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Schleichende Entwicklung?

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  • Schleichende Entwicklung?

    Hallo! Ich bin Ute und werde im April 52 Jahre alt. Meine Großmutter, mein Vater und mindestens zwei Tanten und ein Onkel (habe noch zwei Onkels in Amerika mit denen meine Familie keinen Kontakt hatte und hat) und auch schon Cousins und Cousinen aus der Familie meines Vaters sind an Darmkrebs gestorben. 2011 hatte ich noch 130 kg. Bis ich im April 2012 die 100 kg erreicht hatte hab ich mit Ernährung und Bewegung gezielt daran gearbeitet. Seither habe ich aber weitere 15 kg abgenommen ohne etwas dafür zu tun. Ich lebe hier bei meinen Freunden. Mein Freund ist mit einem Onlineshop von zu Hause aus selbstständig. Deshalb essen wir meistens zusammen und dabei werden es auch schon mal zwei Portionen. Zweimal die Woche trinken wir zusammen Kaffee und da gibt es auch Kuchen und Kekse. Bewegung - ganz zu schweigen von gezielter Gymnastik - habe ich auch eher weniger. Ich kann mir einfach nicht erklären warum ich dabei abnehme. Trotzdem habe ich in letzter Zeit weniger Appetit und esse mehr meiner Freunde zuliebe als weil ich ein Essbedürfnis oder gar Hunger hätte. Außerdem habe ich seit einigen Monaten einen beständigen Druckschmerz im linken Unterbauch und gelegentlich auch krampfartige Schmerzen dort, die aber immer schnell wieder vorbei sind. Seit drei Wochen kommt jetzt noch eine ständige Übelkeit hinzu. 2001 hatte ich innere Hämorrhoiden und Polypen, die bei einer Untersuchung unter Schmerzen weggelasert wurden. Danach hatte ich anfangs alle paar Tage Darmkrämpfe. Das wurde mit der Zeit weniger - nur alle paar Monate. Seit 2010 treten sie aber wieder häufiger auf. Früher hatte ich eher harten Stuhlgang und das nur alle zwei bis drei Tage. 2011 war es ein ständiger Wechsel zwischen starker Verstopfung (Schmerzen beim Stuhlgang, teilweise auch Blut) und Durchfall. Nachtschweiß hatte ich auch, aber mit 50 Jahren schiebt Frau das natürlich auf die Wechseljahre. März 2012 bin ich dann nach Cottbus gezogen und seither habe ich täglich (oft sogar mehrmals täglich) Stuhlgang mit normaler Konsistenz. Jetzt läßt meine Leistungsfähigkeit immer mehr nach und ich bin ständig müde, egal wie viel ich schlafe. Mein Blutbild bewegt sich aber bis auf leicht erhöhte Cholesterinwerte und eine Unterfunktion der Schilddrüse im Normalbereich. Seit September 2013 hatte ich Jucken im Analbereich, aber keine Schmerzen und auch kein Nässen . Ich habe es mit Ringelblumenbalsam eingerieben und damit hielt es sich in Grenzen. Beim Waschen bemerkte ich eine Art Knoten, was aber natürlich auch eine vergrößerte Vene sein könnte, und zweimal ein wenig Blut beim anschließenden Abtrocknen. Dann kamen Schmerzen am Anus dazu, die mehr oder weniger ständig (völlig unabhängig vom Stuhlgang und wie sie bei Hämorrhoiden sind weiß ich aus langer Erfahrung) da sind, nur in unterschiedlicher Intensität. Weil ich auf Grund meiner eigenen Erfahrungen 2001 und dem Miterleben des Krebstodes meines Vaters mir geschworen hatte lieber in Frieden zu sterben als OP, Stoma, Chemo usw. über mich ergehen zu lassen und trotzdem Metastasen zu bekommen und den Kampf zu verliegen. Dann habe ich mich verplappert und mein Freund hat alles aus mir rausgekitzelt und mich zum Arzt geschickt. Der hat meinen Bauch abgetastet und mich zum Ultraschall geschickt (das war zwischen den Jahren und der Internist hat Urlaub), mir ohne Untersuchung eine Salbe für meine Analprobleme verschrieben und einen Stuhltest angeordnet. Dabei habe ich allerdings nur ein Röhrchen bekommen, während ich im Internet immer von drei aufeinanderfolgenden Tagen lese. Montag ist der Internist wieder da und ich werde versuchen keine langen Termine zu machen sondern lieber warten. Physisch halte ich das noch eine Weile aus, aber psychisch wird es langsam kritisch keine Diagnose zu haben. Könnten die Symptome von 2011 auch der Beginn von Darmkrebs gewesen sein obwohl ich jetzt normalen Stuhlgang habe? Wegen der familiären Häufung sorge ich mich.


  • Re: Schleichende Entwicklung?

    Hallo,

    ich glaube, eine Koloskopie wäre bei Ihnen jetzt ganz angebracht:

    http://www.apotheken-umschau.de/diagnose/darmspiegelung

    Bei dem "Knoten" am Anus könnte es sich u.a. um Hämorrhoiden (Grad III oder IV) oder evtl. auch eine Analvenenthrombose handeln.
    http://www.enddarmzentrum-mb.de/kbilder.html

    Grüße,
    thomas

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    • Re: Schleichende Entwicklung?

      Ihre Symptome sind nicht typisch für einen Darmkrebs, wenn Ihr Vater bei seiner Erkrankung jünger als 50 Jahre war könnte die familiäre Häufung jedoch auf ein sogenanntes Lynch-Syndrom hinweisen. Somit wäre bei Ihnen eine Spiegelung des Darmes sehr sinnvoll, nur dadurch läßt sich ein Tumor rechtzeitig erkennen. Und sogar einem Tumor vorbeugen, denn dieser entwickelt sich fats immer aus Darmpolypen welche bei einer Spiegelung sofort entfernt werden.

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