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Bandscheibenvorfall HWS

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  • Bandscheibenvorfall HWS

    Hallo,
    ich war am montag beim mrt und der befund macht mich wenig glücklich und ich versteh auch nur die hälfte davon.Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen.
    Befund:
    In Rückenlage Streckfehlhaltung der HWS und oberen BWS. Keine Gefügestörung oder skoliotische Fehlhaltung.
    Multisegmentale Dehydration der zervikalen Bandscheiben. Breiter BSV C6/7 mit rechtsbetonter diskogener Foraminalstenose. Zum BSV grenzwertige Bandscheibenprotrusion C5/6. Geringe Bandscheibenprotrusion C3/4. Normal weiter Spinalkanal. Keine Myelopathie.Initiale Spondylarthrosen.
    Im Bedarfsfall ist eine CT-gesteuerte PRT im Segment C6/7 möglich.
    Diese PRT wird jetzt nächste woche gemacht. Hatte das von euch schon mal jemand?


  • Re: Bandscheibenvorfall HWS


    Hallo, ich bin Wirbelsäulenpatientin und habe auch schon viele PRT`s hinter mir an HWS und LWS. Ich habe Dir unten einmal kopiert was es heißt. Hier noch ein paar Erklärungen:

    HWS = Halswirbelsäule
    BWS= Brustwirbelsäule
    LWS=Lendenwirbelsäule

    C5/6 usw. sind die Höhen der betroffenen Wirbelsäulenkörper,
    C steht für HWS, L für LWS

    Bandscheibenprotrusion bedeutet Vorwölbung der Bandscheiben.
    Prolaps bedeutet Bandscheibenvorfall.

    Myelopathie und Spondylarthrosen sind Rückenerkrankungen, nach den Begriffen kannst Du bei Interesse mal googeln.

    Die Wirkung der Infiltrationen hängst vom Schweregrad der Erkrankungen an der Wirbelsäule ab. Ein Versuch dieser Therapie ist es allemal wert finde ich. Wenn Du noch Fragen haben solltest schreib mir einfach wenn Du magst.
    Gruß, Grünauge

    http://www.drwuest.de/page10/page12/...21/page21.html

    Nervenwurzelinfiltration (PRT-periradikuläre Therapie)
    Es handelt sich hierbei um ein Verfahren, bei dem mittels einer gezielten Spritze unter Röntgen- oder CT-Kontrolle entzündungshemmende und schmerzstillende Medikamente direkt an die betroffene und schmerzende Nervenwurzel gebracht werden können.
    Dies ist bei Ischiasschmerzen z.B. bei Bandscheibenvorfall oder Verengungen des Wirbelkanals bzw. des Nervenaustrittsloches im Bereich der Lendenwirbelsäule möglich, genauso aber auch im Bereich der Hals- und Brustwirbelsäule.
    Im Prinzip unterscheidet sich die PRT nur durch die gezielte Anwendung direkt im Bereich der geklemmten und entzündeten Nervenwurzel von gebräuchlichen und üblichen Spritzen im Rückenbereich.
    Hierdurch kann allerdings eine sehr hohe Effektivität mit Besserung bis Beschwerdefreiheit bei über 80% der behandelten Patienten erreicht werden.
    Ein weiterer Vorteil ist die weitgehend komplikationslose Anwendung, die Strahlenbelastung durch die Röntgenkontrolle ist bei entsprechend geübtem Vorgehen minimal.
    Ideal ergänzt wird die PRT durch die sakrale Überflutung (Sakralanästhesie), womit sich die Effektivität der Behandlung weiter erhöht. Hierbei wird über einen Knochenkanal am Kreuzbein (Hiatus sacralis) eine Mischung eines örtlichen Betäubungsmittels, eines Kortisonpräparates sowie einer Kochsalzlösung in den Bereich um die entzündete Nervenwurzel gespritzt.
    Beide Verfahren können, je nach Indikation, in Kombination oder einzeln, auch wiederholt, angewendet werden.

    Die Wirksamkeit beider Verfahren erklärt sich durch die bei schmerzhaften Nerveneinklemmungen im Vordergrund stehende Entzündungsreaktion des Nervens. Nicht die eigentliche Kompression des Nervens führt zu Schmerzen (diese bedingt dann eher neurologische Ausfallserscheinungen wie Gefühlsstörungen und Lähmungen), sondern die daraufhin einsetzende Entzündungsreaktion.
    Sie ist Ziel unserer Verfahren und kann aufgrund der gewählten Medikamente wirkungsvoll behandelt werden.
    Die Kochsalzlösung führt zu einer rein mechanischen Verdünnung und Abschwemmen der Entzündungsstoffe, das Kortisonpräparat bewirkt eine sehr effektive Entzündungshemmung und durch das örtliche Betäubungsmittel wird eine Beruhigung der Nervenaktionen erzielt.
    Bei dem Kortisonpräparat handelt es sich um eine kristalloide Lösung, d.h. dass der Wirkstoff zum größten Teil dort verbleibt, wo er wirken soll, nämlich an der entzündeten Nervenwurzel und nicht wie bei einer wässrigen Lösung schnell über das Blut abtransportiert wird. Dadurch sind auch keine höhergradigen systemischen Nebenwirkungen des Kortison zu erwarten.

    Kommentar


    • Re: Bandscheibenvorfall HWS


      Es kann sehr gut (bei entsprechnder Klinik) helfen und ist für viele eine echte Chance!!

      Kommentar

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