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Chemotherapie im Alter

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  • Chemotherapie im Alter

    Guten Tag,
    meine Mutter76 Jahre hat Sigmakarzinom mit mehrere Lebermetastasen undOverialtumor und Bauchfellmetastasen
    und wasser im Bauch,Die Diagnose ist vor 2 Moanten,sie wurde vor einem Monat operiert,die Hauptumor(Dickdarmtumor )wurde leider nicht entfernt, weil er fest lag,so sagte uns der Chirurg, nur der Overialtumor wurde entfernt,einen künstlichen Darmausgang hat sie bekommen,nun sollte eine Chemotherapie gemacht wurden, ab kommende wocheb beginnt es mit de Untersuchung und dann bekommt sie die Chemotherapie mit 5-fu, meine Frage:kann meine Mutter aufgrund Ihr hohes Alter und leichte körperschwäche die 5-Fu oder andere Chemo nicht vertragen kann, kann es sein dass die Krankheit so weit geschritten ist, so dass die 5-fu schädet und bringt nicht, verursacht 5-fu erhebliche Nebenwirkungen für ältere Leute?wie z.B. starkes Erbrechen und Gedächnisstörung?verursacht eien Haaraufall, meine Mutter fühlt sich jetzt gut, kan es sein dass sie nach der Gabe von Chemo direkt stirb? wenn sie die Chemotehrapie nicht macht ist nicht besser oder stirbt sie dan schneller?
    wenn sie Chemo bekommt danach kann man sie operieren und den Haupttumor entfernen.

    ich danke Ihnen für den Antwort
    anita


  • Re: Chemotherapie im Alter


    Hallo Anita,
    ich habe fast das Gleiche vor zwei Jahrem mit meiner Mutter (damals 80 J.) erlebt. Bei ihr konnte der Haupttumor entfernt werden, hat auch ein Stoma bekommen. Sie hat auch Lebermetastasen. Die Ärzte wollten auch Chemo und Bestrahlung durchführen, konnten aber keine positive Prognose abgeben. Man hatte ihr ohne Chemo und Bestrahlung nur noch Lebensmonate vorhergesagt. Meine Mutter hatte über 15 kg abgenommen und sich nach einer Reha gut erholt. Nun sind es genau zwei Jahre her und erst jetzt verläuft die Krankheit nicht mehr gut.
    Sie müssen mit den Ärzten sprechen, was empfehlen diese. Wie sehen die Werte aus. Nicht alle Ärzte bestehen auf Chemo. Wenn sich ihre Mutter gut fühlt, sollte sie doch erstmal die Zeit nutzen um wieder zu Kräften zu kommen.Meine Mutter hat sich in den letzten zwei Jahren einigermaßen gut gefühlt. Mit Chemo hätte sie weit mehr "Leid" durchleben müssen, denke ich. Was will ihre Mutter? Auch das ist wichtig,
    Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ärzte haben, die sie gut beraten.
    Alles Gute und viel Kraft für Sie beide.
    Amster

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    • Re: Chemotherapie im Alter


      Die 5-FU-Therapie ist in jedem Alter gut verträglich. Manchmal ist es sinnvoll die Anfangsdosis zu verringern und bei guter Verträglichkeit zu steigern. Die Therapie kann wöchentlich ambulant erfolgen (besser verträglich als das frühere tägliche Verfahren über 5 Tage!!!) und führt nicht zum Haarausfall.
      Leider wird man mit keiner Chemotherapie angesichts der von Ihnen beschriebenen Ausdehnung des Tumors eine Operabilität erreichen können.

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      • Re: Chemotherapie im Alter


        Guten Herr Dr Hennesser,
        es gibt zweiOnkologen in unserer Stadt, der erste (aufgrund ihrer metastasenvollen Leber und etwas verminderter Apetit)hat 5-Fu als Infusion oder Pume für meine Mutter emfohlen, der andere hat meine Mutter xeloda verordnet, welche ist besser? von Wirkung und Verträglichkeit und bei welche tritt die Tumorresistenz schneller auf?,insbesondere bei meiner Mutter, der Haupttumor ist noch da, der erste Onkologe sagt, dass Xeloda wird im Leber zu 5-Fu verstoffgewechselt und ein metastasenvollen Leber kann damit probleme haben,Pathologische Untersuchung hat gezeigt, dass sie keinen Overialtumor hat,
        Ich danke Ihnen für Ihre Antwort
        anitamüller

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        • Re: Chemotherapie im Alter


          Guten Tag Herr Dr. Hennesser,
          ich habe eine wichtige Frage gestellt, und warte schon lange auf die Antwort, bis jetzt haben Sie mich nicht beanwortet, welche ist besser für den Fall meine Mutter Xeloda oder 5-Fu Infusion oder Pumpe. Ist Anlage einen Port für meine Mutter notwendig, wenn sie Xeloda bekommt,weil der Onkologe sagt wenn meine Mutter Xeloda einnimmt,dann braucht sie keinen Port.

          Ich warte auf ihre Antwort

          liebe Grüße
          anitamüller

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          • Re: Chemotherapie im Alter


            Die Wirksamkeit wird sich nicht unterscheiden bei Xeloda im Vergleich zu 5-FU. Es ist richtig, mit Xeloda muß sie etwas seltener zum Arzt und benötigt keinen Port. Die Verträglichkeit ist bei 5-FU geringfügig besser, also etwas weniger Nebenwirkungen. Persönlich würde ich in so einer Situation daher 5-FU vorziehen, auch die Lebensqualität ist darunter etwas besser, der Appetit erholt sich schneller.

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            • Re: Chemotherapie im Alter


              Die Wirksamkeit wird sich nicht unterscheiden bei Xeloda im Vergleich zu 5-FU. Es ist richtig, mit Xeloda muß sie etwas seltener zum Arzt und benötigt keinen Port. Die Verträglichkeit ist bei 5-FU geringfügig besser, also etwas weniger Nebenwirkungen. Persönlich würde ich in so einer Situation daher 5-FU vorziehen, auch die Lebensqualität ist darunter etwas besser, der Appetit erholt sich schneller

              Kommentar



              • Re: Chemotherapie im Alter


                Guten Herr Dr.Hennesser,
                meine Mutter hat eine Chemotherapie mit Xeloda begonnen, kann sie während der Therapie Mariendistelpräparat(Silymarin)einnehmen damit ihre Blutwerte im noramlen Niveau bleiben, weil ich gehörte habe das Chemo erhöht die Leberwerte. wird Mariendistel nicht dem Xeloda entgegenwirken weil die Mariendistel ein Entgifter ist und verändert die Verstoffwechselung und Xeloda ist ein Gift und wird im Leber zu 5-Fu verstoffgewechselt. Vieleicht wird dann Xeloda sehr schnell vom Körper ausgeschieden (entgiftet) bevor es richtig wirkt.

                Ich danke Ihnen
                anitamüller

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                • Re: Chemotherapie im Alter


                  Ich würde keineswegs etwas einnehmen, von dem nicht bekannt ist, ob es die Therapie verstärkt oder abschwächt. Es gibt keine Untersuchungen dazu.

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                  • Re: Chemotherapie im Alter


                    Guten Herr Dr.Hennesser,
                    meine Mutter nimmt jetzt Xeloda 1000x2 täglich, hat sie Durchfall,so dass Loperamid alleine reicht nicht. Aufgrund des Durchfalls kann sie Obst nicht essen,obwohl sie es mag,die Onkologin wollte nicht Opii-tinktur Tropfen verschriebn weil sie viellicht dadurch Darmverschluss bekommt, Die Onkologin hat uns emfohlen, eine Woche mit Xeloda pasieren und auch Metformin1000x2 nicht einnehmen(weil Metformin schlimme Veränderung verursacht) ist das richtig, Metformin für meine Mutter nicht gut ist?wenn sie aber keine Zuckertabletten einnimmt,steigt ihren Blutzuckerspiegel,die Onkologin sagt: kein problem wenn ein paar mal der Blutzucker 200 wird?wenn meine Mutter eine zusätliche Woche mit Xeloda pausiert bekommt sie keinen Rückfall?was hilft gegen Durchfall zusätlich zu Loperamid?was regt den Appetit an?

                    liebe grüße und vielen Dank
                    anita

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                    • Re: Chemotherapie im Alter


                      Es gibt zwei Möglichkeiten. Erstens mehr gegen den Druchfall unternehmen, wenn Loperamid (bis 6xtäglich) nicht hilft kann man Entocort probieren. Hinsichtlich des Zuckers und einzelner Werte>200 stimme ich Ihrer Onkologin in vollem Umfang zu. Wenn Xeloda tatsächlich nicht dauerhaft vertragen wird kann man als zweite Möglichkeit auf 5-FU-Infusionen umstellen, da gibt es diese Probleme meist nicht.

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                      • Re: Chemotherapie im Alter


                        Guten Tag Herrn Dr.Hennesser,
                        meine Mutter nimmt Xeloda 2x1000 Täglich seit zwei Monaten,Ihr Tumormarker CEA ist von 18 auf 4,6 runtergefallen. Aber letzte Woche bei der Ultraschaluntersuchung wurde festgestellt dass die Lebermetastase hat sich von 3 cm auf 4,3 vergrößert.Der Onkologe sagt dass beim Ultraschal hängt es davon ab, wie man den Schalkopf hält ,deshalb ist Ultraschal unzuverlässig und sollte eine neue Ct gemacht werden,die Frag gibt es solche Fälle in denen trozt Sturz des Tumormarkers, die Lebermetastasen sich vergrößern?
                        Meine Mutter bei der Letzte ct untersuchung hatte starke Hautausschlag , der bis jetzt seit (3 Monaten) ihr juckt,kann eine MRT die Ct ersetzten. oder Ct ist genauer?
                        Wenn man sie auf Folfox umstellt kann meine Mutter/76 Jahre) es vertragen.

                        bin für ihre Antwort sehr dankbar
                        anita

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                        • Re: Chemotherapie im Alter


                          Persönlich halte ich die Ultraschalluntersuchung zur Beurteilung von Lebermetastasen für ebenso zuverlässig und genau wie das CT. Das hängt vielleicht auch mit der apparativen Ausstattung zusammen, aber wenn man geübt im Ultraschall ist wüßte ich keinen Grund, ein zusätzliches CT zu machen.
                          Leider ist der Tumormarker nur bei wenigen Tumorarten so zuverlässig, daß er etwas über den Krankheitsverlauf sagen kann (Brustkrebs, Eierstockkrebs, Prostatakrebs). Insofern kann es auch bei fallendem Tumormarker zu Tumorwachstum kommen.

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                          • Re: Chemotherapie im Alter


                            Anstelle von Folfox kann man ja auch Xelox nehmen, die Verträglichkeit ist gleich. Problematisch kann die Zugabe des Oxaliplatins aber schon sein, deshalb sollte man auch erwägen, bspw. Avastin zusätzlich zu nehmen und nach ein paar Zyklen evtl. auf Oxaliplatin zu verzichten. Grundsätzlich ist das aber keine Frage des Alters sondern des Gesamtzustandes.

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                            • Re: Chemotherapie im Alter


                              Guten Tag,
                              meine Mutter nimmt immer weiter Xeloda, hat sie immer noch hartnäckige Durchfälle, hilft ihr nicht Colestyramin gegen den Durchfall einzunehmen?sie hat sigmakarzinom und der künstlichen Darmausgang liegt im rechten Seite des Bauchs etwas üben den Bauchnabel,verursacht Colestyramin keine Bauchschmerzen. Sie hat tinktura opii probiert, hilft nicht viel

                              bin dankbar für die Antwort
                              anita

                              Kommentar


                              • Re: Chemotherapie im Alter


                                Es gibt nicht mehr viele Möglichkeiten gegen den Durchfall, aber Entocort, ein entzündungshemmendes Kortison welches nur innerhalb des Darmes wirkt kann noch helfen. Das würde ich probieren und auch testen, ob die Durchfälle in der jeweiligen Pausenwoche des Xeloda aufhören. Vermutlich nicht, dann wissen Sie immerhin ob es durch Xeloda bedingte Durchfälle sind oder nicht.

                                Kommentar


                                • Re: Chemotherapie im Alter


                                  Guten Abend Herrn Dr.Hennesser,
                                  meine Mutter nimmt noch Xeloda und hat sie immer mit schweren Durchfällen zu kämpfen.Der Onkologe wollte ihr kein Entocort verschreiben.
                                  Meine Frage ist jetzt,es gibt Medikammente wie Perenterol forte,
                                  piodoflor und Mutaflor.Kann meine Mutter solche Medikammente einnehmen,weil ich gehörte habe,dass diese Medikammente bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem zur einen Besiedlung mit Saccharomyees führen können,besser gesagt Infektion auslösen können,Ist das richtig,oder vielleicht kann meine Mutter problemlos ausprobieren?
                                  Noch eine Frage,bei Mutter der Tumormarker CEA war 4,6 dann ist 5,2 , 5,7 , 7,7 geworden.sollte nicht die Dosis von Xeloda erhöht werden.Jezt nimmt sie 2x2000.

                                  Ich danke Ihnen für die Antwort
                                  Liebe GRüße
                                  anita

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                                  • Re: Chemotherapie im Alter


                                    Entschuldig,ich habe mich vertan,meine mutter nimmt täglich nur1000x2 Xeloda

                                    viele Grüße
                                    anita

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                                    • Re: Chemotherapie im Alter


                                      Hallo anitamüller,

                                      ich nehme zur Zeit Xeloda (allerdings in Verbindung mit einer zusätzlichen Strahlentherapie) und habe nun während der Therapie als Nebenwirkung eine (hoffentlich nur vorübergehende) Laktoseintolleranz entwickelt.
                                      Seit ich komplett auf laktosefreie Milchprodukte umgestiegen bin und alle "fertigen" Lebensmittel strikt meide, die Milch, Sahne, Butter, Michpulver, Milchzucker enthalten, ist mein Durchfall weg.
                                      Laktose ist auch in einigen Arzneimitteln enthalten, ich glaube auch in Loperamid (mal in die Packungsbeilage schauen).
                                      Mein letzter "Ausrutscher" war z.B. "Harntee 400". Ich hatte leider den Hinweis "enthält Laktose" übersehen und nach dem Tee prompt wieder zweimal kurz hintereinander Durchfall bekommen.
                                      Tee also nicht mehr getrunken - kein Durchfall mehr!
                                      Ob diese Nebenwirkung (Laktoseintolleranz) auch bei einer Nur-Chemo auftreten kann weiß ich nicht, zumindest würde ich es an Stelle deiner Mutter mal ein paar Tage ausprobieren mit einer komplett laktosefreien Ernährung. Vielleicht hilft es ja.

                                      lg, nixe43

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