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Leber-Op

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  • Leber-Op

    Hallo Dr.Hennesser,
    meine Schwester hat Darmkrebs(Stadium,G2,T4,N2u.M1 mit Lungen
    und Lebermetastasen).Seit März 2005 bekommt sie Chemo mit 5Fu,Irinotecan u.Avastin.Die Behandlung hat so gut angeschlagen,dass die Lungenmetas und auch die Lebermetas deutlich kleiner geworden sind und auch alle Laborwert sehr gut sind,unter diesen Umständen.Die Lebermetastasen waren zu Beginn so groß,dass sie nicht entfernt werden konnten.Jetzt sind sie nur noch so groß, wie kleine Narben.
    Meine Schwester möchte die Lebermetas jetzt entfernen lassen und weil sie auch noch einen Anus praeter hat möchte sie die Lebermetas gleich bei der Rück-OP des Anus Praeter mit entfernen lassen,doch die Ärzte sagen das diese OP gefährlich wäre.Unsere Frage ist nun,ist diese Op wirklich so gefährlich und wenn, was genau ist so Gefährlich daran.Besteht doch eine Möglichkeit beides auf einmal zu entfernen.
    Danke im Voraus
    Vera


  • RE: Leber-Op


    Man hat lange Zeit in solchen Fällen Metastasen soweit entfernt wie es technisch irgendwie machbar war. Doch diese eigentliche erstmal logische Vorstellung "soviel wie möglich wegzuschneiden" hatte auf die Lebenserwartung negative Auswirkungen, die Operierten lebten im Vergleich zu Nichtoperierte kürzer, da sie die Strapazen der Leber-OP durchzustehen hatten. Somit beschränkt man eine Metastasenentfernung nun auf solche Situationen, bei denen man mit dem Eingriff auch alle Tumorherde entfernen kann und nicht wie hier bspw. die Lungenherde belassen muß. Dies ist wirklich im Sinne Ihrer Schwester.
    Etwas anderes sind alternative Verfahren wie eine sogenannte Radiofrequenzablation, mit der man Herde bis 5,5cm Durchmesser veröden kann. Ob dies einen Gewinn an Lebenszeit bringt ist in einer solchen Situation völlig offen, man könnte damit aber dem Wunsch Ihrer Schwester gerecht werden und gleichzeitig eine Leber-OP umgehen.

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