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Darmkrebs?

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  • Darmkrebs?

    Hallo Liebes Onmeda-Forum,

    Ich mache mir im Moment etwas Gedanken, und ich hoffe, unnötigerweise... Natürlich ist mir klar, dass ich bei Gelegenheit mal mit meinem Arzt darüber sprechen sollte, aber ich hätte gern einmal eine Meinung dazu gehört.

    Ich bin 30 Jahre alt, und mein Opa mütterlicherseits ist vor ungefähr 7 Jahren an Darmkrebs verstorben. soweit ich weiß war das der erste Darmkrebsfall in der Familie.

    Ich (weiblich)selbst habe schon seit einigen Jahren in bestimmten Situationen (z.B. wenn ich sehr viel, sehr fettig oder sehr glutamatreiches Essen gegessen habe oder bei großem psychischen Stress) mit Durchfall zu kämpfen, und kann dann danach auch schon mal 2-3 Tage nicht auf Klo. Das ist in letzter Zeit eher etwas seltener vorgekommen, weil ich, wenn es geht, darauf achte, solche Dinge nur in Maßen zu Essen. Ich habe das immer für einen empfindlichen Darm gehalten oder Reizdarm.

    Jetzt habe ich seit einiger Zeit das Problem von Stuhlschmieren und Jucken und brennen im Analbereich. das heißt auch wenn ich nach dem Stuhlgang wische bis ich sauber bin habe ich später "Bremsspuren" in der Wäsche oder einfach wieder Leichte Spuren am After, die ich wegwischen muss. Blut auf dem Stuhl habe ich bisher nicht festgestellt, nur gelegentlich leichte Spuren am Papier, wenn ich sehr intensiv wische (was aufgrund des Schmierens meist der Fall ist). Da ich früher als Jugendliche immer stark gedrückt und lange Zeit auf dem Klo gesessen habe, war hier mein Verdacht, dass das Hämorrhiden sein könnten.

    Irgendwie Frage ich mich im Moment, ob diese Symptome auf Darmkrebs hindeuten. Ich denke, eher nicht, da ich das ja schon sehr lange habe und das Alter typisch für Reizdarm ist und es ja auch mittlerweile seltener ist. Kann man die Hämorrhidensymptome in diesem Zusammenhang als Krebszeichen bewerten.

    Mir ist klar, dass mir das genau nur mein Arzt sagen kann, aber leider ist mein Hausarzt gerade im Urlaub und mit derart intimen Problemen würd ich mich schon gern erst an in wenden.

    Vielen Dank im Voraus!

  • Re: Darmkrebs?


    Ein Damrkrebs verursahct sehr selten Symptome, vor allem in frühstadium. Daher sind Ihre Beschwerden in Hinblick darauf nicht wegweisend, keinesfalls jedoch typisch dafür. Vielmehr spricht die Abhängigkeit der Beschwerden von bestimmten Nahrungsmitteln für Erkrankungen wie Sprue oder Laktoseintoleranz. Eine klassische Glutamat-Allergie ("China-Restaurant-Syndrom") siehit anders aus und scheint hier nicht vorzuliegen. Nehmen Sie die o.g. Erkrankungen als Grundlägae für Ihr Gespräch beim Arzt, meist hilft eine Magenspiegelungmit Dünndarmbiospie eher bei der Klärung als eine Koloskopie.

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    • Re: Darmkrebs?


      Hallo,

      ich melde mich nochmal um den weiteren Verlauf zu schildern und noch einmal hier Rat einzuholen.

      Ich habe das Thema bei meinem Hausarzt mal angesprochen, und der hat zunächst ein Schildrüsenproblem (liegt in der Familie) ausgeschlossen und dann eine Blutuntersuchung bzgl. einer Glutenintoleranz gemacht, die aber negativ war. Laut Aussage des Arztes spricht auch mein abgesehen von den gelegentlichen Durchfällen (ich habe mal etwas "Tagebuch" geführt, diese treten etwa 2-3 Mal im Monat auf.) sehr gutes Allgemeinbefinden und die Tatsache, dass ich nicht an Gewicht verliere, eher gegen die Diagnose Zöliakie/Sprue (Aussage vor dem negativen Bluttest). Wegen der Problematik Stuhlschmieren wurde ich zum Gastroenterologen überwiesen, der dann neben einer proktologischen Untersuchung auch Tests auf Laktose- und Fruktoseintoleranz (meine Mutter hat beide Intoleranzen in ihrer extremsten Form) durchgeführt hat.

      Bei der proktologischen Untersuchung zeigte sich, dass bis auf leichte Hämorroiden alles in Ordnung ist, diese wurden dann ein erstes Mal verödet. Danach trat dann eine deutliche Besserung ein (selteneres Schmieren, und wenn dann weniger stark), was das zweite Veröden vor einigen Tagen bringt, bleibt abzuwarten. ich denke aber dass dies erneut eine Besserung bringen wird.

      Die Tests auf Laktose- und Fruktoseintoleranz waren ebenfalls negativ, es liegt hier keine Unverträglichkeit vor.

      Der Arzt meint nun, dass er mir als nächstes nur noch eine Darmspiegelung anbieten könnte, da ich ja auch Blut im Stuhl hätte. Hier habe ich das Gefühl, dass mir der Arzt nicht richtig zuhört, denn ich habe diese Blut nie auf dem Stuhl feststellen können, und auch nicht beim ersten oder zweiten Abwischen, sondern nach längerem Wischen wegen Unsauberkeitsgefühl durch das Schmieren, und auch nie direkt am After sondern ich habe eher das Gefühl, dass umliegende Hautpartien irgendwann wund sind und bluten. Nach dem ersten Veröden der Hämorrhoiden und der damit verbundenen Besserung ist dies auch nicht mehr aufgetreten. Einen Rat wollte mir der Arzt (wir reden noch vom Gastroenterologen) nicht geben.

      Ich bin nun etwas verunsichert: Ich fühle mich gut, die Probleme treten eher selten auf und ich habe einfach das Gefühl, dass eine Darmspeigelung im Moment "mit Kanonen auf Spatzen schießen" wäre und es vielleicht sinnvoller wäre, noch einmal zu versuchen, die Lebensmittel, nach denen die Probleme auftreten, mit Hilfe eines Tagebuches zu identifizieren. Denn meist treten diese wirklich binnen 3 Stunden nach dem Essen auf. Trotzdem bin ich aber durch die Aussage meines Arztes "Blut ist Blut, egal was sie denken wo es herkommt", etwas entsetzt und verunsichert. Eine Stuhlprobe hat er nie genommen, um zu sehen ob das Blut wirklich im Stuhl ist...

      Ich habe dieses Problem schon mein halbes Leben, es hat mich im Prinzip auch erst mit Auftreten des Stuhlschmierens belastet...

      Was wäre Ihre Empfehlung?

      Vielen Dank im Voraus.

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      • Re: Darmkrebs?


        Ist es üblich bzw. möglich, bei einer rektalen untersuchung eine Stuhlprobe zu gewinnen, in der der Arzt Blut nachgewiesen hat und dass er deswegen von Blut im Stuhl redet? Leider habe ich auf eine Nachfrage diesbezüglich keine klare Antwort erhalten...

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        • Re: Darmkrebs?


          Ich glaube weiterhin nicht, daß sich Ihre Beschwerden durch eine Darmspiegelung wirklich klären lassen, insbesondere da durch die bisherigen Maßnahmen ja eine Besserung eingetreten ist. Ob es wirklich Blut war vermag ich nicht zu beurteilen, wenn Sie aktuell beschwerdearm/frei sind würde ich keine Spiegelung empfehlen.

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          • Re: Darmkrebs?


            Nein, bei der rektalen Untersuchung mit dem Finger hat er gewiß keine Stuhlprobe entnommen. Das ist nur eine Tastuntersuchung bei der man auch die Konsistenz und Farbe des Stuhl beurteilt.

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            • Re: Darmkrebs?


              Hallo Dr Hennesser,

              noch einmal ein kurzes Update:

              Ich hatte mit meinem Hausarzt noch einmal ein gespräch zu dem Thema, und der hielt ähnlich wie sie auch eine Darmspiegelung für nicht nötig. Dementsprechend habe ich mir diese auch erspart.

              Aufgrund der Tatsache, dass sich das Problem Stuhlschmieren nach der 2. Verödung noch nicht erledigt hatte, habe ich den gastroenterologen noch ein weiteres Mal aufgesucht und da war auch nicht mehr die Rede davon, dass eine Darmspiegelung erforderlich ist. Dahingehend war ich laso schon einmal beruhigt.

              Weil bei der dritten Verödung schon so gut wie keine Hämorrhoiden mehr "übrig" waren, meinte er, dass das Stuhlschmieren auch durch ein "Trichterförmiges Rektum" kommen könnte und man da dann wenig machen könnte. Dies war Anfang Januar diesen Jahres. Ich habe das mit dem Stuhlschmieren dann so hingenommen.

              In letzter zeit habe ich aber das gefühl, dass sich das Problem wieder etwas intensiviert hat. Kann es sein, dass sich so schnell neue Hämorrhoiden gebildet haben und dies zusammen mit der "Trichterform"(?!?) dazu führt, dass das Problem wieder auftritt, oder kann dies halt einfach so sein?

              Wenn ich mit dem Problem leben muss, gibt es etwas, mit dem ich evtl. eine Verbesserung erzielen kann, wie z.B. Beckenbodengymnastik? In der regel tritt das Problem weniger bei sehr hartem oder bei gelegentlichem dünnen Stuhl auf...

              vielen Dank im Voraus!

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              • Re: Darmkrebs?


                Ich befürchte daß Sie die Verdauungsprozesse durch Beckenbodentraining nicht beeinflussen können. Vielmehr bin ich ein Verfechter grundsätzlicher körperlicher Bewegung da dies den Stuhlgang am besten reguliert. Dazu gehören auch ein normales Körpergewicht und ausgewogene Ernährung.

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                • Re: Darmkrebs?


                  Hallo noch einmal,

                  Da ich nächste Woche eine Fernreise antrete, habe ich eine kurze Nachfrage: heute Morgen beim Abwischen hatte ich zweimal kleinere rote Stellen auf dem Toilettenpapier, in etwa die Farbe einer Tomate (was aufh hinkäme, da ich gestern rohe Tomaten und rote Paprika gegessen habe). Es kommt auch häufiger mal vor, dass ich von derartigen Nahrungsmitteln unverdaute reste im Stuhl finde. Diese sind dann aber klar als solche zu erkennen. Dies sah in der Konsistenz eher weich aus. Der Komplette Stuhl an sich sah völlig normal aus, also keine Blutauflagerungen und auch nicht marmoriert! Die Stellen waren auch nur sehr klein! Können solche Phänomene auch von Nahrungsmitteln herrühren?

                  Vielen Dank für ein kurzes Feedback!

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                  • Re: Darmkrebs?


                    Das ist sehr gut möglich. Es muß auch nicht unbedingt eine "Störung" dahinterstecken, unverdaute Nahrungsmittel können im Stuhl auch einfach so vorkommen.

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