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Hinweis für MDS bei Arthritis?

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  • Hinweis für MDS bei Arthritis?

    Hallo Dr. Hennesser,

    ich leide seit Mai an einer Arthritis. Die Schmerzen haben akut im Becken über Nacht angefangen. Ich habe vor 5 Wochen mit dem Basismedikament Sulfasalazin begonnen und nehme hochdosiert Kortison (55 mg). Mir geht's trotzdem sehr schlecht. Ich habe Schmerzen im ganzen Körper und extreme Schwäche.

    Bei meiner letzten Blutentnahme ist jetzt eine Blutarmut aufgefallen. Hämatokrit und Hämaglobin sind erniedrigt. Leukozyten und neutrophile Granulozyten sind erhöht. Außerdem sind Myelozyten und unreife Granulozyten im Blut.

    Kann das ein Hinweis auf ein beginnendes MDS-Syndrom sein, oder kann man das so nicht sagen ?

    Ich habe gelesen dass eine Arthritis auch im Rahmen einer Blut-und Knochenmarkserkrankung auftreten kann. Die Arthritis reagiert nicht so gut auf das Kortison. Ich habe gelesen dass das oft der Fall ist bei sogn. neoplastischen Syndromen. Oder kann die Veränderung im Blut durch die Medikamente kommen?

    Danke für Ihre Antwort!

  • Re: Hinweis für MDS bei Arthritis?

    Da Dir bisher niemand geantwortet hat, melde ich mich mal:

    Dieses Forum wird schon seit längerem nicht mehr betreut, so dass Du mit Laienantworten rechnen musst.

    Meiner Ansicht nach hast Du einfach zu viel gegoogelt. Eine Arthritis reagiert eigentlich immer auf Cortison. Es gibt keinen stärkeren Entzündungshemmer.

    Ein paraneoplastisches Syndrom hatte ich selbst als Begleiterscheinung von Brustkrebs. Die Symptome steigerten sich irgendwann geradezu galoppierend, d.h. sie verstärkten sich von Tag zu Tag so sehr, dass sehr sicher war, dass da etwas nicht stimmt. Diesem paraneoplastischen Syndrom (es war eine schwere Dermatomyositis mit extremer Muskelschwäche) habe ich zu verdanken, dass der Krebs relativ frühzeitig entdeckt wurde.

    Was Deine Befunde der Blutuntersuchung betrifft, so schreibst Du leider nicht, wie stark die Werte von den Referenzwerten abweichen. Eine leichte Anämie muss nichts Besonderes bedeuten (habe ich derzeit auch). Bei mir waren die Abweichungen damals aber so massiv, dass mich der Hausarzt zur weiteren Abklärung sofort ans Krankenhaus verwies.

    Bezüglich der Arthritis bist Du hoffentlich bei einem fähigen internistischen Rheumatologen.

    LG Monsti

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