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18.05.11 - ein Datum mit Hoffnung

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  • 18.05.11 - ein Datum mit Hoffnung

    Durch Änderung des BtM-Rechtes sind Cannabisprodukte verkehrsfähig. Viele Patienten können nun hoffen ein Medikament auf Basis von Cannabis zu erhalten. Persönlich kenne ich zwei Patienten die auf Grund von Morbus Chron bereits in der Vergangenheit ein derartiges Medikament bekamen. Jedoch gab es einen Hindernislauf mit den Kassen zu absolvieren. Fakt war jedoch das die Schmerzen einzig mit diesen Medikament unter Kontrolle zu bringen waren.
    Leider, ja leider, sind laut der Pharmazeutischen Zeitung diese Fertigarzneimittel vorerst für spastische Schmerzen oder Multiple Sklerose auf BtM-Rezept verschreibbar. Jedoch kann man hoffen, dass sich nachdem der erste Schritt getan ist, auch die anderen Schmerzpatienten davon profitieren dürfen. Gerade Krebspatienten im prefinalen Stadium könnten hier eine besondere Linderung bekommen.

    Allen eine schmerzfreie Zeit!
    LaSa


  • Re: 18.05.11 - ein Datum mit Hoffnung


    Das Problem wird auch sein, dass sich kaum Ärzte finden lassen, die diese Medikamente verschreiben. Momentan sind die "Mindestkosten" (geringste mögliche Dosierung bei ca 500 bis 600€ im Monat. Das Budget eines Orthopäden für Medikamente beträgt ca 12 € für das Quartal (sprich 3 Monate).
    Der Arzt wird aber persönlich haftbar gemacht, wenn seine Verordnungen das Budget überschreiten!

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    • Re: 18.05.11 - ein Datum mit Hoffnung


      Wenn das Gesundheitssystem so weitergeht, will man auf dieser Welt doch weder Arzt noch Patient sein (:X)

      Der Patient ist auf den Arzt sauer, weil er aus Budgetgründen bestimmte Medikamente nicht verschrieben bekommt.
      Der Arzt ist auf den Patient sauer, weil der Patient die Situation nicht versteht.
      Der Arzt ist auf das System sauer, weil er aus Kostengründen einem Patienten nicht so helfen kann, wie er es eigentlich tun möchte.

      Für was überhaupt legt man noch den Eid des Hippokrates ab, wenn die Erfüllung des Eides schon beim Rechtsstaat und der Gesetzgebung zum scheitern verurteilt ist?

      Man fühlt sich als schmerzleidender Patient in diesem Staat nur noch als "Klotz am Bein". Mich macht das traurig ...

      Katzenauge

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      • Re: 18.05.11 - ein Datum mit Hoffnung


        Ich möchte das Wissen eines Orthopäden nicht untergraben. Jedoch vertrete ich die Ansicht, dass derart potente Medikamente in die Hand eines Schmerztherapeuten gehören. Aus eigener Erfahrung reicht das Spektrum eines Orthopäden meist nur zu Diclo, Ibu oder Acemetacin. Das höchste der Gefühle ist Tramal oder Tilidin. Erfahrungen mit Opiaten haben die meisten gar nicht.
        Einzig bei IGEL sind sie erfinderisch geworden. Akupunktur oder Magnetfeld sind so die Renner. Weiter gehts mit Hyaloronsäure und Eigenblutbehandlung.
        Wenn Budgets so gering sind dann sollten diejenigen Betroffenen sich regen die auch das Wissen darüber haben. Im Detail die Ärzte. Sicher könnten sie Patienen(-vertretungen) nit ins Boot holen um sich dagengen zu wehren. Denn die Patienten allein kennen im Regelfall nicht das Dilemma der Budgets im Konkreten.

        LaSa

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        • Re: 18.05.11 - ein Datum mit Hoffnung


          Genau das passiert ja auch. Sehr aktiv ist die deutsche Schmerzliga als Patientenvertretung.
          Es hilft nur weiter zu kämpfen

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          • Re: 18.05.11 - ein Datum mit Hoffnung


            Da stimme ich ihnen vollkommen zu. Man darf nur hoffen, dass dies auch so bleibt. Nicht das die Schmerzliga bald auch nur wie ein "zahnloser Tiger" dasteht. Ähnlich wie die Automobilclubs, die immer den zu teuren Sprit anprangern, aber letztendlich nichts bewirken. Doch wie sie schon sagten, es hilft nur immer weiter zu kämpfen.

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            • Re: 18.05.11 - ein Datum mit Hoffnung


              Klar. Aber es wird zumindest versucht eine Öffentlichkeit herzustellen und evtl auch zu mobilisieren.

              Kommentar