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brennende Schmerzen

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  • brennende Schmerzen

    Einen schönen, guten Tag,

    um gleich in medias res zu gehen..., ich habe seit ca. 16 Jahren wg. einer Arachnoidalzyste im Kreuzbeinbereich, die leider nicht operabel ist, ganz massive Schmerzen in diesem Bereich, weshalb ich seit ca. 15 Jahren eine implantierte Schmerzpumpe habe, die permanent (z.Zt. 20 mg/Tag) Morphium abgibt. Trotzdem habe ich darüberhinaus seit ca. 10 Jahren ganz massive, brennende Schmerzattacken, entweder direkt über oder links neben dem Steißbein oder auch ab und an im Genitalbereich. Anfangs kanmen sie ein- bis zweimal im Monat, dann aber immer öfter und seit ca. zwei Jahren ein- bis viermal(!) täglich!
    D.h. konkret, dass ich mir zusätzlich zu meiner Pumpe noch weiteres Morphium spritzen muss, in der Regel 3 - 4 Ampullen á 20mg pro Anfall, oftmals aber auch mehr; in "Spitzenseiten" bis zu 14 Ampullen/Attacke.
    Diese Schmerzen sind derart schlimm, dass ich sie oftmals nur noch schreiend ertragen kann. - Der Neurochirurg, der mich wg. meiner Schmerzpumpe betreut, hat keine andere Lösung, als diese ständig hochzufahren. Zwischendurch hat er es, zusätzlich zur Pumpe, auch mal mit Tegretal versucht, um diesen Schmerzanfällen Einhalt zu gebieten, doch das hat gerade mal für drei Wochen eine gewisse Besserung gebracht, dann war alles wieder beim alten. Es ist einfach so kein Leben mehr, und obwohl ich eher ein positiv eingestellter Mensch bin, geht mir langsam aber sicher jeglicher Lebensmut verloren, zumal auch das Morphium mit seinen vielen Nebenwirkungen ganz entscheidend in mein Leben eingreift!!
    Ich bin 49 Jahre alt, also noch viel zu jung, um berentet zu werden, und doch werde ich wohl demnächst in den sauren Apfel beißen und die EU-Rente beantragen müssen. Dabei liebe ich meinen Beruf über alles (ich bin Redakteurin beim SWR), und es wäre ganz schrecklich für mich, wenn ich diesen aufgeben müsste! - Ich weiß mir einfach keinen Rat mehr, und auf einen weiteren "Ärztetourismus" auf Verdacht habe ich wirklich überhaupt keine Lust mehr.

    Hätten Sie vielleicht einen Vorschlag? Odwer wissen Sie evtl. ganz konkret jemanden, der mir helfen könnte in unserer Gegend? Wir wohnen zwischen Freiburg und Basel.
    Ich wäre Ihnen so, so dankbar für einen Tipp!

    MfG
    Daniela von Goddenthow


  • RE: brennende Schmerzen


    Ganz ehrlich: von den zusätzlichen Morphingaben per Spritze halte ich persönlich nur sehr eingeschränkt etwas. Die unretardierte Gabe von Morphin kann leider sehr schnell in einen weiteren Teufelskreislauf münden.
    Insgesamt sollten natürlich die Vorbefunde, bisherigen Medikamente und durchgeführten Therapien begutachtet werden. Zusätzlich ist natürlich (wie immer) eine körperliche Untersuchung notwendig und sinnvoll.
    Neben Tegretal gibt es weitere, modernere und teilweise besser verträgliche "Nervenschmerz-Medikamente". Zusätzlich halte ich eine schmerzdistanzierende Begleittherapie für wichtig. Bei so langandauernden Problemen ist ein "multimodales Schmerzkonzept" aus meiner persönlichen Sicht unerlässlich. Das mit dem Ärztetourismus kann ich sehr gut verstehen. Leider bezahlt unser Gesundheitswesen genau diese (nämlich sich kümmernde und sprechende) Medizin nur sehr unzureichend (wäre auch einmal einen Beitrag wert!).
    Also: ein stationäre Neueinstellung vielleicht in der Enzensbergklinik in Hopfen am See oder in Tutzing (Starnberger See) wäre möglich (lange Wartezeiten).
    In Ihrer Nähe käme der Kollege Dr. med. Claudius Böck (Pforzheim) als Schmerztherapeut in Frage.

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