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Was stimmt denn nicht mit mir - Mirtazapin

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  • Was stimmt denn nicht mit mir - Mirtazapin

    Hallo!

    Nachdem mein Vater über 1 Jahr ein schlimmer Pflegefall war, ist er im November verstorben. Im März hat mein Mann mir gebeichtet, dass er mich 2-3 Monate nach dem Tod meines Vaters mit einer sehr jungen Kollegin betrogen hat. Wir sind seit 18 Jahren zusammen, 15 davon verheiratet, haben 2 Kids (11+15). Ich habe gemerkt, dass etwas nicht stimmt, aber war in der Zeit meiner Trauer über den Verlust meines Vaters nicht in der Lage zu agieren. Er fühlte sich wohl vernachlässigt, dachte, dass wir nur noch nebeneinander her leben. Ich empfand dieses nicht so. Ich habe kein Desinteresse an ihm gezeigt, habe alles für ihn getan. Wir sind 40 + 43 Jahre alt und haben schon einiges durch im Leben. U.a. eine Krebs-Erkrankung meines Mannes in 2015. Ich war immer für ihn und die Kinder da. Nun hat er mich aber in dieser schwierigen Zeit betrogen. Er hat es im März beendet. Wir wollen es hinkriegen, weil wir uns lieben. Als ich nur noch am Weinen war und nicht mehr essen konnte, hat mir der Arzt Mirtazapin verschrieben. Das ist jetzt 11 Tage her. Ich kann jetzt wieder schlafen, aber tagsüber bin ich so niedergeschlagen, lustlos und ich habe Angst. Angst, dass mich mein Mann verlässt, weil ich jetzt im Kopf nicht mehr richtig bin. Ich kann mich gar nicht mehr richtig auf meine Kinder einlassen, verliere schnell die Geduld. Sonst waren diese mein Lebensmittelpunkt. Jetzt kann ich einfach nicht mehr. Mein Mann bemüht sich sehr um mich, damit ich wieder Vertrauen aufbauen kann, aber ich werde nicht fröhlich. Wann wirkt dieses Medikament? Da ich nur 52kg wiege, nehme ich nur abends 7,5mg. Auch auf der Arbeit kann ich mich nicht mehr konzentrieren, mache Fehler.

    Viele Grüße.

  • Re: Was stimmt denn nicht mit mir - Mirtazapin

    Hi,
    das Mirta wirkt ja schon, du schläfst besser.
    Die antidepressive Wirkung tritt nach 4-6 Wochen ein, allerdings ist es recht gering dosiert, die Angstlösende Wirkung nach ca zwei Wochen.
    Allerdings hilft es nicht gegen die Folgen aktueller und sehr realer Probleme, es gibt leider keine Glückspille die alles gut macht, deshalb muss man parallel noch andere Therapien und vor allem Eigeninitiative angehen.

    Versuche dein Gleichgewicht wieder zu finden, nimm dir Zeit für dich, zum raus gehen, Sport machen und es dir gut gehen zu lassen.
    Das ist wichtig!

    Klar muss dein Mann Vertrauen zurück gewinnen, aber man kann herauslesen dass er dich liebt, bei dir bleiben möchte und sich wirklich Mühe gibt, er hat sich für dich entschieden.
    Er weiß nun besser als jemand zuvor warum er mit dir zusammen sein will und dass er das will.
    Das sind fast noch bessere Voraussetzungen als vor dem Fremdgang, er wird sich sicher davor hüten noch einmal auf Abwege zu geraten.
    Oft werden Beziehungen nach so einer Krise wesentlich gefestigter und vertrauensvoller als zuvor, wenn es gelingt den Fremdgang nicht mehr persönlich zu nehmen.

    Versuche etwas Abstand zu gewinnen und dir gutes zu tun, lass dir Zeit, mach dir keinen Druck und, im Grunde ist eine Affäre nicht das Ende der Welt und auch nicht das Schlimmste was ein Mann tut, besonders nicht wenn ihm dadurch klar wird was ihm seine Familie wirklich bedeutet.

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    • Re: Was stimmt denn nicht mit mir - Mirtazapin

      "Wann wirkt dieses Medikament?"

      Im Moment wirken vor allem die Nebenwirkungen.
      Zwar sind 7,5 mg wenig, aber wenn Sie Psychopharmaka nicht gewöhnt sind, ist es bei Ihrem Körpergewicht schon möglich, dass die Beeinträchtigungen am Vormittag mit dem Mittel zusammenhängen.

      Das vergeht allerdings meist in ein paar Wochen. Dann setzt auch die gewünschte Wirkung ein.

      Der Rat, Sport zu machen, ist gut.
      Die bei Muskelarbeit entstehenden Myokine wirken stabilisierend auf die Psyche.
      Man muss sich natürlich dazu überwinden.
      Aber es lohnt sich!

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      • Re: Was stimmt denn nicht mit mir - Mirtazapin

        Hallo!

        Ich danke für eure Antworten.

        Dass mein Mann, für den ich immer da gewesen bin, mich in meiner bislang schwersten Zeit, als ich meinen Vater verlor, betrogen hat, das hat mir die Beine weggezogen. Ich bin seit meinem 15. LJ an Rheuma erkrankt, habe schon so viel Mist, auch mit meinem Mann durchgestanden. Dass er so etwas macht, anstelle mich über den Verlust meines Vaters zu trösten, das ist hart.

        Nun frage ich mich, wie es sein kann, dass ich davon krank werde. Wie kann es sein, dass ich aus diesem "Traurigsein" nicht raus komme? Wir versuchen ja unsere Beziehung wieder hin zu bekommen, sprechen viel mehr usw. Aber es stellt sich keine Freude bei mir ein. Nur diese ewige Gedanken-Karussell dreht sich immer und immer wieder. Warum? Wieso? Wie? Zum Glück träume ich nachts nicht mehr davon und liege dann nicht wach, dank der Tabletten.

        Wie muss ich mir denn die angstlösende Wirkung vorstellen und die stimmungsaufhellende? Kann man das beschreiben?

        Jetzt fühlt es sich so an als wenn dieses Angstkribbeln in der Brust und das Beklemmen der Brust ausbleibt. Ich weine auch nicht mehr so viel. Aber die letzten 2 Tage kullerten die Tränen einfach so.

        Liebe Grüße.

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        • Re: Was stimmt denn nicht mit mir - Mirtazapin

          Ich würde sagen die Ängste die aus den Fugen geraten sind, treten in den Hintergrund, werden relativiert, das macht auch den Weg frei für eine positivere Sichtweise.
          So ein Medikament kann aber nur auf das Einfluss haben was einer Angststörung oder Depressionen geschuldet ist, es macht nicht Dinge die so sind wie sie sind besser und es bewirkt auch keine Spontanheilung.

          Deshalb ist so wichtig selber aktiv zu werden, sich dazu aufzuraffen auch wenn es schwer fällt, sobald eine Wirkung spürbar ist wird es leichter.

          Es ist ja kein Wunder dass du da Probleme bekommen hast, zu viel auf einmal, dann beginnt man automatisch auf den nächsten Hammer zu warten und kann sich nicht mehr auf das was man noch genießen könnte konzentrieren, man sieht es nicht mehr.

          Sicher kommt da auch die Trauer mit den Gefühlen zu der Affäre zusammen, das muss alles erst einmal verdaut werden, das eine ist noch nicht abgeschlossen und das andere kommt schon oben drauf, das muss erst einmal aufgearbeitet werden und den meisten Menschen würde es da ähnlich gehen wie dir.

          Das hat also nichts damit zu tun dass mit dir etwas nicht stimmt, es ist eine normale Reaktion wenn es zu viel wird und eins zum anderen kommt.
          Dein Körper sagt dir damit dass du mal inne halten sollst, besser für dich sorgen musst, mal einen Schritt zurück gehen und neu sortieren.

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          • Re: Was stimmt denn nicht mit mir - Mirtazapin

            Hallo Dini

            hadere nicht mit Dir selbst, dazu hast Du keinen Grund: Du hast eine schwere Zeit durchgemacht, und auch jetzt ist noch nicht alles wieder im Lot. Da ist es normal, wenn Du solche Reaktionen wie Traurigkeit oder Angst zeigst. Dafür kannst Du absolut nichts.
            Weiterhin liegt auch der November jetzt noch nicht so lange zurück, ebenso wenig wie der Fremdgang Deines Mannes. All so etwas wirkt auch nach, und die zugehörigen Emotionen suchen sich auch im Zeitablauf die entsprechenden Ventile. Meistens in der Tat sogar auch zeitverzögert, wenn's dann eben wirklich nicht mehr geht oder Dein Körper/Deine Psyche den Eindruck hat, daß es jetzt sein "darf". Das Beste, was Du da aus gedanklicher Sicht tun kannst, ist, es zuzulassen. Mach Dich deswegen nicht fertig, sondern tröste Dich selbst dafür, wie Du es als Mutter bei Deinen Kindern machen würdest. Führe entsprechend mitfühlende Selbstgespräche - in Gedanken oder auch mal laut -, auch wenn sich das zunächst etwas bekloppt anfühlt Es ist ok, wenn die Tränen fließen - da will was raus, und das solltest Du auch rauslassen. Es geht ja nicht darum, in Selbstmitleid zu baden, sondern den emotionalen Druck abzubauen, der sich sonst aufstauen würde.

            Wie muss ich mir denn die angstlösende Wirkung vorstellen und die stimmungsaufhellende? Kann man das beschreiben?
            Das hängt davon ab, wie sich die Angst bei Dir genau äußert:
            Ich hatte während solcher Angst- und Panikschübe in den Extremsituation so etwas wie "Nervenbrennen" in den Gliedern, vor allem in den Armen, wenn's ganz schlimm war auch im Oberkörper und den Beinen. Zusätzlich wirklich den sprichwörtlichen Klumpen im Magen, ein Verkrampfen des Magens, das über das normale Mulmigsein hinaus ging. Rasende Angst- und Panikgedanken in sich verstärkender Endlosschleife.
            => Mit dem Antidepressivum werden diese Symptome zunächst schwächer, dann seltener, bis sie irgendwann größtenteils weg sind und nur noch dann auftreten, wenn es wirklich angebracht ist, also echte Gefahr droht.

            Und "stimmungsaufhellend" bedeutet, daß Du wieder leichter aus den Gedankenkreiseln rauskommst, wieder beginnst, Dich für Deine Umwelt, Deine Familie, die Kinder, Zeitschriften, Bücher, Hobbies zu interessieren. Du wirst wieder mehr von innen heraus lächeln und lachen können. Bei mir war auch das ein schleichender Prozeß über etliche Wochen, aber nachdem das Medikament dann irgendwann seine Wirkung entfaltet hatte, absolut kein Vergleich mehr zur akuten Phase.

            Mirtazapin selbst kenne ich nicht. Aber bei meinem Fluoxetin dauerte es wie schon beschrieben etwas: Nach ein zwei Tagen auf der Einstiegsdosierung konnte ich mir immerhin schon wieder vorstellen, nicht den ganzen Tag im Bett zu liegen und bin immer öfter aufgestanden. Nach rund ner Woche hatte ich für ein zwei Hobbies wenigstens wieder ein Grundinteresse wiedergewonnen, wenngleich ich mich manchmal ein bißchen "treten" mußte, um in die Gänge zu kommen. Nach zwei bis drei Wochen sollte ich die Dosis um eine Stufe erhöhen, da war's nochmal besser geworden, ich war insgesamt belastbarer, wenngleich sicher noch weit vom "Normalzustand" entfernt. Nach meiner Erfahrung und Einschätzung dauert es am langen Ende gut zwei bis drei Monate, bis das Fluoxetin bei mir die volle Wirkung entfaltet hatte.

            Es wird also kontinuierlich besser werden Aber Du mußt u.U. auch ein klein wenig Geduld mitbringen - bei dem einen geht's etwas schneller, beim anderen etwas langsamer. Die AD's sind in ihrer Wirkweise nicht mit Aspirin vergleichbar

            Was mir daneben und währenddessen sehr geholfen hat, war die Erkenntnis, daß ich trotz Angst, Traurigkeit und Depri niemals handlungsunfähig oder ohnmächtig bin: Ich habe trotzdem immer die Wahl.
            Mit diesem Bewußtsein im Hinterkopf ist es leichter, auch die ängstlichen und traurigen Phasen auszuhalten, weil ich mir dann immer sage: "Es ist jetzt eben so, mein Körper und meine Psyche brauchen das gerade. Also nehme ich mich jetzt bewußt etwas zurück, mache langsamer und gucke, ob's mir in ein zwei Stunden wieder besser geht."

            => Letztlich muß man wissen, daß gerade Angst eine übersteigerte Streßreaktion ist. Und Du hast monatelang unter Streß gestanden, auch, wenn Dir das so vielleicht nicht immer bewußt gewesen ist. Dein Körper und Deine Psyche senden Dir also auch Warnsignale, daß es so nicht weitergeht, daß Du langsamer machen sollst und Dir selbst Zeit geben solltest, all das zu verarbeiten und Schritt für Schritt wieder im Hier und Jetzt anzukommen. Darüber mit mehr Gas hinweg zu gehen, als im Augenblick geht, würde Dir früher oder später wieder vor die Füße fallen.

            Was nicht heißen soll, daß Du Dich nicht bewegen sollst Wie von Dr. Riecke und Tired schon angeraten, ist Sport hier sehr hilfreich und entlastet den Körper von Adrenalin und Cortisol, die in ihrer "Überdosis" unberechtigte Angstreaktionen auslösen bzw. verstärken können.

            Erkenne aber auch, daß Du zur Zeit engere Grenzen hast als noch früher, und lerne, sie zu respektieren. Wenn Du im richtigen Maß mit Ruhe und Aktivität vorgehst und Geduld, Akzeptanz, Mitgefühl und Selbstliebe für die jetzige Situation entwickelst, wird es Dir Deine Psyche danken


            LG und gute Besserung
            Alex

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            • Re: Was stimmt denn nicht mit mir - Mirtazapin

              "es ist eine normale Reaktion wenn es zu viel wird und eins zum anderen kommt."

              Das ist ein wichtiger Gedanke.

              Sich körperlich und psychisch schlecht fühlen, ist eine folgerichtige Reaktion auf Ereignisse, die sich nicht einfach kompensieren lassen.

              Kausales Herangehen wäre demzufolge an der Auslösung zu arbeiten, nicht die Folge medikamentös zu unterdrücken.


              Besonders belastend scheint die Affäre an sich - und vor allem deren Zeitpunkt zu sein.


              Nur als Hypothese:

              Es könnte doch sein, dass Ihr Mann, Dini, einfach nur seine Gelüste gestillt hat, weil es zu Hause nicht möglich war. Die Kollegin war dazu der bequemste Modus.

              Das war zwar nicht sehr partnerfreundlich, könnte aber mit Ihrer Beziehung wenig zu tun haben.

              Halten Sie so einen Mechanismus für möglich?

              Oder war es wirklich eine Liebesbeziehung?

              Für Ihre Verarbeitung spielt der Charakter der Affäre eine Rolle.

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              • Re: Was stimmt denn nicht mit mir - Mirtazapin

                Hallo!

                Es tut mir sehr gut, eure Meinungen zu lesen.

                Ich habe tatsächlich seit der Enthüllung der Affäre alles zurück gefahren. Jetzt fühle ich mich manchmal schuldig und gleichgültig, weil ich mich nicht mehr rund um die Uhr um alle kümmere. Ich gehe lange mit meinem Hund, fahre viel durch die Gegend. Leider bietet das immer viel Raum für Gedanken.

                Gestern war ein guter Tag, heute fühle ich mich wieder bedrückt.

                Ich löchere meinen Mann viel nach dieser Zeit. Er ist jemand, der alles mit sich ausmacht und diese Affäre verdrängen möchte. Er kann das. Es ist schlimm für ihn, darüber zu sprechen, aber er tut es. Gestern habe ich nach der Ernsthaftigkeit der Affäre gefragt. Er sagt, das war nicht ernst, nicht tief. Nicht so wie unsere lange Beziehung. Er dachte, wir leben nur noch wie eine WG zusammen. Wenn wir sprechen, belastet ihn das sehr. Er bekommt Schmerzen und Tränen. Es tut ihm anscheinend sehr leid. Ich glaube ihm das auch. Es ist aber sehr schwer für mich mit dem Fremdgehen klar zu kommen. Vielleicht war es nur körperlich, denn zusammen unternommen haben die beiden nichts.
                Aber es fühlt sich schlimm an, dass er eine Fremde in unser Leben gelassen hat, dass diese so viel über unser Leben weiß. Dass er die an seinen Körper gelassen hat, dass alles von ihm ausging. Ich habe einmal mit ihr telefoniert. Sie sieht keine Schuld bei sich. Es ging von ihm aus. Ich habe ihr gesagt, dass sie hätte "Nein" sagen können, da unsere Partnerschaft ja nicht beendet war.
                Außerdem wünsche ich mir sehr, dass sie auch leidet. Sie geht unbeschadet aus dieser Sache, weil ich sie aus Rücksicht auf meinen Mann z.B. bei seinen Kollegen nicht bloß stelle. 26 und steigt mit einem verheirateten Familienvater ins Bett. Ohne Reue. Das nagt innerlich arg an mir.

                Bei all dem schaffe ich es nicht, mich um meine Mama zu kümmern. Sie ist allein nach Papas Tod. Anfangs habe ich ihr bei allem geholfen, aber jetzt will ich nur noch diese Ehe retten und blocke alles ab. Und Papa habe ich auch noch nicht ganz verabschiedet. Papa und mein Mann waren gute Freunde. Mein Mann hat ihm die Augen geschlossen. Aber er war unfähig, mich zu trösten. Er rennt zu einer anderen Frau. Vielleicht liegt es an seiner Verarbeitung. Er selbst verlor seinen Vater als er 16 war. Dann kam sein Krebs. Dann ist er 43. Vielleicht gibt es die Midlife Crisis ja wirklich?

                Alle meine Freunde sagen, dass sie mich bewundern, dass ich da so ruhig mit umgehe, aber in meinem Inneren sieht es ganz anders aus. Vor den Pillen hatte ich die schlimmsten Albträume, bin mit Herzpochen aufgewacht, habe nicht mehr schlafen können. Zu jeder Gelegenheit musste ich weinen. Ich versuche das ganze aufzuarbeiten, zu verstehen, zu akzeptieren, nicht zurück zu blicken.

                Ich glaube, es wird noch eine Weile dauern. Wenn mir die Medizin noch hilft, weiteren Antrieb zu bekommen, das wäre schön.

                Danke, dass ich das hier alles aufschreiben kann.

                Liebe Grüße.

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                • Re: Was stimmt denn nicht mit mir - Mirtazapin

                  Vor allem solltest du dich nicht im Hass verlieren, die Affäre war nichts weiter als Mittel zum Zweck und für sie wird es auch nicht mehr gewesen sein.
                  Im Grunde stellt sich die Frage weshalb sie ein schlechtes Gewissen haben muss und Abbitte leisten soll. es wird dir nicht helfen und nichts besser machen.
                  Auch wenn sie leiden würde hättest du nichts davon, wobei es fast sicher ist das sie irgendwann im Laufe ihres Lebens genau dieses Leid selber erfahren wird.

                  Konzentriere dich nicht auf jene die eigentlich nichts damit zu tun haben, denn es ist einzig eine Sache zwischen dir und deinem Mann, wäre es nicht die Arbeitskollegin gewesen, wäre es eine andere geworden und das bedeutet diese Frau ist willkürlich austauschbar, nicht von Bedeutung, du aber bist von Bedeutung.

                  Also, hak die Frau ab und auch deine Gefühle ihr gegenüber, schlechte Gefühle tun niemandem weh außer dir selber und gerade das gilt es ja los zu werden.
                  Klar kann es gut sein dass dein Mann mit dieser Frau was kompensiert hat, Gefühle die er nicht ausdrücken kann und die ihn dennoch belasten.
                  Vergiss nicht bei all dem, ein Fremdgang sagt nichts darüber aus wie dein Mann zu dir steht und wie sehr er dich liebt, sondern nur darüber dass zwischenzeitlich was schief gelaufen ist das er jetzt wieder in die richtigen Bahnen zu lenken versucht.
                  Er ist immer noch der gleiche Mann der er davor war, daran hat sich nicht geändert.

                  Vielleicht hast du die Möglichkeit mal wirklichen Abstand zu gewinnen, einen kleinen Urlaub, oder Freunde besuchen?
                  Da kommt die Aktivität von selber und gleichzeitig hast du die nötige Ruhe um deine Gedanken zu ordnen, den Kopf mal frei zu bekommen.

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                  • Re: Was stimmt denn nicht mit mir - Mirtazapin

                    "Ich glaube, es wird noch eine Weile dauern."

                    Es wird wirklich noch eine Weile dauern. Aber diese Einsicht enthält ja schon ein wenig Zukunftsdenken. Und das brauchen Sie sehr nötig.

                    Man kann Ihrem letzten Beitrag entnehmen, dass Sie die Bedeutung der stattgehabten Affäre nicht überschätzen, sondern vielleicht sogar bald als Kompensation für Ihren Mann ansehen, der in der schwierigen Zeit auch gelitten hat. Wenngleich er dabei mehr an sich dedacht hat und nicht in der Lage war, Sie zu trösten.

                    Offenbar ist er dazu aber auch nur bedingt in der Lage, so wie er generell kaum über seine Gefühle redet.

                    Und wie Tired schon meinte, Groll gegenüber der jungen Kollegin nützt Ihnen überhaupt nichts. Im Gegenteil - und das gilt auch für Ihren Mann: Vergeben ist der erste und notwendige Schritt für die eigene Verarbeitung. Auch wenn es schwer ist...

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