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Wann Impfung nach Genesung?

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  • Wann Impfung nach Genesung?

    Hallo,

    ich habe im Februar 2021 die Corona-Infektion durchgestanden. Infiziert wurde ich mit der Britischen Mutante (B.1.1.7 oder Alpha). Außer Fieber, hatte ich keinen schweren Verlauf.
    Laut RKI, muss ich mich etwa 6 Monate nach der Genesung einmalig impfen lassen:

    Bei immungesunden Personen, die eine labordiagnostische gesicherte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, sollte eine einmalige Impfung in der Regel ab 6 Monate nach Genesung erwogen werden.
    (Quelle: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/CO...en/gesamt.html)

    Auf englischsprachigen Webseiten habe ich eine Empfehlung von 90 Tagen gefunden.

    Kann ich mich also bereits jetzt impfen lassen, ohne die vollen 6 Monate abwarten zu müssen? Spricht aus medizinischer Sicht etwas dagegen?

    Danke!


  • Re: Wann Impfung nach Genesung?

    Ich denke nicht dass aus medizinischer Sicht etwas dagegen spricht, schließlich wurden auch viele geimpft die akut Corona hatten und es nicht wussten.
    Ich würde sogar meinen, dass es mit Blick auf die Delta-Variante durchaus sinnvoll wäre, da sich damit auch Genesene wieder infizieren können.
    Nur, unsere Leitlinien besagen sechs Monate, mag sein dass diese auch mit Blick auf Delta irgendwann geändert werden, aber noch sind sie so.
    Das Problem, es sind viele nicht einmal erstgeimpft, der Impfstoff ist immer noch rar, Leute nehmen ihre Termine nicht wahr und der knappe Impfstoff muss dann entsorgt werden. Die Knappheit des Impfstoffs dürfte sich auch noch aus anderen Gründen hinziehen, besonders weil eigentlich schon die Drittimpfungen anstehen und versucht wird bis dahin alle anderen Willigen durchzuimpfen, deshalb wirst du einmal nicht vorgezogen werden weil immer noch viele auf den Wartelisten sind und du nach den Leitlinien einfach noch nicht dran bist. Zum anderen, wird kaum ein Arzt gegen die Leitlinien handeln, da er dann voll haftbar wäre falls es doch einen Impfschaden aufgrund einer zu frühen Impfung gibt, selbst wenn das Risiko vernachlässigend ist, so wird es kaum ein Arzt mal eben eingehen und eine persönliche Haftung riskieren.
    Da kann man auch unterschreiben was man will, wenn es denn so kommen würde, dann wird trotzdem geklagt auch wenn man vorher beteuert hat dies nicht zu tun.

    Du müsstest schon viel Glück haben, einen Arzt zu finden der bereit ist dich den anderen Patienten auf seiner Liste vorzuziehen, zumal es dafür hierzulande gar keinen Grund gibt, wegen der Leitlinien die ja auch Richtlinien für jeden Arzt sind und nicht einfach mal so ignoriert werden können, selbst wenn der Arzt es für richtig hielte dich zu impfen.

    Ergo, auch wenn aus medizinischer Sicht nichts dagegen spricht (außer die momentane Knappheit und magere Datenlage), so wird dich wahrscheinlich niemand impfen wollen.

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