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Dünndarmkrebs

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  • Dünndarmkrebs

    Sehr geehrter Dr. Hennesser,
    liebe Forum-Teilnehmer,

    bei meiner Mutter (65) wurde im Februar Dünndarmkrebs über eine Bauchfellprobe diagnostiziert. Der Primärtumor konnte allerdings nicht zugeordnet werden und somit war auch keine OP möglich. Zu diesem Zeitpunkt war sie körperlich noch recht stabil. Im gleichen Monat begann die Chemotherapie. Als zusätzliche alternative Therapien bekam meine Mutter Eigenblut - angreichert mit Vitaminen, Mistel, Mineralstoffe etc. und auch eine Sauerstoffbehandlung. Diese Kombination schien gut zu wirken. Der behandelnde Arzt empfahl auch die Behandlung mit Ukrain - und da wir tatsächlich Personen kennen die im Endstadium durch Ukrain geheilt wurden - stimmten wir auch dieser (teuren) Behandlungsmethode zu. Alles sah sehr gut aus. Die Tumormarker meiner Mutter war extrem niedrig, sie konnte ganz toll essen und fühlte sich auch recht wohl.... Die kontrollierenden CTs zeigten eine stabile Lage. Doch vor einigen Wochen ging es rapide bergab - meine Mutter bekam einen Bauch wie eine Hochschwangere. Im Krankenhaus wurden 5 Liter Flüssigkeit aus ihrem Bauch gezogen und die CT bestätigte, dass die Metastasen gewachsen sind. Seit diesem Zeitpunkt kann sie nicht mehr essen oder trinken - alles wird wieder ausgespuckt. Im Rhytmus von 3-5 Tagen sammelt sich nun Flüssigkeit in Ihrem Bauch und muss wieder punktiert werden. Sie ist so schwach, dass sie den ganzen Tag in ihrem Bett liegt und keine Kraft hat. Auch ihre Kinder und Enkelkinder können meine liebe Mama nicht erfreuen. Gestern wurde uns zugestanden, dass nun ein Pflegedienst ins Haus kommt um meine Mutter abends Flüssignahrung über den Port zu verabreichen. Die Chemo wurde nun übrigens umgestellt und soll die Wasseransammlungen in einigen Wochen verringern....

    Ich (wir) sind ganz traurig und verzweifelt. Ist dies eine normale Tiefphase einer Krebstherapie oder ist es schon das Endstadium? Meine Mutter und ich haben uns vorsichtshalber schon "auf immer verabschiedet"....DAS TUT SEHR WEH! Leider wohne ich nicht bei meiner Mutter, habe eine kleine Tochter und bin berufstätig - so kann ich nicht jederzeit bei meiner Mutter sein - möchte aber im "Erstfall" natürlich bei ihr sein....

    Ich bin dankbar für jede Antwort.
    Sabine aus HH


  • RE: Dünndarmkrebs


    Dies ist sicher ein sehr fortgeschrittenes Stadium, dennoch ist es nicht ungewöhnlich, daß Tumorherde im Bauch Flüssigkeit produzieren und damit Beschwerden verursachen. Man kann in einem solchen Falle eine Chemotherapie in den Bauch verabreichen, dies ist gut verträglich und kann die Wasseransammlung im Bauch unterdrücken. Verabreicht werden Substanzen ähnlich den venös gegebenen, jedoch ist die Wirkung direkter und nebenwirkungsärmer als über die Vene.

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    • RE: Dünndarmkrebs



      Lieber Dr. Hennesser,

      meine Mutter hat gestern Blut gespuckt - kann das eine geplatzte Ader im Magen sein oder ist das wieder ein bedrohliches Zeichen?

      Verzweifelte Grüße
      Sabine Cordes

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