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Analkarzinom

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  • Analkarzinom

    Analkarzinom ED/OP 07/03 mit Anus prater li, danach adjuvanter Raiochemotherapie (Mitomycin u. 5 FU) 03;

    metachrone Leberfilialisierung ED 05/04, 2 Zyklen Chemo wie vorher;
    dann mehrfacher RFA der Lebermetastasen in 09/04;

    Afterloading-Therapie einer Metastase im Segment 4a sowie eines Lymphoms im Leberhilus hepatoduodenale in 01/05;
    einzelne Lungenfiliae Segment 1 re von 9mm, Segment 6 li größenkonstant 6mm.:
    danach 1/4 jährlich zur Nachsorge in der LITT der Charite (Virchow).

    Letzer Bericht 14.11.05
    CT des Thorax nach Kontrastmitteileinbringung:
    Weitgehend größenkonstante Lungenfiliae, unveränderte Lympfknoten bis 15mm. Kein Pleuraerguß, kein Pneu, mitdargestellte Leber mit bekannter Metastase Segment 4a, Parenchymverdichtung Pankreaschwanz unverändert (2cm):

    Beurteilung: Konstante pulmonale Metastasen beiderseits, leichte Regredienzu der Lebermetastase Segment 4a Z.nAL;

    MRT gleiches Datum, Bericht fast indentisch, Ergänzend kein Nachweis neu aufgetretener hepatischer Tumormanifestationen, kein Nachweis tumorpathologisch vergrößerter Lympfknoten bei unveränderter Lympfknoten bis ca. 15mm paraaortal, hier Verlaufskontrolle empfohlen. Pankreas regelhaft lobuliert und strukturriert. Nieren unauffällig.

    Beurteilung: bei z.n. AL und RFA im Segment 4a und Lig.hepatoduodenale ergibt sich aktuell eine lokale Tumorkontrolle. Keine Nachweis neu aufgetretener Tumormanifestationen intrahepatisch.

    am 21.12.05 Blutabnahme durch unseren Hausarzt, weil Durchfall

    Alk. Phosp. 799; Gamma-GT 715; GPT 369; Cholesterin 294;

    am 30.12.05 ins Krankenhaus mit Gelbsucht;

    Nunmehr durch ERCP wurde die Galle mit Prothese(Trinage) freigelegt;

    Diagnose:
    Metastase Leber, Lunge unverändert, Bauchspeicheldrüse (Pankrea Lympfknoten) und Rezidiv Analkrebs, wie denn das so schnell ;

    Es soll eine Chemotherapie sofort erfolgen.

    Meine Frage:
    Da es meinem Mann sehr schlecht ging, habe ich ihn das nächstgelegene Krankenhaus gebracht (dort wurde er auch in 07/03 operiert, Chemo usw.), alle Nachsorgeuntersuchungen erfolgten in der Charite wegen Afterloading.
    Unserem Krankenhaus habe ich alle Berichte seit 08/04 von der Charite zur Verfügung gestellt.
    Soll ich hier auch noch einmal die Meinung der Charite einholen. Selbstverständlich vertraue ich auch unserem Krankenhaus, aber für uns ist natürlich wieder alles zusammen gebrochen.
    Wie ist die Prognose bei einer Chemo ?

    Ich würde mich freuen, wenn Sie mir die Fragen zur Chemotherapie beantworten würden ,

    Mit freundlichem Gruss
    A.R.


  • RE: Analkarzinom


    Aufgrund der Ausdehnung auf mehrere Regionen halte ich eine lokale Therapie für weniger aussichtsreich als eine Chemotherapie, die an allen betroffenen Regionen wirkt. Da die letzte Therapie über ein Jahr zurückliegt kann man mit Erfolgen rechnen. 5-FU kann erneut mit Mitomycin oder aber mit Cisplatin kombiniert werden, wobei Mitomycin sicherlich besser verträglich und nebenwirkungsärmer ist. Der bisherige Verlauf und der jetzt angedachte Ansatz mit einer Chemotherapie spricht dafür, daß Sie in qualifizierter Behandlung sind, somit wird Ihr Mann sicherlich nicht davon profitieren, jetzt noch weitere Meinungen einzuholen.

    Kommentar


    • RE: Analkarzinom


      Lieber Dr. Hennesser,


      vielen Dank für Ihre schnelle Beantwortung. Ich hatte gerade ein Gespräch mit dem beh. Arzt und bin nunmehr etwas zuversichtlicher. Sie haben mir ebenfalls das Gleiche nochmals bestätigt.

      Vielen Dank und mit freundlichem Gruss A.R.

      Kommentar


      • Re: RE: Analkarzinom


        Hallo Dr. Hennesser,
        man hat bei mir gestern im Krankenhaus eröffnet das der Verdacht auf ein Analkarzinom besteht. Am Dienstag muss ich wieder ins Krankenhaus zur Besprechung und dann würden auch die Ergebnisse der histologischen Untersuchung vorliegen. Kann soetwas auch gutartig sein? Die Ärztin machte mir wenig hoffnung und sprach von Strahlentherapie und künstlichem Seitenausgang.
        Bitte um eine Antwort
        bin ziemlich unten.
        Danke
        itsbidi

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        • Re: RE: Analkarzinom


          Hallo Itsbisi,

          die Frage war zwar nicht an mich gerichtet, aber da mein Mann ebenfalls einen Darmtumor hatte:
          Ein seitlicher Ausgang (Stoma) wird bei Darmtumoren häufig gelegt, um den befallenen Teil des Darm´s quasi auszuschalten und den Tumor besser behandeln zu können. Später wird dann meist über eine Rückverlegung nachgedacht, also nach OP, Bestrahlung und evtl. Chemo. Bei meinem Mann ebenso, der Tumor wurde im November 08 festgestellt und die Rückverlegung ist vorrs. für September ß9 geplant.
          Ich bin aus diesem Grund viel im "Stoma-Forum" unterwegs, es ist sehr aufschlussreich.

          Alles Gute für Sie
          KirGün

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          • Re: RE: Analkarzinom


            Da muß man das Ergebnis abwarten. Sollte sich der Verdacht bestätigen besteht die optimale Therapie in einer Kombination aus Chemo-und Bestrahlung ohne OP. Eine zusätzliche OP ist nur in wenigen Ausnahmefällen sinnvoll!

            Kommentar


            • Re: RE: Analkarzinom


              Hier muß man unterscheiden: ein Analkarzinom hat nichts mehr mit dem Darm zu tun und wird ganz anders behandelt. Dies nur um Mißverständnisse zu vermeiden.

              Kommentar



              • Re: RE: Analkarzinom


                Danke erst einmal.
                Das endgültige Ergebniss kommt erst morgen oder übermorgen.
                Die Ärztin sprach aber schon von einer Bestrahlung vor der OP um den Tumor zu verkleinern, damit man ihn besser operieren kann und einen kurzfristigen Seitenausgang wenn ich keine Metastasen habe. Diese Ungewißheit macht einen verrückt. Habe mich letztes Jahr erst selbstständig gemacht als Physiotherapeutin also ganz ohne medizinische Kenntnisse bin ich ja nicht. Es wäre eine mittlere Katastrophe wenn ich jetzt ganz aufhören müsste was ich absolut nicht will,ich liebe meinen Beruf.
                Mit freundlichem Gruss
                itsbidi

                Kommentar


                • Re: RE: Analkarzinom


                  Danke,
                  es ist trotzdem sehr lieb von Dir mir zuschreiben.
                  Ich hoffe wenn ich das endgültige Ergebniss bekomme,dass ich dann damit klar komme.
                  Danke
                  itsbidi

                  Kommentar


                  • Re: RE: Analkarzinom


                    Eine OP des Analkarzinoms ist meist überflüssig und nicht ratsam, davon gibt es Ausnahmen (sehr kleiner Tumor, der bei der Gewebeprobe "zufällig" schon komplett entfernt wird). Wenn es sich wirklich um ein Plattenepithelkarzinoms des Anus handelt besteht die derzeitige Standardtherapie in Bestrahlung kombiniert mit einer milden Chemotherapie. Eine OP erfolgt dann, wenn diese Therapie den Tumor nicht geheilt hat. Vielleicht ist eine Zweitmeinung durch einen Onkologen sinnvoll.

                    Kommentar



                    • Re: RE: Analkarzinom


                      Danke,
                      werde eine Zweitmeinung einholen wenn ich genau Bescheid habe.
                      Muss nur sehen wo hier in der nähe ein Onkologe ist.

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                      • Re: RE: Analkarzinom


                        Hallo,
                        habe den Befund:Makroskopisch:Formalinfixierte, zum Teil von Schleimhaut überzogene Fragmentierte Gewebestücke von 3,5 cm im Durchmesser. Die Schnittfläche ist grau-weiß.

                        Mikroskopisch: Es zeigen sich mehrere Fragmente oberflächlich partiell von regelrecht mehrschichtigem, verhornendem Plattenepithel überzogen. Das Epithel übergehend in einen Ulkus, hier ein maligner epithelialer Tumor mit plattenepithelialer Differenzierung und vermehrter Zell- und Zellkernpolymorphie. Der Tumor mit einer deutlichen Verhornung mit Ausbildung von geschichteten Hornperlen.Umgebend eineausgeprägte desmoplastische Stromareaktion mit hochgradiger Fibrose.
                        Keine Infiltration in Blutgefäße, Lymphgefäße oder Perineuralscheiden. Der Tumor erreicht in einzelnen Fragmenten den Resktionsrand.
                        Beurteilung: Gut differenziertes verhornendes (low grade) Plattenepithelkarzinom, nach klinischen Angaben vom Anus stammend. Keine Infiltration von Blutgefäßen, Lymphgefäßen oder Perineuralscheiden.
                        Tumorklassifikation: (TNM 2002):
                        Lokalisation ICD-O-C 21
                        Typisierung ICD-O-M 8070/3
                        Grading G1 (low grade)
                        LO VO PnO
                        Ich muss morgen schon ins KH, es wird ein Port gelegt wegen einer leichten Chemo.
                        Es soll noch ein CT gemacht werden und ich bekomme dann noch Bestrahlungen.
                        Es soll nicht operiert werden. Es sei denn mein After würde zu eng werden durch die Bestrahlung aber das will man erst abwarten. Habe aber am 18.05. einen Termin bei Dr. Dresemann in Velten ein sehr guter Onkologe und ein Bekannter macht noch einen Termin bei Dr. Wagner auch ein Onkologe.
                        Ich danke Ihnen in voraus
                        MfG itsbidi

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                        • Re: RE: Analkarzinom


                          Ihr Hausarzt oder das KH werden Ihnen da vermitteln können.

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                          • Re: RE: Analkarzinom


                            Nun, damit ist ja alles optimal geregelt und von der OP (glücklicherweise) nun nicht mehr die Rede. Gut so.

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                            • Re: RE: Analkarzinom


                              Hallo Dr. Hennesser,
                              habe die erste Chemo hinter mich gebracht und habe morgen die neunte Bestrahlung.
                              Ich selbst bin der Meinung das dieser Gnom in meinem Po ein bisschen kleiner geworden ist,kann nartürlich auch Einbildung sein aber vielleicht kann ich ja mental drauf einwirken.
                              Spaß bei Seite meine Frage: Durch die Bestrahlung ist der ganze Anal und Genitalbereich entzündet. Ich darf Kamillebäder machen und nartürlich pudern aber nicht in der Pofalte und nicht im Genitalbereich. Es juckt wie verrückt. Ich darf dann ein wenig Bephanten Salbe nehmen oder ein wenig Fenistil. Ich habe mir auch schon Töpferbad gekauft das darf ich auch aber das jucken wird nicht gelindert. Meine Strahlenärztin die erste sagte mir die letzten 14 Bestrahlungen möchte man mich stationär da haben um die Hautschäden zusätzlich zubehandeln.
                              Ich möchte aber nicht . Ich kann doch im Vorfeld schon Vorsorge treffen damit es erst garnicht so weit kommt. Was darf oder kann ich noch tun? Übrigens meine Ärzte wissen das ich mir auch bei Ihnen Rat hole und finden das völlig in Ordnung. Zum anderen ist es richtig,dass die T-Zellen den Krebs praktisch auffressen also das abgetötete Gewebe und das was der Körper nicht resorbiert durch den Stuhlgang ausgeschieden wird? Kann es dann sein das man ab und an Gewebestückchen mit im Stuhlgang hat?
                              Ich merke oft das der Gnom da drin sich ganz schön gegen die Behandlung wehrt. Ich hoffe das er bald aufgibt und weiss das ich stärker bin.
                              Ganz liebe Grüsse
                              P. Heise (itsbidi)

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