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Buchempfehlung für Betroffene und Angehörige

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  • Buchempfehlung für Betroffene und Angehörige

    Guten Morgen zusammen

    ich hätte hier eine Buchempfehlung für alle Betroffenen und Angehörigen:

    Manfred Lütz: Irre - wir behandeln die Falschen: Unser Problem sind die Normalen

    Der Einfachheit poste ich hier mal wieder den Link von Amazon (klick) - bitte aber nicht als Werbung für Amazon verstehen; ist nur gerade für mich und wahrscheinlich auch viele andere am bequemsten, da mal fix genauer nachzusehen. (Wäre natürlich schön, wenn jeder potentiell interessierte Käufer die örtliche Buchhandlung mit der Bestellung beauftragen würde )


    Ich hab das Buch bereits vor etlichen Jahren von unserer Nachbarin empfohlen und ausgeliehen bekommen. Leider bin ich bis heute nicht dazu gekommen, es zu lesen - aber zum Glück gibt's ja audible

    Auf jeden Fall habe ich es mir jetzt vor ein paar Tagen dort als Hörbuch geholt, so daß ich beim Autofahren bequem zuhören konnte.


    Und:
    Das Buch lohnt sich definitiv!

    Auf der einen Seite erklärt M. Lütz plastisch und allgemeinverständlich die wichtigsten Formen psychischer Störungen und ihrer Therapiemöglichkeiten. Auf der anderen Seite verdeutlicht er, wie "wahnsinnig" und "blödsinnig" die graue Welt der "Normalen" oft genug ist, ohne daß es irgendjemanden stört... Er spricht sich in diesem Zusammenhang u.a. klar und unmißverständlich gegen die Ausgrenzung von psychisch Erkrankten aus und hebt stattdessen auch den ein oder anderen verborgenen Vorzug dieser Erkrankungen hervor ("was ist das Gute am Schlechten"), zum einen anhand einschlägiger Erfahrungen anderer Psychiater und Therapeuten, zum anderen aus der Erfahrung der individuellen Behandlungsfälle seiner eigenen Arbeit heraus.

    Dabei ist das Buch immer wieder amüsant und leicht zu lesen / zu hören, wenngleich es auch die ein oder andere etwas trockenere Passage gibt. (Die halten sich aber in Grenzen )
    Unter'm Strich gelingt es ihm damit in meinen Augen, diesen ganzen Krankheiten den absoluten Schrecken und die Angst etwas zu nehmen, die man nur zu oft als Laie, frisch/neu Betroffener oder Angehöriger damit verbindet.
    Was nicht heißen soll, daß psychische Erkrankungen für M. Lütz damit etwas Tolles und Erstrebenswertes wären, so ist das nicht gemeint - aber er relativiert eben sehr gut auch im Vergleich zu den angeblich immer so "Normalen".

    Ein sehr schöner, kompakter Querschnitt, wie ich finde