht umsonst, du bist so stark, wie der Schwächste in dir. Das ist nun mal das innere Kindchen.

    Alex, haben wir es lieb.

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    • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

      Was fällt dir bei dir auf, wo gehst du völlig auf, bei welcher Betätigung spürst du dich daheim?
      Genau die Frage, oder die Antwort, ist es was weiter bringen kann und das was ich im Bezug auf dich, Naturfreak, meinte.

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      • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

        Hallo schönen Abend!

        Heute war mein Tag durchwachsen. Bin seit ca. 3 Wochen bei 7mg Citalopram. Antrieb passt aber die Stimmung ist eine Achterbahn.

        Die Unkonzentriertheit auch wieder besser - jeder Tag ist ein Praline - man weiß selten was einem am Gaumen erwartet.

        Man spricht ja sehr oft von Erstverschlechterung. Okay noch kann ich es ertragen.

        PLUS
        keine Bauchbeschwerden
        keine Rückenverspannungen
        keine Rückenschmerzen
        Getriebenheit wird weniger

        MINUS bzw. NEBENWIRKUNGEN
        Depressiv gefärbte Gedanken
        Stimmungsschwankungen unter Tags
        Am Morgen noch sehr oft Antriebsschwach

        Bei dem Wetter was wir haben auch kein Wunder. Es will sich kein Sommer einstellen. Fast jeden Tag Regen, keine Wärme, keine lauen Sommerabende. Und der ganze

        Mir geht im Moment auch soviel im Kopf Rum. Ich weiß nur nicht, ob das verstärkt durch die Dosiserhöhung ist, meine Grundthemen oder die Depression. Vielleicht könnt ihr mir ein wenig Leuchtturm sein um andere Perspektiven zu bekommen. Wer wenn nicht Gleichbetroffene können sich da am besten reinfühlen.

        Die Therapeutin sagte ich soll mehr ins fühlen kommen, beobachten welche Gefühle zu welchen Themen bei mir aufkommen.

        Ich fühle mich sehr oft sehr allein

        "Allein, mit der Demenz meiner Mutter umzugehen".

        "Allein, weil ich keinen echten Freund mehr habe, mit dem ich meine Interessen, Sorgen, Freude, Erlebnisse teilen kann". Ein alter Bekannter geht viel am Berg, sehe ich ja durch FB. Verstehe nicht warum er nicht auch mich mal wieder fragt, ob ich Lust habe.

        "Allein mit meinen ständigen auf und abs, den immer wiederkehrenden Einbrüchen, ohne endlich nach 14 Jahren eine Lösung daraus zu sehen".

        "Allein mit meinen Wünschen, mit meiner Frau einfach mehr zu unternehmen". Ich kenne einige Pärchen, welche miteinander viel in der Natur unternehmen. Ich gebe zu, da werde ich richtig niedrig und sehe mich sehr Leid daran. Ich will nicht alleine auf die Berge, sondern gemeinsam Erlebnisse teilen".

        "Allein zu sein, bei so vielen Situationen den Schein zu waren, die Fassde, dass mit mir alles in Ordnung ist, (hauptsächlich im Job)".

        "Immer wieder scheitern auch Freundschaften zu anderen Pärchen, weil wir sehr gerade, ehrliche Menschen sind, welche Harmonie, Respekt, Wertschätzung und Freundschaft auf Augenhöhe betreiben und wir sooft feststellen müssen, das dies sehr selten auch von anderen zurückkommt. Wir sind zu alt für Psychospielchen, rumgezicke, Falschheit und Mimimi!

        Wenn ich meine Runden mit dem Mountainbike drehe, dann kann ich für den Moment loslassen, alles vergessen, quasi den ganzen Scheiss rauszuschwitzen.

        Warum soll ich in der jetzigen Situation auch noch ein Haus bauen lassen und umziehen? Wird mir das nicht zuviel?

        Oder machen diese schwarzen Gedanken nur die Depressionen? Aber die oben genannten Situationen bilde ich mir nicht ein.

        Lg und freut mich von euch zu hören.



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        • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

          Moin

          So ein bisschen habe ich das Gefühl, dass du vor allem darauf hoffst den Satz der Sätze zu lesen, wo es dann klick macht und alles wird gut.

          Vieles was geschrieben wird scheint mir im Kern nicht aufgenommen zu werden, die Botschaft zwar gelesen wird aber nicht das ist was für dich hilfreich wäre, nicht im Bewusstsein ankommen kann?

          Nun ist ja schon einiges besser geworden, die Liste wird länger.
          Aber, das ist eher eine Randnotiz, dies und das ist besser aber...........
          Du fokussierst dich in erster Linie auf das Negative, was besser wird, wird abgehakt und dem Rest nachgespürt, über die Verbesserungen gestellt.
          Versuche doch mal das was besser wird als positiv in die erste Reihe zu stellen:
          Super das wird langsam wieder gut und der Rest wird es auch noch.
          Gib den Verbesserungen einen größeren Raum, der sich auch auf das was noch nicht besser ist überträgt, versuche nicht das was noch nicht stimmt immer als Vordergründig wahrzunehmen und an erste Stelle zu setzen.
          Freu dich über das was nicht mehr so vordergründig ist und rücke das in den Vordergrund.
          Schließlich waren die Schmerzen ja auch ein großes Thema und sehr belastend, sie haben in keiner Auflistung gefehlt und nun sind sie weg, das muss doch genossen werden.

          Menschen mit Ängsten und depressiven Verstimmungen, neigen zu einer besonders intensiven Körperwahrnehmung und dem Negativen den Vortritt zu lassen so dass Verbesserungen nicht viel bewirken, solange nicht wirklich alles wieder gut ist, aber selten wird alles auf einen Schlag gut.
          Eine besonders intensiven Wahrnehmung das seelische und körperliche Empfinden betreffend lässt alles dementsprechend allumfassender spürbar werden, es überdeckt das was sich bessert und lässt dem keine Chance und keine Zeit sich darüber zu freuen.
          Vielleicht gelingt es dir deine Wahrnehmung, deine Einstellung, deinen Fokus zu ändern, weg vom Störenden und hin zum erreichten.

          Kommentar



          • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

            Ich fühle mich sehr oft sehr allein

            "Allein, mit der Demenz meiner Mutter umzugehen".

            "Allein, weil ich keinen echten Freund mehr habe, mit dem ich meine Interessen, Sorgen, Freude, Erlebnisse teilen kann". Ein alter Bekannter geht viel am Berg, sehe ich ja durch FB. Verstehe nicht warum er nicht auch mich mal wieder fragt, ob ich Lust habe.

            "Allein mit meinen ständigen auf und abs, den immer wiederkehrenden Einbrüchen, ohne endlich nach 14 Jahren eine Lösung daraus zu sehen".

            "Allein mit meinen Wünschen, mit meiner Frau einfach mehr zu unternehmen". Ich kenne einige Pärchen, welche miteinander viel in der Natur unternehmen. Ich gebe zu, da werde ich richtig niedrig und sehe mich sehr Leid daran. Ich will nicht alleine auf die Berge, sondern gemeinsam Erlebnisse teilen".

            "Allein zu sein, bei so vielen Situationen den Schein zu waren, die Fassde, dass mit mir alles in Ordnung ist, (hauptsächlich im Job)".

            "Immer wieder scheitern auch Freundschaften zu anderen Pärchen, weil wir sehr gerade, ehrliche Menschen sind, welche Harmonie, Respekt, Wertschätzung und Freundschaft auf Augenhöhe betreiben und wir sooft feststellen müssen, das dies sehr selten auch von anderen zurückkommt. Wir sind zu alt für Psychospielchen, rumgezicke, Falschheit und Mimimi!
            Naturefreak40 , Du bist mit solchen Gefühlen und Gedanken nicht allein:
            Ich hab auch immer wieder Phasen, in denen ich mich allein fühle.

            Meine Erkenntnis/Erfahrung:
            Einerseits: Es stimmt. Leider.
            Schon klügere und weiser Leute als ich/wir haben im Laufe ihres Lebens herausgefunden und festgestellt, daß wir letztlich alle doch irgendwo allein sind. Und das war noch zu Zeiten, als die Menschheit noch nicht so extrem beschäftigt war und unter permanentem Zeitmangel gelitten hat wie heutzutage...

            Andererseits: Es stimmt nicht. Zum Glück.
            Wenn es wirklich hart auf hart kommt, stelle ich immer wieder fest, daß ich lange nicht so allein bin, wie es mir das Gefühl glauben machen möchte. Ja - in einem bestimmten Moment, zu einem bestimmten Zeitpunkt mag es vielleicht wirklich gerade niemanden geben, der mir beistehen und mich unterstützen, mich trösten und beruhigen kann. Aber irgendwo ist da dann doch immer noch irgendwo irgendjemand, der ein zwei liebe Worte hat, mir gut zuredet und dann vielleicht zwei Stunden oder zwei Tage später für mich da ist.

            Weiterhin habe ich auch aufgrund von entsprechenden Ratschlägen und "weisen Worten" gelernt, mir selbst immer mehr Freund und für mich da zu sein, wenn ich allein bin. Natürlich ist das nicht das Gleiche, wie eine echte andere Person aus Fleisch und Blut - aber auch das gibt mir oft genug Kraft und Mut, die Lethargie des Alleinseins wenigstens ein bißchen abzuschütteln.


            Weiterhin ist es aber auch genau das, was Du auch schon vermutest:
            Oder machen diese schwarzen Gedanken nur die Depressionen? Aber die oben genannten Situationen bilde ich mir nicht ein.
            Natürlich bildest Du Dir diese Situationen nicht ein, und auf eine gewisse Art und Weise bist Du mit den verschiedenen Dingen vielleicht wirklich allein. Gerade die Pflege und der Umgang mit der eigenen, dementen Mutter ist garantiert hart; daß Du darunter leidest, kann ich mir sehr gut vorstellen.

            Aber die Depression erzeugt auch eine (deutlich) negativere Denkweise und Sicht auf die Dinge, gewissermaßen als Katalysator/Verstärker: Ist eine bestimmte Situation "objektiv" betrachtet für einen psychisch "gesunden" Menschen vielleicht nur eine "-2" oder "-3" auf einer Skala von -1 bis -10, dann kann sie für jemanden wie Dich oder mich gut doppelt oder dreimal so schlimm, also irgendwas zwischen "-6" und "-9", je nach Tagesform, Bewußtheit, Intensität der Depression etc. pp.

            Auch hier hilft es also zu versuchen, den Blickwinkel etwas zu verändern, sich selbst ein Freund zu sein, diesen Freund einen beruhigen zu lassen und sich zu fragen: "Wie schlimm ist es wirklich? Wie würde das womöglich jemand anders empfinden?"

            Es geht dabei nicht um's Schönreden - Du/man soll aus ner gefühlten "-6" oder "-9" keine "+6" oder "+9" auf der positiven Seite der Skala machen, auch keine "+1" - wenn eine Situation scheiße ist, ist sie scheiße. Aber wenn Du es hinkriegst, sie auf das Maß herunterzukochen, auf das sie gehört - und sei es nur "-4" oder "-3" -, dann hast Du schon einiges gewonnen.


            Wir haben auch hier die Wahl:
            Wir können es so sehen, wie Michail Genin:
            Nicht alles ist so schlimm, wie es scheint.
            Vieles ist noch viel schlimmer.
            (Wobei das auch Sarkasmus sein kann )

            ... oder wir können es so sehen, wie Theodor Herzl:
            Nichts ist so schlimm, wie wir fürchten, nichts so gut, wie wir hoffen.
            Wir haben die Wahl.
            Und ich sage nicht, daß sie einfach ist - ich hadere auch oft genug mit dem Schicksal.

            Aber ich habe zumindest rein kopftechnisch schonmal verstanden und verinnerlicht, daß ich mich zumindest entscheiden kann, wie ich über eine bestimmte Sache denke. Immer gelingt mir das nicht, wie gesagt. Aber selbst, wenn mir der Perspektivwechsel nicht vollständig gelingt, so kann ich mein Empfinden mittlerweile zumindest mit einem gewissen Achselzucken akzeptieren. Es ist eben so... so what...

            Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus.
            Marie von Ebner-Eschenbach

            (Und ich möchte ergänzen: ... sondern wie wir empfinden und darüber denken ...)


            Weißt Du, was mir hier gerade auffällt:
            Allein schon die Fülle an Zitaten, die es zu diesem Themenkomplex gibt, zeigt mir und Dir und allen anderen Betroffenen eigentlich, daß wir so allein gar nicht sind: Wir sitzen letztlich alle im gleichen Boot. Und schon Menschen Generationen vor uns haben diese und ähnliche Erfahrungen gemacht wie wir.

            Es gehört wahrscheinlich einfach zum Leben und zum Mensch-sein dazu. *wieder-Achsel-zuck*

            Ich lasse Gaur Gopal Das mal sprechen:
            https://www.youtube.com/watch?v=9YRjX3A_8cM
            (und bitte auch den Lauftext unten mitlesen )


            Ich hoffe, Du verstehst, was ich Dir mit all dem sagen will:
            Ich nehme Dein Empfinden sehr Ernst, weil es mir oft genug ähnlich geht - Gefühle von Einsamkeit, Überforderung, Verzweiflung, Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit etc. pp - die ganze Palette.
            Aber zumindest mir hilft es, andere Perspektiven zu entdecken, zu versuchen sie zu adaptieren und manches eben auch mit einer Prise Humor und Augenzwinkern zu nehmen - so ganz falsch ist die Botschaft aus dem YouTube-Video irgendwo auch nicht


            LG,
            Alex


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            • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

              "Und schon Menschen Generationen vor uns haben diese und ähnliche Erfahrungen gemacht wie wir."

              Genau, doch sie hatten weniger Möglichkeiten, Alternativen zu finden.

              Kommentar


              • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                Haben wir denn die Möglichkeit?
                Man ist doch so in starren Mustern, Verantwortung und Prägungen gefangen, dass Alternativen oft nicht infrage kommen, es sei denn man wird irgendwann durch die Entwicklungen dazu gezwungen.
                Man kann sich nicht einfach einen neuen Job suchen, man kann nicht einfach kündigen, man kann die Familie nicht einfach mal hinten anstellen, man kann sich nicht über die eigenen Vorstellungen von seinen Pflichten und dem was sein muss erheben.
                Früher war es so dass es wirklich nicht anders ging als weiter zu machen oder unter zu gehen, heute ist es die Vorstellung dass es nicht anders geht und die Furcht es mit all den Konsequenzen doch zu ändern, das was Alternativen nicht realistisch erscheinen lässt.
                Die Alternative muss erst im Denken stattfinden und das ist schon schwer, eckt man dann noch bei seinen engsten Bezugspersonen deshalb an, lässt man es gleich wieder sein und sind die Alternativen tiefgreifend, dann begibt man sich auch noch in eine Unsicherheit das zukünftige Leben betreffend, dass es erst einmal Unsicherheit schafft.
                Und am Schlimmsten dürften eben die Unsicherheit, die Angst vorm Scheitern (neues macht immer ein mulmiges Gefühl) und vor allem das schlechte Gewissen denen gegenüber für die sich auch zwangsläufig etwas ändert sein und ein schlechtes Gewissen ist eines der machtvollsten Gefühle das uns am, wir selbst sein, hindert.

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                • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                  "Die Alternative muss erst im Denken stattfinden und das ist schon schwer.."

                  Aber man muss nicht alles glauben, was man denkt!

                  Kommentar


                  • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                    Moin
                    Vieles was geschrieben wird scheint mir im Kern nicht aufgenommen zu werden, die Botschaft zwar gelesen wird aber nicht das ist was für dich hilfreich wäre, nicht im Bewusstsein ankommen kann?
                    Hallo Tired!

                    Ned wirklich, aber meine letzten Zeilen entstammen ja nicht einer Verzweiflung, welche durch Depressionen, Ängste oder Nebenwirkungen von Tabletten hervorgerufen werden, allenfalls noch dadurch in seiner Tiefe verstärkt. Einen Tag später schaut es wieder anders aus, aber nicht dass diese Dinge weg sind, sondern eben nicht so im Vordergrund stehen. Gelöst sind Sie dadurch noch immer nicht.


                    Nun ist ja schon einiges besser geworden, die Liste wird länger.
                    Aber, das ist eher eine Randnotiz, dies und das ist besser aber...........
                    Du fokussierst dich in erster Linie auf das Negative, was besser wird, wird abgehakt und dem Rest nachgespürt, über die Verbesserungen gestellt.
                    Versuche doch mal das was besser wird als positiv in die erste Reihe zu stellen:
                    Super das wird langsam wieder gut und der Rest wird es auch noch.
                    Gib den Verbesserungen einen größeren Raum, der sich auch auf das was noch nicht besser ist überträgt, versuche nicht das was noch nicht stimmt immer als Vordergründig wahrzunehmen und an erste Stelle zu setzen.
                    Freu dich über das was nicht mehr so vordergründig ist und rücke das in den Vordergrund.
                    Schließlich waren die Schmerzen ja auch ein großes Thema und sehr belastend, sie haben in keiner Auflistung gefehlt und nun sind sie weg, das muss doch genossen werden.
                    Ich schätze dass schon sehr, was sich verbessert hat, mal ohne wenn und aber!

                    Meine Sorgen und Nöte im "zwischenmenschlichen Bereich" sind halt auch nicht erst seit kurzem, sondern ziehen sich viele Jahre dahin. Und wie wir alle wissen bedient eins das andere.

                    • Körperliche Probleme ziehen psychische Reaktionen mit sich und umgekehrt.
                    • Probleme/Sorgen/unerfüllte Wünsche in den 4.Eckpfeilern eines erfüllten Lebens (Beziehung-Beruf-Lebensmittelpunkt-Lebenssinn), verursachen wiederum Reaktionen im psychosomatischen Gefüge des Menschens!

                    Menschen mit Ängsten und depressiven Verstimmungen, neigen zu einer besonders intensiven Körperwahrnehmung und dem Negativen den Vortritt zu lassen so dass Verbesserungen nicht viel bewirken, solange nicht wirklich alles wieder gut ist, aber selten wird alles auf einen Schlag gut.
                    Eine besonders intensiven Wahrnehmung das seelische und körperliche Empfinden betreffend lässt alles dementsprechend allumfassender spürbar werden, es überdeckt das was sich bessert und lässt dem keine Chance und keine Zeit sich darüber zu freuen.
                    Vielleicht gelingt es dir deine Wahrnehmung, deine Einstellung, deinen Fokus zu ändern, weg vom Störenden und hin zum erreichten.
                    Da gebe ich dir recht. Das habe ich auch schon bemerkt, jedoch ist gerade die Depression im überwiegenden Teil eine normale Reaktion auf Dinge und Umstände welche im Argen liegen.

                    Die vormals von mir geschriebenen Themen verlieren auch nicht an guten Tagen ihre Brisanz und was Sie in meinem Leben dadurch bewirken. Siehe nochmals die unteren Zeilen.

                    "Allein, mit der Demenz meiner Mutter umzugehen".

                    "Allein, weil ich keinen echten Freund mehr habe, mit dem ich meine Interessen, Sorgen, Freude, Erlebnisse teilen kann". Ein alter Bekannter geht viel am Berg, sehe ich ja durch FB. Verstehe nicht warum er nicht auch mich mal wieder fragt, ob ich Lust habe.

                    "Allein mit meinen ständigen auf und abs, den immer wiederkehrenden Einbrüchen, ohne endlich nach 14 Jahren eine Lösung daraus zu sehen".

                    "Allein mit meinen Wünschen, mit meiner Frau einfach mehr zu unternehmen". Ich kenne einige Pärchen, welche miteinander viel in der Natur unternehmen. Ich gebe zu, da werde ich richtig neidig und sehe mich sehr Leid daran. Ich will nicht alleine auf die Berge, sondern gemeinsam Erlebnisse teilen".

                    "Allein zu sein, bei so vielen Situationen den Schein zu waren, die Fassde, dass mit mir alles in Ordnung ist, (hauptsächlich im Job)".

                    "Immer wieder scheitern auch Freundschaften zu anderen Pärchen, weil wir sehr gerade, ehrliche Menschen sind, welche Harmonie, Respekt, Wertschätzung und Freundschaft auf Augenhöhe betreiben und wir sooft feststellen müssen, das dies sehr selten auch von anderen zurückkommt. Wir sind zu alt für Psychospielchen, rumgezicke, Falschheit und Mimimi!

                    Ich vewehre mich dagegen, das immer alles an mir liegt und steht warum es im außen so ist wie es ist. Wenn ich das Gefühl habe, dass ich über ein Thema reden möchte, dann mache ich dass. Leider habe ich keinen besten Freund mit dem ich mich austauschen kann, was vieles erleichtern würde. So muss ich andere Wege finden, wie eben auch hier im Forum, was ich sehr schätze.

                    Letztens habe ich ja geschrieben, dass es mit meiner Frau recht gut läuft. Ja, das ist immer wieder ein kurzes aufflackern und dann geht wieder alles seinen alten Weg. Jetzt hatten wir mal wieder 3 Wochen keinen Sex. Gestern wieder und heute machte ich bei meiner Flamme Anstalten nochmals Lust zu haben. Das geht natürlich wieder nicht bei ihr. Nach dem Frühstück sagte ich ihr, das ich mir es 'Wünschen würde", doch 2x die Woche mit Ihr Zeit und Leidenschaft zu verbringen/erleben. Aber das ist ja so schlimm darüber zu reden, den meine Frau ist ein Typ, der immer alles falsch aufnimmt und egal was als böse Kritik an Ihr wahrnimmt. Mich geht dass schon sowas von am Arsch! Ich konnte dann auch nicht anders und sagte dann zu ihr, dass sie sich aufführen wie eine pubertierendes Mädel.

                    Fürs erste mal Lg

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                    • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                      Klar sagt es sich leicht dass du was verändern musst weil es sonst keiner für dich tut, aber jeder hier weiß auch dass es verdammt schwer ist.
                      Vielleicht mal hinsetzen und auflisten was genau belastet und schauen auch was davon du Einfluss nehmen kannst.
                      Sei es durch die Einstellung dazu, oder das Verhalten, bzw. aktiv werden.

                      Sicher ist es nochmal problematischer mit der Verantwortung der Familie gegenüber, besonders die Eltern kann man nicht vernachlässigen und man macht sich sorgen, das kenne ich auch sehr gut.

                      Ein Arzt hat es mir gegenüber mal so ausgedrückt (zwar im Bezug auf was anderes, aber im Grunde dasselbe Problem): So hart es ist, aber sehr viele Leute sind in der gleichen Situation, die meisten davon leiden aber nicht so extrem darunter, warum ist das bei Ihnen so?"

                      Nicht falsch verstehen, jeder leidet wenn solche Probleme entstehen, aber die meisten finden eine Einstellung dazu die sie gelassener damit umgehen lässt und dafür sorgt dass sie trotzdem noch das tun was sie selber brauchen um gesund und zufrieden zu bleiben.

                      Eine Sache wäre da doch schon mal, du findest keinen Ansatzpunkt zum Zufrieden sein, du nimmst die Dinge als feststehend und unabänderlich.

                      Klar, du kannst nicht ändern dass deine Frau ist wie sie ist und du kannst nicht ändern dass deine Eltern hilfsbedürftig sind, du kannst nicht ändern dass du gerade keine Freunde hast.
                      Du kannst aber deine Einstellung dazu ändern, du kannst deine Aktivitäten so anpassen dass sie es ermöglichen Leute kennen zu lernen, du kannst deine Frau nehmen wie sie ist und trotzdem sagen was dir auf den Herzen liegt auch wenn sie es vielleicht persönlich nimmt, das muss man dann aushalten ohne es ernster zu nehmen als es angemessen ist.
                      Du kannst den letzten Lebensweg deiner Eltern als natürlichen Prozess sehen den es gilt zu begleiten und vor allem möglichst zu genießen, dem ganzen noch so viel Freude und Fröhlichkeit wie möglich abzugewinnen und für schöne Erinnerungen aus dieser Zeit zu sorgen.

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                      • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                        Ein alter Bekannter geht viel am Berg, sehe ich ja durch FB. Verstehe nicht warum er nicht auch mich mal wieder fragt, ob ich Lust habe.
                        Warum fragst du ihn nicht, ob er Lust hat?

                        Kommentar


                        • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?


                          Warum fragst du ihn nicht, ob er Lust hat?
                          Weil er im Schichtbetrieb arbeitet und ich als Selbstständiger schneller Zeit habe. Und in den letzten 8 Monaten ist der bestimmt 15x gegangen

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                          • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                            Du kannst ihn aber doch trotzdem kontaktieren.
                            Vielleicht denkt er dasselbe, dass er was unternimmt wenn du arbeitest, weil du als Selbstständiger mehr eingespannt bist.
                            Wenn du da mal virtuell anfragst, dann wirst du ja sehen ob er Lust hat und musst dich nicht mehr drüber grämen.
                            Wenn man immer wartet bis sich ein anderer meldet, aus Gründen die der gar nicht kennt, dann kann man lange warten.

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                            • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                              Ich habe da mal eine Frage. Ich benötige einen Ratschlag bzw. Hilfe die mir vielleicht einen Durchbruch verschaffen könnte.

                              Bin jetzt in Woche 5 seit der Cita-Erhöhung auf rund 7mg. Einiges ist schon besser geworden und ja Tired ich schätze das auch.

                              Ich stelle mir einfach die Frage, wie ich besser mit meinen Symptomen umgehen kann, bzw. rascher eine Besserung einleiten kann.

                              Hauptthema

                              Innere Unruhe
                              Anspannung
                              Adrenalinschübe
                              Unruhiger Magen
                              Schmerzende Rücken
                              Schwächegefühl
                              Gefühl als ob gleich was schlimmes passiert

                              Da dies oft von Zuhause weg Auftritt, könnte es noch immer ein wenig eingefärbt sein, von einer Agoraphobie.

                              Auf der anderen Seite treten auch Depressionen mit Ängsten auf.

                              Ich kenne das schon sehr lange und habe fast den Eindruck, dass man nicht viel in solchen Momenten tun kann - oder doch??? Leider geht bei mir so ein Empfinden auch nicht binnen 1 Stunde weg, sondern kann mich auch den ganzen Tag ärgern, ob Privat, Urlaub oder Arbeit.

                              Wenn ich krank wäre oder was am Herzen hätte, dann könnte ich doch nicht so schöne und zum Teil anstrengende Mountainbiketouren machen oder nicht?

                              Da die oben beschriebenen Beschwerden scheinbar ohne Anlass kommen und gehen, ist es für mich so schwer, ein Muster oder Auslöser dahinter zu finden. Am meisten verunsichert und ärgert mich dieses unter Anspannung stehen, als ob hinter mir der Säbelzahntiger wäre.

                              Versteht ihr mich - was kann ich dagegen tun?

                              Einfach mal wieder in den Urlaub fahren können ohne Beschwerden

                              ohne Magenbeschwerden
                              ohne Rücken
                              ohne Anspannung/Unruhe/
                              usw.

                              Man sagt doch auch "Krankheit als Symbol",
                              "Die Seele spricht durch den Körper"






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                              • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                                Die besten Methode ist das nicht so ernst zu nehmen, möglichst nicht davon beeinträchtigen lassen, das was man gerade macht weiter machen und die Symptome hin zu nehmen, dich aber möglichst nicht intensiv damit beschäftigen.
                                Alles dem du viel Aufmerksamkeit entgegenbringst nimmt automatisch mehr Raum ein, egal ob es was positives ist oder eben solche Symptome.

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                                • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                                  PS, deiner Seele, deinem inneren Gleichgewicht, solltest du natürlich Aufmerksamkeit schenken und besonders dem was zu ändern wäre.

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                                  • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                                    Ich nehme seit 4 Wochen wieder 7mg Citalopram. Bin von ursprünglich 20mg auf 1.25mg runter und jetzt wieder bei 7mg.

                                    Seitdem ich auf 7mg bin geht's mir schlechter als bei 5mg. Gibt es das, dass so eine Zwischendosis nicht wirkt oder +/- Reaktionen hervorruft?.

                                    Zu Beginn war mir nur schlecht und ein wenig unkonzentriert. Jetzt aber bin ich fast jeden Tag innerlich so angespannt und unruhig, der ganze Körper und Geist ist in Alarmstellung. Soll ich auf 10 oder 15mg wieder hoch? Ich bin total aus dem Häuschen und mich überkommen auch immer wieder regelrechte Angstschauer. Lg

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                                    • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                                      Das kann man nicht pauschal sagen.
                                      Es kann sein dass die Wirkung der geringeren Dosis erst nach einer ganzen Weile spürbar wird und es dadurch schlechter geht, die Wirkung einer höheren Dosis kann ca. sechs Wochen auf sich warten lassen.
                                      Wenn viel hoch und runter dosiert wird, ist der Medikamerntenspiegel natürlich auch heftig am Schwanken, was sich auch auf das Befinden auswirkt.
                                      Deshalb halte ich von dem HIn und Her gar nichts, wenn was hilft dann sollte man es in der Dosis die Wirkt beibehalten, konstant für ca. ein Jahr und wenn man dann reduzieren möchte und sehr sensibel auf Veränderungen reagiert, wäre man auf der sicheren Seite wenn man das in sechs Wochen Schritten macht und bei Verschlechterung auf die zuletzt ausreichende Dosis zurückkehrt, ggf. nochmal nach einigen Wochen erhöht.

                                      Genauso kann sich ja das Befinden ändern, so dass zuvor eine geringe Dosis ausreichte und es dann halt schlechter geht und die nächst höhere Dosierung das noch nicht auffangen kann.
                                      Das Medikament passt sich ja nicht dem Befinden an, man muss das Medikament in der Dosierung den Symptomen anpassen, was bedeutet dass es immer mal wieder zum Nachjustieren kommen kann, nicht weil das Medi schlechter wirkt sondern einfach weil es einem schlechter geht aufgrund der persönlichen Situation/Einflüsse.

                                      Es gibt keinen Menschen bei dem es gleichbleibend bleibt, jeder ist da Schwankungen unterlegen, egal ob er ein Medi nimmt oder nicht.
                                      Ich persönlich halte häufige Auf und Abdosierungen im 1, 2 mg. Bereich ohnehin nicht für besonders effektiv, das bewirkt meiner Meinung nach nicht viel mehr als Schwankungen bei der Wirkung.
                                      Da bin ich eher für: Wenn dann richtig".
                                      Also mindestens 10mg und höher als Ziel beim Aufdosieren und eben so hoch gehen dass die Wirkung nicht nur Besserung bringt sondern auch befriedigend ist.
                                      Beim Ausschleichen ist ein langsames Vorgehen natürlich besser als zu schnell, eben auch um zu merken ob man eine bestimmte Dosis nicht doch noch beibehalten sollte.

                                      Mir scheint deine Ausdauer ist in Sachen Medikamentendosierungsexperimente, wesentlich stabiler, als wenn es darum geht das ein oder andere im persönlichen Bereich anzugehen?
                                      Du suchst nach einer Lösung ohne Widerstände und ohne den Eindruck erwecken zu können um etwas zu bitten, auf jemanden angewiesen zu sein, einfach und klar soll es sein und ohne dass man andere dabei involviert, zumindest wenn du selber den ersten Schritt machen müsstest?
                                      Angst vor Zurückweisung?
                                      Hast du Angst in eine Bittstellerrolle zu fallen, wenn du andere einbeziehst, oder als erster kontaktierst?

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                                      • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                                        Hallo, ja das mit der Dosis ist nach einem Gespräch mit meiner Frau heute auch klar - ich gehe weiter auf 10mg.

                                        Tired, was soll ich sagen, manches gelingt und anderes macht mich so
                                        • klein
                                        • Ängstlich
                                        • Verletzlich
                                        • verwundbar
                                        Ich will euch ja auch nicht auf den Geist gehen, Wenn's anders wäre, würde ich mir auch nicht das Forenschreiben als Rettungsanker aussuchen.

                                        Ich wünsche mir einfach mal diese körperl. psychischen Reaktionen hinter mir zu lassen. Entweder übersehe ich so viel, oder habe ich wirklich noch keinen kennen gelernt, dem diese Reaktionen scheissegal geworden sind.

                                        Ich stehe ja nicht mit dem Vorsatz auf - heute will ich mich mal wieder
                                        • quälen
                                        • verängstigten
                                        • entmutigen
                                        • unter Anspannung setzen
                                        • Übel sein
                                        • verspannt sein
                                        • jede Regung meines Körpers wahrnehmen
                                        Das Mountainbikefahren funktioniert ja wieder super und da geht es mir prima.

                                        Ich habe es leider in der Verhangenheit verabsäumt, effektiv gegen meine Agoraphobie etwas zu tun. Ich bin gestern nochmals mit meiner mittleren Tochter und deren Freund Eierschwammerlsuchen gegangen. 450 Höhenmeter in 45min und mit einem Sack voll Schwammerl heim. Ich brachte das gut hin, aber merkte auch noch meine 15kg zu viel und die letzte Freude so wie früher fehlte mir zum Teil noch.

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                                        • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                                          Nein, du nervst nicht.
                                          Mir fallen halt ein paar Sachen auf und die schreibe ich dann, ob was dran ist oder nicht kannst ohnehin nur du beurteilen.

                                          Sicher ist es auch niemandem egal wenn er solche Symptome hat, man kann sie nicht ständig verdrängen.
                                          Man kann nur versuchen das zu finden was möglichst gut tut und ich denke man muss auch lernen, das wo man hin will nicht mit früher zu vergleichen, es wird so gut wie niemals wieder wie früher, alleine dass wir uns verändern ist schon ein Faktor der das unmöglich macht.

                                          Du realisierst ja auch was dir hilft, da muss man anknüpfen und vielleicht wäre die Kontaktaufnahme mit deinem Bekannten eine Möglichkeit deine Seele etwas aufzupolieren, einen andere Form der Freude zu erleben, als die mit jenen die als einzige immer dabei sind.
                                          HGalt was neues, wer neues, das braucht man auch für seinen Selbstwert, Außenstehende mit denen man was macht.

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                                          • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                                            Es gibt noch soviele Dinge, die ich im Gegensatz zu früher nicht mehr oder nur mehr unter Anspannung und enormen Kraftaufwand machen kann.

                                            Ich habe zum Teil einfach ein scheiss ungutes Gefühl bzw. Bammel/Bedenken, auch Angst, wenn ich

                                            • weiter weg von Zuhause mit Auto fahren
                                            (Urlaub, Arbeit, Freizeitaktivitäten)
                                            Essen gehen
                                            • Wandern/Bergsteigen weg von Zuhause
                                            • Berufliche Termine weit weg von Zuhause
                                            • Kino
                                            • Verwandte/Freunde besuchen
                                            • Geburtstagsfeiern
                                            • Am Abend fortgehen
                                            • Skifahren

                                            Bammel/Bedenken, auch Angst --vor meinen eigenen körperlichen und seelischen Reaktionen, Gefühlen wie schon so oft zitiert

                                            Unruhe
                                            • Anspannung
                                            • Innere Getriebenheit
                                            • Magenbeschwerden
                                            • Unterschwellige Übelkeit
                                            Schmerzen
                                            • Gefühle, dass es mich zerreißt
                                            • umzufallen/unzukippen
                                            • durchzudrehen
                                            • auszuticken
                                            • Im schlimmsten Fall zu sterben

                                            In solchen Situationen wird im äußersten Fall mir dann einfach ALLES zu viel und ich merke wie mein Hirn sich regelrecht in einen flowmodus schaltet. Da bin ich dann wie im Film, so depersonalisiert.

                                            Obwohl ich so gut wie alle oben genannten Situationen nicht meide, gibt es kaum eine Verbesserung wenn ich mit den Tabletten in den Niedrigdosisbereich komme. Entweder bin ich einfach zu dumm dies alles zu überwinden, weil ICH STEHE LANGSAM AN.

                                            Was soll ich den noch tun? 20mg Cita/ Aufenthalt in der Psychatrie. Ich will doch stresslos wieder alles genießen. Ich glaube dass ich aufgrund dieser Gesamtsituation im Schlepptau dann auch noch eine Depression/Erschöpfungsdepression mitschleife.

                                            So und das ist immer wiederkehrend mein Befinden in meinem Leben.

                                            Ich will da wieder raus

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                                            • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                                              Vielleicht musst du erst mal akzeptieren dass es gerade so ist und weniger darüber nachdenken was nicht mehr so ist wie früher, sondern jedes bisschen was du zurückeroberst, was besser wird, feeiern und dich drüber freuen.
                                              Kurz gesagt, die Perspektive ändern, die Gewichtung neu ordnen.

                                              Was wäre so schlimm daran 20mg. Cita zu nehmen wenn es hilft?
                                              Was hat das mit einer Psychiatrie zu tun?
                                              Es geht doch darum dass es wirkt und wenn man dazu 20mg nehmen muss, dann ist das erst einmal so, Hauptsache es geht dir besser.

                                              Zu dumm bist du sicher nicht um da wieder raus zu kommen, das ist auch keine Frage der Intelligenz, oder von Stärke.
                                              Es hat auch viel mit Erfahrung sich selber betreffend zu tun, mit dem Ausprobieren von Möglichkeiten ohne sie als ein Zeichen der Schwäche zu sehen und daraus zu lernen was man tun kann.

                                              Es hilft nicht vergangenen Höchstformen nach zu trauern, es hilft nichts sich zu sagen dass man das wieder haben möchte, das verschlimmert alles nur noch mehr weil die Latte immer höher gelegt wird.

                                              Man kann lernen sich wieder über die kleinen Dinge bewusst zu werden, nicht auf die großen Veränderungen zu schielen, man kann lernen wieder zu lachen, man kann lernen zufrieden zu sein mit kleinen Schritten.

                                              Das ist Schwerstarbeit, braucht viel Übung und Veränderungen, manchmal auch in der Anschauung des eigenen Daseins, manchmal muss man zum Einfachsten zurück um sich über einfaches freuen zu können.
                                              Wer immer obenauf ist, der freut sich über nichts mehr, wem es immer gut geht der weiß das nicht zu schätzen, also brauchen wir auch irgendwo solche Krisen um den Blick zurecht zu rücken und neu zu lernen was wir brauchen.

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                                              • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                                                Hallo Tired!

                                                Du schreibst sehr einfühlsam und auch ein wenig philosophisch. Aber wie würdet den Ihr/du in den von mir oben beschriebenen Situationen umgehen, wenn sich alles so schwer und fast nicht stemmbar anfühlt?

                                                @tired
                                                @alex_77
                                                @elektraa

                                                Wäre euch das alles egal, würde euch das in keinem Fall ängstigen?

                                                Ich tue mir beim akzeptieren so schwer. Gehts einem dadurch wirklich besser?
                                                • weiter weg von Zuhause mit Auto fahren
                                                (Urlaub, Arbeit, Freizeitaktivitäten)
                                                Essen gehen
                                                • Wandern/Bergsteigen weg von Zuhause
                                                • Berufliche Termine weit weg von Zuhause
                                                • Kino
                                                • Verwandte/Freunde besuchen
                                                • Geburtstagsfeiern
                                                • Am Abend fortgehen
                                                • Skifahren

                                                ....Das sind doch keine Höchstleistungen, sondern das normale Leben.

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                                                • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                                                  Wäre euch das alles egal, würde euch das in keinem Fall ängstigen?
                                                  Sicher nicht und natürlich sind dann die Empfindungen nicht viel anders als bei dir.
                                                  Dennoch muss man ja einen Weg finden, um einigermaßen weiter leben zu können.
                                                  Es ist wichtig herauszufinden was einem den Kopf etwas frei macht, was so etwas wie Freude aufkommen lässt, wann diese Ängste und Symptome in den Hintergrund rücken.
                                                  Man braucht einen Ansatzpunkt den es zu finden gilt, um das dann weiter auszubauen.
                                                  Es braucht aber auch viel Initiative, Durchhaltevermögen und Hoffnung.

                                                  Manchmal hilft es das was einem ein schlechtes Gefühl macht zu beschließen, ohne wenn und aber, das wird gemacht und es gibt kein Absagen.
                                                  Manche Ängste und Gedanken, sind besonders aufdringlich solange noch die Chance besteht etwas abzusagen, nicht hin zu gehen weil man das Gefühl vermeiden will und das nutzt die Angst aus und macht diese Wahrnehmungen damit man sich zurückzieht.
                                                  Etwas zu beschließen ohne dass ein Rückzieher eine Option ist, macht es manchmal leichter.

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                                                  • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                                                    Ja aber man sagt doch in der Angsttherapie, dass man durch Konfrontation mit den gefürchteten Situationen bzw. mit seinen Ängsten am schnellsten rauskommt.

                                                    Bei mir funktioniert das irgendwie nicht. Ich hatte bisher auch nie den Mut oder die Bereitschaft aufbringen können bis zum äußersten zu gehen unter dem Motte: "ich treibe es bis zu einer Panikattacke z.B.".

                                                    Bei mir kommen ja auch zuerst die mir angstmachenden Symptome und dann die Bewertung dazu bzw. die 'was wäre wenn Gedanken".

                                                    Und dann stehe ich vor der Entscheidung/Frage

                                                    Soll ich mich schonen um nicht Schaden zu erleiden (Umfallen, Infarkt, Kreislaufzusammenbruch)

                                                    Oder

                                                    alles wie gehabt weitermachen, weil es passiert ja eh nichts, auch wenn es mir dadurch nicht immer besser geht bzw. meine psychosomatischen Reaktionen zum Teil mehr werden und es mir erst wieder halbwegs besser geht, wenn ich Zuhause bin.

                                                    Beim Mountainbiken gelingt mir das sehr gut, aber bei vielen anderen Dingen nicht

                                                    Seit 3 Jahren versuche ich mir nichts mehr anmerken zu lassen obwohl ich öfters einfach jemanden in die Arme fallen möchte und losweinen darf. Dieses ständige jetzt ist es so weit, jetzt passiert etwas schlimmes, weil es mir davor schon schlecht geht ist furchtbar.

                                                    Wenn's doch die Psyche ist, dann müßte ich doch dies überwinden können?

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