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Weiß nicht weiter...

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  • Weiß nicht weiter...

    Guten Abend,

    ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich hatte gerade Urlaub und sollte eigentlich erholt und entspannt sein, aber ich habe durchgehend Kopfschmerzen, fühle mich sehr hoffnungslos und es fällt mir jeden Tag schwer überhaupt aufzustehen.
    Hinzu kommt, dass ich selbst im Gesundheitswesen tätig bin. Ich kann mich kaum konzentrieren, habe Angst Fehler zu machen und finde es schwer auszuhalten, mir die Probleme und Krankheiten anderer anzuhören, da ich selbst kaum zurecht komme. Ich schaffe es nicht mal zum Arzt zu gehen, um mich krankschreiben zu lassen. Außerdem empfinde ich Scham, da ich, wie erwähnt, selbst in diesem Bereich arbeite.
    Ich kann kaum schlafen und grübel viel. Morgens, mittags, abends, selbst wenn ich arbeite grübel ich. Morgens bin ich wie gerädert, egal ob ich geschlafen habe oder nicht. Ich fühle mich schlapp und kraftlos. Abends schaffe ich nichts mehr, ich habe auch überhaupt keine Lust mehr mit jemanden zu sprechen. Ich gehe zur Arbeit und das wars. Und gerade habe ich das Gefühl, dass es nichts gibt, das mir helfen könnte. Ich habe selbst schon einiges ausprobiert (Entspannung, Sport, Urlaub, gesunde Ernährung, kleine Schritte probieren etc.), aber es wird eigentlich immer nur schlimmer.


  • Re: Weiß nicht weiter...

    "aber ich habe durchgehend Kopfschmerzen, fühle mich sehr hoffnungslos und es fällt mir jeden Tag schwer überhaupt aufzustehen."

    Sie wissen sicher selbst, dass Sie die klassischen Symptome einer Depression beschreiben.
    Das wird ohne A.U. nicht gehen, denn als Erstes sollten die Kopfschmerzen abgeklärt werden, obwohl die auch bei einer Depression vorkommen.

    Sicher haben Sie einen Hausarzt, der als erster Ansprechpartner fungiert.

    Eine Frage: Traten die Symptome schon vor dem Urlaub vielleicht in abgeschwächter Form auf?
    Oder ist alles gant neu?

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    • Re: Weiß nicht weiter...

      Ja, das weiß ich. Ich habe einen Hausarzt, aber, auch wenn es seltsam klingt, ich habe nicht mal die Kraft und offen gesagt auch nicht den Mut dorthin zu gehen und zu sagen wie es mir geht. Ich habe auch nicht die Kraft dann auf der Arbeit anzurufen und mich krankzumelden. Ich kann auch die Gedanken nicht abstellen, was die Kollegen ggf. denken könnten (kommt gerade aus dem Urlaub und schon krank). Es ist ja auch nicht so, dass im Gesundsheitswesen alle verständnisvoll wie Mutter Teresa sind, es herrscht viel Druck und Zeitmangel bei viel Verantwortung und letztlich wird erwartet, damit umgehen zu können und seine Probleme im Griff zu haben.

      Ja, die Symptome hatte ich schon vor dem Urlaub, allerdings schwächer. Ich hatte sehr gehofft, dass es mir danach besser geht und der Akku geladen ist (mit Überstunden hatte ich fast 5 Wochen frei), aber es fühlt sich an als würde ich seit 2 Jahren durcharbeiten.
      Ich habe von einer Bekannten eine Packung Doxepin bekommen, damit versuche ich jetzt Abends besser schlafen zu können und es soll ja auf längere Sicht auch eine stimmungsaufhellende Wirkung haben. Ich weiß, dass das nicht besonders verantwortungsvoll ist, diese ohne ärztliche Aufsicht zu nehmen, aber ich nehme sie auch nicht besonders hochdosiert, merke aber auch bisher keine Besserung. Im Gegenteil.

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      • Re: Weiß nicht weiter...

        "viel Verantwortung und letztlich wird erwartet, damit umgehen zu können und seine Probleme im Griff zu haben"


        Wenn Sie eine sachgerechte Behandlung weiter aufschieben, könnte sich das Ganze weiter verschlechtern und dann auch eine Besserung weit hinaus schieben.

        Da Sie dann vielleicht länger ausfallen, ist das für Ihre Dienstsituation auch nicht gerade verantwortungsvoll. Ich kann Ihnen nur raten, bald etwas zu unternehmen.

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        • Re: Weiß nicht weiter...

          Gerade in letzter Zeit habe ich sehr oft über dieses Thema nachgedacht. Es deckt sich ebenfalls mit vielen Begegnungen und Erzählungen von anderen Menschen. Bei allen jedoch war ein ungelöster Konflikt im Verborgenen.
          Gekrönt wird es dann noch mit dem Verbot, Du hast kein Recht, dass es Dir gut geht. Zerstöre alles und mach es kaputt.
          Ich habe das befolgt und mir Wohlergehen und Lebensberechtigung regelrecht verboten.
          Dann habe ich es mit Chemie und Alkohol gedopt. Eine zeitlang ging es. Plötzlich hatte mich die Sucht erwischt. Das Zeug bewirkte plötzlich das Gegenteil und aus der Depression entstand nur noch Entzug.
          Jetzt geht es ohne Mittel und Therapien hanen meine Zerstörungsdpielch aufgedeckt. Der Killer Depression schickt mir körperliche Schmerze die mich an der Aktivität hindern sollen. Nein es ist der Kopf, der mir diese Stolpersteine Schmerz schickt. Trotz trügerischen Symptomen bewege ich mich und gehe raus. Morgengymnastij, Dehnübungen und raus in die Natur. Die Depression sagt: Du bist nicht lebensberechtigt. Leide und zerstöre. Nicht mehr mit mir !

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          • Re: Weiß nicht weiter...

            Ich muss dazu sagen dass ich vor vielen Jahren eine 6-monatige Reha wegen der multiplen Süchte brauchte. Dort hat man mir diesen Therapeuten empfohlen, der mir knallhart auf den Kopf zusagte: Ich kann Dir versprechen, Du wirst Deine Depressionen zu 80 % loswerden, wenn Du diese Therapie machst. Dein Satz heisst: Es darf Dir nicht gut gehen, bring Dich um. Ja stimmte, meine Muttet machte ein Abtreibungsversuch. Ohne Thereapien wäre ich niemals so lange clean. Niemals !

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