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Schmerzpumpe

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  • Schmerzpumpe

    Guten Morgen,
    seit Jahren habe ich starke chronische Schmerzen (Morbus Crohn mit einem Stoma, Gastrektomie mit einem Pouchersatz; Mischkollagenose mit Arthritiden; Osteoporose). Seit meiner letzten Operation (Gatrektomie) nehme ich folgende Medikamente: Fentanyl Pflaster 200µg/h und bei Durchbruchschmerzen spritze ich mir ½ bis 1 Amp. Piritramid s.c. Auch wenn ich die Option mit Piritramid als nicht optimal ansehe - die Schmerzspitzen kommen manchmal ganz plötzlich und sind so stark, dass ich einfach nicht in der Lage bin, mir auf schnelle eine Spritze vorzubereiten. Dazu kommt eine hohe Infektanfälligkeit aufgrund jahrelanger Kortisonannahme – neunmal eine Sepsis unter anderen MRSA-, ESBL- und zweimal eine Pilzsepsis in den letzten sechs Jahren. Da die Schmerzspitzen immer mit starker Übelkeit und Erbrechen verbunden sind bzw. im Rahmen des stark ausgeprägten Dummpingsyndroms auftreten kommen die Tabletten/Tropfen nicht in Frage. Zwar hatte ich die Möglichkeit, im Spital auch Fentanyl Buccaltrabletten/Fentanyl Sublingual- bzw. Lutschtabletten auszuprobieren und kam damit bestens zu Recht genau wie mit einem Fentanyl Nasenspray, aber als ich dann wieder zu Hause war, spielte die Krankenkasse nicht mit: erstens bin ich keine Krebspatientin und zweitens komme ich mit Piritramid doch bestens zu Recht, was will man mehr… - hatte ich keine andere Wahl, als mich damit zu arrangieren.
    Vor einem Monat hat mir mein behandelter Arzt eine Option mit der Schmerzpumpe angeboten, er war sich zwar nicht so sicher, ob man eine „spinale“ Pumpe für mich die richtige Lösung wäre, da ich überwiegend an Bauchschmerzen leide, aber da ich sowieso einen Porh a Cath „besitze“ schlug er vor, die Schmerzpumpe an meinen Porth a Cath anzuschließen. Er meinte aber, dass für eine implantierbare Pumpe nur Hydromorphon in Frage käme und so bekam ich zuerst eine externe Schmerzpumpe, um auszuprobieren ob ich das Hydromorphon überhaupt vertrage bzw. ob ich damit zu Recht komme.
    Seit fünf Tagen habe ich jetzt die Pumpe und muss sagen, dass ich damit nicht klar komme. In der Pumpe sind 200mg Hydromorphon ad 50ml NaCl und sie ist so eingestaellt, dass die Basalrate 0,1ml beinhaltet und der Bollus 1,5ml alle 4 Stunden. Laut dem Arzt entspricht es meiner jetzigen Medikation: 200µg/h fentanyl Pflaster alle 72 Stunden und der Bollus von 1,5ml Hydromorphon 1 Amp. Piritramid.
    Am Montag dachte ich mir zuerst, dass es normal sei und ich einfach meht Zeit brauche, um mich an das neue Medikament zu gewöhnen, gestern bin ich aber in die Schmerzambulanz gefahren, um mit meinem Arzt darüber zu reden. Leider hieß es, dass er krank sei und nachdem ich mein Bedenken äußerte, ob es mit der Umrechnung alles stimmen würde, weil ich mit dieser Einstellung meiner Schmerzen überhaupt nicht unter Kontrolle habe bzw. ob er evt. die Pumpeneinstellungen ändern könnte, hieß es, dass alles seine Richtigkeit hat und er wolle sich da nicht einmischen und ich soll bis zu nächster Woche warten, da wäre mein Arzt wieder da.
    Jetzt sitze ich da und überlege, ob ich die Pumpe gleich abmache und mir ein Pflaster klebe, weil es nicht der Sinn der Sache ist, mich jetzt übers Wochenende mit den Schmerzen zu plagen oder soll ich die Pumpe drin lassen und das Pflaster zusätzlich kleben? – aber dann weiß ich nicht, ob sich Fentanyl mit Hydroporphon vertragen und ob es evt. nicht zu viel des Guten wird?!? Mich würde auch interessieren, ob ich mich tatsächlich irre und die Umrechnung der Medikamente richtig ist – heißt es dann, dass ich dem Hydromorphon ein bisschen mehr Zeit lassen soll bzw. besteht die Möglichkeit, dass der Wirkstoff bei mir einfach nicht wirkt?
    Zusammengefasst wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir folgende Fragen beantworten könnten:
    • Stimmt die Umrechnung von 200µg/h Fentanyl Pflaster alle 72 Stunden auf 0,1 ml/h Hydromorphon; 1Amp.15mg Piritramid alle 4 bis 6 Stunden auf 1,5ml Hydromorphon alle 4 Stunden?
    • Könnte ich zusätzlich zur Pumpe noch 200µg/h Fenanyl Pflaster dazukleben oder soll ich die Pumpe gleich abmachen?
    • Könnte es sein, dass Hydromorphon bei mir grundsätzlich nicht wirkt?
    • Welche Medikamente kommen außer Hydromorphon für eine implantierbare Pumpe (sowohl spinale als auch an Porth a Cath angeschlossene) in Frage? Postoperativ hatte Sufentanil in der PCA und kam damit bestens zu Recht.

    Vielen Dank!

    Stina


  • Re: Schmerzpumpe


    Sorry, aber ich kann doch nicht wirklich in eine Therapie eingreifen und kann Ihnen raten sich trotz der widrigen Umstände nur an Ihren Arzt zu wenden (der sicher auch übers Handy erreichbar ist).
    Eine Option ist Morphin oder auch Sufentanyl. Eigentlich ist aber eine spinale Applikation Mittel der Wahl

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