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Risiko für Darmkrebs?

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  • Risiko für Darmkrebs?

    Sehr geehrter Herr Doktor!

    Ich würde mir von Ihnen gerne eine zweite Meinung einholen. Kurz zu mir: Ich bin männich, 32 JAhre und hatte vor etwa drei jahren das erste mal sichtbare Blutauflagerungen im Stuhl. Ich ging zum Arzt und da meiner Mutter kurz zuvor im Rahmen der Vorsorgeruntersuchung (sie war damals 60 Jahre) zwei Darmpolypen entfernt wurden, die sich als Adenome herausstellten, schickte mich mein Arzt auch zur Darmspiegelung um die Ursache für die Blutung zu finden. Bei meiner Mutter war bis auf die beiden Adenoma alles normal, die Ärzte gaben ihr eine Darmspiegelungsintervall von allen 5 Jahren mit auf den weg.

    Bei meiner Darmspiegelung wurden keine Veränderungen an der Darmschleimhaut gefunden, lediglich diskret ausgeprägte hämhorroiden und der Verdacht auf eine kleine Fissur.

    Nun habe ich eigentlich seit drei jahren immer wieder mal kleinere blutauflagerungen, es wurde zwischenzeitlich auch einmal eine proktologische untersuchung gemacht, bei der sich ebenfalls eine kleine fissur zeigte. Ich neige zu sehr hartem stuhlgang und vor kurzem bemerkte ich wieder blutauflagerungen. ich ging wieder zum arzt und fragte, ob nicht eine neuerliche Darmspiegelung gemacht werden sollte, da ich gelesen habe, dass wenn verwandte ersten Grades ein Adenom haben, man zu einer Krebsrisikofamilie gehört. Der Arzt meine, eine neuerliche Darmspiegelung würde nichts bringen.

    Nun wollte ich nach Ihrer Meinung fragen: Wäre eine neuerliche Darmspiegelung angesichts der entfernten Adenome meiner 60jährigen Mutter und dem nun schon langen Zeitraum seit meiner ersten Spiegelung (drei Jahre) nicht doch sinnvoll oder vielmehr notwendig? Gehöre ich zu einer Krebsrisikofamilie?

    Recht herzlichen Dank!

  • Re: Risiko für Darmkrebs?

    Noch eine Ergänzung: Das Blut ist rot, nicht schwarz und häufig mit schleim vermischt, wobei ich aber sagen würde, das es mittlerweile dunkelrot ist...

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    • Re: Risiko für Darmkrebs?

      Jede Darmblutung sollte geklärt werden, das ist bei Ihnen erfolgt. Und mit der Fissur ist eine (recht häufige) Blutungsquelle gefunden worden. Wenn Ihr Arzt Sie daher nicht erneut zur Darmspiegelung schickt kann ich das gut nachvollziehen. Die Polypen Ihrer Mutter spielen für Ihr persönliches Risiko keine Rolle.

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      • Re: Risiko für Darmkrebs?

        Sehr geehrter Herr Doktor!

        Danke für Ihre Antwort. Eine Frage habe ich noch: Welche konsistenz hätte dunkles bzw. schwarzes Blut im Stuhl? Ist das klumpig und fest? Ich hatte vor zwei Tagen nämlich schwarze stellen im Stuhl die von der Konsistenz her fest waren. Ich habe mittlerweile ziemlich große Angst, dass ich Darmkrebs haben könnte... Dankeschön

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        • Re: Risiko für Darmkrebs?

          Die Konsistenz entspricht der Stuhlkonsistenz (am besten kuhfladenartig) da es sich ja lediglich um Beimengungen handelt. Bei schwarzem Stuhl aufgrund einer Blutungist zudem die Blutungsquelle so weit oben einzuordnen daß der Stuhl komplett damit vermengt ist und insgesamt ein teerartiges Aussehen hat. Daß Ihre schwarzen Auflagerungen evtl. Blut entsrachen glaube ich nicht. Aufgelagertes Blut ist in der Regeln herr.

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          • Re: Risiko für Darmkrebs?

            Die Konsistenz entspricht der Stuhlkonsistenz (am besten kuhfladenartig) da es sich ja lediglich um Beimengungen handelt. Bei schwarzem Stuhl aufgrund einer Blutung ist zudem die Blutungsquelle so weit oben einzuordnen daß der Stuhl komplett damit vermengt ist und insgesamt ein teerartiges Aussehen hat. Daß Ihre schwarzen Auflagerungen evtl. Blut entsrachen glaube ich nicht. Aufgelagertes Blut ist in der Regeln hell.

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            • Re: Risiko für Darmkrebs?

              Hallo, danke für Ihre Informationen. Mittlerweile mache ich mir ziemlich riesige Sorgen, dass ich darmkrebs habe. Ich war heute nochmal beim arzt, weil ich wirklich sehr sehr dunkelbraunen stuhlgang hatte. Der hat mir mal einen hämocult test mitgeben, um zu schauen, ob die dunkle farbe von blutbeimengungen kommt. Ich bin mittlerweile nun schon komplett fertig mit den nerven, mir geht es sonst eigentlich gut und ich habe eigentlich keine beschwerden, ich hab gestern nur bisl wenig gegessen, dafür aber zwei schokomuffins, aber davon kann es ja auch nicht kommen. Da meine darmspiegelung jetzt schon drei jahre her ist bin ich nun fast am durchdrehen vor sorge...

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              • Re: Risiko für Darmkrebs?

                Bitte beruhigen Sie sich. Solange Ihr Stuhl braun ist besteht kein Problem. Zwischen dunkelbraun und Teerfarbe besteht ein medizinisch gesehen extrem großer und wichtiger Unterschied und der sollte Sie beruhigen. Möglicherweise wird man Ihre Panik nur mit einer neuen Spiegelung beruhigen können, ich glaube aber daß dies ehrlicherweise nicht der Anlaß für eine solche Untersuchung sein darf. Denn Ihre Neigung zur Panik und Angst wird auch danach fortbestehen. Daher sind bspw. Therapien wie Autogenes Training hilfreicher.

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                • Re: Risiko für Darmkrebs?

                  Hallo hr doktor!

                  Sie haben völlig recht, ich habe aufgrund meiner Panik und Angst vor Darmkrebs diese Woche einen Termin beim Psychologen. Der Hämocult-Test war negativ und das Blutbild auch in Ordnung.

                  Ich habe nur noch zwei kurze Fragen:

                  Wenn der Hämoculttest bei einer Stuhlprobe von gestern Nachmittag negativ war, kann ich dann davon ausgehen, dass auch im Stuhl vom Vormittag kein Blut drinnen war (das war ja der Stuhl, der mir so extrem dunkel vorgekommen ist)?

                  Und die zweite Frage zum Blutbild: Wenn man über mehrere Wochen öfters dunklen Stuhl aufgrund von Blutbeimengungen hat, würde man das dann auch im Blutbild sehen?

                  Vielen Dank, das waren wirklich die beiden letzten Fragen, danke für Ihre beruhigenden Worte!!

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                  • Re: Risiko für Darmkrebs?

                    Erstmal sehr schön daß Sie das Problem angehen. Leider wird Sie die Antwort auf Ihre zwei Fragen nicht beruhigen denn ein Hämoccult - Test erkennt eine Blutung nur mit einer Sicherheit von 40% und es kan lange dauern bis sich eine Darmblutung im Blutbild niederschlägt. Dennoch, alle Ihre Berichte weisen nicht darauf hin daß Sie eine Darmblutung hatten. Und ich kann Ihnen nochmals versichern daß eine unauffällige Spiegelung vor 3 Jahren in Ihrem Alter als sehr weitereichender Ausschluß eines Krebs angesehen werden kann. Nicht umsonst ist in Deutschland die Empfehlung daß die folgende Vorsorgekoloskopie danach 10 Jahre Zeit hat, andere westliche Länder mit vergleichbarem medizinischen Standard empfehlen sogar den kompletten Verzicht auf eine Wiederholungsspiegelung da das Risiko so extrem niederig ist.

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                    • Re: Risiko für Darmkrebs?

                      Hallo!

                      Okay, vielen, vielen Dank! Aus medizinischer Sicht gibt es also keinen Grund trotz des hin und wieder sehr sehr dunklen stuhlgangs bzw. der dunklen flecken auf eine neuerliche Darmspiegelung zu bestehen?

                      Ich habe morgen den Termin beim Psychologen. Ich danke Ihnen noch einmal recht herzlich für Ihren Rat und Ihre Informationen!!

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                      • Re: Risiko für Darmkrebs?

                        Von "drauf bestehen" kann keine Rede sein. Es geht hier um eine Ergänzung, Erklärung, Besprechung zu Ihren Besuchen/Befunden beim persönlichen Arztbesuch. Und da habe ich Ihnen erklärt warum Ihr Arzt da sehr zurückhaltend ist, aus meiner Sicht ist dieses Vorgehen sehr nachvollziehbar.

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