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Darmkrebs - Chemo mit Xeloda

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  • Darmkrebs - Chemo mit Xeloda

    Bei meiner Mutter wurde bei einer Darmspiegelung Darmkrebs diagnostiziert. Am 07.Februar 2011 wurde sie operiert und ihr wurde ein Stück Darm entfernt. Gleichzeitig wurden auch Lymphknoten entfernt und aufgrund dessen, dass einer Lymphknoten befallen war, wurde eine Chemo angesetzt.
    Die Chemo über Infusion musste nach 2 Behandlungen abgebrochen werden, da meine Mutter schwere Nebenwirkungen u.a, auch totales Taubheitsgefühl im Gesicht hatte.
    Der behandelnde Onkologe setzte eine weiterführende Therapie mit Xeloda 4 - 0 - 4 an, ohne jedoch darauf einzugehen, dass bei meiner Mutter eine chronische Magenschleimhautentzündung bestand....
    Meine Mutter liegt nun fast 2 Wochen in der Klinik, der Darm ist hochgradig entzündet, wie eine Darmspiegelung gezeigt hat. Sie bekommt Antibiotika, Morphiumpflaster und Buscopan-Infusionen gegen die Koliken....
    Zu Anfang hat sie nur gebrochen (nicht einmal Kamillentee blieb drinnen), das hat inzwischen aufgehört, aber es geht ihr sehr schlecht und die Ärzte bekommen die Koliken nicht in den Griff. Teilweise ist sie sogar lebensmüde, denn sie sagt sie erträgt die Schmerzen nicht mehr ... Sie ist eine sehr tapfere Frau und steckt normalerweise Schmerzen gut weg... Sie ist inzwischen sehr sehr schwach geworden und die Ärzte, die wir zu sprechen wünschen, nehmen sich nicht die Zeit für uns.... Wir fühlen uns so hilflos und haben sehr große Angst...


  • Re: Darmkrebs - Chemo mit Xeloda


    Hallo hema61,

    wie geht es deiner Mutter heute? Wenn sie vorher schon eine chronische Magenschleimhautentzündung hatte, weiss sie dann nicht, welche Lebensmittel sie normalerweise mit diesem Leiden verträgt? Ich glaube, das wichtigste ist, dass sie nun erst einmal wieder zu Kräften kommt. Eine Chemotherapie ist immer eine harte Belastung für den Körper. Dazu muss sie stark genug sein. Ich weiss nicht, wie dringend die Chemotherapie ist. Gab es ausser dem befallenen Lymphknoten auch einen anderen Anlass zur Chemotherapie? Wie weit war der Tumor fortgeschritten, als er entfernt wurde?

    Wenn man Xeloda nicht verträgt, kann man mehr oder weniger das gleiche Medikament auch über eine Infusion bekommen. Eine Chemotherapie verschlechtert aber den Wundheilungsprozess. Deswegen nehme ich an, dass der entzündete Darm erst einmal heilen muss. Seid ihr denn auch bei einem Krankenhaus mit Spezialisten in Behandlung? Mich wundert es ein wenig, dass die Ärzte die Koliken nicht in Griff bekommen.

    Ich wünsche Dir und Deiner Mutter viel Kraft!

    Lieben Gruss

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    • Re: Darmkrebs - Chemo mit Xeloda


      Danke die für deine Antwort, liebe karamella! Meine Mutter hatte zuerst Chemo intravenös,dann wurde auf Xeloda umgestellt... Es war nur 1 Lymphknoten befallen (was gar nicht vermutet wurde im Vorfeld), andere Organe blieben vorschont, der Tumor Anfangsstadium.
      Meine Mutter hat während der Einnahme von Xeloda sehr auf die Ernährung geachtet (der Onkologe hatte ihr nicht einmal etwas für den Magen verordnet!). In den letzten beiden Tagen der Einnahme fingen die Beschwerden an und meine Mutter wurde in der Nacht in die Klinik eingeliefert.
      Ich verstehe auch nicht, weshalb die Koliken nicht in den Griff zu bekommen sind????!!! Morgen ist sie dort bereits seit 2 Wochen...
      Ich wohne leider sehr viele Km-weit entfernt und kann nicht jeden Tag dort sein, da ich auch einen Job habe als alleinerziehende Mutter (mein Mann ist vor einigen Jahren an einem Gehirntumor verstorben). Werde morgen früh versuchen einen Arzt zu erreichen, um zu erfahren, was man gedenkt zu tun.
      An Chemo denke ich momentan gar nicht und ich glaube auch meine Mutter nicht - im Gegenteil - da ihre Kräfte täglich schwinden, gibt sie sich auf.
      Werde versuchen Sonderurlaub zu bekommen...

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      • Re: Darmkrebs - Chemo mit Xeloda


        Liebe hema,

        es ist doch schon mal gut, dass der Krebs nur im Anfangsstadium war. Ich frage mich nur, warum deine Mutter nicht intravenös ernährt wird. Das wäre doch der allererste Schritt, wenn die Nahrungsaufnahme über den Verdauungstrakt nicht funktioniert. Damit bleibt sie zumindest bei Kräften. Was die Koliken anbetrifft, so überlege ich auch, ob die nicht auch andere Ursachen haben können. Liegt deine Mutter denn in einem Darmzentrum? Ich glaube, es ist sehr wichtig, dass sie schnell gründlich von Spezialisten untersucht wird. In welchem Teil von Deutschland wohnt sie denn?

        Lieben Gruss

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        • Re: Darmkrebs - Chemo mit Xeloda


          Liebe Karamella,
          sie liegt in keinem Darmkrebszentrum, wohnt im Odenwald - also Hessen.
          Ich bin wie du unsicher oder mache mir Gedanken, ob nicht andere Ursachen bestehen.

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          • Re: Darmkrebs - Chemo mit Xeloda


            Liebe hema,

            dann würde ich mir unbedingt in Heidelberg eine Zweitmeinung holen. Lass dir Kopien von allen Befunden geben und schicke das Material nach Heidelberg. Das würde ich jedenfalls tun, wenn es meine Mutter wäre, und ich würde nicht lange damit warten...

            Ärzte sind auch nur Menschen und können Dinge übersehen und Fehler machen. Die wenigsten wollen die Arbeit oder die Entscheidung ihrer Kollegen und Vorgesetzten in Frage stellen. Darum kann es manchmal gut sein, jemand ganz anderen zu Fragen und Heidelberg ist sehr, sehr kompetent in Sachen Darmkrebs.

            Ganz lieben Gruss
            Karamella

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            • Re: Darmkrebs - Chemo mit Xeloda


              Habe heute endlich mal einen Arzt erreicht, der den 1. Tag da war.... Nachdem er sich informiert hat teilte er mir mit, dass die Laborwerte hinsichtlich der Entzündung eine geringfügige Besserung zeigen. Mein Vater konnte heute auch ein Gespräch führen und man sagte, man wolle eine andere Therapie angehen - aber nicht welche. Außerdem hat der Arzt heute Mittag wohl noch ein U-Schall gemacht und meinte zu meiner Mutter, mein Gott wie sieht der Darm aus....
              Ich werde morgen in aller Früh losfahren und Tacheles reden. Habe inzwischen herausgefunden, dass es in Mannheim ein EDZ (Enddarm-Zentrum) gibt.
              Als Patient ist man heute ganz schön beschissen dran.... Habe heute erfahren, dass es wohl noch einen Patienten gibt, dem es unter Xeloda so schlecht geht.
              Vielen Dank für deine Antwort und Meinung, werde Rückmeldung geben.
              GLG Hema

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              • Re: Darmkrebs - Chemo mit Xeloda


                Liebe Karamella, nachdem du mir deinen Rat gegeben hast, möchte ich heute ein Feedback geben.
                Bin gestern morgen zu meiner Mutter gefahren und hörte vom behandelnden Arzt: die Werte sind etwas besser.... wenn das so bleibt können wir sie in den nächsten Tagen entlassen....
                Als die nächste Schmerzattacke kam musste sie "1" Stunde auf die Schmerzindikation warten!!!! Das war zuviel, ich wand mich an den verantwortlichen Arzt und forderte eine Verlegung nach Mannheim. Im Uniklinikum Mannheim ist seit dem vergangenen Jahr Prof. Dr. Ebert aus München, welcher auf Darmerkrankungen spezialisiert ist. Heute morgen wurde sie mit "murren" verlegt...
                Sie liegt nun auf der Intensivstation, ihre Werte sind so schlecht... Sie hat aus dem Mangelernährungserscheinungen! Noch wird abgeklärt, ob eine OP ansteht, eine größere OP, wenn sich der Verdacht bestätigt - man kann dann nicht länger als 1 Tag warten....
                Soviel zu dem Vertrauen zu behandelnden Ärzten.
                Deinen Rat habe ich mir zu Herzen genommen und dadurch Mut gefaßt - vielen Dank - auch im Namen meiner Mutter.
                LG Heike

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                • Re: Darmkrebs - Chemo mit Xeloda


                  Liebe Heike,
                  wie schön, dass Deine Mutter jetzt in guten Händen ist!!! Ein guter Arzt, der Deiner Mutter nur Gutes will, kann niemals etwas dagegen haben, dass Ihr das zusätzliche Urteil von (Arzt-)Kollegen einholt. Wenn die Ärzte "murren", wie Du schreibst, hat das also allen anderen Grund als das Wohl Deiner Mutter.

                  Nun hoffe ich, dass man in Mannheim schnell versteht, wie man ihr helfen kann und dass es ihr bald besser geht.

                  Ganz, ganz liebe Grüsse auch an Deine Mutter
                  Karamella

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                  • Re: Darmkrebs - Chemo mit Xeloda


                    Liebe Karamella, ich möchte mich heute nochmals melden, nachdem ich die vergangenen 4 Tage vor dem OP bzw. am Bett auf der Intensivstation verbracht habe.
                    Nach der Verlegung wurde festgestellt, dass meine Mutter eine Sepsis und Mangelernährung hat, der Eiweißwert war nur noch bei unter 1/3....
                    Darm war abgestorben durch die starke Entzündung (Xeloda) und Kot war in den Bauchraum ausgetreten, da die Entzündung den Darm porös gemacht hat. Bei 3 OP`s musste jedes Mal ein Stück Darm entfernt werden, da das Absterben weitergegangen war. Gestern konnte man einen Stillstand feststellen, so dass ein Ausgang verlegt werden konnte. Ob dies tatsächlich so bleiben wird, wissen wir nicht.
                    Nach wie vor schwebt sie in großer Lebensgefahr und wir müssen stündlich mit einem Anruf rechnen, dass die Organe versagen.
                    Ich kann jedem nur raten schnell zu reagieren, wenn er das Gefühl hat, eine Situation wird falsch eingeschätzt, denn wir kennen unseren Partner oder Angehörigen besser als die behandelnden Ärzte.
                    Auch ich hätte wahrscheinlich noch gewartet, nachdem die Therapie umgestellt war, weil ich dachte es sind doch Fachärzte, sie wissen was sie tun!?!?!
                    Wäre die Situation früher richtig eingeschätzt worden, ständen wir nicht an diesem Punkt, wo wir nun stehen.
                    LG Heike

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