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CUP Behandlungsstrategie

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  • CUP Behandlungsstrategie

    Sehr geehrter Herr Hennesser,

    welche therapeutischen Alternativen gibt es bei folgender CUP Situation?

    Bei meiner Mutter (69) wurde im Oktober 2004 eine mediastinale Lymphmetastase (~2 X 3 cm) bei unbekanntem Primaertumor (PET, CT, Bronchoskopie, Blasenspiegelung etc. o.B.) entdeckt. Histologisch handelt es sich um ein Plattenepithel CA mit kleinzelligen neuroendokrinen Anteilen, all das wenig differenziert. Nach der Lage der Metastase und der Anamnese (Raucherin) am ehesten BC, die Lunge ist aber nach mehreren Untersuchungen unauffaellig. Die Metastase liegt am Aortenbogen und hatte eine Einflusstauung ausgeloest, was letztlich zur Untersuchung fuehrte.

    Nach eine unmittelbaren Bestrahlung zur Eindaemmung der Einflusstauung wurde im September eine Chemotherapie begonnen, zunaechst mit Vinorelbin+Cisplatin. Wegen Darmparese wurde auf Gemzitabin (50mg) +Cisplatin (50 mg) umgestellt, was besser vertragen wurde.

    Nach dem dritten Zyklus ist die Raumforderung im Thorax Roentgen nicht mehr darstellbar, der CEA Wert ist von 440 (5.11.04) ueber 192 (22.11.04) auf 68 (4.1.2005) abgefallen.

    Die behandelnden Aerzte haben mir gegenueber v.a. palliative Absichten geaeussert, eine etwaige Entfernung der Lymphmetastase in Betracht gezogen – dies aber eher als unwahrschienliche Option dargestellt.

    Angesichts des recht guten Allgemeizustandes meiner Mutter und der guten Vertraeglichkeit der Chemotherapie, der isolierten Metastase und dem anscheinend guten Ansprechen der Chemotherapie wende ich mich mit der Frage an Sie, welche Behandlungsstrategien, die ueber die palliative Gemzar/Cisplatin Therapie hinausgehen, noch in Betracht ziehen koennte.


    R. Deutsch

  • RE: CUP Behandlungsstrategie


    Ihre Frage scheint nach kurativen Ansätzen zu fragen, also nach vollständiger Heilung. Hier muß man aber feststellen, daß die hier vorliegende Metastasierung diese Option leider nicht ermöglicht. Natürlich könnte man nun den ehemalig großen Herd noch operieren, dies hätte jedoch keinen Einfluß auf den weiteren Verlauf, da sich über kurz oder lang der Primärtumor irgendwo zeigen wird und auch an anderer Stelle Metastasen auftreten. Der bisherige Behandlungsverlauf ist sehr sinnvoll und entspricht der bestmöglichen Therapie.

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