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Depression und Angst

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  • Depression und Angst

    Hallo!

    Ich habe von meinem Psychiater zusätzlich das Medikament Cipralex 20 mg verschrieben bekommen. Gleichzeitig nehme ich 1 Tablette Deanxit. Deanxit nehme ich schon sehr lange. Seit dem ich zusätzlich Cipralex nehme geht es mir mit Depression und Angst schlechter. Am Anfang viel schlechter und jetzt nach fast 3 Wochen immer noch schlechter als ohne Cipralex. Ich habe das Gefühl dass das Cipalex die Wirkung des Deanxit mindert. Ist es sinnvoll wenn man diese beiden Medikamente gleichzeitig nimmt? Braucht Cipralex noch einige Zeit bis es wirkt?

    Vielen Dank für Eure Antworten!


  • Re: Depression und Angst

    Hey Sommerwind1,
    Da auch ein guter Freund von mir an Depressionen gelitten hat, kenne ich mich in diesem Thema sehr gut aus. Und ich merke mittlerweile, dass Menschen, die unter Depression leiden immer wieder den selben Fehler machen.

    Die meisten Erkrankten befassen sich viel mehr mit dem Thema, welche Medikamente sie einnehmen sollen und VIEL ZU WENIG damit, wie sie die Medikamente reduzieren können oder sogar ganz weglassen können.

    Der allerschnellste Weg aus Depressionen zu entkommen ist es, selber aktiv zu werden und selber wollen. Medikamenten werden die Depressionen immer nur kurzfristig verbessern, aber nie auf lange Sicht hinweg.

    Die eigene Willenskraft und die Setzung von Zielen (berufliche Ziele, Sport, Familie) ist der allerbeste Weg um im Leben wieder glücklich zu werden.

    Fang am besten an selbst zu handeln, anstatt zu hoffen, dass irgendwelche Medikamente ein bisschen besser wirken als andere.



    Kommentar


    • Re: Depression und Angst

      Naja Luk, vielleicht kennst du dich mit deinem Freund aus, aber sicher nicht mit dem Thema der Depressionen.
      Erstens denken nicht die meisten darüber nach was sie so alles nehmen können und nicht wie sie es wieder reduzieren und zweitens bist du bei einer schweren Depression ohne Medikamente gar nicht in der Lage Ratschläge zur Eigeninitiative zu befolgen.

      Eine Depression zu überwinden ist in erster Linie keine Frage der Willenskraft, sie eine schwere Erkrankung die ab einem bestimmten Punkt fachliche Behandlung braucht und es hat nichts mit Stärke, oder Charakterschwäche, mangelnden Bock zu tun wenn es nicht anders geht als mit Medis.
      Der viel gerühmte Tritt in den Hintern ist nicht gerade das was bei Depressionen hilft, im Gegenteil, er sorgt dafür dass die Betroffenen sich noch mehr zurückziehen und noch depressiver werden weil sie am Meisten darunter leiden nicht aktiv werden zu können und sich wertlos fühlen.
      Bei depressiven Verstimmungen mag es manchmal was bewirken auf Medis zu schimpfen (die da ja auch in den seltensten Fällen nötig sind), aber ein schlechtes Gewissen sollte man demjenigen der so ein Mittel braucht doch eher nicht machen, denn er kann sich in dieser Phase oft nicht selber helfen, was dann erst durch Medikamente geht.

      Natürlich sollte man auch auf Medikamente zurückgreifen wenn es ohne nicht geht, damit die Medis dabei helfen können dass es wieder bergauf geht was auch oft erst die Umsetzung von Eigeninitiative möglich macht.
      Über ein Absetzen sollte man ca. nach einem Jahr der Stabilität, manchmal auch etwas früher, nachdenken und sich eben nicht schon vorher damit beschäftigen wie man das Medi schnell wieder los wird, man muss es nun mal eine gewisse Zeit nehmen ohne damit zu hadern.
      Es ist also kein Fehler , die ersten Monate nicht über ein Absetzen nachzudenken, sondern eher gut, da man es eh nicht ändern kann.
      Und die Kombi Angst und Depression, oder auch schwer belastende Depressionen, ist ja auch nochmal etwas anderes, als Verstimmungen bei denen man durchaus in der Lage ist sich an den eigenen Haaren aus der Misere zu ziehen.

      Sommerwind, manchmal können sich die Symptome in der ersten Zeit der Einnahme verschlimmern, nach ca drei bis sechs Wochen sollte aber definitiv eine Wirkung zu spüren sein, besonders die gegen die Angst tritt ja etwas früher ein, die antidepressive Wirkung lässt etwas länger auf sich warten.
      An deiner Stelle würde ich nochmal mit dem Arzt Kontakt aufnehmen und schauen was der rät.
      Wenn du dazu in der Lage bist wäre es natürlich gut, wie geraten wurde, aktiv zu sein, Sport, Spiel und Spaß.....;-)

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      • Re: Depression und Angst

        "An deiner Stelle würde ich nochmal mit dem Arzt Kontakt aufnehmen und schauen was der rät."

        Das kann ich nur unterstützen.

        Es gibt so viele verschiedenen Formen und Ausprägungen von Depressionen, dass man einen "Fall" mit einem anderen nicht vergleichen kann.

        Deswegen ist der behandelnde Psychiater, der den Patienten am besten kennt, auch der richtige Ansprechpartner für die speziellen Medikamentenfragen.

        Kommentar



        • Re: Depression und Angst

          Danke Tired,
          ich freu mich auch immer über Kritik. Es gibt natürlich leichtere und schwerere Depressionen und außerdem gibt es verschiedene Arten von Menschen. Eine Depression ist natürlich von Mensch zu Mensch unterschiedlich und muss auch dementsprechend behandelt werden. Ich hoffe du hast mich jetzt nicht falsch verstanden, aber ich bin absolut nicht der Meinung, dass man bei einer Depression keine Medikamente zu sich nehmen soll oder nicht zum Arzt gehen soll!

          Man sollte sich aber auch nicht nur mit den Medikamenten beschäftigen.

          Kommentar


          • Re: Depression und Angst

            Ich hoffe du hast mich jetzt nicht falsch verstanden
            Doch;-)
            Aber mit dem Beitrag sind wir durchaus auf einer Wellenlänge.:-)

            Kommentar


            • Re: Depression und Angst

              Hey Sommerwind1,
              Da auch ein guter Freund von mir an Depressionen gelitten hat, kenne ich mich in diesem Thema sehr gut aus. Und ich merke mittlerweile, dass Menschen, die unter Depression leiden immer wieder den selben Fehler machen.

              Die meisten Erkrankten befassen sich viel mehr mit dem Thema, welche Medikamente sie einnehmen sollen und VIEL ZU WENIG damit, wie sie die Medikamente reduzieren können oder sogar ganz weglassen können.

              Der allerschnellste Weg aus Depressionen zu entkommen ist es, selber aktiv zu werden und selber wollen. Medikamenten werden die Depressionen immer nur kurzfristig verbessern, aber nie auf lange Sicht hinweg.

              Die eigene Willenskraft und die Setzung von Zielen (berufliche Ziele, Sport, Familie) ist der allerbeste Weg um im Leben wieder glücklich zu werden.

              Fang am besten an selbst zu handeln, anstatt zu hoffen, dass irgendwelche Medikamente ein bisschen besser wirken als andere.


              Was ist da falsch dran, stimmt doch alles, was hier steht.

              Für mich ist das ähnlich, wie mit Übergewicht. Hat man mal einen bestimmten Level überschritten, dann hilft nur noch radikales Umkehren, nötigenfalls mit ärztlicher Hilfe und medikamentöser Unterstützung.
              Man bleibt sicher "dick" ( depressiv) , wenn man nicht zugleich seine Werte verschiebt.
              Tabletten nehmen und gleich weitermachen, das geht sicher daneben. meine ich..

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              • Re: Depression und Angst

                Hallo,
                ich würde auch anraten - einen Arzt aufzusuchen. Ohne prof. Hilfe bzw. Einschätzung ist es schwer einzuschätzen.

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                • Re: Depression und Angst

                  Hi,

                  ich kann dir ein Buch empfehlen, was dir helfen kann, durch diese Phase durchzugehen und deine Medikamente weglassen zu können. Ließ das Buch "Jetzt" von Eckhard Tolle. Das ändert alles in deinem Leben. :-)

                  MfG

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