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Lebermetastasen

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  • Lebermetastasen

    Sehr geehrter Dr. Hennesser,
    mein Vater (62) war an einem Darmkrebs erfolgreich operiert worden. Seine Leber war jedoch massiv mit Metastasen befallen, so dass er Chemo erhält. Die Chemo schein anzuschlagen. Der Krebs ist zum Stillstand gekommen und der Blutwert ist von 17 auf 14 geunken. Nun hatte meín Vater während der letzten Chemo sehr hohes Fieber (40,3) gekommen und es waren Geräusche auf der Lunge zu hören. Die Chemo wurde sofort abgebrochen und Antibiotika verabreicht. Einen Tag später war die Lunge wieder frei und das Fieber weg.
    Nun hat man mir erzählt, dass Antibiotika die Krebszellen zum Wachsen bringt. Ist das richtig ? Und wenn, welche Konsequenz hat das auf den weiteren Behandlungserfolg ?
    Ist es richtig, dass man bei dieser Erkrankung eine Lebenserwartung von einem bis maximal 3 Jahren hat ? Und was sagt dieser Blutwert aus ?
    Für Ihre Hilfe währe ich sehr dankbar.
    Lieben Gruß Nessie


  • RE: Lebermetastasen


    Der Ablauf erscheint mir nachvollziehbar und medizinisch absolut richtig zu sein. Antibiotika fördern das Zellwachstum nicht, dies ist Unsinn. Die Chemotherapie wird aufgrund der Lungeninfektion möglicherweise etwas verzögert, kann dann aber normal weiterlaufen.
    Der Tumorverlauf ist anhand des Blutes nur sehr indirekt erkennbar und kein wirklich brauchbarer Parameter. Viel wichtiger scheint da schon, daß die Metatsasen nicht gewachsen sind und die Therapie vertragen wird. So kann es doch weitergehen!!! Mit der Lebenserwartung übrigens können Sie nichts anfangen, denn Sie beschreiben mit Ihren Zahlen reine Statistik, die nichts über den individuellen Verlauf aussagt.
    Weiter Alles Gute!

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    • RE: Lebermetastasen


      Vielen lieben Dank für die schnelle Antwort !!!
      Es beruhigt mich, dass es sich bei der Auskunft um Unsinn handelt. Es tut gut zu wissen, dass dieses Forum existiert und man seine Fragen von einem Fachmann ehrlich beantwortet bekommt .

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      • RE: Lebermetastasen


        Hallo Dr. Hennesser,
        gestern musste die Chemo erneut abgebrochen werden. Die Ärztin erklärte, dass mein Vater die Chemo nicht verträgt und es deshalb zu Schüttelfrost und Fieber gekommen war. Bei der letzten Chemo hatten sie noch die Vermutung, dass das Fieber aufgrund der Erkälung entstanden sei. Es war eine Kultur angelegt worden. Diese war aber ohne Befund. Sie wollen jetzt nur noch mit dem FU5 (ich glaube so hieß das Zeug) weiter machen. Ein anderes sehr aggressives Mittel (den Namen konnte ich mir nicht merken) wird herausgenommen, da es diese Nebenwirkungen verursachen kann.
        Meine Frage ist einfach, kann man ohne das andere Mittel den Krebs weiter in Schach halten, oder müssen wir uns darauf einstellen, dass er jetzt schneller fortschreitet ? Wir wollen über Weihnachten alle nochmal zusammen Urlaub machen und bis jetzt brauchte ich mir darüber keine Gedanken machen, weil es meinem Vater wirklich gut ging.
        Lieben Gruß
        Nessie

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        • RE: Lebermetastasen


          5FU (mit Folinsäure kombiniert)ist eine wirksame Chemotherapie und gut verträglich. Hier wurde wahrscheinlich eine zusätzliche Gabe von Oxaliplatin oder Irinotecan durchgeführt. Dies steigert die Erfolgsaussichten und ist daher sinnvoll, geht jedoch auf Kosten einer manchmal schlechteren Verträglichkeit. Bei Nichtvertragen ist es absolut richtig, die Therapie zu ändern. Dabei liegt es im Ermessen des Behandelnden,ob dies das komplette Weglassen der zusätzlichen Substanz bedeutet oder die Umstellung von Oxal. auf Irinot. bzw. umgekehrt. Bei gutem Allgeimeinzustand würde meine persönliche Tendenz ehrlicherweise etwas mehr Richtung Austausch und etwas weniger in Richtung Verzicht gehen, aber dies ist Ermessenssache und kann ohne Kenntnis des Patienten nur eingeschränkt beurteilt werden. Nehmen Sie dies als Grundlage für ein persönliches Gespräch mit dem Behandelnden.

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          • RE: Lebermetastasen


            Gestern wurde abermals die gleiche Chemo verabreicht. Die Behandelnden hatten die Vermutung, dass der gesetzte Port die Ursache für sein Schüttelfrost und Fieber war. Die Chemo wurde nun über beide Armvenen mit dem gleichen Ergebnis (Abbruch der Chemo /Schüttelfrost und Fieber) verabreicht. Heute geht es meinem Vater zum Glück wieder gut.
            Zu Beginn der Behandlung hatte ich Vertrauen zu den Behandelnden, dies schwindet aber zusehens, zumal sie schon das dritte Mal die gleiche Variante mit dem gleichen schlechten Ergebnis für meinen Vater gewählt haben. Oder ist man bei dieser Erkrankung so schnell mit seinem Latain am Ende ?
            Mein Vater hat nun vor nächste Woche einen Heilpraktiker ,zwecks Unterstützung der Behandlung, aufzusuchen.
            Sollte es aber noch heufiger zu solchen Fehleinschätzungen der Ärzte kommen, wird mein Vater unter Garantie jede weitere Chemo ablehnen.
            Können Sie mir andere Möglichkeiten aufzeigen ?
            MfG
            Nessie

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