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macht chemo sinn?

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  • macht chemo sinn?

    hallo und guten tag... ich arbeite als betreuerin einer alleinerzeihenden mutter mit einem minderjaehrigen kind. meine zu betreuende kranke kam mit einer " gelbsucht " anfang jan 07 in die klini und wurdee mit folgender diagnose entlassen: metast. pankreaskopfcarcinom ( leber ) . nach entsprechender vorbereitung wurde am 9.1.07 explorative laparotomie, leber PE, gastro- jejunostomien und cholecysto-jejunostomie mit braunsche fußpunkanastomose druchgefuehrt. inoperativ zeigte sich ein großer pankreaskopftumor, pankreascorpus ist ebenfalls hoeckerig veraendert bis hin zum pankreasschwanz. in der leber segement II/III caudal ein ca 1,5cm grosser knoten- schnellschnittuntersuchung ergab eine metastase eines adenocarcinom...
    nun erfolgt soll am kommenden freitag mit einer chemo begonnen werden, mit dem mittel gemcitabin... meine frage ist nun, gibt es derzeit etwas was noch besser wirkt und evtl. das zellwachstum stoppen kann? wie hoch ist die aussicht auf eine evtl. heilung? da ich in iesem gebeit abosluter neuling bin, bitte ich um informationen, welche seitens des onokologen nur lapidar und spaerlich liefen... herzlichen dank sagt wilderthymian


  • Re: macht chemo sinn?


    Es gibt zu Gemzar kaum Alternativen. Bei sehr gutem Allgemeinzustand kann man ein Platinpräparat zusätzlich anwenden, dies erhöht die Aussichten geringfügig, jedoch auf Kosten einer schlechteren Verträglichkeit. In allen Fällen geht es leider mehr um die Verminderung von Komplikationen wie Schmerzen oder Bauchwasser zur möglichst langen Erhaltung der Lebensqualität, nicht jedoch um Heilung.

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    • Re: macht chemo sinn?


      guten tag herr dr. hennesser--- herzlichen dank fuer ihre rueckmeldung.
      es wurde mir fast explizit so gesagt, dass gemzar nur verlaengernd, aber nicht heilend wirkt. da taucht doch die frage auf, wie human ist es, eine chemo mit nebenwirkungen, in diesem stadium zu beginnen, mit dem wissen um deren aussichtslosigkeit auf erfolg. wenn ich all die forenbeitraege durchlese, dann gehe ich davon aus, dass ich fruehzeitig taetig werden muss, um die versorgung , die unterbringung und die lebensqualitaet des minderjaehrigen kindes zu sichern?! ( das kind ist halbwaise und die familie hat keine angehoerigen ) und-- wie helfe ich der mutter? wie ehrlich bin ich und kann ich zu ihr sein?
      ich weiss..sie sind onkologe ..dennoch denke ich, dass ihre erfahrung weitreichend in dieser thematik ist und wir als forenbeitragsleser daraus lernen koennen und duerfen...
      internette gruesse durch´s netz...wilderthymian

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      • Re: macht chemo sinn?


        Geht es darum, mit einer Therapie eine Heilung zu erreichen nimmt man normalerweise auch Nebenwirkungen in Kauf und motiviert Patienten zusätzlich. Hier ist es aber anders, hier dient eine vergleichsweise sehr milde Therapie dazu, Lebensqualität zu erhalten. Somit kann ich Ihre Frage nur so deuten, daß Sie vermutlich von ganz anderen Therapien gehört haben, doch da gibt es große Unterschiede zwischen Hunderten von Krebsarten und ebenso vielen verschiedenen Therapiearten. Sollten hier NW auftreten oder die Therapie zur Belastung werden so wird man sehr rasch davon Abstand nehmen, das ist jedoch erfahrungsgemäß die Ausnahme.

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