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Rezidiv

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  • Rezidiv

    Im Sommer 2004 wurde bei mir Zervix-Ca diagnostiziert (mit Metastase im Eierstock). Es folgten eine Wertheim-OP und die Entfernung von 24 Lymphknoten (ohne Befund) im Beckenraum mit anschließender Bestrahlung (25x) und Chemotherapie (10x Carboplatin). Nun wurden im April diesen Jahres erneut 16 Lymphen (8 pos./8 neg.) operativ entfernt sowie Strahlungsschäden am Dünndarm "behoben". Ausgehend davon, dass es sich bei den malignen Lymphknoten um Relikte der Eierstockmetastase handelte, steht eine zweite Radiochemotherapie an. Es sollen wieder 25 Bestrahlungen folgen, allerdings ist die Chemo mit Mitomycin geplant. Meines Wissens nach handelt es sich dabei wieder um eine adjuvante Therapie, und genau das belastet mich. Wäre es nicht sinnvoller, nun doch ein stärkeres Medikament ( Kombi ) zu verabreichen? Was nützt mir die Schonung meines Körpers, wenn ich dafür das erhöhte Risiko behalte, in Kürze wieder wegen eines Rezidivs auf dem OP-Tisch liegen zu müssen? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir evtl. auch bzgl. Mitomycin weiterhelfen? Bei den Studien bin ich leider nicht fündig geworden! Danke!


  • RE: Rezidiv


    Ob Mitomycin oder Carboplatin macht wahrscheinlich keinen großen Unterschied. Zum Sensitizing, also der Verstärkung der Empfindlichkeit des Tumorgewebes auf die Strahentherapie kann man auch Cisplatin noch diskutieren. Da es zum Rezidiv nach Carboplatin - was wiederum deutlich besser als Cisplatin vertragen wird - gekommen ist würde ich dem Mitomycin auch den Vorzug geben, ob dies individuell bei Ihnen aber tatsächlich besser ist kann man nicht vorhersagen. Sie sollten dies also nochmal in Ruhe mit Ihrem Onkologen oder Gynäkologen besprechen, die Entscheidung was man denn nun nimmt ist keine ausschließlich Medizinische (s.o.), sondern es geht darum, daß Sie auch das Gefühl haben, das Richtige zu unternehmen.

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    • RE: Rezidiv


      Hallo Dr. Hennesser,
      vielen Dank für Ihre Antwort! Inzwischen hat sich einiges geändert: Wegen eines Nierenstaus ( bekomme Montag einen Stent gelegt ) will man nun auf das Mitomycin verzichten und wieder Carboplatin einsetzen. Cisplatin hatten wir bereits ausgeschlossen, weil ich bereits an einer Schwerhörigkeit leide. Zudem habe ich die Information erhalten, dass im bisher behandelten Bereich die Therapie schon angeschlagen hätte, denn das Rezidiv lag außerhalb des "alten" Bestrahlungsgebietes. Dennoch habe ich mit der tumorbiologischen Klinik Freiburg Kontakt aufgenommen und werde in Kürze deren "second-opinion-Modell" in Anspruch nehmen. Die Klinik war im hiesigen KH bekannt , und man hat mich darin unterstützt. Besonders der ganzheitliche Untersuchungsansatz und daraus evtl. resultierende alternative Behandlungen scheinen mir sehr vielversprechend. Die Kosten werden erfreulicherweise von der KK getragen. Es wäre schön zu erfahren, ob bereits jemand mit der Klinik Erfahrung gesammelt hat!? Auch interessieren mich alle Aussagen über eine begleitende Misteltherapie! Danke und allen Betroffenen alles Gute!

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