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Mirtazapin abgesetzt

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  • Mirtazapin abgesetzt

    Hallo an alle.

    Ich habe fast 2 Jahre lang Mirtazapin, auf Grund einer mittelschweren Depression, genommen. Angefangen mit 15 mg und ein paar Monate später wurde es auf 30 mg erhöht.

    Seit ein paar Monaten schleiche ich Mirtazapin aus. Von 30 mg auf 15 mg, dann auf 7,5 mg und seid 2 Wochen bin ich jetzt bei Null angekommen. Bis ich bei Null war, hat es ca. ein halbes Jahr gedauert.

    Ich habe mich selber schon verrückt gemacht, weil man einfach viel zu viel gelesen hat. Dass man ja viel zu schnell abgesetzt hat und man am besten immer nur 10% weniger vom Mirtazapin nehmen hätte müssen.
    Egal, wenn es nach meinen Arzt gegangen wäre, wäre ich nach 1,5 - 2 Monaten bei Null gewesen.

    Ich habe mir aber mehr Zeit gegeben und habe auf meinen Körper gehört. Jedes mal wenn mein Körper sich von den leichten Absetzerscheinungen erholt hat, kam immer ein Signal vom Körper, der mir gesagt hat, jetzt kannst du einen weiteren Schritt wagen. Total komisch :-)

    Jetzt bin ich wie gesagt seid 2 Wochen bei Null. Die ersten Tage ging es mir super. Ab den 4/5 Tag ging es dann langsam los, mir war ständig übel. So übel, dass ich den ganzen Tag nichts essen konnte. Ich hab es aber irgendwie überstanden. Die Übelkeit geht langsam wieder weg und ich kann auch wieder essen. Seit ca. 1 Woche habe ich aber schlimmen Juckreiz, der sich ständig verlagert. Mal an den Armen, mal an den Beinen, dann ist wieder der Kopf dran. Ich kratze mich schon kaputt und das ist nicht schön. Jeden Tag denke ich aufs neue, ach das geht bald vorbei, aber irgendwie wird das im Moment noch nichts. Mal ist es schlimmer, mal hab ich für ein paar Stunde ruhe.

    Jetzt meine beiden Fragen.

    Ich möchte Ungern zum Arzt gehen, wegen den Juckreiz. Kann ein Arzt dagegen überhaupt was machen? Ich denke ja, dass ich da leider durch muss. Aber wenn ja, würde ich es vielleicht in Betracht ziehen, doch zu gehen.

    Meine letzte Frage...ich habe es jetzt 2 Wochen ohne Mirtazapin geschafft und leider liest man ja immer Höllengeschichten. Wie groß ist jetzt noch die Gefahr, das schlimmere Absetzerscheinungen dazu kommen? Bis auf die Übelkeit und der Juckreiz geht es mir echt super, ich fühle mich richtig frei. Habe aber große Angst, dass es noch nicht die Spitze des Eisberges war. Ich möchte die Tage auch eine neue Arbeit anfangen, ich freu mich schon richtig. Aber die Angst das noch mehr auf mich zu kommt, hält mich ein bisschen zurück.

    Ich bedanke mich schonmal im Voraus.

    lg Bianca





  • Re: Mirtazapin abgesetzt

    Hi,
    du solltest das mit dem Juckreiz abklären lassen.
    Es mag ja alles passen, aber es muss keine Absetzerscheinung sein, deshalb lieber mal checken lassen.

    Ich denke je mehr Sorgen man sich über Absetzsymptome macht, desto höher die Wahrscheinlichkeit dass noch was kommt.
    Du solltest einfach genießen dass es dir gut geht und dich erst damit beschäftigen wenn es so kommen sollte.
    Du kannst ja im Notfall auch wieder auf 5 oder weniger mg. gehen, also wenn alle Stricke reißen und dann nochmal langsam ausschleichen.
    Schaffe dir Sicherheit, Möglichkeiten die es dann gibt und die dich das etwas gelassener sehen lassen, je gelassener du bist desto besser wird es laufen.

    Meine Erfahrungen mit diesen Erscheinungen sind so gewesen, dass ich bei den ersten Malen gar nichts davon wusste.
    Ich hatte welche, aber habe sie nicht mit dem Absetzen in Verbindung gebracht sondern mit der Grunderkrankung und ich denke gerade dadurch konnte ich das als vorübergehende Phase sehen, die nicht so sehr belastet hat als wenn ich darüber nachgedacht hätte ob das Medi dahinter steckt und was nun zu tun ist.

    Also, keine Gedanken machen solange es so gut läuft und wenn was ist hast du immer noch Optionen um dem entgegenzuwirken, auch wenn es dann etwas länger dauert bis du das Medi los bist.
    Ich denke damit fährt man am Besten und beschwört auch keine Befindlichkeiten oder möglichen Zusammenhänge herauf, die aus Unsicherheit und Ängsten aktiviert werden können.

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    • Re: Mirtazapin abgesetzt

      Ein bisschen beruhigt mich dein Text schon :-)

      Mit den Juckreiz bin ich mir eigentlich zu 99% sicher, dass es vom absetzen kommt. Sowas hatte ich noch nie und da es kurz nach den absetzen angefangen hat, kann es eigentlich nur davon kommen. Deswegen war ja auch meine Frage, ob ein Arzt dagegen überhaupt was mache kann oder ob man da einfach durch muss.

      Als ich damals von 30 mg auf 15 mg reduziert habe und von 15 mg auf 7,5 mg, hatte ich zwar den Juckreiz nicht und auch nicht so eine starke Übelkeit, dafür hatte ich eine total starke Unruhe. Mein Körper hat von innen richtig gezittert, dass war kaum zu ertragen. Aber auch das habe ich geschafft. Deswegen habe ich jetzt die Einstellung, es kann kommen was wolle, ich ziehe das durch. Problem ist einfach das Vorstellungsgespräch was ich morgen habe. Ich weiß, dass ich die Stelle zu 99% habe. Habe aber Angst, dass die Absetzerscheinungen so arg werden, dass ich meine Arbeit nicht machen kann. Klar könnte ich jetzt sagen, ich warte noch ab und lehne den Job ab, aber wer weiß wann ich so ein Angebot in nächster Zeit wieder bekomme. Blöd ist, das meine Therapeutin im Moment im Urlaub ist. Da könnte ich meine Ängste ansprechen und sie würde es sicherlich auch wieder schaffen, mir diese zu nehmen.

      Beruhigen würde mich sicherlich, wenn man irgendwie die Frage beantworten könnte, ob nach 2 Wochen ohne Mirtazapin, noch schlimme Absetzerscheinungen kommen können oder ob ich das schlimmste schon hinter mir habe. Aber ich glaube das kann mir leider keiner beantworten. Aber vielleicht hat der ein oder andere Erfahrungen damit gemacht.

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      • Re: Mirtazapin abgesetzt

        Ja, das ist schon sehr individuell, viele bekommen ja überhaupt keine Absetzerscheinungen.

        Sieh es einfach positiv, das was oft als die schlimm geschildert wird, scheinst du in der Tat schon hinter dir zu haben.
        Das ist zwar keine Garantie, aber ich finde es sieht gut aus, auch weil du sehr langsam ausgeschlichen hast und das minimiert das Risiko immens.

        Ob der Arzt was machen kann hängt von der Art der Symptome ab, wenn tatsächlich die Haut juckt kann man es sicher mit Salben u.ä. versuchen, kommt es eher von Innen gäbe es eventuell auch Medikamente, wobei man sich dann wieder entscheiden muss.
        Also versuchen könnte der sicher was, obs was bringt sei dahin gestellt.

        Trotzdem würde ich das Jucken abklären lassen, vielleicht hat deine Leber etwas schaff damit und dann juckt es auch, halte ich zwar für unwahrscheinlich dass da was ist aber ich finde lieber auf der sicheren Seite sein und kontrollieren lassen.

        Den Job solltest du machen, zu verlieren hast du ja nichts und ich denke auch nicht dass es so schlimm werden wird dass es gar nicht geht, dann würdest du dich hinterher ärgern es nicht versucht zu haben.

        Versuch das alles möglichst positiv zu sehen, dir einen Plan B zu überlegen, der dich beim Gedanken daran dass Plan A scheitern könnte gut auffängt und dir deine Befürchtungen nimmt.

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        • Re: Mirtazapin abgesetzt

          Was meinst du nochmal genau mit der Leber? Hab den Satz nicht ganz verstanden. Was könnte damit sein?

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          • Re: Mirtazapin abgesetzt

            Ein Jucken kommt halt auch vor wenn die Leber sehr gefordert ist.
            Damit meine ich aber keinen schlimmen Leberschaden, sondern einfach dass Jucken viele Ursachen haben kann und wenn es so schlimm ist sollte man das einfach mal abklären lassen.
            Vielleicht stellt die sich auch gerade um, von der Medikamenten Einnahme.

            Also keinen Kopf machen, ich denke halt nur dass man bei so starken Symptomen einfach mal den Arzt drauf schauen lasen sollte, da es eben sehr viele Ursachen haben kann.

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