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Opiate??

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  • Opiate??

    Hallo,

    ich leide seit Oktober 2004 unter chronischen Schmerzen, die aber durch meine diversen Erkrankungen herrühren. Wie z. B.: zwei Bandscheibenvorfälle an der HWS, Vorwölbungen an der gesamten Wirbelsäule, Facettenarthrose, Kiefergelenksarthrose, Gonalgie beide Knie, Osteochondrose, Sopondylose, Kyphose, Schultergelenksarthrose, beginnende Arthrose an den Hüften, usw..

    Nun nehme ich seit ca. 7 Monaten 60mg Morphin, 60 Tropfen Novamin, Saroten 75mg usw, ein.

    Gibt es dafür keine andere Lösung????

    Wie schädlich sind auf Dauer diese Medikamente???

    Vielen Dank im voraus


  • Re: Opiate??


    Opiate sind nicht gesundheitschädlich. Es gibt keine Organschäden bei längerer Einnahme. Wichtig ist zunächst, dass die Schmerzen reduziert werden um eine weitere Chronifizierung zu verhindern.
    Es gilt also abzuwägen was einem wichtiger ist. Naturlich ist eine solche Entscheidung immer individuell. Es gilt aber immer der Patientenwille !

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    • Re: Opiate??


      Dem kann ich nur zustimmen. Bei richtiger Einnahme sind Opiate sehr gute und sichere medikamente. Es ist keinesfalls so, dass sie süchtig machen,vor allem dann nicht, wenn es retardierte Präparate sind. Abhängig kann man natürlich davon werden, ebenso wie von jedem anderen medikament, das man täglich braucht. Jeder Herzkranke oder Zuckerkranke ist abhängig von seinen Medikamenten. So gesehen ist man natürlich abhängig, wenn man weniger Schmerzen haben will. Aber diese Mittel schädigen nicht die Organe und bei kontrollierter Einnahme sind sie sehr hilfreich. ich nehme diese medikamente schon über 10 Jahre und welchsle nur die Firmen, damit der Körper sich nicht so schnell daran gewöhnt. Eine Dosissteigerung war daher bei mir auf Dauer nicht notwendig. Natürlich gibt es Spitzenzeiten, wo man mehr braucht, aber, wenn es wieder etwas besser geht, kann man wieder auf die gewohnte Dosis zurückgreifen. Gute Besserung! Josefstadt

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      • Re: Opiate??


        Möchte da Josefstadt ganz zustimmen. Auch ist eine Rotation innerhalb der Opiate möglich und sinnvoll, um nicht eine stete Dosissteigerung zu haben. Gute finde ich auch den Vergleich mit den Herzkranken und den Diabetikern. Ich bin selbst ein "Süßer" und denke beim Gebrauch vom Insulin nicht einmal mehr daran das dies eigentlich auch ein Medikament ist. Also keine Angst vor den Opiaten! NSRA(Diclo, Ibu usw.) sind auf Dauer für den Körper schädlicher.
        Alles Gute
        LaSa

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        • Re: Opiate??


          Hallo - Leider haben die Opiate einen schlechten Ruf. Dies rührt noch aus früheren zeiten, wo die Einnahme von "Morphium" als Zeichen des herannahenden Todes galt. Mittlerweile gibt es so viele Opiat- Derivate, die sehr gut getestet und vor allem nicht organschädigend sind. Es ist ein Irrglaube, anzunehmen dass medikamente, die man frei in der Apotheke kaufen kann (wie Antirheumatika z.b. Voltaren) weniger schädlich sind. Das Gegenteil ist der Fall, Antirheumatika sind auf Dauer nicht nur schädlich für den magen, sondern auch sehr für die Nieren. Leider werden Opiate noch von vielen Ärzten und dadurch auch Patienten abgelehnt, was auf zum Großteil auf Unwissenheit zurückzuführen ist. Mehr Information würde den Schrecken vor diesen nützlichen Medikamenten nehmen. Aber der heutige Patient ist mündig und kann sich selbst ein urteil bilden. In diesem Sinne: baldige Besserung!

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          • Re: Opiate??


            Und das gute alte Paracetamol ... in D wurde vor eniger Zeit die Packungsgröße verkleinert, da man sich mit diesem Zeug die Leber gut ruinieren kann. Und das Diclo wird gerne verordnet da es recht gut wirkt. Auf längere Zeit ruinieert man sich damit die Verdauungsorgane. Um so schnell um so älter. Unser Oma haben wir vor einigen Jahren ins KH einliefern lassen müssen wegen Blutungen.
            Im KH bin ich auch schon als Süchtiger beleidigt worden. "Sie tun sich mit den Opiaten keinen Gefallen ... Sie sind süchtig! Und wenns mal wehtut greifen Sie doch schnell mal zum Palladon. Und erst einmal und dann gleich wieder mal. Sie sind ein Junkie!" Von einer Uniklinik hätte ich mir mehr Wissen erwartet. Dort wurde die Arbeit und Diagnose eines Berufskollegen in den Dreck gezogen. Naja ich habe daraus meine Lehren gezogen und werde um diese Einrichtung eine großen Bogen machen. Selbst mein Nierenarzt hat keine guten erfahrungen gemacht wenn er patienten dorthin eingewiesen hat.
            Eine schmerzfreie Zeit!
            LaSa

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            • Re: Opiate??


              ja, leider können wir diese Erfahrungen auch berichten. es ist wirklich eine schande, dass man unter der unwissenheit des personals so leiden muss und diskriminiert wird. die deutsche schmerzliga hat vor kurzem einen aufruf gestartet um diese misstände zu beseitigen. ich hoffe, dass recht viele patienten da mitgemacht haben!
              wenn man im krankenhaus von dem pflegepersonal wie ein junkie behandelt hat, obwohl man nur die therapie des hauseigenen behandelnden Arztes bekommt, dann stimmt dort einiges nicht, oder? Aber wir müssen weiterkämpfen und uns solche Behandlung nicht gefallen lassen - notfalls die Klinik wechseln, wenn es gar nicht anders geht. lg josefstadt

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              • Re: Opiate??


                Ich habe das Gefühl, dass es langsam besser wird. Die Kliniken verstehen durch die Aktionen mit "schmerzfreiem Krankenhaus" besser mit dem Thema Schmerz umzugehen.

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