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Kürzere aber höher dosierte Bestrahlung bei Brustkrebs?

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  • Kürzere aber höher dosierte Bestrahlung bei Brustkrebs?

    Sehr gegehrter Dr. Hennesser,
    Sie haben mir ja schon andere Frage beantwortet, jetzt eröffne ich ein neues Thema, da jeder Behandlungsabschnitt leider neue Fragen aufwirft. Ich hoffe Sie können mir auch diesmal mit Ihrer Erfahrung helfen.
    Als nächstes steht mir nach brusterhaltender OP Bestrahlung bevor.
    Ich hatte von betroffenen Freundinnen gehört, dass dies ca. 6 Wochen dauert.
    Bei dem Vorgespräch erfuhr ich nun, dass ich nur 15 Bestrahlungen bekomme, also 3 Wochen.
    Danach allerdings noch Boost aufs Tumorbett.
    Auf meine verwunderte Frage, warum nur 3 Wochen, hieß es, man würde neuerdings nicht mehr so viel bestrahlen, weil es nicht nötig wäre, was mich natürlich sehr erleichtert hat.
    Die Gesamtdosis ist allerdings 45 Gy.
    Zuhause habe ich dann ausgerechnet, dass dies einer Tagesdosis von 3 Gy entspricht.
    Nachdem was ich bisher über Bestrahlung gelesen habe, ist es aber schonender, wenn die Tagesdosis möglichst gering ist, maximal 2 Gy.
    Ich fühle mich jetzt ein wenig getäuscht, da ich ja nicht weniger, sondern mit höherer Tagesdosis bestrahlt werden soll - dabei habe ich gar kein gutes Gefühl, zumal ich körperlich wirklich sehr zart bin und daher bei allem sehr schnell überdosiert…!
    Wenn es nach mir ginge sollte die Tagesdosis so gering wie möglich sein.
    Haben Erfahrungen mit dieser neuen Therapieform mit höherer Tagesdosis und können Sie dazu etwas raten?
    Vielen Dank nochmal!

  • Re: Kürzere aber höher dosierte Bestrahlung bei Brustkrebs?

    Da die Bestrahlung ja ganz gezielt auf eine Region erfolgt besteht für den Körper insgesamt keine höhere Belastung, unser Empfinden in der Onkologie ist daß die Patientinnen es gut vertragen. Zum Vergleich: Bei Ganzhirnbestrahlungen wählt man auch 3 Gy/Tag und dies ist ja ein sehr sensibler Bereich. Und bei Formen des Enddarmtumors gehts bis zu 5 Gy/Tag.

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    • Re: Kürzere aber höher dosierte Bestrahlung bei Brustkrebs?

      ...das soll nicht verharmlosend klingen, bitte nicht falsch verstehen. Ihre Frage sollten sie so auch nochmal dem Strahlentherapeuten stellen, ich möchte einfach ein wenig Brisanz für Sie da herausnehmen und Ihre Ängste relativieren.

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      • Re: Kürzere aber höher dosierte Bestrahlung bei Brustkrebs?

        Ich sehe jetzt erst, dass ich mich noch gar nicht für Ihre letzten Antworten bedankt habe. Es ist wirklich so ein Geschenk, dass Sie sich die Zeit nehmen, unsere Ängste zu relativieren mit ihren kompetenten und einfühlsamen Antworten.
        Leider bin ich jetzt auch gerade wieder in Panik: seit ca. 9 Monaten nehme ich nun Tamoxifen (nach Chemo, OP, Bestrahlung) und nun ist (neben dauerhaft niedrigen Leukozyten - 2,8 statt mind. 4 T) plötzlich der y-GT Wert bei 67 (statt max. 37) - und ich habe Angst, dass es Metastasen in der Leber sein könnten.... Alkohol trinke ich nicht, ich nehme nur einige NEM (Vitamin D, B6, Selen, Zink, L-Glutamin, L-Arginin, ...)
        Können Sie mich bitte nochmal beruhigen - oder muss ich das abklären lassen? Wie kann man Lebermetastasen ausschließen bzw nachweisen? Ich wollte in 2 Wochen für 2 Monate nach Indien reisen - jetzt mache ich mir Sorgen........ Vielen Dank nochmal für Ihre Hilfe.

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